Montag, 12. Mai 2008

Sardinien: Schafschur von Hand in verschiedenen Dörfern der Insel

Ab Mitte Mai bis Mitte Juni ist es notwendig die vielen Schafe auf Sardinien von ihrer Wolle zu befreien. In vielen Dörfer wird die Schafschur zum Fest, um Besuchern und Gästen die Kunst der traditionellen Schafschur näher zu bringen. Schafe scheren ist gar nicht einfach - auch wenn man nicht viel dazu braucht: scharfes Scherwerkzeug, festes Seil, Schleifstein, Jutesäcke und gute Laune. Da es am späten Morgen schon zu warm ist zum Scheren, treffen sich die Schäfer meist schon früh um 8:00 Uhr. Die Schafe sind friedlich, sie warten in einem eingezäunten Bereich in den sie nach dem Scheren wieder entlassen werden. Schon bald fahren die scharfen Scherwerkzeuge über Rücken, Bauch und Beine der Schafe. Alle lassen es geduldig zu, nur ab und zu hört man ein trauriges Mäh, wenn die scharfen Scheren in die Haut schneiden. Ist das letzte Schaf geschoren, beginnt das Fest. Die Sarden lieben den Trubel und die „Tosatura“ ist eine Zeit besonderer Freude. Zunächst wird herzhaft gegessen, später werden Spiele und Wettkämpfe ausgetragen. Viele dieser sardischen Bräuche, die auch andere Feste bereichern, sind von Generation zu Generation weitergegeben worden. Die wohl bekanntesten sind der Ringkampf und das Fingerspiel. Selbst die Kleinsten haben ihren Spaß damit.
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