Donnerstag, 10. Juli 2008

Sardinien: Sabbie Bianche, faszinierende Naturlandschaft und Truppenübungsplatz an der Costa del Sud

Weite, Stille, Einsamkeit und Natur pur. Die Sanddünen von Sabbie Bianche bei Porto Pino vermitteln nicht das Bild eines unwirtlichen Truppenübungsplatzes, sondern zeigen einen Ort der Ruhe und Entspannung. Und doch sind die Dünen und das Gebiet rund um das Kap von Teulada auch für bombastische Panzer- und Schießmanöver von Interesse: Seit den 1950er Jahren wird hier nämlich ein ca. 7.200 ha großes Übungsgelände von den Streitkräften der Nato militärisch genutzt. Dieses Bild bietet das Kap jedoch nur neun Monate im Jahr. In den Sommermonaten erlauben die Militärs die Durchfahrt und das Baden am Strand mit dem schönsten Hinterland des Kaps und nur der kilometerlange Stacheldrahtzaun, der entlang der Landstraße das Gebiet eingrenzt, erinnert daran, dass hier einer der größten Truppenübungsplätze Europas liegt. Die riesigen, feinen, weißen Sanddünen, über die nur die beständige Macht des Windes herrscht, erreichen Höhen von bis zu 30 Metern und schützen die Bucht so gut, dass man auch an windigen Tagen gut schwimmen kann. Der Spiaggia Sabbie Bianche ist ein durch sein Flachwasser besonders kinderfreundlicher, knapp drei Kilometer langer Strand der im Norden in den Strand von Porto Pino übergeht. Beide Strände bilden zusammen einen großen, vier Kilometer langen Halbmond. Nach Aussagen der Einwohner stellt der Truppenübungsplatz eine Beeinträchtigung der dort befindlichen faszinierenden Naturlandschaft dar. Fakt ist, dass sich trotz oder wegen der militärischen Nutzung ein Naturparadies seltener Schönheit erhalten hat. Ein Besuch der Sabbie Bianche Dünen ist ein Highlight während einer Reise ins 2700-Seelen-Dorf Sant'Anna Arresi.

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