Donnerstag, 2. Oktober 2008

Angela Merkel traf Ignazio Contu aus Sardinien

Die Bundeskanzlerin hat gestern, am 1. Oktober 2008, rund 200 Vertreter der ersten Generation von Gast- und Vertragsarbeitern im Kanzleramt in Berlin empfangen. Unter dem Motto „Deutschland sagt Danke“ ehrte die CDU-Politikerin alle Gastarbeiter, die zwischen 1956 und 1972 nach Deutschland kamen und dazu beitrugen, aus dem kriegszerstörten Deutschland wieder eine blühende Wirtschaftsnation zu machen.

Als Deutschland Mitte der 1950er Jahre ausländische Arbeitskräfte anwarb, war Ignazio Contu aus dem 2000-Seelen-Dorf Vallermosa, in der Provinz von Cagliari, gerade mal 17. Nur wenige Jahre später, als junger Mann von 20 Jahren, setzte er sich zunächst in einen Zug nach Frankreich, dann nach Frankfurt. Er war einer der ersten Gastarbeiter der Bundesrepublik und hat, wie viele andere, hart gearbeitet. Ende der 1950er bis Anfang der 1970er Jahre kamen gut zwei Millionen Italiener als Arbeiter nach Deutschland. Sie lebten in einfachen Gemeinschaftsunterkünften und verrichteten Arbeiten, für die es ab Mitte der 1950er Jahre im Wirtschaftswunderland Deutschland immer schwieriger war einheimische Arbeitskräfte zu finden. Der heute 70jährige Ignazio Contu lebt seit 49 Jahren in Frankfurt und hat seinen Entschluss, nach Deutschland zu kommen, bis heute nicht bereut.

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