Mittwoch, 26. November 2008

Der sardische Gouverneur Soru tritt zurück: „Das war nicht mein letzer Tag in der Politik“

Der sardische Gouverneur Renato Soru hat am gestrigen Dienstagabend seinen Rücktritt erklärt. „Ohne Vertrauen kann man nicht regieren“ erklärte der 51-jährige Regierungschef vor dem sardischen Regionalparlament in Cagliari. Seinem Rücktritt war eine Abstimmung über das sardische Raumplanungsgesetz „legge urbanistica“ vorangegangen, an das Soru eine Vertrauensabstimmung geknüpft hatte. Das Raumentwicklungskonzept, das nach dem bereits verabschiedeten Küstenschutz auch Bebauungsvorschiften für das sardische Inland festsetzen will, war in der Mitte-Links-Regierung heftig umstritten. Der Regierungschef hatte deshalb mit Rücktritt gedroht, sollte das Gesetz keine Mehrheit im Parlament finden. Seinem Rücktritt kommentierte Soru mit den Worten: „Das war nicht mein letzter Tag in der Politik“. Tatsächlich sieht das sardische Regionalstatut eine Übergangszeit von 30 Tagen vor. Erst danach ist der Rücktritt des Regionalpräsidenten definitiv und innerhalb von 60 Tagen muss neu gewählt werden.

(Foto: Renato Soru, http://www.sardinien.com/)

>> Mehr Informationen bei L’Unione Sarda
>> Mehr Informationen bei La Repubblica
>> Zusammenfassung der politischen Reaktionen bei La Nuova Sardegna

Timo Lutz

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!