Donnerstag, 27. November 2008

Natale, Capodanno und Befana - Weihnachten, Neujahr und Dreikönigsfest – Traditionen auf Sardinien

Im Winter, wenn das Christkind die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legt, die Uhren zwölfmal schlagen und eine hässliche, alte Hexe auf ihrem Besen naht, entzünden festlich geschmückte Christbäume, Sekt, Feuerwerk, süße Kohle und eine Überdosis Panettone das Natale-, Capodanno- und Befana-Fest auf Sardinien.

Zu den kulinarischen Bräuchen des Natale und Capodanno gehören der berühmte Panettone und der gefüllte Schweinefuß mit Linsen. Die Hülsenfrüchte stehen für Geld und ein beliebter Spruch besagt: je mehr man davon isst, desto mehr Geld hat man im nächsten Jahr zur Verfügung.

Für die Kleinen auf Sardinien ist schon der 8. Dezember, der Tag der Mariä Empfängnis, ein besonders schöner Tag. Anders als in Nordeuropa beginnen die Sarden schon am Tag der „immaculata conceptio“ (Unbefleckten Empfängnis) mit dem Schmücken des Weihnachtsbaumes.

Am Abend des 31. Dezember ist an Schlaf nicht zu denken. Ein beliebter italienischer Spruch besagt: „chi dorme a capodanno, dorme tutto l’anno“ - wer an Neujahr schläft, wird das ganze Jahr schlafen. Um solch ein Folgejahr voll Müßiggang zu vermeiden, sorgen die Sarden mit vielen Veranstaltungen dafür, dass das Neujahrsfest bis in die frühen Morgenstunden geht.

Bevor der Alltag die Insel wieder einholt, schenkt der 6. Januar den Sarden noch ein letztes Fest: das Dreikönigsfest, dass das Ende der Feiertage bedeutet. Dieses Fest ist in Italien an die Tradition der Befana (der Epiphanias) gebunden. Die Befana ist eine hässliche, alte Hexe, die in der Nacht zum 6. Januar, mit einem Sack voller Süßigkeiten, auf einem Besen anrückt und brave Kinder beschenkt.

Weitere Informationen zu den Weihnachtstraditionen auf der Insel

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