Mittwoch, 25. März 2009

Cappellacci schafft Luxussteuer auf Sardinien ab

Der neugewählte Inselgouverneur Ugo Cappellacci plant für den Haushalt 2009 die Abschaffung der Luxussteuer. Dies berichtete Finanzsekretär Giorgio La Spisa am vergangenen Montag der sardischen Zeitung „Il Sardegna“.
Künftig sollen für Yacht- und Jetbesitzer keine Abgaben bei Ankunft im sardischen Hafen bzw. Flughafen mehr fällig werden. Auch soll keine Vorausschau bei den Steuereinnahmen in den Haushaltsplan 2009 mehr eingestellt werden dürfen.
Engpässe und fehlende Mittel im neuen Haushalt will Ugo Cappellacci mit neuen Staatsschulden decken. Der Antrag für eine Kreditaufnahme in Höhe von 500 Mio. Euro, der vom sardischen Parlamente noch verabschiedet werden muss, ist schon gestellt.

Die umstrittene Tassa sul Lusso (Luxussteuer) und die Steuerschätzung hatte die Vorgängerregierung von Renato Soru eingeführt, um Tourismus, Umweltschutz und Wachstum ins Lot zu bringen und einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren.

Kommentare:

  1. Heisst das ,der Tourismus wird damit angekurbelt?

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Andreas,
    die Luxussteuer wurde von der Region Sardinien auf Privatjets und Boote ab 14 Metern Länge erhoben. Damit wollte sie Umwelt und Küsten schützen. Außerdem sollte mit dem Steueraufkommen in die Infrastruktur investiert werden. Den Kurs hatte die Führung unter Gouverneur Renato Soru im Haushaltsplan 2006 festgelegt. Die Sonderabgaben sorgten seit 2007 für Aufsehen, insbesondere unter Besitzern von Privatyachten und Multimilliardären, die im Sommer auf Sardinien weilen.
    Die Abgaben richteten sich nach der Größe des Luxusartikels: Ein 14 bis 15,99 Meter langes Boot kostete beispielsweise 120 Euro wöchentlich, während für Maxiyachten zwischen 30 und 60 Metern 2.500 Euro pro Woche fällig wurden. Für Privatjets waren ähnliche Abgaben zu zahlen.
    Vielleicht ändert sich nun die Meinung der verzürnten Reichen und Bill Gates geht mit seiner Mega-Yacht in diesem Jahr wieder an der Costa Smeralda vor Anker.

    AntwortenLöschen
  3. Dann könnte man davon ausgehen,im Sommer wieder das eine oder andere Promigesicht an der Smeralda zu treffen.
    Paperazzi geht in die Startlöcher;)

    AntwortenLöschen

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!