Donnerstag, 2. April 2009

Logistisches Großaufgebot für den G8-Gipfel auf La Maddalena im Juli. Berlusconi verspricht Gaddafi ein Beduinenzelt

Drei Monate vor dem G8-Gipfel auf La Maddalena vor Sardinien weiß die Gipfel-Organisation noch nicht, wo sie alle Gipfelteilnehmer unterbringen soll. Das berichtet die römische Tageszeitung la Repubblica am Mittwoch. Noch sei nicht klar, wo die insgesamt 4500 Journalisten untergebracht werden sollen. Deshalb wurde jetzt eine Ausschreibung veröffentlicht, in der Boote und Kreuzfahrtschiffe gesucht werden, die mehrere tausend Pressevertreter aufnehmen können.
Zahlreiche Gipfelteilnehmer, Sherpas und Beobachter werden hingegen auf dem Luxuskreuzfahrtschiff MSC Fantasia mit einer Kapazität für fast 4000 Personen untergebracht. Barack Obama, der mit 1000 Begleitern anreist, wird aus Sicherheitsgründen aber nicht auf dem 333 Meter langen Schiff logieren. Auch der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper äußerte Sicherheitsbedenken. Ohnehin wird eine logistische Meisterleistung verlangt, um alle 4000 Teilnehmer rechtzeitig zum Tagungsort auf La Maddalena zu bringen, denn der Riesenkreuzer hat zu großen Tiefgang, um im Hafen der kleinen Insel anlegen zu können. Zumindest die Sicherheitskräfte scheinen untergebracht: 16.000 Agenten der Sicherheitsbehörden werden auf umliegende Hotels und auf drei griechische Hotelschiffe verteilt.
Der für seine schrillen Auftritte bekannte libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi, der von dem nicht weniger illustren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ebenfalls nach Maddalena eingeladen wurde, bekommt von der italienischen Regierung ein Beduinenzelt zur Verfügung gestellt, um stilgerechte Empfänge und Treffen am Rande des Gipfels abhalten zu können.

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