Donnerstag, 16. April 2009

Sicherheitsmaßnahmen, Straßensperrungen und geschlossene Fähr- und Flughäfen zum G8-Gipfel im Juli auf La Maddalena

Knapp drei Monate vor dem G8-Treffen auf La Maddalena werden immer mehr Details zu den Sicherheitsmaßnahmen anlässlich des Gipfels vom 8. bis 10. Juli 2009 bekannt.
Damit soll die Sicherheit der Tagungsteilnehmer gewährleistet und Gipfelgegner und Protestaktionen möglichst weit vom Tagungsgelände entfernt gehalten werden. Italien wird, wie bei solchen Großveranstaltungen üblich, das Schengener Abkommen über den Verzicht von Personenkontrollen im Grenzverkehr außer Kraft setzen. An den Flug- und Fährhäfen sowie an den Granzen nach Italien wird also mit längeren Wartezeiten durch Passkontrollen zu rechnen sein.
Geschäftiger Boot- und Fährverkehr zwischen La Maddalena und Palau: Während des G8-Gipfels ist das Archipel für Privatboote gesperrt

Das Tagungsgelände auf La Maddalena und dem Kreuzfahrtschiff MSC Fantasia wird von drei Sicherheitsgürteln umgeben, in denen der Verkehr eingeschränkt beziehungsweise gesperrt wird. Das Hafenstädtchen Palau wird massiv von den Sicherheitsmaßnahmen betroffen sein, Privatfahrzeuge brauchen einen Pass und die Fährüberfahrten nach La Maddalena müssen vorangemeldet werden. Die äußerste Sicherheitszone erstreckt sich bis nach Olbia, wo an den Gipfeltagen ebenfalls mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden muss.
Das Meer rund um das La Maddalena-Archipel wird für Ausflugsboote und private Jachten, Schiffe und Boote großräumig gesperrt. Wie bereits berichtet, werden Flüge nach Olbia vom 7. bis 10. Juli auf andere sardische Flughäfen umgeleitet. Allein der Flughafen Alghero rechnet während des G8-Gipfels mit 50.000 zusätzlichen Passagieren, die an den Flughafen an der Korallenriviera umgeleitet werden. Fluggesellschaften wie TUIfly und Air Berlin prüfen derzeit, welche Auswirkungen die Flughafensperrung auf ihre Flugverbindungen haben.Der Fährhafen Golfo Aranci wird vom 3. bis 13. Juli gesperrt, weil hier zwei Kreuzfahrtschiffe anlegen, die als Basis für 3000 Sicherheitskräfte, dienen. Ob auch der Fährhafen Olbia für ein oder zwei Tage für den zivilen Fährverkehr blockiert wird, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Einschränkungen wird es auch am Fährhafen Santa Teresa Gallura geben, von wo die Fähren nach Korsika ablegen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!