Donnerstag, 28. Mai 2009

GNV erklärt Bereitschaft zur Übernahme der Tirrenia-Strecken

Ariodante Valeri, Generaldirektor von Grandi Navi Veloci (GNV) hat gestern in einer Pressekonferenz in Sassari seine Bereitschaft zugesichert in Zukunft die Fährverbindungen des Reeders Tirrenia zu übernehmen. Für die Übernahme und Regelung der Verbindungen von und nach Sardinien soll ein halb staatliches und halb privates Unternehmen gegründet werden an dem GNV sich beteiligen würde. „Ein gemischtes Unternehmen soll ebenso Beauftragter für alle Dienstleistungen im neuen Passagierhafen von Porto Torres sein“, sagt Giacomo Rum von der Stadtverwaltung im Nordwesten von Sardinien. Auch hier würde GNV sich beteiligen.

Der Entschluss der Region Sardinien öffentliche und private Partner zusammenzuführen, entstand vor dem Hintergrund des Aus für Tirrenia. Jahrzehntelang hatte der staatliche Reeder das Monopol für den gesamten Fährverkehr von und nach Cagliari sowie Arbatax, für 56% der Verbindungen nach Porto Torres und für 33% der Verbindungen nach Olbia. Am 31. Dezember 2008 hatte der italienische Verkehrsminister Altero Matteoli das staatliche Monopol der Tirrenia dann nicht mehr erneuert und die Verantwortung für die Regelung des Fährverkehrs von und nach Sardinien an die Region zurück überwiesen. Da das Ende der Partnerschaft mit der Tirrenia und deren umfangreiche Privatisierung allerdings nicht kurzfristig gelöst werden kann und auf Sardinien noch nach Ersatz für die Verbindungen des staatlichen Reeders gesucht wird, ist das Abkommen mit der Tirrenia vorerst bis zum 31. Dezember 2009 verlängert worden.

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