Freitag, 22. Mai 2009

Mit dem Bus durch Sardinien: Beschauliche Fahrten in die abgelegensten Dörfer für Reisende mit viel Zeit

„Der Weg ist das Ziel“. Wer Eins mit dieser konfuzischen Weisheit ist, der kann sich mit dem Linienbus auf den Weg durch Sardinien machen. Denn Busreisen durch die Insel sind meist zeitaufwändig und kompliziert zu planen.



Die sardischen Fernbusse fahren jeden auch noch so kleinen Flecken auf der Insel an. Dabei gibt es staatliche sowie private Busunternehmen – Fahrplanabstimmungen sind da eher selten. Wenigstens hat die Region im letzten Jahr alle Busgesellschaften mit staatlichen Trägern unter dem Dach der regionalen sardischen Transportgesellschaft Arst zusammengeführt. Dennoch gilt: Wer mit den blauen Überlandbussen durch Sardinien kurven will, sollte vor allem Zeit mitnehmen. Denn obwohl die „Corriere“, wie die Sarden ihre Fernbusse nennen, in atemberaubenden Geschwindigkeiten auf kurvigen Landstraßen unterwegs sind, müssen sie in jeder noch so kleinen Ortschaft halten. Auch die obligatorischen Kaffeepausen, wie beim Fernbus Olbia-Cagliari, der privaten Busgesellschaft Turmo Travel, der an der Raststätte in Tramatza eine Viertelstunde Pause macht, machen eine Busfahrt zum zeitraubenden Erlebnis.
Doch manchmal ist eben der Weg das Ziel: Traumstraßen wie die Küstentraße von Alghero nach Bosa oder die Panoramarouten durch die Barbagia lassen sich im Arst-Linienbus fast genauso toll erleben wie im eigenen Auto, denn man braucht nicht auf den Verkehr zu achten.
Weniger entspannt geht es aber meist zu, wenn man umsteigen muss. Wer zum Beispiel von Cagliari im Süden der Insel auf die nordsardische Halbinsel Stintino will, kommt mit dem morgendlichen Expressbus früh morgens um 10 Uhr in Sassari an, verpasst aber den letzten morgendlcihen Bus nach Stintino und muss die Nachmittagsverbindungen abwarten. Dabei hat man insofern noch Glück, dass die beiden Buslinien ihre Haltestellen am selben Omnibusbahnhof haben.Im Sommer wird aber vieles einfacher: Von Juni bis Ende September werden einige meist privat betriebene Urlauberlinien angeboten. Vor allem ab den nordsardischen Flughäfen Olbia und Alghero gibt es zahlreiche Touristenbusse, die Urlauber ohne Umwege in die größeren Feriengebiete, wie an die Costa Smeralda, nach Palau, Santa Teresa Gallura, San Teodoro Siniscola und Cala Gonone bringen.

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