Donnerstag, 23. Juli 2009

Das große Radioteleskop SRT auf Sardinien wird bis Jahresende eingeweiht

Sardinien rückt immer häufiger in den Fokus astronomischer Forschung von weltweiter Bedeutung. Mit dem Bau eines Radioteleskopes mit 64 Metern Durchmesser 30 km nördlich von Cagliari wird die Insel dank modernster Radioteleskop-Technologie zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt für Wissenschaftler der Astronomie, Astrophysik, Kosmologie, Geodäsie und Raumfahrt werden. Ende des Jahres soll das seit 1991 geplante Projekt nun endlich fertig werden.
Häufig klarer Himmel, geringe Luftfeuchtigkeit und wenig störende Radio- und Lichtwellen gaben den Ausschlag für San Basilio in Südsardinien als Standort für das High-Tech-Projekt. Da der Standort Pranu Sanguini in einem Tal liegt, können auch Wind- und Sturmböen dem 64 Meter-Koloss wenig anhaben.
Denn 400 Jahre nach der ersten Himmelsbeobachtung mit einem Teleskop durch Galileo Galilei und der Publikation von Johannes Keplers "Astronomia Nova" haben die Vereinten Nationen 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie erklärt. Da wollen die Sarden um das Institutes für Radioastronomie (IRA, Bologna) beim Consiglio Nazionale di Ricerca (CNR) und dem nationalen Institut für Astrophysik (INAF) natürlich ihren Beitrag leisten. Bereits in den nächsten Wochen soll das große Hubrad installiert werden, das die Teleskopschüssel drehen soll. Bis Jahresende soll der Bau endlich eingeweiht und Wissenschaftlern sowie der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

>> Mehr Informationen zum Sardinia Radio Telescope
>> Astronomie auf Sardinien

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!