Mittwoch, 8. Juli 2009

Esel-Wettrennen und Folklorefest in Ollolai im Herzen von Sardinien

Am zweiten Wochenende im Juli wird in Ollolai, einem kleinen Dorf in der Barbagia im Herzen der Insel, einiges geboten. Am 11. Juli 2009 veranstaltet die ortsansässige Organisation „Pro-Loco“ in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein großes Esel-Wettrennen, das sogenannte „8. Palio degli Asinelli”.
Der Wettkampf beginnt gegen 21.30 Uhr auf der Piazza Marconi: Die Esel und ihre Reiter rennen in zwei Durchläufen durch das historische Dorfzentrum. Sieger ist der Esel, der beim letzten Durchgang gegen 23.00 Uhr als erster das Ziel erreicht.
Als Rahmenprogramm zum Wettlauf findet um 21.00 Uhr noch die „2. Sfilata delle Maschere Tradizionali della Sardegna“, ein Folklore-Umzug bei dem zahlreiche Gruppen die Trachten der Gegend zur Schau stellen, und um 24.00 Uhr ein großes Feuerwerk statt.

Auf Sardinien war der Hausesel in der Vergangenheit weit verbreitet. Für viele sardischen Familien sicherte dieses Nutztier damals sogar das Überleben. Aufgrund ihrer Hufe, die sich einem trockenen, steinigen und unebenen Untergrund anpassen sind die „Asinelli“ weniger zum schnellen Rennen geeignet. Trotzdem können die Tiere in Ausnahmefällen, wie hier bei dem Wettrennen in Ollolai, richtig schnell werden.
Neben dem grauen Esel ist Sardinien auch für seine sehr seltenen, weißen Esel die auf der im Nordwesten gelegenen Asinara-Insel leben, bekannt. Das weiße Fell und die rosa Haut ist auf einen kleinen Gen-Defekt (Mutation) zurückzuführen: Die Haut dieser Esel enthält keine farbstoffbildende Zellen (Melanozyten) und führt daher zu Farblosigkeit (Leuzismus). Nicht zu verwechseln mit der angeborene Störungen in der Biosynthese der Melanine, dem Albinismus. Hier sind die Zellen nämlich vorhanden, aber unfähig den Farbstoff Melanin zu bilden.

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