Mittwoch, 9. September 2009

August Sander, Sardinien – Photographien einer Italienreise 1927: Zum ersten Mal werden die Bilder des deutschen Fotografen auf Sardinien gezeigt

In Zusammenarbeit mit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur aus Köln, der Deutschen Botschaft in Rom und dem deutschen Luftwaffen-Stützpunkt in Decimomannu zeigt das Kulturamt der Stadt Cagliari ab dem 16. Oktober 2009 in der Kunstgalerie der Inselhauptstadt eine Auswahl von Bildern des deutschen Fotografen August Sander. Nie zuvor sind seine Schwarz-Weiß-Aufnahmen auf Sardinien gezeigt worden.

Die Ausstellung widmet sich der Sardinien-Reise des heute weltweit berühmten Lichtbildners. Der Autor des Bildatlas „Menschen des 20. Jahrhunderts“ durchreiste die Insel im März und April 1927 zusammen mit dem Monschauer Schriftsteller Ludwig Mathar. Damals plante das Autorenpaar auch eine Buchveröffentlichung über diese Reise, die jedoch scheiterte.
Mit rund 100 von den insgesamt ca. 335 Sardinien-Aufnahmen richtet die Stadt Cagliari die Ausstellung zu Ehren des Fotografen der dokumentarisch sachlich-konzeptuellen Fotografie nun im Herbst im neoklassizistischen Gebäude der Kunstgalerie aus, die sich in einer der schönsten städtischen Gartenanlagen, den „Giardinetti Pubblici“, befindet.

Kulturassessor Giorgio Pellegrini sagte dazu: „Die Stadt Cagliari sieht es als eine ihrer Aufgaben an, die umfangreiche Foto-Dokumentation des deutschen Lichtbildners inselweit bekannt zu machen. Für die Sarden bringen diese Bilder eine Ergänzung und Bereicherung, da sonst fast kaum Fotografien diesen Zeitabschnitt auf der Insel dokumentieren; dem nichtsardischen Besucher und Beobachter verdeutlichen sie hingegen, die archaische Lebenskultur und bäuerlichen Lebensformen Sardiniens. Vor allem die folklorefrei inszenierten Alltagsbilder sind beeindruckend.“

Ende Oktober 2009 erscheinen die bisher unveröffentlichten Fotografien der Italienreise von 1927 erstmals auch als Fotoband im Münchner Schirmer Mosel Verlag.

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