Mittwoch, 11. November 2009

Martinstag und Martinsbräuche auf Sardinien

Am 11. November, dem Martinstag wird auch auf Sardinien gefeiert. Insbesondere Sanluri, das Städtchen im Medio Campidano mit beeindruckendem Kastell und Besudde, das 450-Seelen-Dorf in der Provinz Sassari ehren den Heiligen Martin von Tours mit einem Sankt-Martins-Umzug und anderen Bräuchen.

Bei dem Umzug ziehen Kinder und Erwachsene mit dem Standbild des Heiligen zum Gedenken durch die Straßen der Dörfer und Orte. Begleitet werden sie häufig von Gläubigen in Trachten, Launedda-Spielern und polyphonen Gesangsgruppen. Zum Abschluss gibt es ein großes Martinsfeuer.
Als Brauch ist auch das traditionelle Martinsessen verbreitet. Der Überlieferung nach werden verschiedene Bohnengericht gegessen sowie ein leichter, fruchtiger Primeurwein (Novello) getrunken. Zum Nachtisch gibt es Mandelgebäck.

Seinen Ursprung hat der Martinstag im Christentum in der Vorbereitung auf das Geburtsfest Christi. Wie vor Ostern sah auch das Weihnachtsfest im Mittelalter und bis in die Neuzeit hinein eine vorangehende 40-tägige Fastenzeit vor. Vor deren Beginn konnten die Menschen, entsprechend der Fastnacht, noch einmal richtig prassen.

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