Montag, 28. Dezember 2009

Ryanair stellt Inlandsflüge nach Sardinien ab 23. Januar 2010 bis auf Weiteres ein – Flüge ab Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht betroffen

Der Billigflieger Ryanair will seine Inlandflüge in Italien ab dem 23. Januar 2010 bis auf Weiteres einstellen. Das gab der irische Carrier am 23.12.2009 bekannt. Betroffen sind damit alle nationalen Verbindungen, unter anderem nach Alghero und Cagliari ab Flughäfen wie Venedig-Treviso, Bergamo, Pisa und Rom-Ciampino. Die Verbindungen ab Frankfurt-Hahn, Düsseldorf-Weeze, Karlsruhe-Baden und weiteren Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind also nicht betroffen.
Grund für die Entscheidung, die Inlandsstrecken einzustellen, ist eine Auseinandersetzung mit der italienischen Flugverkehrs-Regulierungsstelle ENAC über Check-In Dokumente. Ryanair weigert sich, die von Gesetzeswegen auf Inlandsflügen akzeptierten Identifikationsnachweise auf ihren Flügen anzuerkennen. Ryanair geht soweit zu behaupten, damit sei die Sicherheit auf Inlandflügen nicht länger gewährleistet. Die Flugregulierungsbehörde besteht aber auf der Durchsetzung der bestehenden Gesetzeslage, die in Italien seit 2000 gilt und erst am 17. Dezember 2009 vom Verwaltungsgericht Laitium als Rechtens bestätigt wurde. Demnach sind beispielsweise Führerscheine und Fischereibewilligungen als Identifikationsausweis zulässig und seit November kann das Personal von Ryanair belangt werden, wenn es diese Dokumente beim Check-In nicht annimmt.
Obwohl dieser auf dem Rücken der Passagiere ausgetragene Streit Ryanairs mit den italienischen Verwaltungsbehörden nur inneritalienische Verbindungen betrifft, könnte er sich auf die Flugplanung der Iren auswirken und damit auch die Auslandsverbindungen mit Flugzeitenverschiebungen und mittelfristigen Streckenstreichungen und -änderungen betreffen. Ryanair hat auf Sardinien insgesamt drei Flugzeuge, zwei in Cagliari und eines in Alghero, ganzjährig stationiert, die bisher vor allem Inlandsflüge anbieten, aber auch teilweise im Auslandsdienst eingesetzt werden.

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