Mittwoch, 25. Februar 2009

Ganz schön kühn – Faschingsdienstag in Bosa an der Westküste von Sardinien

In Bosa, dem mittelalterlichen Städtchen an der Westküste von Sardinien haben Narren und Jecken ihre Karnevalsbotschaft gestern auf ganz unkonforme Art unter das Publikum gebracht.

Höhepunkte des "Karrasegare Osinku" waren am Vormittag "S'Attittidu" (der Klagegesang) und am Abend, sobald es dunkel wurde der „Giolzi“ (der Karneval auf der Flucht).
Ganz in Schwarz gehüllt waren die Bewohner des Ortes, die morgens durch die Strassen irrten und nach einem Tikkirigheddu de latte - einem Schluck Milch schrien, für die Puppe die sie in den Armen hielten. Die wehklagenden Frauen beweinten das hungernde Kind, das von seiner Mutter in der Nacht verlassen wurde, um sich dem Karnevals-Party-Rausch hinzugeben. Die Puppen waren entstellt und assoziierten Sinnenfreuden und Sexualität. Oft wurden sie mit unmissverständlichen Phallussymbolen gezeigt, deren Darstellung während des närrischen Faschingsdienstag als nicht anstößig empfunden wird.
Am Abend präsentierten sich die vormals Trauernden ganz in Weiß - ein Bettlaken als Umhang, ein Bettbezug oder Handtuch als Kopfbedeckung. Sie suchten den Giolzi – den Karneval, der heute schon wieder vorbei ist und sich mit Vorliebe im Genitalbereich versteckt hielt. Sie machten vor keinem halt und leuchteten mit Kerzen und Laternen jeden an, der ihnen über den Weg lief. Dann riefen sie: „Giolzi! Giolzi! Ciappadu! Ciappadu! – Giolzi! Giolzi! Ich hab ihn! Ich hab ihn!“.
Das Faschingsfest endete mit einer Pupazzi-Verbrennung, bei der mehrere Figuren unter lautem Geheule und Wehklagen verbrannt wurden, denn mit den Pupazzi gehen alle Sünden der närrischen Zeit in Flammen auf.
Hier mitzumischen war ein wahres Erlebnis! Publikum und Gäste wurden in den närrischen Spaß mit einbezogen und wer wollte mit einem guten Schluck Wein belohnt.











Weitere Informationen zu Karneval auf Sardinien lesen Sie hier: http://www.sardinien.com/kultur/feste/aktuelle_feste/karneval.cfm

Copyright Fotos: Paolo Succu

Montag, 23. Februar 2009

Ausstellung des sardischen Bildhauers Pinuccio Sciola in der Pasinger Fabrik bei München


Der Künstler und Bildhauer Pinuccio Sciola aus San Sperate bringt Steine zum Klingen – und gilt heute als Sardiniens bedeutendster Künstler der Gegenwart. Für seine außergewöhnlichen Plastiken verwendet er ausschließlich unbearbeitete Rohlinge, die er auf der ganzen Insel sucht. Zusammen mit dem deutschen Künstler Andreas Legath entstand das Projekt einer gemeinsamen Ausstellung, die ab Mitte März in der Pasinger Fabrik gezeigt wird. Die Ausstellung „Destillationen. Andreas Legath und Pinuccio Sciola verwandeln Sardiniens Land und Gestein in Kunst“ wird vom 18.03. -19.04.2009 im Lichthof der Pasinger Fabrik. Bei der Vernissage am Mittwoch, 18.03.2009, 19.00 Uhr ist auch Pinnuccio Sciola anwesend und bringt bei seiner Konzert-Performance seine Pietre Sonore zum Klingen.

>> Mehr zu „Destillationen" auf der Website der Pasinger Fabrik
>> Pinnuccio Sciola Kein Stein ist ein stummer Wächter der Zeit!
>> Kunst aus San Sperate - Präsentation von Künstlern aus dem Museumsdorf

Aktuelle Tourismus-Zahlen Sardinien: Mehr Besucher in 2008, weiteres Wachstum angestrebt und Küstenschutz soll reformiert werden

Der Tourismus auf Sardinien ist auch im vergangenen Jahr gewachsen. Das teilte das sardische Tourismus-Assesorat anlässlich der Mailänder Touristikmesse Bit 2009 mit. Nach vorläufigen Zahlen hat die Region 2008 insgesamt 2.363.496 Ankünfte und knapp 12,3 Millionen Übernachtungen verzeichnet, das sind jeweils Steigerungen um 1,4 bzw. 1,1 Prozent.
Der neu gewählte sardische Gouverneur Ugo Cappellacci gab sich auf der Messe zuversichtlich. Die neue Regierung wolle die Zahl der Übernachtungen innerhalb der nächsten fünf Jahre auf 20 Millionen pro Jahr steigern, hieß es. Außerdem solle das Küstenschutzgesetz „legge salvacoste“ der Vorgängerregierung von Renato Soru nochmals überarbeitet werden. „Das jetzige Gesetz ist ineffizient, was den Umweltschutz betrifft und schädigt gleichzeitig die Entwicklung. Auf keinen Fall haben wir aber vor, die Küsten zu verbrauchen, oder zuzubetonieren“, sagte Cappellacci der Tageszeitung L’Unione Sarda. Das umstrittene Küstenschutzgesetz aus dem Jahr 2004 sieht strenge Vorschriften für Baumaßnahmen entlang der sardischen Küsten vor.

>> Offizielle Tourismuszahlen 2008 auf der Website der Region Sardinien
>> L'Unione Sarda: Bit di Milano, parla Cappellacci: "Venti milioni di turisti in Sardegna"

Marco Carta aus Cagliari gewinnt das italienische Musikfestival San Remo

Der 23-jährige sardische Musiknewcomer Marco Carta hat am Wochenende das berühmte italienische Musikfestival „Il Festival della canzone italiana” in San Remo gewonnen. San Remo, das seit 1951 einmal jährlich stattfindet und fünf Abende lang im italienischen Fernsehen übertragen wird, gilt als das älteste Musikfestival Europas, und ist damit älter sogar als der Grand Prix Eurovision de la Chanson / Eurovision Song Contest.
Marco Carta konnte die Zuschauer mit seinem Hit „La Forza Mia“ überzeugen. Der Newcomer aus dem Cagliaritaner Stadtteil Pirri hatte erst im letzten Jahr die italienische Casting-Show „Amici di Maria di Filipi“ gewonnen und seither die Herzen der vornehmlich jungen Zuschauerinnen erobert. Im vergangenen Sommer war der 23-jährige auf der ganzen Insel auf Tournee und hat zu Neujahr in der Inselhauptstadt Cagliari das Silvesterkonzert auf der zentralen Largo Felice abgehalten. Eine Hommage an seine sardische Heimat war beim Festival in San Remo unter anderem ein Gastauftritt der sardischen Etno-Band Tazenda zusammen mit dem Shooting-Star.

Sartiglia in Oristano:Dramatischer Unfall überschattet das Reiterfest 2009. Morgen letzte Gelegenheit, das Reiterfest zu besuchen

Das prachtvolle Reiterfest "Sa Sartiglia" in Oristano ist ein spannender Wettstreit rund um Reitergeschick und traditionelle Kostüme: In atemberaubender Geschwindigkeit gehen prachtvoll geschmückte Reiter auf die Jagd nach einem Silberstern, der mit dem Degen aufgespießt werden muss. Im Galopp geht es dabei durch die engen Gassen der Altstadt von Oristano und zahlreiche Zuschauer drängen sich in den Straßen, den Tribünen und entlang der Rennstrecke.
In diesem Jahr wurde die Sonntagsveranstaltung vorzeitig unterbrochen: Ein Zuschauer wurde von den vorbei galoppierenden Pferden schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Wie es zu dem Unfall kam ist noch nicht geklärt: Möglicherweise war eine unzureichende Absicherung die Ursache, über die der Zuschauer aus Bonarcado versehentlich auf die Piste gedrängt wurde und schnell auf die andere Seite hechten wollte.
Die Sartiglia, die zu den bekanntesten Karnevalsveranstaltungen auf Sardinien zählt, ist jedes Jahr sehr beliebt. Deshalb sollten sich Besucher des Events schon frühzeitig in Oristano einfinden, um sich die besten Pläze zu sichern. Da die Piste für die Rennen und Kunststücke durch die ganze Altstadt führt, muss sie an einigen Stellen überquert werden. An den Übergängen ist äußerste Vorsicht geboten und den Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten. Wer die Sartiglia 2009 nicht verpassen will, hat morgen noch Gelegenheit: Am Faschingsdienstag findet traditionell die letzte Parade statt.


Donnerstag, 19. Februar 2009

Karneval: Cagliari verzichtet beim Umzug auf riesige Karren und beißende Satire

Karneval in Cagliari mal anders: Beim ersten offiziellen Umzug 2009 zogen keine brummenden Festwägen sondern von Pferden gezogene Stützkarren durch die Straßen. Und das war nicht die einzige Neuerung des „Carnevale dei Folli“. Im Mittelpunkt des diesjährigen närrischen Treiben standen auch keine karikierten und verspotteten Politiker. Die Inselhauptstadt zeigte vielmehr traditionelle sardische Masken, prachtvolle venezianische Maskenkostüme, Jongleure und Zirkuskünstler.
Bei Nieselregen warteten heute am späten Nachmittag nur weniger Narren auf den traditionellen Karnevalsumzug. Doch die Laune ließ sich keiner der Jecken vom trüben Februarhimmel verderben. Ab 17.30 Uhr schlängelte sich der Umzug mit Pauken, Trommeln und Trompeten durch die Straßen des Zentrums.

Cagliari ist für die Masken der „sa panettera“ (Bäckerin), „sa viuda“ (Witwe), „sa filonza“ (Spinnerin), „su tialu“ (Teufel) und „su gattu“ (Katze) bekannt.


Mehr Informationen zum Karneval auf Sardinien: http://www.sardinien.com/kultur/feste/aktuelle_feste/karneval.cfm



Mittwoch, 18. Februar 2009

Camping an Bord nach Korsika: Mit Moby Lines von Livorno nach Bastia

Die Fährgesellschaft MOBY bietet in der Saison 2009 „Camping an Bord“-Verbindungen auch nach Korsika an. Beim Camping an Bord können Camper in ihrem Fahrzeug übernachten und brauchen für die Überfahrt keine Kabine.
Von Juni bis September geht es mit der MOBY Easy (MGO - Maria Grazia On) von Livorno nach Bastia. In den Monaten Juni, Juli und September finden die Abfahrten freitags, samstags und sonntags statt, im August sogar täglich außer dienstags.
Mit der neuen Verbindung lassen sich die beiden Mittelmeerinseln noch besser kombinieren. Wer eine Rundreise mit dem Camper, Hymer oder Wohnmobil plant, kann dank des neuen Angebots bei den Überfahrten eine Nacht sparen: Denn Moby Lines bietet schon seit Jahren von Sardinien Camping an Bord von Olbia nach Piombino an.

>> Alle Informationen zu Fähren nach Sardinien
>> Mehr Informationen zu Camping on Board
>> Abfahrtszeiten der Camping an Bord Fähren nach Korsika
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Transavia: Neue Low-Cost Verbindung von Paris-Orly nach Olbia

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Der holländisch-französische Billigflieger Transavia fliegt in diesem Sommer von Paris-Orly nach Olbia Costa Smeralda. Die neue Strecke wird ab schon ab dem 9. April zweimal wöchentlich, jeweils donnerstags und sonntags, angeboten.

>> Alle Flugverbindungen nach Sardinien im Überblick

Dienstag, 17. Februar 2009

Antico Palazzo di Città: Cagliaris altes Rathaus wieder eröffnet

Jahrzehntelang war das historische Rathaus in Cagliari aufgrund von Modernisierungsarbeiten geschlossen, jetzt ist es wieder zugänglich.
Fast vier Millionen Euro hat die Stadt in die Instandsetzung des Gebäudes investiert, das 1335 gebaut wurde. Archäologische Funde zeugen aber davon, dass die Geschichte des Bauwerks noch weiter zurückreicht, wahrscheinlich in die Epoche der Pisaner.
Mit der Wiedereröffnung endeten die seit den 1970er Jahren andauernden Renovierungsarbeiten, die immer wieder wegen archäologischer Untersuchungen unterbrochen werden mussten.
Seit dem 5. Februar 2009 erstrahlt, das im 18. Jahrhundert nach Piemonteser Geschmack umgebaute Haus, nun wieder in seinem alten Glanz.
Das alte Rathaus ist täglich geöffnet. Der Bereich im Souterrain, mit mehreren freigelegten Zisternen, einem Gewölberaum mit Taufbecken und einer Tür aus Pisaner Zeit, steht auch für wechselnde Ausstellungen mit verschiedenen Themen und Konzerte offen.
Im ersten Stock sorgt eine Dauerausstellung über sardische Wandteppiche, Trachten, Schmuck, Keramik und Kirchenkunst für frischen Wind im alten Gemäuer. Die Exponate stammen aus der Sammlung des Fondo Etnografico Manconi Passino sowie aus dem Nachlass der Familie Ingrao.

Weitere Informationen zum historischen Rathaus in Cagliari und zur Hauptstadt der Insel: http://sardinien.com/rundreisen/campidano_cagliari/cagliari/sightseeing/8citta.cfm

Günstige Flüge nach Cagliari und Olbia im März, April und Mai bei TUIfly

TUIfly hat diese Woche wieder günstige Sardinien-Flüge ins Netz gestellt: Mit etwas Glück und Flexibilität findet man diese Woche zahlreiche Sardinien-Tickets für nur 29 Euro pro Strecke, inklusive aller Steuern und Gebühren. Das Angebot ist allerdings auf den Frühling begrenzt: März, April und Mai. Hier die Direktlinks auf alle Flugstrecken nach Sardinien der TUIfly:

Von Norddeutschland:
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Von Westdeutschland:
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Von Süddeutschland:
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Regionalwahl Sardinien 2009: Ugo Cappellacci gewinnt die Wahlen zum Gouverneur von Sardinien


Nach den letzten Auszählungen hat der Mitte-Rechts Kandidat Ugo Cappellacci die Wahlen zum Gouverneur von Sardinien gewonnen. Nach einer langen Wahlnacht steht das vorläufige Ergebnis fest: Cappellacci gewinnt mit ca. 52 Prozent weit vor Soru mit 43 Prozent der Stimmen. Vor der Wahl war ein Kopf an Kopf-Rennen der beiden Kandidaten Ugo Cappellacci (Mitte Rechts) und Renato Soru (Mitte-Links) erwartet worden. Cappellacci war auf Regionalebene weitgehend unbekannt, hat aber auf Anhieb die absolute Mehrheit der Stimmen eingeholt. „Ich habe erwartet zu gewinnen, aber dieses Resultat hat selbst meine Erwartungen übertroffen“, kommentierte Cappellacci das klare Wahlergebnis.
Die Regionalwahl auf Sardinien galt einerseits als Stimmungstest für die nationale Politik und die Europawahlen im Juni, andererseits aber auch als Wahl zwischen zwei illustren Persönlichkeiten: Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte sich im Wahlkampf prominent für den Mitte-Rechts-Kandidaten eingesetzt. Auf der linken Seite der politischen Skala stand der zurückgetretene Mitte-Links-Politiker und bekannte Unternehmer Renato Soru, der 2004 die Präsidentschaftswahl mit 50,13 Prozent knapp gewonnen hatte. Den Präsidentschaftskandidaten der Sozialisten und zweier sardischer Unabhängigkeitsbewegungen waren von Anfang an nur geringe Chancen auf das höchste sardische Amt eingeräumt worden.
Gewählt wurde neben dem Regionalpräsidenten auch das sardische Regionalparlament. Aufgrund der Möglichkeit der Vergabe von getrennten Stimmen für das Amt des Präsidenten und für die Wahllisten für das Parlament hat der neue Präsident eine solide Mehrheit auch in der Regionalkammer: Mit fast 57 Prozent gegenüber 39 Prozent der Opposition von Mitte-Links steht eine geschlossene Parlamentsmehrheit hinter Cappellacci.
Die Regionalwahlen hatten eine geringe Wahlbeteiligung. Lediglich 67,58% der Wahlberechtigten hatten ihre Stimme abgegeben. 1.473.054 Sarden waren zur Wahl aufgerufen, Exilsarden konnten von vergünstigten Fährtickets und der Erstattung von Flugtickets profitieren.



>> Mehr zu den Wahlen auf der Website der Region Sardinien
>> Alle Wahlergebnisse bei La Repubblica
>> Speziale Elezioni der L’Unione Sarda
>> Wahlergebnisse bei L’Unione Sarda
>> Alle Informationen zum Wahlkampf zu den Regionalwahlen auf Sardinien

Fotos: Ugo Cappellacci auf einer Wahlkampfveranstaltung in Olbia, Quelle: http://www.ugocappellacci.it/ (oben); Renato Soru vor Journalisten in seinem Wahlampfbüro, Quelle: http://www.sardinien.com/

Montag, 16. Februar 2009

Große Nivola-Ausstellung mit Skulpuren und Fotografien in Iglesias (Südwest-Sardinien)

In Zusammenarbeit mit dem Konsortium „Parco Geominerario, Storico e Ambientale della Sardegna“ und dem Ilisso Verlag zeigt die Stiftung Nivola in Iglesias eine Ausstellung über den sardischen Bildhauer Costantino Nivola: "Ho bussato alle porte di questa città meravigliosa – Nivola”.
Costantino Nivola, Jahrgang 1911, wurde in Orani, in der Barbagia di Ollolai, im Herzen von Sardinien geboren.
Er arbeitet als Werbegrafiker, Maler, später als Töpfer und Bildhauer. 1938 heiratet er seine Studienkollegin Ruth Guggenheim. Um der antisemitischen Verfolgung zu entgehen, floh er mit ihr aus Italien zunächst nach Frankreich, später nach New York. Hier war er als künstlerischer Leiter für die Zeitschrift „Interiors and Industrial Design“ tätig und schloss unter anderem mit Le Corbusier und Saul Steinberg Freundschaft. 1948 zog er nach East Hampton, in Long Island, wo er Jackson Pollock und Bernard Rudofsky kennenlernte. Zeitweilig kehrte er auch nach Sardinien zurück, wo er als Architekt in verschiedenen Projekten tätig wurde. Costantino Nivola starb am 6. Mai 1988 in Long Island.
Die Ausstellung ist im Bischofssitz in Iglesias untergebracht und zeigt noch bis zum 5. April 60 Schwarzweiß-Fotografien des sardischen Bildhauers und Malers bei der Arbeit, im Kreise seiner Familie oder mit berühmten Persönlichkeiten der internationalen Kunstszene. Bekannte Namen wie Le Corbusier, Saul Steinberg, Jackson Pollock und Willem De Kooning führen die Prominentenliste an.
In Szene gesetzt wurde Nivola hingegen von einigen der großen Fotografen des letzten Jahrhunderts, unter anderem von Henri Cartier-Bresson, Richard Avedon, Bruce Davidson, Hans Namuth, Ben Schulz, Carlo Bavagnoli und Ugo Mulas.
Neben den Bildern gibt es auch zahlreiche Werke des Künstlers zu bestaunen: Skulpturen, Sand Casts, technische Zeichnungen und Terracotta-Figuren.

Ausstellungsort: Palazzo Vescovile, Piazza Municipio, Iglesias
Öffnungzeiten: Täglich von 9.30 bis 13.30 und von 15.30 bis 19.30 Uhr. Montag geschlossen.
Weitere Informationen: museo.nivola@tiscali.it;

Weiter Informationen zu Ausstellungen auf Sardinien: www.sardinien.com/kultur/kunst/ausstellung.cfm

Berlinale: Silberner Bär für „Alle Anderen“ mit Drehort Sardinien

Sardinien-Urlaub und Beziehungskrise: Davon handelt der Film „Alle Anderen, für den Regisseurin und Produzentin Maren Ade am Samstagabend auf der großen Berlinale-Gala den Silbernen Bären entgegennahm. Von manchen Kritikern wurde „Alle Anderen“ sogar als Favorit auf den Goldenen Bären gehandelt. Auch der Preis der Jury ging an „Alle Anderen“, zu gleichen Teilen allerdings auch an den argentinischen Erstlingsfilm „Gigante“ von Adrián Biniez.

>> Mehr Informationen zum Film und Drehort Torre delle Stelle im sardinien.com/blog
>> Mehr Informationen bei Focus Online
>> Salzburger Nachrichten: Österreich feiert seine silberne Bärin

Donnerstag, 12. Februar 2009

Weiße Pracht auf Sardinien: Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee im Gennargentu

Weiße Pracht auf Sardinien: In Zentralsardinien, dem Gennargentu-Gebirge, hat es in der vergangenen Nacht bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gegeben. In vielen Bergdörfern wie Fonni, Bitti, Tonara und Desulo war der Verkehr in den Morgenstunden teilweise blockiert. Auch in der Provinzhauptstadt Nuoro hat es in den Morgenstunden geschneit. EIne Wetterbesserung ist bis zum Wochenende nicht in Sicht.

(Foto: Archiv)

Streikkalender Februar und März: Kleine Streiks behindern vor allem Alitalia und Air One

Mehrere Arbeitsniederlegungen behindern den Flugverkehr von und nach Sardinien auch im Februar und März: Allerdings sind nur die italienischen Fluggesellschaften Altialia und Air One betroffen. Wer Direkt- oder Umsteigeverbindungen dieser Gesellschaften nutzt, sollte folgende Tage meiden:

21. Februar 2009
Streik des Personals der italienischen Flugsicherung ENAV (4 Stunden von 12.00 bis 16.00 Uhr)

04. März 2009
Streik des Personals von Alitalia (24 Stunden)

06. März 2009
Streik des Personals von Air One (10 bis 14 Uhr)

14./15.März 2009
Streik der Eisenbahner der Staatsbahn Ferrovie dello Stato

18. März 2009
Streik des Handling-Personals an den Mailänder Flughäfen Linate und Malpensa (14 bis 18 Uhr)

Mittwoch, 11. Februar 2009

Regionalwahl 2009: TV-Duell aller Präsidentschaftskandidaten. Am Freitag geht der Wahlkampf auf Sardinien zu Ende

Mit einem überraschend angekündigten TV-Duell steuert der Wahlkampf zu den sardischen Regionalwahlen heute auf seinen vorläufigen Höhepunkt zu. Alle Kandidaten für den Posten des Präsidenten der Region, Gavino Sale, Renato Soru, Ugo Cappellacci, Gianfranco Sollai und Peppino Balia, treten am 11. Februar um 21 Uhr in einer Live-Debatte gegeneinander an. Zuvor war ein TV-Duell der beiden Favoriten Cappellacci und Soru mehrmals verschoben und schlussendlich abgesagt worden. Die Live-Sendung wird von den beiden Regionalsendern Sardegna 1 und Videolina übertragen und ist auch über den Satelliten Eutelsat Hotbird sowie im Internet-Livestream zu empfangen.
Der Wahlkampf geht offiziell am Freitagabend mit den Schlussveranstaltungen zu Ende. Gewählt wird am Sonntag und Montag, 15./16. Februar und die ersten vorläufigen Wahlergebnisse werden für Montagabend gegen 21 Uhr erwartet.

Abenteuer Alltag - Wir wandern aus! Doku über Sardinien-Auswanderer aus Hamburg

Eine deutsche Familie zieht mit Sack und Pack nach Sardinien und wollen im Süden noch einmal von vorn anfangen. In einer Kabeleins-Doku zieht es die Familie Wilkens-Zipperich auf die sonnige Mittelmeerinsel. Ausstrahlung ist Freitag vormittag. Aus dem Sendungstext:

Ohne Job und ohne Sprachkenntnisse, aber mit viel Optimismus im Gepäck wollen Thorsten Zipperich (39) und Marion Wilkens (35) mit ihren vier Kindern in Italien noch einmal ganz von vorne anfangen. In Hamburg sieht der arbeitslose Messebauer Thorsten keine berufliche Zukunft mehr. Auf Sardinien soll alles besser werden. Wenigstens haben sie dort Unterstützung, denn Marions Schwester Martina und ihr italienischer Lebensgefährte Stefano sind mit von der Partie. (...) Thorstens großer Traum ist eine eigene Bar. Marion hat ganz andere Pläne: Sie will mit Martina einen eigenen Laden eröffnen.


Abenteuer Alltag - Wir wandern aus!
Sendungstermin: Donnerstag, 12.02.2009, 16:20 Uhr, Wiederholung Freitag 13.02.2009, 09:35 Uhr (42 min), Kabeleins.

>> Mehr Informationen auf der Website von Kabeleins

Montag, 9. Februar 2009

ARTE porträtiert fünf "Inseln des Mittelmeeres": Dokumentation über Sardinien am Donnerstag

Ab heute, Montag den 9. Februar 2009 stellt der deutsch-französische Kultursender ARTE Korsika, Kreta, Mallorca, Sardinien und Zypern vor.
Den Anfang macht am Montag der Film "Korsika - Die wilde Schönheit". Sardinien wird am Donnerstag, 12. Februar 2009 um 20.15 Uhr vorgestellt. Das dem Sendungstext:


Während an den Küsten der Tourismus zunimmt und das Leben in den letzten Jahrzehnten große Veränderungen erfahren hat, haben sich weite Regionen des Hinterlandes ihre Ursprünglichkeit bewahrt. Der vierte Teil der Dokumentationsreihe zu den "Inseln im Mittelmeer" zeichnet ein Porträt dieses Hinterlandes und seiner Menschen, allerdings nicht, ohne einen Abstecher an die Küsten der Insel zu machen. Er begegnet Hirten, Korkschälern, Archäologen und einer Schneiderin, der es gelungen ist, aus Kork Stoff zu machen, um daraus extravagante Kleider zu kreieren.


>> Mehr Informationen zum TV-Programm von Arte

Freitag, 6. Februar 2009

Leichtes Erdbeben vor der Küste von Olbia: Sardinien gilt allgemein als erdbebensicher

Eine leichte Erderschütterung mit einer Stärke von 3,7 auf der Richter-Skala war am gestrigen Donnerstag, den 06. Februar 2009 in Nordsardinien zu spüren. Das Epizentrum des Bebens befand sich im Tyrrhenischen Meer, etwa 50 Kilometer vor Olbia. Auf Sardinien kamen weder Bevölkerung noch Gebäude zu Schaden.
Sardinien gilt allgemein als erdbebensicher. Anders als auf der Apenin-Halbinsel, wo die afrikanische und die eurasische Platte aufeinandertreffen, werden auf der zweitgrößten Mittelmeerinsel allenfalls kaum wahrnehmbare Erdstöße registriert.

>> Erdbeben in Italien mit ständig aktualisierter Landkarte bei meteowebcam.it

Donnerstag, 5. Februar 2009

Abfahrprämie: Deutsche Bahn lockt mit Marketing-Gag zu Autozug-Fahrten nach Südeuropa

In Deutschland ist die Abwrackprämie ist im Rahmen des Konjunkturpaketes II beschlossene Sache. Auch beim Autozug der Deutschen Bahn hat man kräftig in die Hände gespuckt und kurbelt die Konjunktur mit der neuen Abfahrprämie an.
In den Genuss der Abfahrprämie in Höhe von 2.500 Cent kommt jeder, der bis 28.02.2009 eine Fahrt mit dem Autozug bucht. Der Reisezeitraum ist gültig ab sofort bis zum 30.04.2009.
Alle innereuropäischen Strecken sind schon ab 124 Euro buchbar. Jeder weitere Mitreisende bezahlt jeweils pauschal 60 Euro.
Im Gegensatz zur Abwrackprämie ist das Angebot des Autozugs auch nicht auf 600.000 Fahrzeuge begrenzt. Solange Stellplätze, Liege- und Schlafwagenabteile buchbar sind, wird die Abfahrprämie gewährt.
Bei Buchung ist die Eingabe "Konjunktur" im Feld Sonderangebot erforderlich, damit der Rabatt vom Fahrpreis abgezogen wird.
Der Autozug ist eine Alternative vor allem für Reisende aus Norddeutschland, die ihr eigenes Auto oder Motorrad mit Richtung Sardinien nehmen wollen.
Die Autozüge der deutschen Bahn fahren zum Beispiel in das piemontesische Alessandria: Von dort sind es gerade mal noch 60 Kilometer nach Genua, dem wichtigsten Fährhafen nach Sardinien.

>> Mehr Informationen zur Anreise nach Sardinien mit dem DB Autozug
>> DB Autozug buchen

Vortragsreihe und Diaschau in Cagliari auf Sardinien: Tet Arnold von Borsig – der vergessene Fotograf

Im Rahmen des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus organisiert der deutsch-italienische Kulturverein ACIT am 12. Februar 2009 in Cagliari eine Vortragsreihe und Foto Diaschau mit dem Titel „Tet Arnold von Borsig – Il Fotografo Dimenticato“ (dt. Tet Arnold von Borsig - der vergessene Fotograf).
Der 1899 in Berlin geborene Fotograf floh 1934 aus Deutschland, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Er setzt sich zunächst nach Italien ab, wo er Kontakt zu Intellektuellen und Antifaschisten unterhielt und sich der Fotografie näherte. Später wanderte er nach New York aus, wo er sich bis zu seinem Tod im Jahre 1972 niederließ.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Tet Arnold von Borsig mehrmals als Fotograf nach Europa zurück. In den 1950er und 1960er Jahren war er auf Sardinien, wo er die archaischen Lebensformen der Inselbewohner dokumentierte. Aus der Bekanntschaft und Freundschaft mit dem berühmten sardischen Archäologen Giovanni Lilliu entstand der posthum veröffentlichte Bildband „Sardinien“.
In einem Künstlergespräch diskutieren Titus Heydenreich, Prof. Dr. Emerit. am Institut für Romanistik der Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Giovanni Lilliu und Prof. Eduardo Blasco Ferrer der Universität Cagliari am kommenden Donnerstag über den fast vergessenen deutschen Fotografen. Es moderiert Dr. Bert Krämer.

Beginn der Veranstaltung: 18.00 Uhr
Veranstaltungsort: Biblioteca Universitaria, Sala Settecentesca
Via dell’Università 32
I – 09100 Cagliari

Weitere Informationen:
Acit Cagliari
Via Palomba 64
I - 09129 Cagliari
Tel./Fax: +39/070/42965
E-Mail: acitcagliari@tiscali.it

Mittwoch, 4. Februar 2009

Regionalwahlen auf Sardinien: Schlammschlachten zwischen Renato Soru und Silvio Berlusconi und wenig Inhalte

Der kurze, aber intensive Wahlkampf zu den Regionalwahlen auf Sardinien gerät immer mehr zu einer Schlammschlacht. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der den farblosen Rechtskandidaten Ugo Cappellacci mit zahlreichen Wahlkampfauftritten auf der Insel unterstützt, nutzt die geballte Medienmacht seines Mediaset-Konzerns und der konservativen Regionalmedien L’Unione Sarda und Videolina, um kräftig Stimmung gegen den zurückgetretenen Gouverneur Renato Soru zu machen. Auf medienwirksamen Wahlkampfveranstaltungen hat Berlusconi seinen politischen Widersacher bezichtigt, auf Kosten der Region Bestechungsgelder eingesackt zu haben, in TV-Interviews nennt er den Mitte-Links-Kandidaten einen „Schlangenbeschwörer“ und „Verlierer, der seine Firmen und seine Region in den Ruin getrieben hat“.
Renato Soru, sonst kaum für schlagzeilengerechte Auftritte bekannt, hat den italienischen Ministerpräsidenten wiederum medienwirksam wegen Verleumdung angezeigt und den Anschuldigungen erwidert: „Ich finde es traurig, dass ein 73-jähriger Mann meint, beleidigen und verleumden zu können und die Leute übers Ohr zu hauen“.
Tatsächlich geht es im sardischen Wahlkampf kaum um Inhalte, sondern um Personen. Während der Rechtskandidat Ugo Cappellacci, der im Schatten Berlusconis kaum einmal zu Wort kommt, mit seinem Parteivorsitzenden durch die Provinzhauptstädte tingelt und über Fußball, Gartenarbeit und Weltpolitik plaudert, setzt der Lokalpatriot Renato Soru vor allem auf volksnahe Wahlkampftouren durch sardische Kleinstädte, beruft sich auf sardischen Regionalstolz und wettert gegen die Bevormundung aus Rom.
Der Personality-Wahlkampf auf Sardinien ist nicht nur dem hohen Bekanntheitsgrad des Selfmade-Politikers Renato Soru geschuldet. Auch die starke Rolle des Gouverneurs in der sardischen Regionalverfassung tut ihr Übriges dazu. Der Präsident und die Regionalversammlung werden seit 2004 zeitgleich, aber getrennt voneinander gewählt: So kann es durch Stimmensplitting durchaus vorkommen, dass ein Präsident ohne Parlamentsmehrheit regiert. Die Rolle der Parteien wird so in der Öffentlichkeit geschwächt und die starke Zersplitterung der sardischen Parteienlandschaft in mehrere Lager sowie nationale und regionale Bewegungen tut ihr Übriges dazu.Wie die Wahl am 15./16. Februar ausgeht, ist noch ungewiss. Vor der Wahl dürfen in Italien keine Umfrageergebnisse veröffentlicht werden. Traditionell ist die Wahlbeteiligung in Italien im Vergleich zu anderen europäischen Staaten sehr hoch.

Dienstag, 3. Februar 2009

Berlin – Cagliari: EasyJet kündigt im Sommerflugplan 2009 neue Direktverbindung nach Sardinien an

Neues Jahr, neue Flüge: Anfang April nimmt der englische Billigflieger EasyJet seine neue Verbindung von Berlin Schönefeld nach Cagliari auf Sardinien auf.
In der Saison können bei EasyJet nicht mehr nur Flüge von Basel, Genf oder London nach Cagliari, sondern auch von Berlin in den Süden der Insel gebucht werden.
Die Flüge zwischen Berlin SXF und Cagliari-Elmas, mit einer voraussichtlichen Flugdauer von zweieinhalb Stunden, werden bis zu zweimal wöchentlich, mittwochs und samstags bzw. sonntags angeboten. Die Direktflüge in die Inselhauptstadt starten am 1. April und enden am 21. Oktober.
Buchungen der Berlin-Cagliari Strecke sind ab Freitag, den 4. April über das Internet möglich. Flugpreise ab 23,99 € für eine Strecke inklusive Steuern und Gebühren.

Weitere Informationen und Buchungen unter http://www.easyjet.com/

Weitere Informationen zu Flugverbindungen nach Sardinien: www.sardinien.com/anreiseper/flugzeug/air_line.htm

Montag, 2. Februar 2009

EasyJet kündigt neue Direkt-Verbindung nach Sardinien an

Der Billigflieger EasyJet kündigt eine neue Direktverbindung vom Berliner Flughafen Schönefeld nach Cagliari auf Sardinien an.
In der Saison können nicht nur Flüge von Freiburg, Basel oder Genf nach Cagliari, sondern auch von Berlin in den Süden der Insel gebucht werden. Darüber informierte Francesco Porceddu, zuständiger Pressesprecher bei der Flughafenverwaltung Sogaer, heute in seiner Einladung zur morgigen Pressekonferenz.
Bisher hatte EasyJet nur den Airport Olbia Costa Smeralda and der Smaragdküste im Nordosten von Sardinien mit der deutschen Hauptstadt verbunden.


Weitere Informationen zu Flugverbindungen nach Sardinien: http://www.sardinien.com/anreiseper/flugzeug/air_line.htm