Freitag, 12. Februar 2010

Sardisch Wort für Wort – Sprachführer aus der Kauderwelsch-Reihe

„Saldue, comment’istas?“ – „Hallo wie geht es dir?“ Wer eine Weile auf der Insel verbringt, der eignet sich so manchen sardischen Ausdruck an. Angefangen von „Eja!“ für „Ja“ über „Aió“ für „Gehen wir“ bis hin zu „De nudda!“ für „Gern geschehen!“, ein paar Idiome sind auf Sardinien hilfreich, wenn man Sympathiepunkte sammeln will.
Für deutschsprachige Einwanderer und Zugezogene hat der Sprachwissenschaftler Giovanni Masala im Verlag Reise-Know-How jetzt den Sprachführer „Sardisch Wort für Wort“ herausgebracht. Eine Menge Redewendungen und Wörter, dazu ein paar grammatikalische Grundlagen wie Exkurse zu Eigentümlichkeiten der sardischen Sprache. Hinweise zur Betonung und Aussprache sowie zu Dialekten und regionalen Varianten ergänzen diesen Sprachführer. Dennoch sollte man den Kauderwelsch-Band nur als amüsanten und witzigen Einblick in die Sprache der Insel verstehen – und nicht ernsthaft glauben, mit „Appo tentu unu guastu a sa màcchina“ („Ich habe eine Autopanne gehabt“) in einer Autowerkstatt auf Sardinien besonders sympathisch zu wirken - man wird wohl eher verständnislose Blicke ernten und ebenso wenig sollte man am Strand mit „Agiùdami! Crama su duttore“ (“Hilf mir! Ruf den Doktor”) auf schnelle Hilfe hoffen.
Sardinien-Urlauber sind mit einem Italienisch-Sprachführer sicher besser bedient, wenn man auf der Insel vorankommen will. Wer Sardisch verstehen und lernen will, muss einfach genau hinhören und findet zur Unterstützung die ein oder andere Phrase in diesem Buch. Der Band reicht sicher nicht aus, um ernsthaft Sardisch zu lernen. Die Ausführungen zu Grammatik beschränken sich auf das Wesentliche, was den Vorgaben der Kauderwelsch-Reihe geschuldet sein mag, in der auch schon erfolgreiche Bände zu Korsisch und Kisuaheli sowie zu Schwiizertüütsch und Schwäbisch erschienen sind.

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