Samstag, 31. Dezember 2011

Buon Anno Nuovo 2012 - auf ein gutes neues Jahr und einen schönen Sardinien-Urlaub in 2012

Für das kommende neue Jahr wünschen wir Ihnen von ganzem Herzen Gelingen, Glück und Erfolg in allen Bereichen und Lebenslagen!


Auf Sardinien wird heute mit Konzerten und Feuerwerken in den Inselmetropolen gefeiert! Wenn sie Lust auf ein sardisches Neujahrsfest bekommen haben, lesen Sie mehr in unseren Artikel: Capodanno: stimmungsvolles Neujahrsfest - Traditionen auf Sardinien

Samstag, 24. Dezember 2011

Bonu Nadale: Frohe Weihnachten und ein stimmungsvolles Weihnachtslied aus Sardinien: Notte de Chelu

Liebe Sardinienfreunde,
“Notte de Chelu” ist das bekannteste sardische Weihnachtslied. Der Liedtext wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Dichter Pietro Casu in Berchidda im Norden von Sardinien geschrieben.
Das Lied, dass die Geburt des Heilands verkündet, wird auf der gesamten Insel während der Weihnachtsgottesdienste und der Neun-Tage-Andachten aufgeführt.

Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Hier hören Sie eine Interpretation des Coro di Abbasanta, Zentralsardinien



Wenn Sie mehr über Weihnachten auf Sardinien uns die Inseltraditionen zur Festtagszeit lesen möchten, finden Sie hier unseren Artikel zum Thema Natale, Capodanno und Befana - Stimmungsvolle Weihnachten, Neujahr und Dreikönigsfest - Traditionen auf Sardinien

Freitag, 16. Dezember 2011

Sardinien 2011 - Das Jahr auf der Insel im Schnelldurchlauf

2011 war ein eher gemischtes Jahr auf der Insel - geprägt von traumhaftem Wetter und politischen Machtwechseln, aber auch von Unsicherheit und Katastrophen, nackten Tatsachen und literarischen Eseln auf Sardinien. Hier unser kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr.

2011 versprach eine gute Urlaubssaison zu werden: Zahlreiche neue Flüge auf die Insel, wie die neuen Germanwings-Verbindungen von Köln und Stuttgart nach Cagliari, aber auch neue Airberlin-Flüge aus Nordrhein-Westfalen und Berlin in den Norden und Süden der Insel ließen die Tourismusindustrie auf viele neue Urlauber aus dem Norden hoffen. Doch die Ernüchterung kam bald darauf: Während der Luftverkehr nach Sardinien boomte, sollte der Fährverkehr massiv einbrechen: Alle privaten Reedereien, von steigenden Rohölpreisen und sinkendem Konkurrenzdruck durch die Unsicherheit um die strauchelnde Fährgesellschaft Tirrenia angeheizt, hatten ihre Preise für Sardinien-Überfahrten massiv angezogen. Die Folge: Zahlreiche Urlauber, vor allem aus Italien, blieben der Insel fern. Viel zu spät, aber mediengerecht mitten im Kommunalwahlkampf, hatte die Inselregierung zunächst mit dem Bonus Sardo Vacanza gelockt (die Region Sardinien zahlte bis zu 90 Euro Bonus für die Fähranreise) und schließlich sogar eigene Fähren eingesetzt - mit mäßigem Erfolg. Ob das Experiment 2012 fortgesetzt wird ist deshalb noch völlig unklar.


Eine schwere Umweltkatastrophe im Industriegebiet von Porto Torres im Januar sorgte nicht nur für verschmutzte Strände, sondern auch für schlechte Presse - die Folgen des ausgelaufenen Schweröls sollten aber zu Saisonbeginn weitgehend behoben sein. Das behaupteten zumindest die Behörden.
Steigende Preise und schlechte Presse haben der sardischen Tourismusindustrie 2011 also mächtig zugesetzt - aber auch das Wetter hat den Sarden den Saisonstart verhagelt. Erst ab Mitte Juli wurde es dann richtig schön - denn Ausgleich für ein verregnetes Frühjahr bescherte der Wettergott der zweitgrößten Mittelmeerinsel einen traumhaften Sommer und einen goldenen und sonnigen Herbst, der bis Mitte Dezember andauerte.
Für eine andere Form von Heiterkeit sollte 2011 auch die sardische Prominenz sorgen. Inselschönheit Elisabetta Canalis präsentierte zu Beginn des Jahres eines der größten italienischen TV-Spektakel, posierte nackt für eine Anti-Pelz-Kampagne, warb für Haselnusspralinien und trennte sich im Juni von Hollywood-Star und Lebensgefährten George Clooney. Sardinien hat künftig also einen prominenten Inselurlauber weniger.
Auch die Gäste einer Nobel-Disko in der Costa Smeralda dürften so schnell nicht wieder auf Sardinien Urlaub machen: die jungen Russen prellten an der Costa Smeralda die Zeche in der Diskothek Billionaire des Sport- und Industriemanagers Flavio Briatore: Der blieb auf einer Champagner-Rechnung von 86000 Euro sitzen.
Etwas weniger Medienrummel mag der Wahlsarde Götz George, der 2011 der deutschen Presse zu seinem Siebzigsten in die Notizbücher diktierte, dass er auf Sardinien die Ruhe und Kraft für seine Arbeit, dem Drehen in Deutschland, schöpft. Zumindest er dürfte der Insel sobald also nicht den Rücken kehren.
Politisch hat sich 2011 auf der Insel einiges getan: Bei einem Referendum im Frühjahr sprachen sich 97 Prozent der Sarden gegen Atomkraft auf der Insel aus und in der Inselhauptstadt von Sardinien wurde zum ersten Mal nach 20 Jahren mit Massimo Zedda ein linker Politiker in das höchste Amt von Cagliari gewählt.
Literarisch gab es im vergangenen Jahr Höhen und Tiefen. Jutta Speidel und Bruno Maccallini benahmen sich wie zwei Esel auf Sardinien und wollten damit den deutschen Buchmarkt aufrollen, ein nicht nur sportlich sondern auch kulturell interessanter Wanderführer ergänzt seit diesem Jahr manch eine Sardinien-Bibliothek. Zahlreiche 2011 erschienene Romane und Krimis von der Insel wie Die Barfüßige Wittwe von Salvatore Niffoi oder die Rückkehr von Markus Fritsche sorgten für literarische Spannung unterm Sonnenschirm.

Was auf Sardinien im Jahr 2012 zukommt, ist wohl genauso unsicher wie die Frage, ob in Cagliari 2012 am Meer rechtzeitig zum Saisonstart neue Strandkioske stehen werden oder nicht. Wie die Insel im kommenden Jahr verkehrstechnisch angebunden sein wird ist noch weitgehend unbekannt - zum einen sind kaum neue Sardinien-Flüge geplant, zum anderen wird sich die Situation im Fährverkehr kaum entspannen. Außerdem leidet Sardinien wie der Rest Italiens an der Schuldenkrise und den gestiegenen Steuern und Lebenshaltungskosten im Lande. Hoffen wir einfach, dass 2012 wird wie das Wetter zu Neujahr: Heiter, sonnig und stabil.

„Stimmen im Dunkeln“: Ausstellung zum Absturz einer DC-9 der ATI im Süden von Sardinien bis Ende Dezember verlängert

© Angelo Pani 
In der Nacht vom 13. auf den 14. September 1979 zerschellte eine DC-9 der italienischen Inlandsfluggesellschaft und Tochter der Alitalia ATI beim Landeanflug knapp 10 km vor dem Flughafen in Cagliari in 600 m Höhe am Berg Conca d'Oru. Alle Insassen starben.
Im Prozess um das Flugzeugunglück wurden die beiden getöteten Piloten und ein Fluglotse schuldig gesprochen.
32 Jahre nach dem Ereignis hat der Journalist Angelo Pani die Akten der gerichtlichen Untersuchung eingesehen. Aus der Niederschrift lassen sich auch andere Umstände des Absturzes vermuten.




Am 8. Dezember 2011 eröffnete im Untergeschoss des Bürgeramtes der Inselhauptstadt von Sardinien die Ausstellung des Journalisten: "Voci nel Buio“ (dt. Stimmen im Dunkeln). Die Fotosammlung, die Angelo Pani anlässlich des 32. Jahrestages des Flugzeugabsturzes zusammengestellt hat, berichtet über die Geschichte des Absturzes. Interessierte Besucher haben noch bis Ende Dezember die Möglichkeit Aufnahmen von der Absturzstelle und den Flugzeugresten bei Capoterra sowie informative Tafeln und Schaukästen zu sehen.

Wer möchte, kann aber auch die Absturzstelle besichtigen. Die Trümmer des Flugzeugs, die von der Region Sardinien am vergangenen Mittwoch als Abfall klassifiziert wurden, sind bisher noch nicht vom Absturzort entfernt worden. Angelo Pani kämpft dafür, dass diese Fundstücke als Gedenken an die Katastrophe und als Erinnerung an die Toten am Absturzort verbleiben dürfen.

Ausstellungsort: Sottopiano del Palazzo Civico, Largo Carlo Felice, Cagliari
8. - 29. Dezember 2011.
Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 13.00 und von 16.00 bis 20.00 Uhr.
Montags geschlossen.

Mehr Informationen und Details zum Flugzeugabsturz 1979

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Donnerstag, 15. Dezember 2011

Presepe Subaqueo: In Solanas, im Süden von Sardinien, wird die Weihnachtskrippe am kommenden Samstag unter Wasser aufgestellt


Copyright Foto: Sub Sinnai

Pünktlich zum Weihnachtsfest gibt es in Solanas, einem Ortsteil von Sinnai an der Südostküste von Sardinien, eine Krippen-Aufstellung der besonderen Art zu bewundern.
Die Weihnachtskrippe wird nach dem Aufbau und der Segnung durch den Pfarrer in einer drei Meter tiefen Grotte im Meer aufgestellt. Hier leisten dem Heiligen Paar statt der heiligen drei Könige dann Doraden Wolfsbarsche, Meeräschen, Krebse und Tintenfische Gesellschaft.

Zu der Veranstaltung lädt der Tauchclub Sub Sinnai am Samstag, den 17. Dezember 2011, ab 16.30 Uhr nach Solanas ein.
Nach der feierlichen Messe um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche „Madonna della Fiducia“ führt die anschließende Fackel-Prozession an den schönen, hellen Sandstranddes kleinen Badeortes. Die Versenkung der Krippe wird live auf einer großen Leinwand am Strand übertragen.
Im Anschluss gibt es für die Besucher und Gäste auf dem Platz vor der Pfarrkirche besondere kulinarische Spezialitäten zu probieren und Folklore-Darbietungen zu bewundern.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Weihnachten in Nordwestsardinien: Weihnachtsmarkt und Brot-Krippe in Olmedo

Die Krippe darf zum Weihnachtsfest nicht fehlen. In Olmedo, einem kleinen Ort im sardischen Nordwesten zwischen Sassari und Alghero, wird die Pfarrkirche alljährlich mit einer ganz besonderen Krippe geschmückt. Da tummeln sich nämlich Figuren, Kuh, Esel, und Schafe, die aus Brotteig gebacken wurden. Die Krippenausstellung Presepe di Pane ad Olmedo wird am 16. Dezember 2011 feierlich eingeweiht und noch bis einschließlich 6. Januar 2012 in der Chiesa Romanica N.S. di Talia zu sehen. Am kommenden Wochenende, vom 17. bis 18. Dezember 2011 wird auf dem Dorfplatz außerdem ein kleiner Weihnachtsmarkt mit Handwerkern, Ständen und Musik abgehalten.




Das komplette Programm von Weihnachten in Olmedo, “Natale S'ulumesu” auf der Website der Gemeinde.

Natale, Capodanno und Befana - Stimmungsvolle Weihnachten, Neujahr und Dreikönigsfest - Traditionen auf Sardinien

Dienstag, 13. Dezember 2011

Wanderführer Sardinien: „Orgosolo, la montagna segreta“ mit neuen Touren auf dem Supramonte auf Deutsch erschienen


„Orgosolo, der geheime Berg“ von Aldo Nieddu ist ein völlig neuer Wanderführer. Der Führer, der Anfang Dezember zeitgleich in deutscher Umsetzung erschien, ist ein  Begleiter, der über Orgosolo und die Geheimnisse des Supramonte große und kleine Geschichten zu erzählen weiß. Er geht weit über die bloße Routenbeschreibungen und Aufzählung von Sehenswürdigkeiten in einer der ursprünglichsten und wildesten Regionen Sardiniens hinaus.
Weite Flächen und Anhöhen, tiefe Schluchten und grüne Täler, schmale Bergkanten und freie Höhenrücken, geheimnisvolle Rundtürme, alte Siedlungen und historische Hirtenbetriebe: Der heute von den Schäfern verlassene Supramonte ist ein Berg, der einst Geschichte und Gedichte schrieb. In seinem neuen, im sardischen Poliedro-Verlag erschienen Wanderführer, beschreibt der Autor viele Routen, die bislang nur Hirten und Banditen kannten, denn was bisher keinem gelang, schaffte Aldo Nieddu: Er gewann das Vertrauen der alten Hirten, die ihm ihre Geschichten, Anekdoten und Erfahrungen anvertrauten.

Abseits von Legenden, Mythen, Kitsch und Verklärung entdeckt der Leser das legendäre Bergdorf Orgosolo und den undurchdringlichen Supramonte neu. Auf 17 anspruchsvollen Wanderungen führt Aldo Nieddu nicht nur zu landschaftlich atemberaubenden Orten in unberührter Natur. Vielmehr unternimmt er eine Reise auf den Spuren einer inzwischen vergangenen Hirtenkultur. Der Wanderer bekommt nicht nur Höhenprofile, Routenbeschreibungen und GPS-Daten, sondern erlebt Bergdörfer und Massive. Flora und Fauna. Traditionen und Bräuche.

Der Wanderführer ist zudem ein Genuss für alle, die sich für die sardische Sprache interessieren, denn was den Führer zusätzlich auszeichnet, ist die Sensibilität im Umgang mit dem orgoleser Dialekt. Manchem mag es befremdlich erscheinen, Kuvile, statt dem vertrauten Cuile zu lesen, oder su Sielkone an Stelle von su Suercone, doch dem Autor war es wichtig, die faszinierenden Dialektwörter Orgosolos, die aus dem Gebrauch und der Erinnerung gekommen sind, aufzuzeigen und mit der Italienisierung von Orts- und Flurnamen auf dem Kartenwerk des Istituto Geografico Militare (IGM) aufzuräumen. Dass der orgoleser Dialekt diesen Aufwand verdient, zeigt zum Beispiel auch der knapp 40 Seiten lange Aufsatz „Knacklaut in Orgosolo. Überlegungen zur sardischen Lautchronologie“ des deutschen Romanisten Heinz Jürgen Wolf. Im Glossar am Buchende sind deshalb nicht nur die orgolesischen Ausdrücke und ggf. anderen sardischen Varianten, sondern, wo möglich, auch die lateinisch-romanische Abstammung der sardischen Wörter angegeben.

Für Rucksackreisende ist das 384-Seiten starke Buch im Format DIN A4 (200 x 290 mm) allerdings etwas unhandlich und schwer. Zum Mitnehmen auf die Wanderung ist es wohl nicht gedacht, eher zur Einstimmung, Vorbereitung und konkreten Planung der Tour zu Hause oder für Wanderer, die es gewohnt sind, sich mit Karte, Kompass und Höhenmesser bzw. GPS auch alleine im Gelände zu bewegen und die Routen in ihre eigen Wanderkarten übertragen.

Details:
  • Ausführliche Beschreibung von 17 anspruchsvollen Wanderungen auf dem Supramonte;
  • Kurzcharakteristik und IGM-Karten-Ausschnitte mit Routenverlauf. Zudem sind Schwierigkeitsgrad, Höhenunterschiede, Gehzeiten, Bodenbeschaffenheit und Anfahrt angegeben;
  • Umfangreiches Hintergrundwissen und alle relevanten Fakten der sehenswerten Highlights sowie zahlreiche grandiose Farbabbildungen;
  • Informative Essays und Beiträge zu verschiedenen Themen aus Kultur, Historie und über die Menschen rund um den Supramonte;
  • Preis: 33,00 Euro. Der Wanderführer "Orgosolo, der geheime Berg" kann versandkostenfrei zum Originalpreis direkt in Deutschland bei bestellung@supramonte.de bezogen werden.
Aldo Nieddu ist begeistert vom Supramonte! In diesem Buch erfahren Wanderer nicht nur, wie sie die Exkursionen problemlos und erlebnisreich zurücklegen, sondern eine Vielzahl an Informationen, die der Leser so in keinem anderen Wanderführer finden kann.
Im gleichen Verlag erschienen 2004 und 2008 zwei weitere Bücher des Autors über die Karstgebiete am Golf von Orosei, die in Italien Standardwerke sind:
  • Aldo Nieddu, Andalas & Caminus del Supramonte di Baunei, Nuoro, Poliedro, 2004;
  • Aldo Nieddu, Urzulei. Terre selvagge, sentieri nel Supramonte, Nuoro, Poliedro, 2008

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Mehr über das Bergdorf Orgosolo

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Chiesa Santa Lucia: Spannende Ausgrabungsstätte mitten in Cagliari


Wer im Hafenviertel “Marina” der Inselmetropole Cagliari spazieren geht, stößt an der Ecke Via Sardegna/Via Napoli zwischen Trattorien, Restaurants, kleinen Krimskramsläden und Dönerbuden auf eine Ausgrabungsstätte, die es in sich hat: Die im zweiten Weltkrieg zum Großteil zerstörte Kirche Chiesa di Santa Lucia di Marina. Die Grundmauern des 1119 erstmals urkundlich erwähnten und im 16. Jahrhundert im großen Stil umgebaute Gotteshauses gehen vermutlich auf das 6. Jahrhundert vor Christus zurück. Santa Lucia ist damit eines der ältesten Kirchen der sardischen Inselhauptstadt. Allerdings führten die Überreste der Kirche, die einst Teil der repräsentativen Prachtbauten des alten Cagliari war, in den letzten Jahrzehnten ein Schattendasein. Die Grundmauern wurden nach Kriegsende weitestgehend abgetragen, Kirchenboden und Gewölbe zuzementiert und in einen Parkplatz umgewandelt.. Der Heiligen Santa Lucia wurde ein neues Gotteshaus im Stadtteil San Benedetto geweiht und die Schätze der einstigen Kirche in das Museum der nahen Sant'Eulalia-Kirche gebracht. Lediglich eine Seitenmauer wurde weitgehend stehengelassen, aber mit Tüchern verhängt.

In den letzten Monaten kamen die alten Gemäuer aber wieder ans Licht. Mit aller Vorsicht wurde der Asphalt über der ehemaligen Kirche abgetragen. Archäologen haben allein sieben Bodenbeläge freigelegt, was darauf hindeutet, das die Kirche im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut wurde. Aber auch eine Grabstätte mit Gebeinen unter dem ehemaligen Altar und bis dato unbekannte Schächte und Luken wurden in den letzten Wochen freigelegt. Mit modernen Kamerageräten machen die Archäologen unbekannte Winkel und Gewölbe des einstigen Prachtbaus zugänglich.
Besucher können die voranschreitenden Ausgrabungsarbeiten von außen beobachten: Das Gelände in der Via Sardegna ist zwar eingezäunt, aber man kann den Archäologen beim Graben, Freilegen und Froschen über die Schulter schauen.


In den letzten Jahren hat sich in dem Stadtteil Marina viel getan. Das alte Hafenviertel drohte zu verkommen: In den engen Gassen und alten Häusern wollte niemand mehr wohnen, Gebäude und Plätze verkamen zusehends, bis die Stadt beschloss, Häuser renovieren zu lassen. Immer mehr Restaurants, Kneipen, Handwerker, Künstler und kleine Läden siedeln sich in den mittelalterlichen Altstadtgassen an, Teile der engen Straßen sind heute Fußgängerzone und Trattorien, Fischrestaurants und Pizzerien stellen in der warmen Jahreszeit Tische auf die Straßen und haben so das Hafenviertel zu neuem Leben erweckt. Heute gilt das Marina-Viertel vor allem in den Sommermonaten als Ausgehmeile und Cagliaritaner, Urlauber, Backpacker und Straßenkünstler nehmen allabendlich die Häuserzeilen zwischen Via Sardegna und Piazzetta Savoia in Beschlag.

Fotos: BSK / www.santaluciacagliari.com /sardinien.com

Bilder von den Ausgrabungsarbeiten in Santa Lucia bei Flickr
Ständig aktualisierte Website über das Ausgrabungsprojekt Santa Lucia
Der Cagliari-Guide von sardinien.com

Immacolata - Weihnachtstraditionen auf Sardinien


Überall bunte Lichter, der Duft von Kaminfeuer und Röstkastanien - weihnachtliche Adventsstimmung kommt auf Sardinien trotz der milden Temperaturen, die tagsüber auch in den nächsten Tagen um die 18 Grad liegen, ab dem morgigen Donnerstag, den 8. Dezember auf: Der Tag der Mariä Empfängnis ist vor allem für die Kinder ein besonders schöner Tag. Anders als in Nordeuropa beginnen die Sarden am Tag der „immaculata conceptio“ mit dem Schmücken des Weihnachtsbaumes. Für die Großen hingegen ist der 8. Dezember meist mit Stress verbunden: Die ersten Weihnachtseinkäufe werden getätigt, denn Geschäfte und Läden sind an diesem nationalen Feiertag geöffnet. Außerdem will der Festtagstisch gedeckt werden.
Bei dem Vorweihnachtsstress vergessen Viele den religiösen Hintergrund des Feiertags. Das katholische "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria ", so der komplette Titel, erinnert an die Sündenfreiheit der Mutter Jesu. Früher sollten an diesem Tag die Frauen nicht arbeiten. Seit 1953 begibt sich der Papst am Nachmittag des 8. Dezembers zur Säule der Unbefleckten Empfängnis auf der Piazza di Spagna in Rom, um sich im Gebet vertrauensvoll an die heilige Jungfrau zu wenden.


Mostra dei Presepi: Krippenausstellung in der Inselhauptstadt von Sardinien

Am Donnerstag, den 8. Dezember 2011, dem Tag der Mariä Empfängnis, läutet das „Centro d'Arte e Cultura Lazzaretto“ in der Inselhauptstadt von Sardinien mit der Ausstellung „Mostra dei Presepi“ auch in diesem Jahr wieder die Weihnachtszeit ein.

Die Krippenschau des Vereins „Club Modellismo e Hobby“ aus Serramanna dreht sich um die faszinierenden Varianten und Arten von Weihnachtskrippen aus verschiedenen Kulturkreisen. Spannend ist vor allem der Vergleich der regionalen Ausstellungsstücke, denn im Kulturzentrum gibt es zahlreiche Krippen aus unterschiedlichen Orten der Insel zu sehen: Ob aus Steinen, Kork, Blättern, Brotteig, Glas, Schaumstoff oder Muscheln - die Geburt Jesu Christi wird in vielfältigen Varianten dargestellt.

Die Krippenschau findet in diesem Jahr zum elften Mal statt. Besucher und Gäste können die phantasievollen Krippen noch bis zum 8. Januar 2012 täglich, außer montags bestaunen.

Die Ausstellung kann zu den normalen Öffnungszeiten des Lazzaretto di Cagliari dienstags bis freitags durchgehend von 9.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 9.00 bis 13.00 und von 16.00 bis 20.00 Uhr besichtigt werden. Montags geschlossen.

Ein Besuch des kleinen Kulturzentrums am Meer ist gerade in der Vorweihnachtszeit besonders lohnenswert, denn das Lazzaretto lädt in dieser Zeit auch zu einem Abstecher in das neu gegründete Forschungsinstitut zu Ehren des dänischen Musikforschers Andreas Fridolin Weis Bentzon ein.

Ausstellungsort: Centro d'Arte e Cultura Lazzaretto di Cagliari, Via dei Navigatori, Cagliari
Vernissage: Donnerstag, 8. Dezember 2011, 18.00 Uhr;
Eintritt: 3,00 Euro;
Kombi-Eintritt für die Krippenausstellung und das Forschungsinstitut „Centro Studi Bentzon“: 5,00 Euro.

Das Lazarett entstand etwa im 17. Jahrhundert vor den Toren der Inselhauptstadt. Das damals abgelegene S. Elia bot sich als Örtlichkeit für solch eine Anstalt gerade zu an: Dorthin brachte man die Lepra- und Pestkranken, um den durch sie bedingten Problemen für das Bürgertum zu begegnen. Heute bietet das 1997 restaurierte Gebäude mit Blick aufs Meer großzügige Räume für Ausstellungen und andere Veranstaltungen.

Weitere Informationen zur Ausstellung auf der Homepage des Kunst- und Kulturzentrums

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Montag, 5. Dezember 2011

James Taylor kommt im Frühjahr 2012 für ein Konzert nach Sardinien

„An intimate evening with the quintessential James Taylor & his Band“ ist der Titel der Tournee, mit der James Taylor im Frühjahr 2012 nach Sardinien kommt.
Der einzige Sardinien-Auftritt des US-amerikanischen Folk-Pop-Sängers und seiner Band ist am 12. März im Teatro Lirico der Inselhauptstadt Cagliari geplant.

Der mehrfache Grammy- sowie Gold- und Platin-Schallplatten-Gewinner wird die erfolgreichsten Hits aus den vier Jahrzehnten seiner Karriere spielen. Zu den bekanntesten Songs des 63-Jährigen, der fast zehn Jahre mit der Kollegin Carly Simon verheiratet war, zählen „Fire and Rain”, Country Road”, “Mexico”, “Something in the Way She Moves”, “Walking Man”, “Copperline” und “You’ve got a Friend” mit Carole King. Der Kartenvorverkauf hat schon begonnen.

Veranstaltungsort: Teatro Lirico di Cagliari
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
Tickets ab: 37,00 Euro

Tickets gibt es im Vorverkauf in Cagliari bei Box Office in der Viale Regina Margherita, bei Sarconline in der Via Sulis und bei www.greenticket.it.

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„Santadi Pane e Olio in Frantoio“: Sardinien lädt am zweiten Dezember-Wochenende zum Olivenfest

Im November und Dezember dreht sich auf Sardinien alles rund um das grüne Gold des Mittelmeeres. Die Olivenernte ist einer der Höhepunkte des Jahres und zieht regelmäßig zahlreiche Besucher in die Olivenöl-Städte der Insel.

Im Zeichen der Olivenblüte steht in diesem Jahr deshalb auch das Herbstfest der Gemeinde Santadi. Vom 9. bis 11. Dezember 2011 erwarten mediterrane Genüsse, Folkloredarbietungen und andere Attraktionen die Besucher des knapp 3500 Einwohner zählenden Öldorfes im Südwesten der Insel.

„Pane e Olio in Frantoio“ heißt das Fest, bei dem vor allem am Sonntag, den 11. Dezember Ölbauern und Aussteller ein vielfältiges kulturelles Rahmenprogramm gestalten und allerlei Köstlichkeiten sowie Gerichte mit Olivenöl anbieten.
Neben Oliven und Olivenöl gibt es aber auch sardische Brotspezialitäten zu probieren. Interessierte können sich zudem drüber informieren, wie früher auf Sardinien Oliveöl gepresst wurde und alten Ölmühlen einen Besuch abstatten.

Mehr Informationen zu Olivenöl aus Sardinien
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Mit Lauda Air 2012 von Wien nach Olbia und Cagliari und mit Gutscheincode 50 Euro sparen


Die österreichische Charterfluggesellschaft Lauda Air fliegt auch 2012 wieder von der östtereichischen Bundeshauptstadt in Richtung Costa Smeralda und Südsardinien. Nach Cagliari und Olbia heben die Ferienflieger vom 19. Mai 2012 – 29. September 2012 jeden Samstag abend ab. Am 5. Dezember 2011 hält Lauda Air ein besonders heißes Angebot für alle Frühbucher bereit: Den Hin- und Rückflug nach Olbia mit Abflug im Juni 2012 gibt es um 50 Euro günstiger. Kunden geben bei ihrer Buchung auf www.laudaair.com einfach den Ermäßigungscode „KRAMP-50“ an und erhalten ihre Flüge um 50 Euro ermäßigt.

Weitere Informationen zu unserem Sommerflugplan und dem Krampus-Special finden Sie auf der Website der Fluggesellschaft.

Übersicht über alle Flüge ab Österreich, der Schweiz und Deutschland nach Olbia, Alghero und Cagliari auf Sardinien

(Foto: Trainler/Wikimedia Commons)

Dienstag, 29. November 2011

„La pietra e gli eroi“: Bis Ende Dezember gibt es in Sassari die restaurierten Steinstatuen aus der Begräbnisstätte von Mont'e Prama zu sehen

Sie sind aus Stein, überdurchschnittlich groß und haben anthropomorphische Züge: Die zwischen 1974 und 1979 im Hinterland von Tharros gefundenen Fragmente verschiedener Statuen wurden restauriert und sind bis Ende Dezember zum ersten Mal in ihrer Gesamtheit in Sassari zu sehen.

Am vergangenen Mittwoch, den 23. November 2011 eröffnete das Städtchen an der Nordwestküste von Sardinien die Ausstellung „La pietra e gli eroi. Le sculture restaurate di Mont'e Prama“.

Mit einem geschätzten Alter von 2800 bis 3000 Jahren gelten die großen Steinskulpturen aus der Begräbnisstätte von Mont'e Prama bei Cabras als einziges Beispiel einer großen anthropomorphischen Bildhauerkunst der Nuraghenkultur.
Der sardische Archäologe Paolo Melis schreibt dazu in seinem Buch "Die Nuraghenkultur", dass die Statuen „vielleicht in einer Zeit, in der sich bereits die sardisch-phönizischen Aristokratien bildeten, und der Glanz der Nuraghenkultur bereits ein Mythos war“, entstanden sind. Und auf den Mythos dieser entfernten, mittlerweile zu Göttern und Helden erhobenen Vorfahren scheinen die Riesen von Monti Prama anzuspielen, erklärt er weiter. Einige Statuen stellen bewaffnete Krieger mit Pfeil und Bogen, Hörnerhelmen und Schilder dar - ohne Zweifel Darstellungen die an die berühmten Bronzestatuetten erinnern.
Mit den Statuen sind auch zahlreiche Nuraghen-Modelle aus Stein ausgestellt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Dezember 2011 im Centro di Conservazione e Restauro dei Beni Culturali in Sassari zu sehen. Besichtigung nur nach Voranmeldung. Eintritt frei.

Ausstellungsort:
Centro di Conservazione e Restauro dei Beni Culturali, Loc. Li Punti, Sassari
Besichtigung nur nach telefonischer Voranmeldung (von Italien 800148776)

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Donnerstag, 24. November 2011

King of the Castle: In diesem Jahr fällt das spannende City-Mountainbike-Event in der Inselhauptstadt von Sardinien aus

Die Wirtschaftskrise macht Sport- und Kulturveranstaltungen in Italien zum Luxus.
Sardinien hat im Sparzwang seine Fördermittel für das Urban Downhill Cycling im Schlossviertel von Cagliari gekappt.
Am kommenden 11. Dezember 2011 fällt deshalb das diesjährige Mountainbike-Event „King of the Castle“ (Schlosskönig) in der Inselhauptstadt aus.
Bei dem spektakulären Rad-Event, das in diesem Jahr in die dritte Runde gegangen wäre, rasen die Downhill-Biker durch die Altstadt von Cagliari. Der rasante Parcours führte in den letzten beiden Jahren von der Piazza Palazzo vorbei an der 800 Jahre alten Kathedrale Santa Maria durch enge Torbögen und Gassen bis auf die Piazza Yenne in die Unterstadt.

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Mittwoch, 16. November 2011

Cinema Tedesco Oggi 2011 zeigt deutsche Filmgeschichte auf Sardinien

Was ist eigentlich deutsches Kino? Und was ist wirklich „deutsch“ am deutschen Film?
Angeregt durch Althens und Prinzlers berühmten Film Auge in Auge – eine deutsche Filmgeschichte beginnt heute in der Inselhauptstadt von Sardinien die jüngste Veranstaltung des Filmzyklus Cinema Tedesco Oggi.
Auge in Auge heißt 100 Jahre deutsche Filmgeschichte. Und die beleuchtet vom 16. November 2011 an auch der deutsch-italienische Kulturverein ACIT, in Zusammenarbeit mit dem Cineteca Sarda, der Coop. Spazio Odissea und dem Goethe-Institut Italien mit einer Reihe von faszinierenden Filmen, Expertenbeiträgen und interessanten Interviews.
Natürlich entsteht dabei nur ein Ausschnitt und nicht die gesamte Geschichte des deutschen Kinos, denn auf jeden Film, der gezeigt wird, kommen viele andere, die im Dunkeln bleiben.
Die Filme laufen vom 16. November bis 21. Dezember 2011 immer mittwochs um 21.15 Uhr im Cinema Odissea und freitags um 20.30 Uhr im Cineteca Sarda in Cagliari.

Cinema Tedesco Oggi 2011 – Filmreihe „Auge in Auge - lo sguardo nello sguardo - una storia del cinema tedesco“
16. November 2011 – 21. Dezember 2011
Originalsprache mit italienischen Untertiteln
Cinema Odissea, Viale Trieste 84 – Cagliari
Cineteca Sarda, Viale Trieste 126 - Cagliari
Eintritt frei.

Die Filme im Überblick

Nosferatu, 16.11.11 Cinema Odissea, 21.15 Uhr
Regie Friedrich W. Murnau – Deutschland 1922, 79 Min.

Menschen am Sonntag, 18.11.11 Cineteca Sarda, 20.30 Uhr
Regie Curt Siodmak – Deutschland 1929/30, 73 Min.

M Eine Stadt sucht einen Mörder, 23.11.11 Cinema Odissea, 21.15 Uhr
Regie Fritz Lang - Deutschland 1992, 98 Min.

Unter den Brücken, 25.11.11 Cineteca Sarda, 20.30 Uhr
Regie Helmut Käutner - Deutschland 1944/45, 92 Min

Abschied von gestern, 30.11.11 Cinema Odissea, 21.15 Uhr
Regie Alexander Kluge – Deutschland 1966, 88 Min

Alice in den Städten, 07.12.11 Cinema Odissea, 21.15 Uhr
Regie Wim Wenders - Deutschland 1975, 107 Min

Lola rennt, 09.12.11 Cineteca Sarda, 20.30 Uhr
Regie Tom Tykwer - Deutschland 1998, 81 Min

Auge in Auge, 14.12.11 Cinema Odissea, 21.15 Uhr
Regie M. Althen, H.H. Prinzler - Deutschland 2008, 106 Min.

Kurz und schmerzlos, 09.12.11 Cineteca Sarda, 20.30 Uhr
Regie Fatih Akin - Deutschland 1998, 100 Min.

Heimat, 21.12.11 Cinema Odissea, 21.15 Uhr
Regie Edgar Reitz - Deutschland 1979/84, 119 Min.

Weitere Informationen
ACIT-Cagliari Associazione Culturale Italo-Tedesca
Telefon-Fax: +39/070/42965
E-Mail: acitcagliari@tiscali.it

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Dienstag, 15. November 2011

Warte, bis es dunkel wird: ARTE zeigt am Freitag eine Doku über die nächtliche Welt der Fledermäuse

Am kommenden Freitag, den 18. November 2011 stellt der deutsch-französische Fernsehsender ARTE eine Tierdokumentation vor, die dem Zuschauer die nächtliche Welt der Fledermäuse näher bringt.

„Warte, bis es dunkel wird“ heißt die 45-minütige Dokumentation, die um 19.30 Uhr von Jagderfolgen und Fehlschlägen, Streitereien und Balzritualen dieser seltsamen Flattertiere berichtet.
Mit viel Geduld und hohem technischen Aufwand gelangen dem Filmteam um Dietmar Nill auf Sardinien überraschende, bislang nie gesehene Bilder.

Die Dokumentation erhielt 2011 den zweiten Preis für die beste Kamera auf dem diesjährigen Dokumentarfilmfestival Naturvision.

Aus dem Sendungstext:
„Fledermäuse gehören nicht unbedingt zu den Kuscheltieren. Manche halten sie für abstoßend und unheimlich und fürchten sich vor den nächtlichen Flattertieren, die pfeilschnell durch die Dunkelheit jagen. Trotzdem gewinnen Fledermäuse immer mehr an Fans und Fürsprechern. Jahrelang war Tierfotograf und Tierfilmer Dietmar Nill mit seinen Kollegen Brian McClatchy und Karlheinz Baumann unterwegs, um die liebenswerten Seiten der Fledermäuse im Bild festzuhalten. Die faszinierende Dokumentation beginnt im Dachstuhl einer Dorfkirche, in dem sich Fledermausweibchen jedes Frühjahr zusammenfinden, um ihren Nachwuchs auf die Welt bringen; jeweils ein einziges Junges. Wie Schimpansen oder Menschen nehmen sie ihre Säuglinge an die Brust, um sie zu stillen. Sie pflegen und säubern sie geradezu liebevoll und leisten Hilfestellung beim Flugtraining. Fledermäuse sind lichtscheu und werden erst im Dunkeln aktiv. Dann sind sie so schnell, dass man ihnen mit dem Auge nicht folgen kann. Erst hochempfindliche Zeitlupenkameras lassen die Jagd der Fledermäuse auf Nachtfalter zu einer Kette artistischer Flugmanöver werden. Was sich im Bruchteil einer Sekunde und in tiefer Nacht abspielt, wird zum atemberaubenden Drama: der Einsatz der Flughaut als Käscher in der Luft, der präzise Anflug auf eine Wasseroberfläche oder der zielgenaue Sturzflug auf Laufkäfer am Boden. Ein Höhepunkt im Leben der Fledermäuse ist zweifellos das Werben der Männchen um die Gunst der Weibchen. An besonderen Balzplätzen stellen sich die Freier zur Schau und hoffen darauf, auserwählt zu werden. Doch da das Schauspiel in dunklen, verborgenen Balzrevieren stattfindet, konnte es bislang nicht in freier Natur gefilmt werden.“

Fledermäuse. Warte, bis es dunkel wird
(Deutschland 2011)
Regie: Volker Arzt
Sendetermin: Freitag, 18. November 2011, 19.30 Uhr, 43 Min., ARTE
Wiederholungen: Freitag, 25. November 2011, 14:00 Uhr, 43 Min., ARTE

>> Mehr Informationen auf der Website von ARTE
>> Hier nisten Fledermäuse auf Sardinien

Freitag, 11. November 2011

3sat porträtiert Sardinien und Korsika: Am kommenden Montag Dokumentation über die beiden Trauminseln im Mittelmeer

Am kommenden Montag, den 14. November 2011 stellt der Gemeinschaftssender von ZDF, ORF, SRG und ARD Sardinien und Korsika vor. „Zwei Traumziele im zentralen Mittelmeer“ heißt der 45-minütige Film der um 14.15 Uhr ein Porträt von der Meerenge zwischen Sardinien und Korsika mit ihren vielen kleinen Inseln und zahllosen Tierarten zeichnet.

Aus dem Sendungstext:

„Korsika und Sardinien - zwei Traumziele im zentralen Mittelmeer. Zwischen den beiden Inseln wurde eines der ersten internationalen Schutzgebiete des Mittelmeeres etabliert: die Bouche de Bonifacio. Diese Meerenge mit ihren vielen kleinen Inseln beherbergt zahllose Tierarten. Wildschweine teilen mit den Urlaubern den Strand, große Kolonien von Krähenscharben tauchen bei ihrer Jagd nach Fischen wie Pfeile in das kristallklare Meer und eine nur auf einer Insel vorkommende Population von schneeweißen Eseln gibt den Experten bis heute Rätsel auf. Auch unter Wasser lebt eine Vielzahl von Kreaturen: Delfine, riesige Zackenbarsche und farbenprächtige Polypen zeigen den guten Zustand der Unterwasserwelt an. Im Sommer fallen Heerscharen von Urlaubern über die Inseln her, sie stellen für die Natur ein größeres Problem dar. Der Film"Trauminseln im Mittelmeer" begleitet eine Gruppe von italienischen und französischen Rangern bei ihrer engagierten Arbeit und zeigt ihren täglichen Spagat zwischen Tourismus und Naturschutz.”

Sendetermin: Montag, 14. November 2011, 14:15 Uhr, 45 Min., 3sat

>> Mehr Informationen auf der Website von 3sat

Dienstag, 8. November 2011

Im Sommer 2012 von Bern nach Olbia mit Helvetic ab 368 Franken


Die schweizerische Fluggesellschaft Helvetic bietet auch 2012 wieder Sardinien-Flüge an. So geht es zum Beispiel vom 30.06.2012 bis 22.09.2012 jeden Samstag direkt nach Olbia, den Flughafen Nordost-Sardiniens. Tickets für den Sommer 2012 sind derzeit für 368 Schweizer Franken für den Hin- und Rückflug, inklusive Steuern und Gebühren, zu haben. In den nächsten Wochen werden noch weitere Destinationen aufgeschaltet. Eine Gesamtübersicht über bereits jetzt für den Sommer 2012 buchbare Flüge von der Schweiz nach Sardinien finden Sie unter folgendem Link:
http://www.sardinien.com/anreiseper/flugzeug/air_line.htm#sud


Montag, 7. November 2011

Streikkalender Italien und Sardinien für November und Dezember 2011

Es sind stürmische politische Zeiten in Italien – und Gewerkschaften und Arbeitnehmerorganisationen drücken mit Streiks und Arbeitsniederlegungen ihren Unmut mit Politik und Arbeitgebern aus. Den Anfang machen diese Woche die Tankstellenbetreiber, die gleich für fünf Tage in Folge die Arbeit ruhen lassen wollen. Aber auch mehrere Arbeitsniederlegungen im Transportwesen werden den Flug-, Zug- und Fährverkehr von und nach Sardinien und in ganz Italien am 17. November 2011 massiv belasten. Wer kann, sollte also für den Tag gebuchte Tickets umbuchen oder stornieren. Anfang Dezember ist schließlich noch ein Streik der Alitalia-Mitarbeiter angekündigt.


Die Streiktabelle im Einzelnen:
8. bis 11. November 2011 Tankstellen-Streiks, mit Ausnahme der Regionen Ligurien und Toskana

16./17. November landesweite Streiks im Transportwesen (Flug, Fähren, Eisenbahnen), Behinderungen im Fährverkehr können bis zum 18.11. andauern.

2. Dezember Streik der Flugbegleiter der Gesellschaft Alitalia


Quellen: Corriere.it, Italienisches Transportministerium

Arte Dino: „Die Kunst ist Zugang zum Universum, sie schlägt eine Brücke zwischen Mensch und Kosmos“

Stilisierte Muttergottheiten, die den Außerirdischen in Akte X ähneln, geometrische Zeichen aus dem Tifinagh-Alphabet der Tuaregs und jede Menge warme Farben: In den Bildern des 47-jährigen Künstlers aus Uznach in der Nähe von Rapperswil sieht der Betrachter auch immer ein Stück sardische Geschichte und Landschaft.
In seinen plastischen Bildern und Werken experimentiert er frei mit Holz, Stein, Eisen, Erde, Sand, Asche, Acrylfarben, Spraydosen und Weißleim – als Anregung immer auch ein wechselndes Ensemble von Gegenständen des täglichen Lebens.
Sardinien.com sprach mit dem Künstler, der sich Dino nennt, aber eigentlich Walter Righele heißt und seit 2005 im Südosten von Sardinien lebt.

Sardinien.com: Dino Sie sind 1964 in Uznach bei Rapperswil in der Schweiz geboren und leben heute auf Sardinien. Wann haben Sie mit dem Malen begonnen und was bzw. wer hat Sie dazu gebracht?
Dino: Das kam eigentlich von selbst. Schon als Kind habe ich gerne gemalt. Mit 25 Jahren habe ich dann hobbymäßig Bilder mit Pastell, Farbstift und Ölkreide gezeichnet – meist stilisierte menschliche Körper. Später hat mich der Beruf so sehr eingenommen, dass ich nicht mehr dazu gekommen bin. Ich habe dann erst wieder angefangen, als ich vor sechs Jahren nach Sardinien zog.
Sardinien.com: Aber es gibt bzw. gab doch bestimmt Vorbilder? Wer oder was hat Sie begeistert oder inspiriert?
Dino: Der Schweizer Maler und Künstler Hansruedi Giger hat mich sehr stark inspiriert. Vor allem seine Sprühtechnik die Verschmelzung von Mensch und Maschine in seinen Werken gefiel mir. Doch auch der Schweizer Architekt und Designer Max Bill, der italienische Zeichner, Maler und Bildhauer Amedeo Modigliani, Pablo Picasso und Salvador Dalí haben mich begeistert. Von Friedensreich Hundertwasser habe ich hingegen nicht die Bilder sondern die Philosophie bewundert.
Sardinien.com: Hat Sardinien Sie begeistert oder inspiriert?
Dino: Sicherlich hat mich die Landschaft und die Kultur Sardiniens bei meiner Ankunft fasziniert. Mehr als alles haben es mir die Nuraghen, die auffälligen und geheimnisvollen Turmbauten Sardiniens, angetan. Doch meine Kunst beginnt nicht auf Sardinien, auch wenn die Insel meine letzte Bilderserie stark beeinflusst hat.
Sardinien.com: Wie würden Sie ihre künstlerische Tätigkeit beschreiben?
Dino: Ich war zunächst Teilzeitkünstler, da mein Beruf mir keine Zeit ließ. Als ich meinen Beruf schließlich an den Nagel hängen musste, habe ich einen Ausgleich gesucht und ihn in der Kunst gefunden. Meine Kunst hat nichts mit Malerei zu tun, sie leitet sich vielmehr aus meinem ehemaligen Beruf ab, dem Modellbau. Dort habe ich Teile im Dienste der Architektur zusammengebaut, jetzt stelle ich verschiedene Materialien zusammen und lasse Bilder entstehen. Meiner Meinung nach ist die Kunst Zugang zum Universum, sie schlägt eine Brücke zwischen sinnsuchendem Mensch und Kosmos.
Sardinien.com: Wo und wann arbeiten Sie?
Dino: Nur tagsüber und draußen! Denn das Wetter soll mit Sonne, Wind und Regen Einfluss auf meine Bilder nehmen. Wenn zum Beispiel Wasser oder Salz auf meine Bilder tropft, produzieren sie eine Reaktion, die zum Endergebnis meines Werkes beiträgt.
Sardinien.com: Haben Sie manchmal auch Blockaden? Wenn ja, was machen Sie dann?
Dino: Ja, auf jeden Fall, das gibt es! Ich lasse Sie zu und warte bis sie sich lösen.
Sardinien.com: Welcher Technik bedienen Sie sich in Ihren Bildern?
Dino: In meinen Bildern experimentiere ich mit verschiedenen Materialien: Der Rahmen ist aus Eisen, die Grundplatte aus Holz und was der Betrachter sieht ist Erde, Sand, Asche, Gewürze und vieles mehr was Sardinien so her gibt. Ich verklebe alles mit Weißleim und bemale die Bilder mit wasserlöslichen Acrylfarben und Spraydosen. Dann streue ich Salz darüber. Wenn man es nun feucht aufbewahrt, korrodiert das Werk. Diese Technik habe ich mir selbst ausgedacht.
Sardinien.com: Wie viel Zeit benötigen Sie für ein Bild?
Dino: Das kann ich nur schwer sagen, da ich immer an mehreren Werken gleichzeitig arbeite. Ich bereite mehrere Grundplatten zugleich vor, trage den Sand und die Farben auf. Das kann vier bis acht Stunden dauern. Im Schnitt sagen wir mal einen Tag.
Sardinien.com: Welche Materialien benutzen Sie am liebsten?
Dino: Materialien aus der Natur. Was der Betrachter sieht, hole ich mir aus der Natur. Wenn ich ein Bild aus meiner letzten Serie verkaufe, gebe ich im wahrsten Sinne des Wortes ein Stück Sardinien ab!
Sardinien.com: Wer ist Ihr Lieblingskünstler?
Dino: Oh, das ist schwierig. Das ist wirklich schwierig. Dalí, Hundertwasser, Giger, Picasso. Dalí finde ich wirklich genial!
Sardinien.com: Welche Kunstrichtung gefällt Ihnen am meisten?
Dino: Hm, das ist auch sehr schwierig. Der Kubismus. Die Orientierung an der klaren und gut definierten Darstellung der wiedergegebenen Gegenstände. In meinen Bildern ist auch alles klar und gut definiert. Sehr sogar. Wie eine Art Anker, an dem man sich festhalten kann.
Sardinien.com: Wo kann man ihre Werke auf Sardinien bewundern?
Dino: Im Moment sind meine Bilder im Hotel Quattro Torri in Quartu Sant Elena bei Cagliari und im Loungecafè Aini in Sant'Anna Arresi, im Südwesten von Sardinien ausgestellt. Im Herbst 2013 wird es auch eine Ausstellung in Neuenstadt am Kocher geben.
Sardinien.com: Sie leben auf einer Ferieninsel. Wo verbringen Sie am liebsten Ihre Zeit?
Dino: Im Sommer am Meer. Im Winter bin ich wie ein Bär. Ich schlafe viel und habe wenig Lust zu leben.

Ausstellungen auf Sardinien

Interview: Andrea Behrmann
Fotos: Paolo Succu











Mittwoch, 2. November 2011

Milena Agus. Die Gräfin der Lüfte: Eine Familiengeschichte aus Sardinien in 24 Kapiteln

Die für ihren Roman „Mal di Pietre“ (dt. die Frau im Mond) berühmt gewordene Autorin Milena Agus schildert in ihrem neusten Buch die Geschichte von drei Schwestern, die verschiedener nicht hätten sein können.
Im Schlossviertel von Cagliari, der Hauptstadt von Sardinien, wohnen sie in einem heruntergekommenen alten Palazzo, der einst gänzlich ihren Vorfahren gehörte. Jetzt sind die Stockwerke in einzelne Wohnungen aufgeteilt und nur drei von acht gehören ihnen noch. Noemi, die Älteste wohnt ganz oben in Nummer acht. Maddalena ist mit ihrem Mann Salvatore in Wohnung Nummer drei, mit Blick auf die Gasse untergebracht. Die Contessa, die wegen ihrer Ungeschicklichkeit, die „Gräfin mit Ricotta-Händen“ genannt wird, hat sich mit ihrem unehelichen Sohn Carlino im Zwischengeschoss, in der Nummer eins, eingerichtet. Es ist die schlichteste und einfachste Behausung, denn die Contessa legt keinen Wert auf Wohlstand. Im Gegenteil, sie verschenkt noch von dem Wenigen, was sie hat.

In einfacher und schlichter Sprache erzählt die Autorin von den großen und kleinen Nöten der Schwestern. Das tägliche Einerlei bestimmt die Handlung, die eine breite Fülle von lebenswürzenden Themen enthält: Sex, Liebe, Heirat, Verführung, unerfüllter Kinderwunsch und Beziehungen.
Ohne viele Worte und mit einer hohen Sensibilität fürs Detail gelingt es Milena Agus ein differenziertes Bild der agierenden Personen zu erzeugen. Die Grundspannung ergibt sich aus dem Interesse am Schicksal der Schwestern. Noemi träumt davon, die veräußerten Wohnungen des Familienpalastes zurückzukaufen, Maddalena sehnt sich leidenschaftlich nach einem Kind und die Contessa macht sich sorgen um ihren fünfjährigen Sohn.
Die Suche der Schwestern nach dem persönlichen Glück wird schön, aber unspektakulär beschreiben und lässt den sonstigen Schwung der anderen Romane vermissen.
Eine ruhige Geschichte, die einem wunderbare Einblicke in die Welt des Alltäglichen ermöglicht und dem Leser zudem wundervoll romantische Landschaftsbeschreibungen der Insel beschert. Wer kurzweilige Erzählungen liebt, ist mit diesem Buch wunderbar bedient, z.B. zum Entspannen im Alltag oder unterwegs auf der Reise.

Milena Agus wurde in Genua geboren. Als Kind sardischer Eltern lebt die Schriftstellerin heute in Cagliari auf Sardinien. Hier unterrichtet sie Italienisch und Geschichte an einem Gymnasium.




Mehr Bücher und Autoren aus Sardinien

Die barfüßige Witwe: Salvatore Niffois Roman gibt Einblicke in die archaische Welt Sardiniens

Die schöne Mintonia versteht die Welt nicht mehr. Sie haben ihr ihren Mann abgeschlachtet und wie ein Schwein mit Axthieben zerlegt vor die Tür gelegt. Jetzt ist sie alleine mit ihrem Schmerz.

In seinem 200 Seiten starken Roman beschreibt Salvatore Niffoi die Geschichte der jungen Mintonia aus Taculè, die sich in einer nicht allzu fernen Zeit Hals über Kopf in den rebellischen Schafhirten Micheddu verliebt.
Es ist die Zeit zwischen 1915 und 1940 in einem Dorf der Barbagia, wo an alten Glaubenssätzen festgehalten wird, Blutrache herrscht und Männer, die sich vieler Freundinnen rühmen, als viril gelten.
Gegen den Widerstand der eigenen Familie heiratet Mintonia ihren Micheddu. Er ist ihre große Liebe. Und für ihn bringt sie große Opfer: sie erduldet seine Flucht vor den faschistischen Dorfpolizisten, sieht über den Klatsch der Dorfgemeinschaft und sein uneheliches Kind hinweg.
Als sie Micheddu an einem Junimorgen bestialisch ermordet auffindet, kann sie noch nicht einmal weinen und schmiedet einen entsetzlichen Racheplan.

Salvatore Niffoi gelingt es mit diesem Buch, dem Leser einen realistischen Einblick in die raue und archaische Welt Sardiniens zu geben. Die schonungslosen, doch zugleich sprachgewaltigen Formulierungen lassen den Leser manchmal erschaudern, doch nur so kann man wohl eine solche rohe und von festgefahrenen Verhaltensmustern geprägte Welt wirklichkeitsnah beschreiben. Das Buch liest sich wie eine Liebestragödie nur in Romanform. Am Ende ist er tot und sie in einem fernen Land.

Salvatore Niffoi wurde 1950 in Orani geboren. In Italien ist er einer der großen literarischen Überraschungserfolge der letzten Jahre. In den Büchern des Lehrers, der auch als Maler und Keramikkünstler tätig ist, finden sich alle Elemente einträglicher, zeitgenössischer Erzählliteratur. Obwohl Niffoi zahlreiche sardische Wörter und Themen der traditionellen Literatur verwendet, gelingt es ihm in seinen Texten auch immer eine moderne Perspektive zu schaffen. Für seinen 2006 erschienenen Roman La Vedova Scalza (dt. die barfüßige Witwe) erhielt er den Literaturpreis "Premio Campiello".





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Dienstag, 1. November 2011

Am Ognissanti ruht Sardinien und bewahrt ihre alten Allerheiligen-Traditionen

Am Allerheiligen hat sich in vielen Dörfern von Sardinien ein alter Brauch bewahrt: „Su Mortu Mortu“.
In Nuoro und in der Barbagia streifen die Kinder am Morgen von Ognissanti durch die Gassen der Orte und bitten um Almosen für die Verstorbenen. „Seu su mortu mortu“ jammern sie nachdem sie an den Haustüren geklopft haben, denn ihre Gebete und Fürbitten sollen das Leiden der Seelen im Fegefeuer erleichtern.
Dieser Brauch wird aber auch in anderen Teilen der Insel gefeiert: Im Süden und an der Ostküste rufen die Kinder „Is Animeddas e Is Panixeddas“ oder „Su ‘ene ‘e sas ànimas”. Im Campidano und in der Ogliastra klagen sie hingegen lautstark „seus benius po is animeddas“, „mi das fait po praxeri is animeddas“oder „carki cosa po sas ànimas”.

Zum Fest werden „Pabassinas“, „Ossus de mortu“ und „Pani ’e saba“ gebacken, süße Plätzchen und ein buntes Früchtebrot. Neben den Backwaren werden den Kids auch Walnüsse, Kastanien, Haselnüsse, Mandeln, Granatäpfel und Orangen geschenkt.

Am Allerheiligen und am Allerseelen, am 2. November werden zudem die Gräber zu Ehren aller Heiligen und Verstorbenen geschmückt.

Weitere Veranstaltungen in Nord-Sardinien
Weitere Veranstaltungen in Süd-Sardinien

Montag, 31. Oktober 2011

Moby Lines und Sardinia Ferries: Buchungen für Sardinien-Überfahrten 2012 sind ab sofort möglich

Die Fährgesellschaft MOBY Lines hat heute ihren Fahrplan für das Jahr 2012 zur Buchung freigegeben. Nachdem auch der zweite große Anbieter von Sardinien-Überfahrten seine Fährpläne veröffentlicht hat, lohnt es sich, Preise zu vergleichen: Bereits seit Oktober hat der Mitbewerber Sardinia Ferries/ Corsica Ferries seine Fahrpläne für die neue Saison veröffentlicht. Wer es mit der Buchung nicht eilig hat und auf sinkende Fährpreise hofft, sollte sich mit der Buchung allerdings noch gedulden. Denn noch ist nicht endgültig klar, was mit der in diesem Jahr privatisierten Fährgesellschaft Tirrenia geschehen wird und ob die Region Sardinien wie auch schon im laufenden Jahr unter eigener Flagge Sardinien-Überfahrten anbietet.


MOBY Lines und Sardinia Ferries gehören zu den wichtigsten privaten Fährgesellschaften für Überfahrten nach Sardinien. Konkurrenz machen sich die beiden Reedereien vor allem auf den Strecken von Livorno nach Nordost-Sardinien: Die blau-weißen Schiffe der MOBY legen in Olbia an, die gelb-schwarzen Sardinia Corsica Ferries im wenige Kilometer weiter nördlich gelegenen Fährhafen Golfo Aranci.
MOBY bietet zusätzlich Überfahrten ab Genua an: Von Ligurien aus stechen die Autofähren Richtung Olbia und Porto Torres in See.

Mehr Informationen und Links zur Anreise mit der Fähre nach Sardinien finden Sie auf unserer Anreise-Seite.

„Sardinien, Stolz und Ehre hoch zu Ross“: ARTE zeigt am kommenden Freitag eine Reportage über die Ardia in Sedilo

Am kommenden Freitag, den 4. November 2011 stellt der deutsch-französische Fernsehsender ARTE eines der größten Reiterfeste Sardiniens vor.
„Sardinien, Stolz und Ehre hoch zu Ross“ heißt die 43-minütige Reportage, die um 17.00 Uhr über das faszinierende Pferderennen, zu Ehren des Heiligen Konstantin in Sedilo (Oristano) berichtet.
Im Mittelpunkt des Reiterspektakels steht Kaiser Konstantin, oder wie die Sarden ihn nennen "Santu Antine", der eigentlich gar kein Heiliger ist. Im Gebiet von Oristano und in den Dörfern Ollastra, Simaxis und Samugheo wird er aber als heiliger Krieger und Schutzherr verehrt.
Die Ardia findet alljährlich am Nachmittag des 6. und im Morgengrauen des 7. Juli in der am Ortsrand von Sedilo gelegenen Wallfahrtskirche statt.

Aus dem Sendungstext:

„Es sind die letzten ruhigen Tage in Sedilo, einem Bergdorf in Zentralsardinien, nahe dem Lago Omodeo. Viele der rund 2.400 Einwohner sind Hirten. Begriffe wie Ehre und Familie haben große Bedeutung, und lange Zeit war das Leben im Dorf noch von Blutrache und Entführungen überschattet. Sedilo ist ein Dorf der Reiter und Austragungsort des größten Spektakels auf Sardinien - der Ardia. Bei diesem Pferderennen zu Ehren des Heiligen und ehemaligen römischen Kaisers Konstantin geht es nicht um Geld, sondern um Ruhm und religiöse Gelübde. Schon als Jugendliche haben sich die Männer des Dorfes dafür in das Buch des Priesters eingetragen, der jedes Jahr den ersten Fahnenträger, den Anführer des Rennens, bestimmt. In diesem Jahr ist Don Agostinos Wahl auf Giovanni Mula, genannt Su Bellu - der Schöne, gefallen. Su Bellu hatte im letzten Jahr einen schweren Unfall. Eigentlich ist er noch nicht fit genug, mit Dutzenden wilden Reitern um die Kirche zu jagen. Doch er hat dem Heiligen Konstantin sein Versprechen gegeben. Allerdings ist es nicht einmal klar, ob die Ardia in diesem Jahr überhaupt stattfinden wird. Im letzten Jahr gab es einen tödlichen Sturz, und nun haben sich Inspektoren aus Rom angesagt, die neue Sicherheitsauflagen fordern, wie Unfallversicherungen, tierärztliche Kontrollen und Alkoholtests. Einige der stolzen Reiter wollen das Rennen unter diesen Umständen boykottieren. Su Bellu aber hofft, dass die Reiterkollegen einlenken und ihm als Hauptdarsteller eine schöne Ardia ermöglichen. Denn er weiß: In diesem Jahr werden es sein Name, seine Familienehre und sein Gelübde sein, die sich dann auf ewig mit der Geschichte der Ardia von Sedilo verbinden.“


360° - Geo Reportage: Sardinien, Stolz und Ehre hoch zu Ross
(Deutschland 2010)
Regie: Svea Andersson
Sendetermin: Freitag, 4. November 2011, 17.00 Uhr, 43 Min., ARTE

>> Mehr Informationen auf der Website von ARTE

Mehr über die Ardia in Sedilo

Freitag, 28. Oktober 2011

Safran, das rote Gold der Sarden: Gastro-Wochenenden in Villanovafranca und Turri im Süden von Sardinien

Die kulinarischen „Sagre dello Zafferano“ in Villanovafranca und Turri am ersten Wochenende im November stehen ganz im Zeichen des kostbaren, roten Goldes.
Am 5. und 6. November 2011 steht nämlich der Safran in den Gemeinden der Marmilla Region im Süden von Sardinien im Mittelpunkt der Feierlichkeiten.

Dann duftet es köstlich nach zahlreichen Speisen, denn das königliche Gewürz verfeinert nicht nur Reis- und Nudelgerichte, selbst Sausen, gebackenes Gemüse und Plätzchen werden mit der gelben Würze veredelt. Zum Nachtisch gibt es sogar Speiseeis mit Safran!

Auf den Dorfplätzen erfährt man zudem vieles über die gelbe Würze und an den Ständen kann die eine oder andere Spezialität mit oder ohne Safran erstanden werden.

Mehr Informationen zu Safranernte auf Sardinien
Mehr Veranstaltungen im Süden von Sardinien
Mehr Veranstaltungen im Norden von Sardinien

2^ Rassegna delle Maschere Tradizionali Sarde: Verrücktes Maskenspektakel im Süden von Sardinien

Am kommenden Samstag, den 29. Oktober 2011 verwandeln schaurig-traurige Masken, Gruselgestalten mit Tierfellen, ein magisches Zusammenspiel aus rhythmischen Stampfen und eindrucksvollen Schellenklängen das nur wenige Kilometer nordöstlich von San Sperate gelegene Städtchen Monastir in ein fantastisches Freilufttheater.

Maskenträger aus acht Dörfern Sardiniens treffen sich aus nah und fern gegen 17.30 Uhr mit ihren wunderbaren Masken in der Piazza Padre Pio, um mit Gästen und Besuchern das 2. Traditionelle Sardische Maskenfestival zu feiern.

Wer den Mamutzones aus Samugheo, Su Bundu aus Orani, Sos Corrajos aus Paulilatino, Is Facciolas aus Villaputzu, Sos Corriolos aus Neoneli, Maimones, Murronarzos und Intintos aus Olzai, Sos Cotzulados aus Cuglieri, den Trommlern und Trompetern der Sartiglia aus Oristano und vor allem den Gewohnheiten und Traditionen dieser Insel begegnen möchte, sollte am Wochenende nicht fehlen in Monastir.

Zum Abschluss des Maskenspektakels gibt es gegen 21.00 Uhr in der Piazza F.lli Govoni e Cervi kulinarische Spezialitäten der Region zu probieren.

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Donnerstag, 27. Oktober 2011

Wurst und Wein im Dezember beim Dorffest Festa della Salsiccia e del vino in Siligo

Um die Wurst geht es im wahrsten Sinne des Wortes am 10. Dezember in Siligo im Norden Sardiniens. Das knapp 1000 Einwohner zählende Dorf im Meilogu lädt am zweiten Dezember-Samstag zur Festa della Salsiccia e del vino ein – Gäste und Urlauber erwartet also ein kulinarisches Schlemmerfest rund um die sardische Wurst und den kräftigen Inselwein und andere kulinarische Spezialitäten der zweitgrößten Mittelmeerinsel.
Die würzige sardische Wurst aus Schweinefleisch, die sowohl frisch als Bratwurst (salsiccia fresca) als auch als grobe Hartwurst (salsiccia secca) angeboten wird, schmeckt Anfang des Jahres am besten, denn das Fleisch der zumeist halbwild gehaltenen Hausschweine ist durch die zahllosen Eicheln, die saftigen Macchia-Büsche, reifen Kastanien und frischen Küchenkräuter, die die Tiere in den Wintermonaten massenhaft verputzen, in der kalten Jahreszeit besonders lecker.

Das genaue Programm der Festa della Salsiccia gibt es demnächst bei Facebook

Serendipità & Materiali Murali: Luftbilder schöner Kulturlandschaften Sardiniens und plastische Malerei in San Sperate zu sehen


Im Rahmen der Kulturveranstaltung „Natura Paesaggio, Cultura“ gibt es ab dem 28. Oktober 2011 im knapp 20 Kilometer nördlich der Inselhauptstadt Cagliari gelegenen Museumsdorf San Sperate zwei außergewöhnliche Ausstellungen zu sehen.

"Serendipità" (Serendipität bzw.Glücksfund) heißt die Schau im Museo del Crudo mit der Francesco Cubeddu die Insel Sardinien in höchst beeindruckender Weise aus einem völlig neuen Blickwinkel präsentiert. Aus der Vogelperspektive betrachtet, verwandeln sich archäologische Ausgrabungsstätten, Ackerländer und andere Kulturlandschaften in eine faszinierende Formen- und Farbenvielfalt.

„Wie beim Serendipitätsprinzip“, erklärt der Fotograf, „haben sich die beeindruckenden Bildmotive als eine neue und überraschende Entdeckung erwiesen - als zufällige Beobachtungen auf meinen Flugreisen rund um das Eiland“. Die als Foto festgehaltenen Formen und Umrisse der Insel hat Cubeddu für seine Schau auf Leinwand drucken und rahmen lassen.

Zur gleichen Zeit gibt es in den Räumen des Museums auch die Ausstellung "Materiali Murali" mit Werke der zeitgenössischen, abstrakten und plastischen Malerei des ungarischen Künstlers Jànos Dréher zu bestaunen.

Beide Ausstellungen sind noch bis zum 27. November 2012 täglich von 17.00 bis 20.00 Uhr zu besichtigen.

Ausstellungsort:
Museo del Crudo, Via Roma 15 - San Sperate
Vernissage: 28. Oktober 2011, 19.00 Uhr

Weitere Informationen zur Kulturveranstaltung „Natura Paesaggio, Cultura“
San Sperate: Ein anspruchsvolles künstlerisches Kaleidoskop
Mehr Ausstellungen auf Sardinien

Der Oktober verabschiedet sich weitgehend sonnig und macht einem instabilen November-Anfang Platz

Wer noch die letzten Sardinien-Flüge von Deutschland auf die italienische Mittelmeerinsel ergattert hat (viele Fluggesellschaften stellen an diesem Wochenende ihre Flugpläne von der Sommer- auf die Wintersaison um und Airlines wie Ryanair und Air Berlin setzen zum Winter zahlreiche Sardinien-Verbindungen aus), hatte einigermaßen Glück in den letzten Tagen: Sonnenschein, nur wenige Wolken und milde Wassertemperaturen von angenehmen 21 Grad lassen den Oktober 2011 mit gutem Wetter ausklingen.


Das ändert sich allerdings in den nächsten Tagen: Einige Regenfälle und viele Wolken werden für das lange Wochenende von Allerheiligen und Allerseelen vorhergesagt. Grund dafür ist laut der Langzeitprognose des italienischen Wetterportals ilmeteo.it ein Tiefdruckgebiet über Nordafrika, das seine Ausläufer bis nach Sardinien, Sizilien und Kalabrien schickt. Kalt soll es in den nächsten Tagen aber nicht werden: Die Tagestemperaturen liegen auch am letzten Oktoberwochenende über 20 Grad Celsius und selbst in den Bergen von Nuoro werden nachts noch 13 Grad erwartet.

Mehr zu Klima und Wetter auf Sardinien
Wettervorhersagen, Prognosen und Wetter-Links bei http://www.sardinienwetter.com/
Schlechtwetter-Tipps fürs Wochenende: Besuchen Sie eines der zahlreichen Herbstfeste in der Barbagia!

Halloween auf Sardisch? Bei Su Mortu Mortu, Is Panixieddas und Is Animeddas werden im Herzen von Sardinien alte Allerseelen-Traditionen bewahrt

Wenn Ende Oktober und Anfang November zu Allerseelen verkleidete Kinder durch die Gassen der Dörfer in Süd- und Zentralsardinien streifen und an den Haustüren klopfen, bitten sie nicht „Süßes, sonst gibt’s Saures“ wie heute in aller Welt zu Halloween. Die Traditionen rund um Allerseelen haben auf Sardinien einen viel älteren Ursprung als das amerikanische Halloween-Fest, das in den 1990-er Jahren in seiner kommerziellen Version über den großen Teich nach Europa geschwappt ist.
Su Mortu Mortu lautet der Name des Totenfestes, zu dem im zentralsardischen Nuoro durch die Stadt streifenden Kindern Walnüsse, Kastanien und Haselnüsse im Eingedenk an die Verstorbenen geschenkt werden. Dass sich heute in die Spenden so manch ein Schokoriegel oder Geldstück mischt, ist schon fast eine Fortsetzung der alten Tradition, dass die Wohlhabenden der Stadt zu Beginn der Wintermonate auch ein wenig ihres Reichtums mit den ärmeren Nuoresi teilen.
In Südsardinien und den fruchtbaren Ebenen des Campidano waren die Geschenke an die Kinder noch reichhaltiger: Früchte, Rosinen, Mandeln, Granatäpfel und Orangen füllten die Taschen der Kinder, die zum Beispiel in Decimoputzu als „Is Animeddas“, also als „die kleinen Seelen“verkleidet, am 2. November von Haus zu Haus zogen. Auch hier gelten die Spenden an die Kinder symbolisch als Pfand für die Erinnerung an die Verstorbenen der Familie.

Ossus de mortù“, ein steinharter, herbsüßer und mit Zuckerguss überzogener Mandelkeks ist ein typisches sardisches Gebäck zu Allerseelen


Vor allem Süßigkeiten gibt es hingegen in anderen Dörfern des Campidano: Dort wird das Allerseelen-Fest „Is panixieddas“ genannt und in Dolianova, San Nicolo Gerrei und San Sperate landen für die Jahreszeit typische „dolci sardi“, süße Kekse und Plätzchen auf dem Tisch und in den Taschen der Kinder: „pani de sapa“, ein mit eingekochtem Most zubereitetes, dunkelbraunes, saftiges und sirupsüßes Gebäck, oder „ossus de mortù“, ein steinharter, herbsüßer und mit Zuckerguss überzogener Mandelkeks. Sein Name, „Knochen der Toten“, spielt auf das Gedenken an die Toten zu Allerseelen an.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Henri Cartier-Bresson Photographe: Große Fotoausstellung zu Ehren des Vaters der modernen Reportage-Fotografie auf Sardinien

Das MAN, das Museum für Kunst in Nuoro, widmet sich in seiner neusten Ausstellung einem herausragenden Fotografen der Moderne: Dem Franzosen Henri Cartier-Bresson (1908-2004).

Ab dem 28. Oktober 2011 zeigt das Museo d'Arte Provincia di Nuoro im Herzen von Sardinien rund 155 Fotografien des Meisters des Augenblicks.

Der Vater der modernen Reportage-Fotografie beschäftigte sich seit 1930 mit der Fotografie und ab 1972 ausschließlich mit der Zeichenkunst. Nach seiner Flucht aus deutscher Kriegsgefangenschaft gründete Henri Cartier-Bresson 1947 mit Kollegen in Paris die berühmte Foto-Agentur Magnum.

Die Schau "Henri Cartier-Bresson Photographe“ ist in Kooperation mit der Stiftung Henri Cartier-Bresson, der Photoagentur Magnum Paris und der Agentur Contrasto entstanden.

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Januar 2012 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 13.00 und 15.30 bis 19.30 Uhr. Montag geschlossen.

Ausstellungsort:
Museo d'Arte Provincia di Nuoro, Via S. Satta 27, Nuoro
Vernissage: Freitag, den 28. Oktober um 19.00 Uhr

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