Freitag, 21. Januar 2011

Fähren nach Sardinien 2011: Der Preiskampf der vergangenen Jahre ist vorbei – Tipps für die Suche nach preiswerten Tickets


Wer 2011 wieder mit der Fähre nach Sardinien will, muss mit höheren Überfahrtspreisen im Vergleich zum Vorjahr rechnen. Die Fährgesellschaften, allen voran Platzhirsch MOBY Lines, aber auch die Schnellfähren der Sardinia Corsica Ferries und die alteingesessene Reederei Grandi Navi Veloci haben sich in den letzten Jahren Preiskämpfe geliefert und den Markt mit Ein-Euro-Tarifen, Jackport-Angeboten und Schnäppchen-Tickets überhäuft. Stattdessen werben die Reederer heuer mit Eckpreisen, die bei etwa 50 Euro für eine Person und einen PKW bei MOBY und GNV oder bei 136,26 Euro für zwei Erwachsene plus zwei Kinder und PKW bei Sardinia Ferries liegen. Superbillige Tickets, Quasi-Gratis-Preise für Autos und nicht stornierbare Sondertarife, die zur Ferienzeit ohnehin meist schnell vergriffen waren, sucht man in diesem Jahr vergeblich. Der italienische Verbraucherverein Altroconsumo spricht deswegen von einer durchschnittlichen Verteuerung von 66 Prozent und in einigen Fällen sogar von doppelt so hohen Preisen wie im Vorjahr. Auf welcher Datenbasis Altroconsumo diese Zahlen allerdings erhoben hat, bleibt schleierhaft. Die Verbraucherschützer vermuten aber Preisabsprachen und haben deshalb die Wettbewerbshüter angerufen.
Die Fährgesellschaften begründen die Preiserhöhungen vor allem mit dem gestiegenen Ölpreis. Außerdem hat der Markt die in den letzten Jahren aufgebauten neuen Kapazitäten wohl gut angenommen – vor allem Marktführer MOBY Lines hatte zuletzt zahlreiche Schiffe hinzugekauft, die in den vergangenen Jahren erst einmal mit Passagieren und Autos gefüllt werden mussten. Außerdem gibt es zur Zeit einen Wettbewerber weniger: Die halbstaatliche Fährgesellschaft Tirrenia steht zum Verkauf und ist derzeit nur bis Mai buchbar. Gut möglich, dass sich dann noch etwas bei den Preisen tut und die Gesellschaften Überkapazitäten zu Last-Minute-Preisen verhökern.

Tipps für die Suche nach günstigen Fährtickets
Der Preiskampf bei den Sardinien-Überfahrten scheint aber fürs Erste vorbei zu sein. Die super-günstigen, tagesaktuellen Preise wurden –übrigens ebenso hohe Preise zu Spitzenzeiten und in letzter Minute - durch die zunehmende Automatisierung und den Online-Vertrieb der Tickets und eine entsprechende Nachfragesteuerung überhaupt erst möglich: Noch bis vor wenigen Jahren kaufte man sein Ticket im Reisebüro zu Fixpreisen aus Tariftabellen. Im Vergleich zu früher hat der Verbraucher heute also mehr Möglichkeiten, nach günstigen Überfahrten Ausschau zu halten. Denn wer ein wenig sucht, Preise vergleicht und bei Abfahrtshäfen und Reisetagen flexibel ist, kann auch 2011 Überfahrten zu vernünftigen Preisen ergattern. Bei der Suche nach preiswerten Tickets sollte man nach Überfahrten in der Vor- und Nachsaison Ausschau halten und die Überfahrten am Freitag und Samstag meiden, die am meisten nachgefragt und dementsprechend teuer sind. Die Fährüberfahrten von Genua und Livorno nach Porto Torres und Olbia sind meist von Dienstag bis Donnerstag am günstigsten. Außerdem sollte man beim Preisvergleich überlegen, mit einer Fährgesellschaft die Hin- und mit einer anderen die Rückfahrt zu buchen.

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