Dienstag, 11. Januar 2011

„Sardinien, Stolz und Ehre hoch zu Ross“ – Reportage am 15. Januar bei arte

Der deutsch-französische Kulturkanal arte widmet sich in seiner Sendung „360° - Geo Reportage“ einem wichtigen Aspekt der sardischen Kultur: Tradtitionen und Brauchtum rund um das Thema Reiten, Pferdezucht und Reiterspektakel. Dazu entführt der 43-minütige Film, der 2009 auf der Insel gedreht wurde, in das Dorf Sedilo in Zentralsardinien. Dort findet alljährlich das Reiterspektakel S’Ardia statt. Der Film von Regisseurin Svea Andersson läuft am Samstag, 15. Januar 2011 um 19.30 Uhr und wird zu folgenden Zeiten wiederholt: 21.01.2011 um 08.00 Uhr sowie am 22.01.2011 um 10.50 Uhr.
Aus dem Sendungstext:

In dem sardischen Hirtendorf Sedilo ehren die Einwohner seit mehreren Hundert Jahren ihren "Heiligen" Konstantin, der eigentlich römischer Kaiser war und ein Wegbereiter des frühen Christentums, mit der sogenannten Ardia, die eine entscheidende Schlacht Konstantins nachstellt. Dieses Reiterspektakel Anfang Juli ist der religiöse und gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres. Zehntausende Sarden und Touristen pilgern in das bergige Hinterland Sardiniens, um die einzigartige Atmosphäre der Ardia zu erleben. "360° - Geo Reportage" hat die wilden Reiter von Sedilo auf ihrem riskanten Ritt begleitet.Es sind die letzten ruhigen Tage in Sedilo, einem Bergdorf in Zentralsardinien, nahe dem Lago Omodeo. Viele der rund 2.400 Einwohner sind Hirten. Begriffe wie Ehre und Familie haben große Bedeutung, und lange Zeit war das Leben im Dorf noch von Blutrache und Entführungen überschattet. Sedilo ist ein Dorf der Reiter und Austragungsort des größten Spektakels auf Sardinien - der Ardia. Bei diesem Pferderennen zu Ehren des Heiligen und ehemaligen römischen Kaisers Konstantin geht es nicht um Geld, sondern um Ruhm und religiöse Gelübde.Schon als Jugendliche haben sich die Männer des Dorfes dafür in das Buch des Priesters eingetragen, der jedes Jahr den ersten Fahnenträger, den Anführer des Rennens, bestimmt. In diesem Jahr ist Don Agostinos Wahl auf Giovanni Mula, genannt Su Bellu - der Schöne, gefallen. Su Bellu hatte im letzten Jahr einen schweren Unfall. Eigentlich ist er noch nicht fit genug, mit Dutzenden wilden Reitern um die Kirche zu jagen. Doch er hat dem Heiligen Konstantin sein Versprechen gegeben.
Allerdings ist es nicht einmal klar, ob die Ardia in diesem Jahr überhaupt stattfinden wird. Im letzten Jahr gab es einen tödlichen Sturz, und nun haben sich Inspektoren aus Rom angesagt, die neue Sicherheitsauflagen fordern, wie Unfallversicherungen, tierärztliche Kontrollen und Alkoholtests. Einige der stolzen Reiter wollen das Rennen unter diesen Umständen boykottieren. Su Bellu aber hofft, dass die Reiterkollegen einlenken und ihm als Hauptdarsteller eine schöne Ardia ermöglichen. Denn er weiß: In diesem Jahr werden es sein Name, seine Familienehre und sein Gelübde sein, die sich dann auf ewig mit der Geschichte der Ardia von Sedilo verbinden.

Kommentare:

  1. vielleicht ist er hier etwas besser aufgehoben ,als bei den fliegern...
    hallo! ihr seid doch eigentlich immer brandaktuell und am ohr der zeit! ich mag eure berichte sehr! aber nun schweigt auch ir - wieso? am 11.1. gab es vor porto torres eine ölkatastrophe und niemand berichtet darüber!
    ich habe imn meinem blog dazu geschrieben:
    http://www.o-solemio.de/blog/tankerungluck-vor-der-kuste-von-sardinien-bei-porto-torres/
    ich hoffe, ihr meldet euch auch bald zu diesem unglück. das muss doch an die öffentlichkeit! in keiner deutschen zeitung ein einziges wort!

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  2. Hallo Sigrid...
    danke für Deinen Kommentar.
    Wir haben das Thema bei http://www.facebook.com/sardinien sowie im Kurznachrichtendienst http://www.twitter.com/sardinien_com ausführlich behandelt und täglich News und Fotos gepostet. Zu Deiner Meldung: Bei dem Unglück in Porto Torres sind zwar große Mengen Öl ins Meer gelaufen, ein Tankschiff kam dabei aber nicht zu Schaden.

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