Montag, 2. Mai 2011

Die italienische Prog-Rock-Band PFM bot am vergangenen Freitag in der Inselhauptstadt ein besonderes Konzert

Gleichmäßiges Raunen im gut besetzten “Theatro Lirico“ der Inselhauptstadt von Sardinien: Licht, Laser, wabernder Sound fluten die Bühne; Schlagzeug, Bass, Keyboard, Violine, Gitarre – man könnte glauben, in einem Konzert von Pink Floyd zu sein. Doch das hier ist nicht Pink Floyd, sondern die italienische Supergruppe PFM (Premiata Forneria Marconi) mit La luna nuova aus dem höchst erfolgreichen Album "L'Isola Di Niente" von 1974.

Am vergangenen Freitag, den 30. April 2011 feierten die italienischen Rock-Veteranen um Schlagzeuger und Sänger Franz di Cioccio im Schauspielhaus in Cagliari die Veröffentlichung ihres neuen Albums “A.D. 2010 - La Buona Novella”.
Die CD steht seit April 2010 in den Läden und präsentiert die Klassiker des gleichnamigen legendären Albums von Fabrizio De André in neuem Gewand.
Knapp vierzig Jahre nachdem der große italienische Liedermacher Anfang der 1970-er Jahre sein “La Buona Novella” herausgebracht hat, haben die Italiener des psychedelischen Rocks die Songs des erfolgreichsten Chansonnier Italiens um die christlichen Apokryphen in einem neuen Licht arrangiert.

Im zweiten Teil des Konzertes kamen aber auch die schönen hypnotischen und magischen Lieder von PFM zum Vortrag.
Von La carrozza di Hans über Celebration, È festa und Impressioni di settembre, spielten sie noch einmal ihre größten Hits.
Kaum zu glauben, wie sechs Jungs, denen man ihr Alter nicht anmerkt, in zweieinhalb Stunden mit einer musikalischen Bandbreite aufwarteten, die sich von traditionellem italienischem Violinenfolklore, über progressiv-experimentellen Rock und psychedelische Hammond-Orgel-Klänge bis hin zu Country- und Pop erstreckt.
Mit ihrem psychedelischen Space-Sound und ihrem experimentellen Umgang mit Elektronik und Sound-Effekten war PFM in Italien bahnbrechend.
Am vergangenen Freitag haben sie an frühere Glanzzeiten angeknüpft und wieder bewiesen, dass sie all diese Stile mühelos beherrschen.
Ein großartiges Konzert! Schade nur, dass die Akustik in den höheren Logen des Theaters nicht ganz so ideal war.


© Fotos: Paolo Succu

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