Montag, 1. August 2011

Pablo Volta auf Sardinien gestorben

Der italo-argentinische Fotograf Pablo Volta, einer der erfolgreichsten Reportagefotografen der Nachkriegszeit, ist tot.
Der 85-jährige starb am vergangenen Donnerstagabend im Krankenhaus der Inselhauptstadt Cagliari.
Der für seine Mitte der 1950-er Jahre bahnbrechenden Barbagia-Reportagen bekannte Schwarz-Weiß-Fotograf, hatte 1987 seinen Wohnsitz im Museumsdorf San Sperate, im Süden von Sardinien, aufgeschlagen. Hier hatte er auch den Bildhauer und Maler Pinuccio Sciola kennen gelernt, mit dem ihn bis zu seinem Tod eine große Freundschaft verband.
Die Beisetzung des italienischen Fotografen fand am vergangenen Samstagnachmittag in San Sperate statt. Viele Trauergäste erlebten die öffentliche Andacht auf dem Platz vor der Kirche mit.

Pablo Volta wurde 1926 in Buenos Aires geboren. Der Vater war Italiener, die Mutter Argentinierin. 1932 kehrte er nach Italien zurück und hat in den 1940-er und 1950-er Jahren Haltung und Gesicht der neuen italienischen Fotografie entschieden mitgeprägt. Mit seinen Fotoreportagen der 1950er und 1960er Jahre über Unterdrückung und Wiederstand in den Dörfern der Barbagia auf Sardinien hat er Maßstäbe jenseits von Tradition und Moderne gesetzt.

Lesen Sie unser Interview mit Pablo Volta
Lesen Sie mehr über das Museumsdorf San Sperate
Lesen Sie mehr über den Maler und Bildhauer Pinuccio Sciola aus San Sperate

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