Dienstag, 1. November 2011

Am Ognissanti ruht Sardinien und bewahrt ihre alten Allerheiligen-Traditionen

Am Allerheiligen hat sich in vielen Dörfern von Sardinien ein alter Brauch bewahrt: „Su Mortu Mortu“.
In Nuoro und in der Barbagia streifen die Kinder am Morgen von Ognissanti durch die Gassen der Orte und bitten um Almosen für die Verstorbenen. „Seu su mortu mortu“ jammern sie nachdem sie an den Haustüren geklopft haben, denn ihre Gebete und Fürbitten sollen das Leiden der Seelen im Fegefeuer erleichtern.
Dieser Brauch wird aber auch in anderen Teilen der Insel gefeiert: Im Süden und an der Ostküste rufen die Kinder „Is Animeddas e Is Panixeddas“ oder „Su ‘ene ‘e sas ànimas”. Im Campidano und in der Ogliastra klagen sie hingegen lautstark „seus benius po is animeddas“, „mi das fait po praxeri is animeddas“oder „carki cosa po sas ànimas”.

Zum Fest werden „Pabassinas“, „Ossus de mortu“ und „Pani ’e saba“ gebacken, süße Plätzchen und ein buntes Früchtebrot. Neben den Backwaren werden den Kids auch Walnüsse, Kastanien, Haselnüsse, Mandeln, Granatäpfel und Orangen geschenkt.

Am Allerheiligen und am Allerseelen, am 2. November werden zudem die Gräber zu Ehren aller Heiligen und Verstorbenen geschmückt.

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