Samstag, 31. Dezember 2011

Buon Anno Nuovo 2012 - auf ein gutes neues Jahr und einen schönen Sardinien-Urlaub in 2012

Für das kommende neue Jahr wünschen wir Ihnen von ganzem Herzen Gelingen, Glück und Erfolg in allen Bereichen und Lebenslagen!


Auf Sardinien wird heute mit Konzerten und Feuerwerken in den Inselmetropolen gefeiert! Wenn sie Lust auf ein sardisches Neujahrsfest bekommen haben, lesen Sie mehr in unseren Artikel: Capodanno: stimmungsvolles Neujahrsfest - Traditionen auf Sardinien

Samstag, 24. Dezember 2011

Bonu Nadale: Frohe Weihnachten und ein stimmungsvolles Weihnachtslied aus Sardinien: Notte de Chelu

Liebe Sardinienfreunde,
“Notte de Chelu” ist das bekannteste sardische Weihnachtslied. Der Liedtext wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Dichter Pietro Casu in Berchidda im Norden von Sardinien geschrieben.
Das Lied, dass die Geburt des Heilands verkündet, wird auf der gesamten Insel während der Weihnachtsgottesdienste und der Neun-Tage-Andachten aufgeführt.

Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Hier hören Sie eine Interpretation des Coro di Abbasanta, Zentralsardinien



Wenn Sie mehr über Weihnachten auf Sardinien uns die Inseltraditionen zur Festtagszeit lesen möchten, finden Sie hier unseren Artikel zum Thema Natale, Capodanno und Befana - Stimmungsvolle Weihnachten, Neujahr und Dreikönigsfest - Traditionen auf Sardinien

Freitag, 16. Dezember 2011

Sardinien 2011 - Das Jahr auf der Insel im Schnelldurchlauf

2011 war ein eher gemischtes Jahr auf der Insel - geprägt von traumhaftem Wetter und politischen Machtwechseln, aber auch von Unsicherheit und Katastrophen, nackten Tatsachen und literarischen Eseln auf Sardinien. Hier unser kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr.

2011 versprach eine gute Urlaubssaison zu werden: Zahlreiche neue Flüge auf die Insel, wie die neuen Germanwings-Verbindungen von Köln und Stuttgart nach Cagliari, aber auch neue Airberlin-Flüge aus Nordrhein-Westfalen und Berlin in den Norden und Süden der Insel ließen die Tourismusindustrie auf viele neue Urlauber aus dem Norden hoffen. Doch die Ernüchterung kam bald darauf: Während der Luftverkehr nach Sardinien boomte, sollte der Fährverkehr massiv einbrechen: Alle privaten Reedereien, von steigenden Rohölpreisen und sinkendem Konkurrenzdruck durch die Unsicherheit um die strauchelnde Fährgesellschaft Tirrenia angeheizt, hatten ihre Preise für Sardinien-Überfahrten massiv angezogen. Die Folge: Zahlreiche Urlauber, vor allem aus Italien, blieben der Insel fern. Viel zu spät, aber mediengerecht mitten im Kommunalwahlkampf, hatte die Inselregierung zunächst mit dem Bonus Sardo Vacanza gelockt (die Region Sardinien zahlte bis zu 90 Euro Bonus für die Fähranreise) und schließlich sogar eigene Fähren eingesetzt - mit mäßigem Erfolg. Ob das Experiment 2012 fortgesetzt wird ist deshalb noch völlig unklar.


Eine schwere Umweltkatastrophe im Industriegebiet von Porto Torres im Januar sorgte nicht nur für verschmutzte Strände, sondern auch für schlechte Presse - die Folgen des ausgelaufenen Schweröls sollten aber zu Saisonbeginn weitgehend behoben sein. Das behaupteten zumindest die Behörden.
Steigende Preise und schlechte Presse haben der sardischen Tourismusindustrie 2011 also mächtig zugesetzt - aber auch das Wetter hat den Sarden den Saisonstart verhagelt. Erst ab Mitte Juli wurde es dann richtig schön - denn Ausgleich für ein verregnetes Frühjahr bescherte der Wettergott der zweitgrößten Mittelmeerinsel einen traumhaften Sommer und einen goldenen und sonnigen Herbst, der bis Mitte Dezember andauerte.
Für eine andere Form von Heiterkeit sollte 2011 auch die sardische Prominenz sorgen. Inselschönheit Elisabetta Canalis präsentierte zu Beginn des Jahres eines der größten italienischen TV-Spektakel, posierte nackt für eine Anti-Pelz-Kampagne, warb für Haselnusspralinien und trennte sich im Juni von Hollywood-Star und Lebensgefährten George Clooney. Sardinien hat künftig also einen prominenten Inselurlauber weniger.
Auch die Gäste einer Nobel-Disko in der Costa Smeralda dürften so schnell nicht wieder auf Sardinien Urlaub machen: die jungen Russen prellten an der Costa Smeralda die Zeche in der Diskothek Billionaire des Sport- und Industriemanagers Flavio Briatore: Der blieb auf einer Champagner-Rechnung von 86000 Euro sitzen.
Etwas weniger Medienrummel mag der Wahlsarde Götz George, der 2011 der deutschen Presse zu seinem Siebzigsten in die Notizbücher diktierte, dass er auf Sardinien die Ruhe und Kraft für seine Arbeit, dem Drehen in Deutschland, schöpft. Zumindest er dürfte der Insel sobald also nicht den Rücken kehren.
Politisch hat sich 2011 auf der Insel einiges getan: Bei einem Referendum im Frühjahr sprachen sich 97 Prozent der Sarden gegen Atomkraft auf der Insel aus und in der Inselhauptstadt von Sardinien wurde zum ersten Mal nach 20 Jahren mit Massimo Zedda ein linker Politiker in das höchste Amt von Cagliari gewählt.
Literarisch gab es im vergangenen Jahr Höhen und Tiefen. Jutta Speidel und Bruno Maccallini benahmen sich wie zwei Esel auf Sardinien und wollten damit den deutschen Buchmarkt aufrollen, ein nicht nur sportlich sondern auch kulturell interessanter Wanderführer ergänzt seit diesem Jahr manch eine Sardinien-Bibliothek. Zahlreiche 2011 erschienene Romane und Krimis von der Insel wie Die Barfüßige Wittwe von Salvatore Niffoi oder die Rückkehr von Markus Fritsche sorgten für literarische Spannung unterm Sonnenschirm.

Was auf Sardinien im Jahr 2012 zukommt, ist wohl genauso unsicher wie die Frage, ob in Cagliari 2012 am Meer rechtzeitig zum Saisonstart neue Strandkioske stehen werden oder nicht. Wie die Insel im kommenden Jahr verkehrstechnisch angebunden sein wird ist noch weitgehend unbekannt - zum einen sind kaum neue Sardinien-Flüge geplant, zum anderen wird sich die Situation im Fährverkehr kaum entspannen. Außerdem leidet Sardinien wie der Rest Italiens an der Schuldenkrise und den gestiegenen Steuern und Lebenshaltungskosten im Lande. Hoffen wir einfach, dass 2012 wird wie das Wetter zu Neujahr: Heiter, sonnig und stabil.

„Stimmen im Dunkeln“: Ausstellung zum Absturz einer DC-9 der ATI im Süden von Sardinien bis Ende Dezember verlängert

© Angelo Pani 
In der Nacht vom 13. auf den 14. September 1979 zerschellte eine DC-9 der italienischen Inlandsfluggesellschaft und Tochter der Alitalia ATI beim Landeanflug knapp 10 km vor dem Flughafen in Cagliari in 600 m Höhe am Berg Conca d'Oru. Alle Insassen starben.
Im Prozess um das Flugzeugunglück wurden die beiden getöteten Piloten und ein Fluglotse schuldig gesprochen.
32 Jahre nach dem Ereignis hat der Journalist Angelo Pani die Akten der gerichtlichen Untersuchung eingesehen. Aus der Niederschrift lassen sich auch andere Umstände des Absturzes vermuten.




Am 8. Dezember 2011 eröffnete im Untergeschoss des Bürgeramtes der Inselhauptstadt von Sardinien die Ausstellung des Journalisten: "Voci nel Buio“ (dt. Stimmen im Dunkeln). Die Fotosammlung, die Angelo Pani anlässlich des 32. Jahrestages des Flugzeugabsturzes zusammengestellt hat, berichtet über die Geschichte des Absturzes. Interessierte Besucher haben noch bis Ende Dezember die Möglichkeit Aufnahmen von der Absturzstelle und den Flugzeugresten bei Capoterra sowie informative Tafeln und Schaukästen zu sehen.

Wer möchte, kann aber auch die Absturzstelle besichtigen. Die Trümmer des Flugzeugs, die von der Region Sardinien am vergangenen Mittwoch als Abfall klassifiziert wurden, sind bisher noch nicht vom Absturzort entfernt worden. Angelo Pani kämpft dafür, dass diese Fundstücke als Gedenken an die Katastrophe und als Erinnerung an die Toten am Absturzort verbleiben dürfen.

Ausstellungsort: Sottopiano del Palazzo Civico, Largo Carlo Felice, Cagliari
8. - 29. Dezember 2011.
Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 13.00 und von 16.00 bis 20.00 Uhr.
Montags geschlossen.

Mehr Informationen und Details zum Flugzeugabsturz 1979

Mehr Ausstellungen auf Sardinien

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Presepe Subaqueo: In Solanas, im Süden von Sardinien, wird die Weihnachtskrippe am kommenden Samstag unter Wasser aufgestellt


Copyright Foto: Sub Sinnai

Pünktlich zum Weihnachtsfest gibt es in Solanas, einem Ortsteil von Sinnai an der Südostküste von Sardinien, eine Krippen-Aufstellung der besonderen Art zu bewundern.
Die Weihnachtskrippe wird nach dem Aufbau und der Segnung durch den Pfarrer in einer drei Meter tiefen Grotte im Meer aufgestellt. Hier leisten dem Heiligen Paar statt der heiligen drei Könige dann Doraden Wolfsbarsche, Meeräschen, Krebse und Tintenfische Gesellschaft.

Zu der Veranstaltung lädt der Tauchclub Sub Sinnai am Samstag, den 17. Dezember 2011, ab 16.30 Uhr nach Solanas ein.
Nach der feierlichen Messe um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche „Madonna della Fiducia“ führt die anschließende Fackel-Prozession an den schönen, hellen Sandstranddes kleinen Badeortes. Die Versenkung der Krippe wird live auf einer großen Leinwand am Strand übertragen.
Im Anschluss gibt es für die Besucher und Gäste auf dem Platz vor der Pfarrkirche besondere kulinarische Spezialitäten zu probieren und Folklore-Darbietungen zu bewundern.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Weihnachten in Nordwestsardinien: Weihnachtsmarkt und Brot-Krippe in Olmedo

Die Krippe darf zum Weihnachtsfest nicht fehlen. In Olmedo, einem kleinen Ort im sardischen Nordwesten zwischen Sassari und Alghero, wird die Pfarrkirche alljährlich mit einer ganz besonderen Krippe geschmückt. Da tummeln sich nämlich Figuren, Kuh, Esel, und Schafe, die aus Brotteig gebacken wurden. Die Krippenausstellung Presepe di Pane ad Olmedo wird am 16. Dezember 2011 feierlich eingeweiht und noch bis einschließlich 6. Januar 2012 in der Chiesa Romanica N.S. di Talia zu sehen. Am kommenden Wochenende, vom 17. bis 18. Dezember 2011 wird auf dem Dorfplatz außerdem ein kleiner Weihnachtsmarkt mit Handwerkern, Ständen und Musik abgehalten.




Das komplette Programm von Weihnachten in Olmedo, “Natale S'ulumesu” auf der Website der Gemeinde.

Natale, Capodanno und Befana - Stimmungsvolle Weihnachten, Neujahr und Dreikönigsfest - Traditionen auf Sardinien

Dienstag, 13. Dezember 2011

Wanderführer Sardinien: „Orgosolo, la montagna segreta“ mit neuen Touren auf dem Supramonte auf Deutsch erschienen


„Orgosolo, der geheime Berg“ von Aldo Nieddu ist ein völlig neuer Wanderführer. Der Führer, der Anfang Dezember zeitgleich in deutscher Umsetzung erschien, ist ein  Begleiter, der über Orgosolo und die Geheimnisse des Supramonte große und kleine Geschichten zu erzählen weiß. Er geht weit über die bloße Routenbeschreibungen und Aufzählung von Sehenswürdigkeiten in einer der ursprünglichsten und wildesten Regionen Sardiniens hinaus.
Weite Flächen und Anhöhen, tiefe Schluchten und grüne Täler, schmale Bergkanten und freie Höhenrücken, geheimnisvolle Rundtürme, alte Siedlungen und historische Hirtenbetriebe: Der heute von den Schäfern verlassene Supramonte ist ein Berg, der einst Geschichte und Gedichte schrieb. In seinem neuen, im sardischen Poliedro-Verlag erschienen Wanderführer, beschreibt der Autor viele Routen, die bislang nur Hirten und Banditen kannten, denn was bisher keinem gelang, schaffte Aldo Nieddu: Er gewann das Vertrauen der alten Hirten, die ihm ihre Geschichten, Anekdoten und Erfahrungen anvertrauten.

Abseits von Legenden, Mythen, Kitsch und Verklärung entdeckt der Leser das legendäre Bergdorf Orgosolo und den undurchdringlichen Supramonte neu. Auf 17 anspruchsvollen Wanderungen führt Aldo Nieddu nicht nur zu landschaftlich atemberaubenden Orten in unberührter Natur. Vielmehr unternimmt er eine Reise auf den Spuren einer inzwischen vergangenen Hirtenkultur. Der Wanderer bekommt nicht nur Höhenprofile, Routenbeschreibungen und GPS-Daten, sondern erlebt Bergdörfer und Massive. Flora und Fauna. Traditionen und Bräuche.

Der Wanderführer ist zudem ein Genuss für alle, die sich für die sardische Sprache interessieren, denn was den Führer zusätzlich auszeichnet, ist die Sensibilität im Umgang mit dem orgoleser Dialekt. Manchem mag es befremdlich erscheinen, Kuvile, statt dem vertrauten Cuile zu lesen, oder su Sielkone an Stelle von su Suercone, doch dem Autor war es wichtig, die faszinierenden Dialektwörter Orgosolos, die aus dem Gebrauch und der Erinnerung gekommen sind, aufzuzeigen und mit der Italienisierung von Orts- und Flurnamen auf dem Kartenwerk des Istituto Geografico Militare (IGM) aufzuräumen. Dass der orgoleser Dialekt diesen Aufwand verdient, zeigt zum Beispiel auch der knapp 40 Seiten lange Aufsatz „Knacklaut in Orgosolo. Überlegungen zur sardischen Lautchronologie“ des deutschen Romanisten Heinz Jürgen Wolf. Im Glossar am Buchende sind deshalb nicht nur die orgolesischen Ausdrücke und ggf. anderen sardischen Varianten, sondern, wo möglich, auch die lateinisch-romanische Abstammung der sardischen Wörter angegeben.

Für Rucksackreisende ist das 384-Seiten starke Buch im Format DIN A4 (200 x 290 mm) allerdings etwas unhandlich und schwer. Zum Mitnehmen auf die Wanderung ist es wohl nicht gedacht, eher zur Einstimmung, Vorbereitung und konkreten Planung der Tour zu Hause oder für Wanderer, die es gewohnt sind, sich mit Karte, Kompass und Höhenmesser bzw. GPS auch alleine im Gelände zu bewegen und die Routen in ihre eigen Wanderkarten übertragen.

Details:
  • Ausführliche Beschreibung von 17 anspruchsvollen Wanderungen auf dem Supramonte;
  • Kurzcharakteristik und IGM-Karten-Ausschnitte mit Routenverlauf. Zudem sind Schwierigkeitsgrad, Höhenunterschiede, Gehzeiten, Bodenbeschaffenheit und Anfahrt angegeben;
  • Umfangreiches Hintergrundwissen und alle relevanten Fakten der sehenswerten Highlights sowie zahlreiche grandiose Farbabbildungen;
  • Informative Essays und Beiträge zu verschiedenen Themen aus Kultur, Historie und über die Menschen rund um den Supramonte;
  • Preis: 33,00 Euro. Der Wanderführer "Orgosolo, der geheime Berg" kann versandkostenfrei zum Originalpreis direkt in Deutschland bei bestellung@supramonte.de bezogen werden.
Aldo Nieddu ist begeistert vom Supramonte! In diesem Buch erfahren Wanderer nicht nur, wie sie die Exkursionen problemlos und erlebnisreich zurücklegen, sondern eine Vielzahl an Informationen, die der Leser so in keinem anderen Wanderführer finden kann.
Im gleichen Verlag erschienen 2004 und 2008 zwei weitere Bücher des Autors über die Karstgebiete am Golf von Orosei, die in Italien Standardwerke sind:
  • Aldo Nieddu, Andalas & Caminus del Supramonte di Baunei, Nuoro, Poliedro, 2004;
  • Aldo Nieddu, Urzulei. Terre selvagge, sentieri nel Supramonte, Nuoro, Poliedro, 2008

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Mehr über das Bergdorf Orgosolo

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Chiesa Santa Lucia: Spannende Ausgrabungsstätte mitten in Cagliari


Wer im Hafenviertel “Marina” der Inselmetropole Cagliari spazieren geht, stößt an der Ecke Via Sardegna/Via Napoli zwischen Trattorien, Restaurants, kleinen Krimskramsläden und Dönerbuden auf eine Ausgrabungsstätte, die es in sich hat: Die im zweiten Weltkrieg zum Großteil zerstörte Kirche Chiesa di Santa Lucia di Marina. Die Grundmauern des 1119 erstmals urkundlich erwähnten und im 16. Jahrhundert im großen Stil umgebaute Gotteshauses gehen vermutlich auf das 6. Jahrhundert vor Christus zurück. Santa Lucia ist damit eines der ältesten Kirchen der sardischen Inselhauptstadt. Allerdings führten die Überreste der Kirche, die einst Teil der repräsentativen Prachtbauten des alten Cagliari war, in den letzten Jahrzehnten ein Schattendasein. Die Grundmauern wurden nach Kriegsende weitestgehend abgetragen, Kirchenboden und Gewölbe zuzementiert und in einen Parkplatz umgewandelt.. Der Heiligen Santa Lucia wurde ein neues Gotteshaus im Stadtteil San Benedetto geweiht und die Schätze der einstigen Kirche in das Museum der nahen Sant'Eulalia-Kirche gebracht. Lediglich eine Seitenmauer wurde weitgehend stehengelassen, aber mit Tüchern verhängt.

In den letzten Monaten kamen die alten Gemäuer aber wieder ans Licht. Mit aller Vorsicht wurde der Asphalt über der ehemaligen Kirche abgetragen. Archäologen haben allein sieben Bodenbeläge freigelegt, was darauf hindeutet, das die Kirche im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut wurde. Aber auch eine Grabstätte mit Gebeinen unter dem ehemaligen Altar und bis dato unbekannte Schächte und Luken wurden in den letzten Wochen freigelegt. Mit modernen Kamerageräten machen die Archäologen unbekannte Winkel und Gewölbe des einstigen Prachtbaus zugänglich.
Besucher können die voranschreitenden Ausgrabungsarbeiten von außen beobachten: Das Gelände in der Via Sardegna ist zwar eingezäunt, aber man kann den Archäologen beim Graben, Freilegen und Froschen über die Schulter schauen.


In den letzten Jahren hat sich in dem Stadtteil Marina viel getan. Das alte Hafenviertel drohte zu verkommen: In den engen Gassen und alten Häusern wollte niemand mehr wohnen, Gebäude und Plätze verkamen zusehends, bis die Stadt beschloss, Häuser renovieren zu lassen. Immer mehr Restaurants, Kneipen, Handwerker, Künstler und kleine Läden siedeln sich in den mittelalterlichen Altstadtgassen an, Teile der engen Straßen sind heute Fußgängerzone und Trattorien, Fischrestaurants und Pizzerien stellen in der warmen Jahreszeit Tische auf die Straßen und haben so das Hafenviertel zu neuem Leben erweckt. Heute gilt das Marina-Viertel vor allem in den Sommermonaten als Ausgehmeile und Cagliaritaner, Urlauber, Backpacker und Straßenkünstler nehmen allabendlich die Häuserzeilen zwischen Via Sardegna und Piazzetta Savoia in Beschlag.

Fotos: BSK / www.santaluciacagliari.com /sardinien.com

Bilder von den Ausgrabungsarbeiten in Santa Lucia bei Flickr
Ständig aktualisierte Website über das Ausgrabungsprojekt Santa Lucia
Der Cagliari-Guide von sardinien.com

Immacolata - Weihnachtstraditionen auf Sardinien


Überall bunte Lichter, der Duft von Kaminfeuer und Röstkastanien - weihnachtliche Adventsstimmung kommt auf Sardinien trotz der milden Temperaturen, die tagsüber auch in den nächsten Tagen um die 18 Grad liegen, ab dem morgigen Donnerstag, den 8. Dezember auf: Der Tag der Mariä Empfängnis ist vor allem für die Kinder ein besonders schöner Tag. Anders als in Nordeuropa beginnen die Sarden am Tag der „immaculata conceptio“ mit dem Schmücken des Weihnachtsbaumes. Für die Großen hingegen ist der 8. Dezember meist mit Stress verbunden: Die ersten Weihnachtseinkäufe werden getätigt, denn Geschäfte und Läden sind an diesem nationalen Feiertag geöffnet. Außerdem will der Festtagstisch gedeckt werden.
Bei dem Vorweihnachtsstress vergessen Viele den religiösen Hintergrund des Feiertags. Das katholische "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria ", so der komplette Titel, erinnert an die Sündenfreiheit der Mutter Jesu. Früher sollten an diesem Tag die Frauen nicht arbeiten. Seit 1953 begibt sich der Papst am Nachmittag des 8. Dezembers zur Säule der Unbefleckten Empfängnis auf der Piazza di Spagna in Rom, um sich im Gebet vertrauensvoll an die heilige Jungfrau zu wenden.


Mostra dei Presepi: Krippenausstellung in der Inselhauptstadt von Sardinien

Am Donnerstag, den 8. Dezember 2011, dem Tag der Mariä Empfängnis, läutet das „Centro d'Arte e Cultura Lazzaretto“ in der Inselhauptstadt von Sardinien mit der Ausstellung „Mostra dei Presepi“ auch in diesem Jahr wieder die Weihnachtszeit ein.

Die Krippenschau des Vereins „Club Modellismo e Hobby“ aus Serramanna dreht sich um die faszinierenden Varianten und Arten von Weihnachtskrippen aus verschiedenen Kulturkreisen. Spannend ist vor allem der Vergleich der regionalen Ausstellungsstücke, denn im Kulturzentrum gibt es zahlreiche Krippen aus unterschiedlichen Orten der Insel zu sehen: Ob aus Steinen, Kork, Blättern, Brotteig, Glas, Schaumstoff oder Muscheln - die Geburt Jesu Christi wird in vielfältigen Varianten dargestellt.

Die Krippenschau findet in diesem Jahr zum elften Mal statt. Besucher und Gäste können die phantasievollen Krippen noch bis zum 8. Januar 2012 täglich, außer montags bestaunen.

Die Ausstellung kann zu den normalen Öffnungszeiten des Lazzaretto di Cagliari dienstags bis freitags durchgehend von 9.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 9.00 bis 13.00 und von 16.00 bis 20.00 Uhr besichtigt werden. Montags geschlossen.

Ein Besuch des kleinen Kulturzentrums am Meer ist gerade in der Vorweihnachtszeit besonders lohnenswert, denn das Lazzaretto lädt in dieser Zeit auch zu einem Abstecher in das neu gegründete Forschungsinstitut zu Ehren des dänischen Musikforschers Andreas Fridolin Weis Bentzon ein.

Ausstellungsort: Centro d'Arte e Cultura Lazzaretto di Cagliari, Via dei Navigatori, Cagliari
Vernissage: Donnerstag, 8. Dezember 2011, 18.00 Uhr;
Eintritt: 3,00 Euro;
Kombi-Eintritt für die Krippenausstellung und das Forschungsinstitut „Centro Studi Bentzon“: 5,00 Euro.

Das Lazarett entstand etwa im 17. Jahrhundert vor den Toren der Inselhauptstadt. Das damals abgelegene S. Elia bot sich als Örtlichkeit für solch eine Anstalt gerade zu an: Dorthin brachte man die Lepra- und Pestkranken, um den durch sie bedingten Problemen für das Bürgertum zu begegnen. Heute bietet das 1997 restaurierte Gebäude mit Blick aufs Meer großzügige Räume für Ausstellungen und andere Veranstaltungen.

Weitere Informationen zur Ausstellung auf der Homepage des Kunst- und Kulturzentrums

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Montag, 5. Dezember 2011

James Taylor kommt im Frühjahr 2012 für ein Konzert nach Sardinien

„An intimate evening with the quintessential James Taylor & his Band“ ist der Titel der Tournee, mit der James Taylor im Frühjahr 2012 nach Sardinien kommt.
Der einzige Sardinien-Auftritt des US-amerikanischen Folk-Pop-Sängers und seiner Band ist am 12. März im Teatro Lirico der Inselhauptstadt Cagliari geplant.

Der mehrfache Grammy- sowie Gold- und Platin-Schallplatten-Gewinner wird die erfolgreichsten Hits aus den vier Jahrzehnten seiner Karriere spielen. Zu den bekanntesten Songs des 63-Jährigen, der fast zehn Jahre mit der Kollegin Carly Simon verheiratet war, zählen „Fire and Rain”, Country Road”, “Mexico”, “Something in the Way She Moves”, “Walking Man”, “Copperline” und “You’ve got a Friend” mit Carole King. Der Kartenvorverkauf hat schon begonnen.

Veranstaltungsort: Teatro Lirico di Cagliari
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
Tickets ab: 37,00 Euro

Tickets gibt es im Vorverkauf in Cagliari bei Box Office in der Viale Regina Margherita, bei Sarconline in der Via Sulis und bei www.greenticket.it.

Mehr Veranstaltungen im Süden von Sardinien
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„Santadi Pane e Olio in Frantoio“: Sardinien lädt am zweiten Dezember-Wochenende zum Olivenfest

Im November und Dezember dreht sich auf Sardinien alles rund um das grüne Gold des Mittelmeeres. Die Olivenernte ist einer der Höhepunkte des Jahres und zieht regelmäßig zahlreiche Besucher in die Olivenöl-Städte der Insel.

Im Zeichen der Olivenblüte steht in diesem Jahr deshalb auch das Herbstfest der Gemeinde Santadi. Vom 9. bis 11. Dezember 2011 erwarten mediterrane Genüsse, Folkloredarbietungen und andere Attraktionen die Besucher des knapp 3500 Einwohner zählenden Öldorfes im Südwesten der Insel.

„Pane e Olio in Frantoio“ heißt das Fest, bei dem vor allem am Sonntag, den 11. Dezember Ölbauern und Aussteller ein vielfältiges kulturelles Rahmenprogramm gestalten und allerlei Köstlichkeiten sowie Gerichte mit Olivenöl anbieten.
Neben Oliven und Olivenöl gibt es aber auch sardische Brotspezialitäten zu probieren. Interessierte können sich zudem drüber informieren, wie früher auf Sardinien Oliveöl gepresst wurde und alten Ölmühlen einen Besuch abstatten.

Mehr Informationen zu Olivenöl aus Sardinien
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Mit Lauda Air 2012 von Wien nach Olbia und Cagliari und mit Gutscheincode 50 Euro sparen


Die österreichische Charterfluggesellschaft Lauda Air fliegt auch 2012 wieder von der östtereichischen Bundeshauptstadt in Richtung Costa Smeralda und Südsardinien. Nach Cagliari und Olbia heben die Ferienflieger vom 19. Mai 2012 – 29. September 2012 jeden Samstag abend ab. Am 5. Dezember 2011 hält Lauda Air ein besonders heißes Angebot für alle Frühbucher bereit: Den Hin- und Rückflug nach Olbia mit Abflug im Juni 2012 gibt es um 50 Euro günstiger. Kunden geben bei ihrer Buchung auf www.laudaair.com einfach den Ermäßigungscode „KRAMP-50“ an und erhalten ihre Flüge um 50 Euro ermäßigt.

Weitere Informationen zu unserem Sommerflugplan und dem Krampus-Special finden Sie auf der Website der Fluggesellschaft.

Übersicht über alle Flüge ab Österreich, der Schweiz und Deutschland nach Olbia, Alghero und Cagliari auf Sardinien

(Foto: Trainler/Wikimedia Commons)