Dienstag, 3. April 2012

Katar kauft die Costa Smeralda – Das Emirat will kräftig in das Sardinien-Paradies investieren

Die Qatar Holding LLC , das Investmentunternehmen des Emirates Katar, will die Costa Smeralda kaufen. Das berichten italienische Medien heute. Der Golfstaat will die Mehrheit an der Immobiliengesellschaft Smeralda Holding übernehmen, zu der vier Luxushotels zwischen Cala di Volpe und Pitrizza, die Marina und eine Werft für Luxusyachten in Porto Cervo, der Golfplatz Pevero, Läden und Passagen sowie fast 2.400 Hektar Land gehören, so die Presse weiter. Das Emirat ist bereits jetzt mit 14,3 Prozent an dem Luxus-Landstrich im Nordosten Sardiniens beteiligt.



Die Smeralda Holding baute unter Führung einer internationalen Investmentgruppe um den Ismaeliten-Prinz Karim Aga Khan in den 1960-er Jahren die Luxus-Ferienregion zwischen Liscia di Vacca und Cala Razzi di Junco auf. Der Küstenstreifen, der damals als wertloses Land galt, gehörte zu den abgeschiedenen Gebieten Sardiniens und war zum größten Teil nur auf dem Seeweg erreichbar. Das änderte sich mit dem Bau von Luxusvillen, 5-Sterne-Hotels, Golfclubs und Yachthäfen schlagartig: Das türkisblaue Meer und traumhaften Buchten nördlich von Olbia stehen seither für unbezahlbaren Luxus und internationalen Jet-Set.

Seit 2003 gehört die Costa Smeralda, nach mehrfachem Besitzerwechsel, der US-Investment-Gesellschaft Colony Capital, die in den letzten Jahren in neue Gebäude, Einkaufspassagen und in die Yachtwerft investiert hatte, für größere Bauprojekte aber an der italienischen Bürokratie scheiterte. Nach einem Bericht des Wirtschaftsblatts Il Sole 24 Ore will die Qatar Holding die Immobiliengesellschaft der Costa Smeralda mit 200 Millionen Euro rekapitalisieren und neue Gelder investieren.
Das arabische Emirat ist zur Zeit auf Einkaufstour in Europa. In den letzten Tagen war bekanntgeworden, dass Katar sich auch beim Luxuskonzern französischen Luxusgüter-Konzern LVMH eingekauft hat. Zum Portfolio des Investmentunternehmens des Emirats gehören neben mehreren Luxushotels auch Porsche, Volkswagen und Harrods, die Baukonzerne Vinci und Hochtief, Beteiligungen an britischen Banken, der Londoner Börse, das Versorgungsunternehmen Veolia und die Mediengruppe Lagardère sowie der Fussballverein Paris Saint-Germain.

Costa Smeralda: Sardinien-Paradies und Investment-Objekt
Porto Cervo: Smaragdblaues Meer und VIP-Reservat

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