Mittwoch, 27. März 2013

Die Karwoche auf Sardinien: Eine Reise zwischen Glaube und Hoffnung

Palmsonntag? Karwoche? Mariä Verkündung? Auf Sardinien bietet das Osterfest Gelegenheit zu neuer Hoffnung.
Inselweit wird viel persönliche Energie in das Fest der Auferstehung Christi investiert, das seinen vollen Glanz am Ostersonntag zum Ausdruck bringt. In verschiedenen Ortschaften gibt es Prozessionen und Glaubensoffenbarungen, die zahlreiche Menschen aus allen Winkeln der Insel anziehen. Warum? Um an der Inszenierung des großen Mysteriums von der Passion, dem Tod und der Auferstehung Christi teilzunehmen – in völliger Freiheit und von jedem äußeren Zwang befreit. Empfunden wird es als ein beglückendes Erlebnis, als Zeit der Selbstbesinnung und der Begegnung mit Gott. Denn die unmittelbare Erfahrung bietet die Gelegenheit seinen Glauben zu erneuern, den Lehren Christi zu gedenken, ein neues Leben zu beginnen - schlicht sich irgendwie humaner bzw. menschlicher zu verhalten. So findet die Fastenzeit, die von Sühne und Enthaltsamkeit, aber auch von der Hoffnung auf Veränderung geprägt ist, in der Karwoche ihren Höhepunkt.

Zu den beeindruckendsten Feierlichkeiten der Osterwoche, die nicht nur den Glauben, sondern auch die soziale und kulturelle Tradition der Gemeinden zum Ausdruck bringt,   gehören die Mysterien- und Karfreitagsprozessionen in Castelsardo, Alghero, Iglesias, Oliena und Cagliari.

Lu Lunissanti in Castelsardo - ein Ausflug ins Mittelalter

Mysterienfeier in Iglesias im Südwesten von Sardinien

Su Desclavament – die lange Karfreitagsnacht in Alghero

Processione del Cristo Morto – die berührenden Karfreitagsprozessionen in Cagliari


1 Kommentar:

  1. Vielen dank, ein sehr erhellender Beitrag zu diesem besonders intensiven Verhältnis, das die Sarden zum Osterfest haben.
    Ihr habt schöne Worte gefunden, die auch einem nicht Gläubigen den tieferen Sinn verständlich machen - und der ist wunderbar.

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