Freitag, 4. Oktober 2013

Safran-Ernte auf Sardinien: Eines der teuersten Gewürze der Welt wird alljährlich zwischen Ende Oktober und Anfang November per Hand gezupft

Die Heimat des „roten Goldes“ auf Sardinien ist der Süden der Insel. Alljährlich verwandeln sich die Felder bei San Gavino Monreale, Villanovafranca und Turri Ende Oktober bis Anfang November in ein leuchtend violettes Blütenmeer.
Dann wird jeder, selbst der Dorfälteste, für die Safranernte benötigt, denn das teuerste Gewürz der Welt kann nur in mühsamer Handarbeit gezupft und verarbeitet werden.
Während der nur wenige Tage anhaltenden Blütezeit gilt es schon bei Sonnenaufgang auf das Feld zu fahren und die Blüten zu pflücken, die über Nacht gewachsen sind. Tausende davon werden jedes Mal in Eimern und Körbchen gesammelt. Doch die Handarbeit ist damit noch lange nicht zu Ende, sie geht zu Hause weiter. In stundenlanger Arbeit werden hier die roten, süß-aromatisch duftenden Stempelfäden von den violetten Blütenblättern und den gelben Staubgefäßen getrennt. Um ein Kilo des begehrten Gewürzes zu gewinnen, benötigt man zwischen 80.000 bis 150.000 Blüten.

Echten Safran kauft man am besten in einem der sardischen Spezialitätengeschäfte oder auf einem der kleinen Safranfeste die alljährlich um das zweite November-Wochenende stattfinden.

Safran ist zwar sehr teuer; da es sehr sparsam verwendet wird, hält ein Gramm davon aber auch sehr lange. Für ein Gericht für vier Personen reicht zum Beispiel eine kleine Messerspitze des Pulvers.

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