Freitag, 21. Februar 2014

Jetzt ist Seeigel-Saison: Auf Sardinien ist der kugelförmige Stachelhäuter bei Gourmets sehr beliebt

In den wärmeren Meeren und Ozeanen unserer Erde leben etwa 950 Seeigelarten, von denen 26 sich im sandigen oder felsigem Untergrund des Mittelmeeres aufhalten.

Die Keimdrüsen der kugelförmigen Stachelhäuter gelten auf Sardinien als Delikatesse.
Im Winter lieben die Sarden die bräunlich oder auch lila schimmernden Seeigel, die man am besten ganz frisch direkt am Strand verzehrt. Dazu isst man Weißbrot und trinkt einen gut gekühlten Weißwein. Manche verfeinern damit aber auch ihre Spaghetti.

Gegessen wird allerdings nur eine Winzigkeit. Nach dem Öffnen mit der Schere wird der untere Teil mit dem Mundwerkzeug und den Innereien abgetrennt. Die obere Hälfte des Stachelhäuters wird in Wasser ausgewaschen. Sie enthält fünf köstliche, sternförmig angeordneten Gonaden, die man entweder mit etwas Brot oder mit einem Teelöffel vorsichtig aus dem Panzer herauslöst.

Nur die weiblichen, helleren Meeresbewohner, die bräunlich oder auch lila leuchten, werden gegessen – sagt der Volksmund. Tatsächlich verzehrt man sowohl männliche als auch weibliche Stachelhäuter. Bei den Seeigeln mit schwarzen Stacheln, die als männliche Tiere bezeichnet werden, handelt es sich um eine andere Spezies, die sehr kleine Keimdrüsen besitzen und für den Verzehr daher uninteressant sind.

Seeigelsaison ist nur im Winter. Sie beginnt im November und endet im April, denn im Frühling, Sommer und Herbst ist Schonzeit. Dann gibt es keine frischen Stachelhäuter auf Sardinien zu verzehren.

Die kugelförmigen Meeresbewohner halten sich am liebsten auf felsigem, aber auch auf sandigem Untergrund auf. Oft verstecken sie sich zwischen Steinen oder in kleinen Aushöhlungen. Wenn man auf die Tiere tritt, kann man sich an den Stacheln verletzen, die sich in der Regel jedoch leicht entfernen lassen. Wer auf felsigem Grund watet, sollte sich mit Badeschuhen davor schützen.

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