Nachrichten und aktuelle Meldungen aus und rund um Sardinien.
Freitag, 15. Oktober 2010
Streikkalender Italien und Sardinien für Oktober und November 2010: Mehrere Streiks behindern vor allem den inneritalienischen Flugverkehr
Mehrere Arbeitsniederlegungen in Italien behindern den Flugverkehr von und nach Sardinien im Oktober 2010. Vor allem die italienischen Fluggesellschaften Altialia und Meridianafly sind diesmal betroffen. Vor allem am 28.10.2010 ist Vorsicht angesagt, wenn man den für den letzten Werktag im Oktober ist im Flugverkehr ein Generalstreik angekündigt. Bei dem vierundzwanzigstündigen Generalstreik wird bei allen großen italienischen Fluggesellschaften die Arbeit niedergelegt. Da aber keine Fluglotsen streiken, ist nicht mit Behinderungen bei Direktflügen von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Sardinien zu rechnen.Auch die Eisenbahner und die Mitarbeiter der öffentlichen Nahverkehrsbetriebe beteiligen sich an dem Generalstreik.
Nichts geht auf den Pisten der sardischen Flughäfen (hier Alghero) am 29. Oktober 2010. Internationale Flüge dürften von dem STreik aber nicht betroffen sein
21./22. Oktober 2010 24 Stunden-Streik der Beschäftigten der Italienischen Eisenbahnen FS ab 21.00 Uhr
22./23. Oktober 2010 24 Stunden-Streik der Beschäftigten des ÖPNV
29. Oktober 2010 Generalstreik im Transportwesen: Luftverkehr und ÖPNV 24 Stunden, Eisenbahnen FS 10.00 bis 18.00 Uhr
05. November 2010 Streik des Boden-Personals von Alitalia (wird möglicherweise ausgesetzt)
06. November 2010 Streik des Eisenbahn-Personals (FS)
15. November 2010 Streik des Boden-Personals von Alitalia
Streik von Tirrenia und Saremar am 6. und 7. Juli 2010: Tirrenia steht zum Verkauf und wird warscheinlich von der Region Sizilien übernommen.
Die halbstaatliche Fährgesellschaft Tirrenia steht seit September letzten Jahres zum Verkauf. Die Reederei mit Sitz in Neapel soll, ähnlich wie schon vor zwei Jahren die Fluggesellschaft Alitalia, in einem Bieterverfahren verkauft werden. Obwohl die Konkurrenten Moby Lines und Grandi Navi Veloci zunächst Interesse an der Fährgesellschaft zeigten, nahmen sie bisher nicht an dem Bieterverfahren teil. Einziger ernsthafter Interessent ist zur Zeit die Region Sizilien, die mit einer eher symbolischen Summe von 10 Millionen Euro die 44 Langstrecken-Schiffe mit einem Bilanzwert von 855 Millionen Euro, das Personal, Streckenmonopole und garantierte staatliche Zuwendungen von 72,6 Millionen Euro pro Jahr bis 2022 übernehmen will. Da dies den Mitarbeitern und Gewerkschaften schwer auf den Magen schlägt, haben sie zuerst einmal einen Streik angekündigt: vom 6. Juli 2010 an fahren ab 16.00 für 24 Stunden keine Tirrenia-Schiffe; auf Sardinien werden die Saremar-Verbindungen von und nach Carloforte, La Maddalena und Korsika ab 6. Juli, 0 Uhr, für 24 Stunden ausgesetzt. Garantiert werden nur die Überfahrten, die in den Fährplänen mit dem Hinweis „collegamento garantito in caso di sciopero“ gekennzeichent sind.
Die Tirrenia betreibt ganzjährig staatlich subventionierte Verbindungen von Genua nach Olbia und Porto Torres sowie von Civitavecchia nach Olbia, Arbatax und Cagliari. Außerdem gehören zu der Aktiengesellschaft die regionalen Fährgesellschaften Toremar (Toskana), Caremar (Kampanien), Siremar (Sizilien) und die sardische Saremar, die die Fähren von Sardinien nach Carloforte, La Maddalena und nach Korsika betreibt. Diese Regionalgesellschaften sollen an die Regionen gehen. Sardinien hat bereits Interesse geäußert, Personal und Schiffe an den Standorten Portovesme, Palau und Santa Teresa Gallura zu übernehmen. Die bis zu vierzig Jahre alten Schiffe könnten künftig unter der Flagge der sardischen Transportgesellschaft Arst fahren. Dem Transportkoloss aus Cagliari wurden erst zu Beginn des Jahres 2009 alle regionalen Verkehrsgesellschaften der Insel einverleibt. Die "arst TRASPORTI REGIONALI DELLA SARDEGNA" wäre damit erstmals auch im Schiffsverkehr tätig.
Die Tirrenia, die seit 1936 Verbindungen vom Festland nach Sizilien, Sardinien und nach Albanien anbietet, gilt als marode und hochverschuldet. Den knapp 360 Millionen Euro Nettovermögen der Firmengruppe stehen nach Angaben von Reuters Italia mehr als 752 Millionen Euro Schulden gegenüber. In den letzten Jahren haben die Napoletaner vor allem auf den Sardinien-Strecken starke private Konkurrenz von Moby Lines, Sardinia Ferries, GNV, Snav und Grimaldi Lines bekommen. Lediglich die wenig attraktiven Verbindungen nach Arbatax und Cagliari und von Sardinien nach Sizilien stehen noch unter dem Monopol der Tirrenia. Was mit den Sardinien-Strecken der Tirrenia geschieht, sollte die Fährgesellschaft tatsächlich von Sizilien aufgekauft werden, ist ungewiss. Auf der einen Seite gehören die Strecken von Genua und Livorno nach Olbia und Porto Torres zu den profitabelsten Fährstrecken im Mittelmeer und wären deshalb für Investoren interessant. Auf der anderen Seite hat die Region Sizilien ein Interesse an der Tirrenia-Holding vornehmlich wegen der von ihr garantierten Verbindungen in die eigene Region. Die weiß-blauen Ozeanriesen der Tirrenia betreiben die profitable Strecke Neapel-Palermo sowie mit der Tochtergesellschaft Siremar Strecken auf die Pegalischen und Äolischen Inseln.
Sean Paul in Carbonia: Der jamaikanische Dancehall-Star gibt sich im August auf Sardinien die Ehre
Der jamaikanische Dancehall-Star Sean Paul gibt sich in diesem Jahr in Carbonia die Ehre. Der Superstar aus Jamaica mischt samt Band, Tänzern und Vocalists am 11. August 2010 die verlassene Kohlemiene von Serbariu im Südwesten von Sardinien kräftig auf: Auf dem 1964 stillgelegten und zum Veranstaltungsort umgebauten Minengelände wird eine 25 Meter breite Bühne und 5 Großbildleinwände aufgebaut. Das Konzert in Carbonia ist eines von insgesamt nur zei Gigs in Italien. Tickets für das Sean Paul-Konzert gibt es schon für 15 Euro. Im letzten Jahr hat sich der Dancehall-King nach drei Jahren Schaffenspause mit seinem Album The Trinity zurückgemeldet. Noch immer gilt Sean Paul als der erfolgreichste jamaikanische Künstler der Gegenwart und konnte bereits drei No.1-Singles in den USA verbuchen: “Temperature,” “Get Busy,” and “Baby Boy”. Beide bisherigen Alben, Dutty Rock und The Trinity, wurden weltweit mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet, und gingen insgesamt mehr als 10 Millionen Mal über die Ladentische. Paul hat unter anderem mit Beyoncé Knowles, Mýa, Rihanna, Blu Cantrell, Fabolous,Lil Jon, Brandy Norwood, Sasha, Carlos Santana, Jay Sean , Nina Sky und Busta Rhymes zusammengearbeitet.
Tickets für das Sean Paul Konzert in Carbonia gibt es online zu kaufen unter Boxoffice.it sowie greenticket.it.
Verregneter Juni, sonniger Sommer: Ab Dienstag kommt die heiße Jahreszeit auf Sardinien an!
Wer in den letzten Tagen vor dem mitteleuropäischen Schmuddelwetter in den Süden flüchtete, hatte einigermaßen Pech: Regen, Wind, Sturm und nur vereinzelte Auflockerungen prägten das Wetter auf Sardinien und das westliche Mittelmeer von Sizilien bis Barcelona. Heute, zum astronomischen Sommerbeginn, zeigt sich die zweitgrößte Mittelmeerinsel bewölkt mit Temperaturen unter 25 Grad. Auch wenn die Sonne nicht scheint, raten Hautärzte sonnenempflindlichen Menschen übrigens trotzdem, Sonnenschutz zu verwenden: Im Juni ist die UV-Strahlung selbst bei bewölktem Himmel intensiv. Doch in den nächsten Tagen soll es besser werden.
Ein Azoren-Hoch, das ab Dienstag das westliche Mittelmeer erreicht, bringt auch wieder Sonne nach Sardinien. Für die nächsten 14 Tage sehen die Meteorologen steigende Temperaturen und kaum Bewölkung voraus. Endlich kommt also der langersehnte Sommer auch auf Sardinien an!
Ryanair streicht Flüge von Bremen und Billund nach Alghero (Nordwest-Sardinien)– Fluggäste in den Osterferien betroffen
Ryanair streicht zum 28. März 2010 insgesamt acht Flugverbindungen nach Alghero. Wie erst gestern bekannt wurde, wird auch die Dänemark-Strecke Billund-Alghero aus dem Programm genommen. Zudem wurden die Flüge von März bis Mai, die bisher noch buchbar waren, ebenfalls gestrichen. Wie sardinien.com bereits am 12. Februar 2010 berichtete, hat Ryanair die Flugverbindung von der Hansestadt nach Nordwest-Sardinien gestrichen, nachdem sich die sardische Regionalregierung geweigert hatte, einer Forderung nach 5 Millionen zusätzlicher Marketingbeihilfen für den Flughafen Alghero nachzukommen. Betroffene Fluggäste haben in den letzten Tagen Emails der irischen Billigfluggesellschaft erhalten und können den bereits bezahlten Flugpreis entweder zurückfordern oder kostenlos auf eine andere Strecke umbuchen. Besonders tragisch für viele Sardinien-Urlauber: Die kurzfristige Streckenstreichung fällt auch in die Karwoche, traditionell eine beliebte Reisezeit für Urlauber aus Deutschland, die die Osterfeiertage unter der Sonne Sardiniens verbringen möchten. Urlauber, die von Norddeutschland nach Sardinien möchten, bleibt ab sofort nur noch der Umweg über Düsseldorf-Weeze nach Alghero, denn auch die Lübeck-Alghero-Verbindung, die erst im letzten Jahr eingeweiht wurde, fällt 2010 ersatzlos weg. Urlaubern aus dem Norden der Republik können außerdem auf die Flugverbindung Airberlin von Hamburg nach Olbia ausweichen. Airberlin bietet außerdem Umsteigeverbindungen von Münster und Hannover nach Olbia und Cagliari an.Die Nachrichten über die Flugstreichungen nach Alghero sind ein schwerer Schlag für die Tourismusindustrie an der Korallenriviera. Erst im letzten Jahr hatte der kleine Flughafen im Nordwesten Sardiniens dank zahlreicher neuer Ryanair-Strecken einen Passagierrekord verzeichnet. Die Region Sardinien, die sich von Ryanair nicht weiter mit Anfragen nach Marketingbeihilfen unter Druck setzen lassen will, verhandelt derzeit mit mehreren Fluggesellschaften über Alternativen für Billigflüge nach Alghero. Gespräche werden sowohl mit der italienschen Alitalia-Tochter Air One, also auch mit der englischen easyJet geführt. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Airberlin, deren Name ebenfalls gehandelt wird, äußerte sich bisher nicht zu dem Thema.
Streikkalender Italien für Februar 2010: Mehrere Streiks behindern den inneritalienischen Flugverkehr
Mehrere Arbeitsniederlegungen in Italien behindern den Flugverkehr von und nach Sardinien im Februar 2010. Vor allem die italienischen Fluggesellschaften Altialia, Meridiana, Eurofly, Air One Cityliner und Air One sind diesmal betroffen. Vor allem am 5. Februar ist Vorsicht angesagt, wenn man über Mailand oder Rom nach Sardinien anreist. Bei dem vierstündigen Generalstreik werden bei allen großen italienischen Gesellschaften die Arbeit niedergelegt.
5. Februar 2010 Streik des Kabinen-Personals der Piloten von Altialia, Meridiana, Eurofly, Air One Cityliner und Air One
16. Februar 2010 Streik des Kabinen-Personals der Piloten von Meridiana und Eurofly
Da bei beiden Arbeitsniederlegungen keine Fluglotsen streiken, ist nicht mit Behinderungen bei Direktflügen von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Sardinien zu rechnen. Quelle: Italienisches Transportministerium
Neue Flugverbindung mit Ryanair von Sardinien nach Sizilien: Cagliari-Trapani macht Insel-Hopping einfacher
Gute Nachrichten für Insel-Hopper: Wer künftig günstig von Sardinien nach Sizilien oder umgekehrt will, der kann ab März 2010 mit dem irischen Billigflieger Ryanair von einer Insel zur anderen fliegen. Bisher waren die sardische Inselhauptstadt Cagliari und die sizilianische Hafenstadt Trapani, im äußersten Westen der größten Mittelmeerinsel gelegen, nur per Fähre verbunden. Die neue Verbindung lädt zur Kombination von Sardinien und Sizilien geradezu ein: Denn von den deutschen Flughäfen Düsseldorf/Weeze, Frankfurt/Hahn und Memmingen/Allgäu geht es im Sommer 2010 regelmäßig Richtung Alghero in Nordwestsardinien sowie ab Karlsruhe/Baden, Frankfurt-Hahn und Düsseldorf/Weeze ins südsardische Cagliari. Auf Sizilien wiederum bietet Ryanair Low-Cost-Verbindungen von Trapani nach Karlsruhe/Baden, Memmingen/Allgäu, Frankfurt/Hahn und Düsseldorf/Weeze an. Die Strecke von Trapani nach Cagliari ist die erste Low-Cost-Verbindung zwischen den beiden Inseln. Bisher bietet nur die sardische Fluggesellschaft Meridiana regelmäßige Flüge von Cagliari nach Palermo an.
Tirrenia steht zum Verkauf: Moby und GNV wollen die halbstaatliche Reederei übernehmen
Die halbstaatliche Fährgesellschaft Tirrenia steht ab Mitte September zum Verkauf. Das hat der italienische Transportminister Altero Matteoli im August bekanntgegeben. Danach sollen die Verhandlungen um die Abtretung der maroden Gesellschaft beginnen.
Die Tirrenia soll, ähnlich wie schon im vergangenen Jahr die Fluggesellschaft Alitalia, in einem Bieterverfahren verkauft werden. Die beiden Konkurrenten Moby Lines und Grandi Navi Veloci haben bereits Interesse an der Fährgesellschaft angemeldet, allerdings mit hohen Forderungen. GNV-Geschäftsführer Silvano Cassano sagte dem Branchendienst Shippingonline.it, keinesfalls wolle man die gesamte Gesellschaft übernehmen, sondern nur die Aktivitäten in Genua. Moby-Präsident Vincenzo Onorato wiederum sei an einer Übernahme der gesamten Gesellschaft interessiert, meldet das Tourisikmagazin Guidaviaggi. Beide Interessenten fordern hohe staatliche Garantien und Schuldenerlasse sowie Solidarität der Sozialpartner. Zwei weitere Konkurrenten, die Snav und Grimaldi Lines, haben bereits verlauten lassen, nicht an der Tirrenia interessiert zu sein.
Fähren in Olbia: Bald könnte es einen Konkurrenten weniger geben
Die Tirrenia betreibt ganzjährig staatlich subventionierte Verbindungen von Genua nach Olbia und Porto Torres sowie von Civitavecchia nach Olbia, Arbatax und Cagliari. Außerdem gehören zu der Aktiengesellschaft mit Sitz in Neapel die regionalen Fährgesellschaften Toremar (Toskana), Caremar (Kampanien), Siremar (Sizilien) und die sardische Saremar, die die Fähren von Sardinien nach Carloforte, La Maddalena und nach Korsika betreibt. Diese Regionalgesellschaften sollen an die Regionen gehen. Sardinien hat bereits Interesse geäußert, Personal und Schiffe an den Standorten Portovesme, Palau und Santa Teresa Gallura zu übernehmen. Die bis zu vierzig Jahre alten Schiffe könnten künftig unter der Flagge der sardischen Transportgesellschaft Arst fahren. Dem Transportkoloss aus Cagliari wurden erst zu Beginn des Jahres 2009 alle regionalen Verkehrsgesellschaften der Insel einverleibt.
Die Tirrenia, die seit 1936 Verbindungen vom Festland nach Sizilien, Sardinien und nach Albanien anbietet, gilt als marode und hochverschuldet. Den knapp 360 Millionen Euro Nettovermögen der Firmengruppe stünden mehr als 752 Millionen Euro Schulden gegenüber, meldet die Presseagentur Reuters Italia. Die Tirrenia verfügt über 72 Schiffe (davon 27 im Regionalverkehr) und hat etwa 1.500 festangestellte Mitarbeiter. In den letzten Jahren haben die Napoletaner vor allem auf den Sardinien-Strecken starke private Konkurrenz von Moby Lines, Sardinia Ferries, GNV, Snav und Grimaldi Lines bekommen. Lediglich die wenig attraktiven Verbindungen nach Arbatax und Cagliari und von Sardinien nach Sizilien stehen noch unter dem Monopol der Tirrenia.
Sagra del Miele - Honigfest vom 29. bis 30. August 2009 in Montevecchio
Am übernächsten Wochenende, vom 29. bis 30. August 2009, findet bei Guspini an der Südwestküste von Sardinien, im Bergwerk von Montevecchio das Honig-Fest “Sagra del Miele“ statt. Das Fest ist das Ergebnis der großen Erfahrung bei der Herstellung von örtlichem Honig und seinen Produkten. Das Programm umfasst Ausstellungen aus der bewegten Vergangenheit von Montevecchio als Bergarbeiterdorf, Diskussionsrunden und Honig-Verköstigungen, außerdem wird jede Menge Show geboten: Am Samstag ein Konzert und am Sonntag zeigt die Folk-Gruppe Is corradoris aus Arbus die typischen gemschmückten Ochsenkarren aus der Nachbargemeinde.
Lotto-Jackpot in Italien noch immer nicht geknackt - Sarde gewinnt mit Fünfer 1,44 Millionen Euro.
Lotto-Fieber in Italien: Auch bei der 86. Ziehung in Folge fand am gestrigen Donnerstagabend keiner der Millionen Spieler die richtigen sechs Zahlen. Damit wächst der Jackpot der italienischen Superanalotto-Lotterie auf die Riesensumme von 146,9 Millionen Euro an. Immerhin hatte bei der gestrigen Ziehung ein Sarde Glück: Auch Wenn er keinen richtigen Sechser tippte, so gewann er doch zusammen mit einem weiteren Spieler aus Umbrien jeweils 1.444.000 Euro. Gewonnen wurde die stolze Summe in Mogoro (Provinz Oristano). Der Gewinner hat sich allerdings noch nicht gemeldet - die Inhaber der Annahmestelle in der 5000-Seelen-Gemeinde haben gestern dennoch mit Spumante und Likör gefeiert und dem ganzen Dorf einen ausgegeben. Aufgrund der Rekordsumme im italienischen Lotto-Jackpot hat auch viele Italien- und Sardinien-Urlauber das Lottofieber gepackt. Dazu reicht es, den Tippschein in Italien zu kaufen und abzugeben. Auf die Staatsbürgerschaft kommt es nicht an. Während in Deutschland die sechs Richtigen aus 45 Kugeln gezogen werden, heißt das Spiel in Italien "6 aus 90". Neben der Jolly-Nummer (vergleichbar mit der Zusatzzahl) muß noch ein Superstar richtig getippt werden. Die Wahrscheinlichkeit, alles richtig anzukreuzen, ist in Italien also rund fünf mal geringer als zum Beipiel in Deutschland. Vor sechseinhalb Monaten war der Jackpot zuletzt geknackt worden und seitdem bei jeweils drei wöchentlichen Ziehungen gewachsen und gewachsen.
Hip und VIP in smaragdgrünen Nächten – Die Nightlife-Saison an der Costa Smeralda hat begonnen
Exklusiv und teuer amüsiert man sich an der Costa Smeralda. Wer einmal Einlass in die durchgestylten Läden an der „Costa“ gefunden hat, kann sich des Neids aller Zurückgebliebenen sicher sein. Eine Woche bevor am 26.06. das berühmt-berüchtigte Billionaire seine begehrten Pforten mit allerlei Glanz, Gloria und illustren Gästen öffnet, weihen die weniger bekannten, aber nicht weniger schicken Schuppen an der Smaragdküste das Nachtleben unter den Sternen an diesem Wochenende ein. Heaven am Samstag, Ritual am Sonntag, zur Happy Hour im Phi in Baia Sardinia o der ganz alternativ nach Cannigione in den Reggae Pub – so sehen in diesem Jahr die Wochenenden zwischen Olbia und Arzachena aus. Wer mit der eigenen Yacht anreist, für den bietet das Phi Beach in diesem Jahr einen neuen Service: Wer mit der eigenen Wassergefährt vor Baia Sardinia vor Anker geht, der kann sich vom Tender-Shuttle des Clubs abholen lassen. Dress Code in diesem Jahr: Flip Flops, Pareo und Badehose.
Mit dem Bus durch Sardinien: Beschauliche Fahrten in die abgelegensten Dörfer für Reisende mit viel Zeit
„Der Weg ist das Ziel“. Wer Eins mit dieser konfuzischen Weisheit ist, der kann sich mit dem Linienbus auf den Weg durch Sardinien machen. Denn Busreisen durch die Insel sind meist zeitaufwändig und kompliziert zu planen.
Die sardischen Fernbusse fahren jeden auch noch so kleinen Flecken auf der Insel an. Dabei gibt es staatliche sowie private Busunternehmen – Fahrplanabstimmungen sind da eher selten. Wenigstens hat die Region im letzten Jahr alle Busgesellschaften mit staatlichen Trägern unter dem Dach der regionalen sardischen Transportgesellschaft Arst zusammengeführt. Dennoch gilt: Wer mit den blauen Überlandbussen durch Sardinien kurven will, sollte vor allem Zeit mitnehmen. Denn obwohl die „Corriere“, wie die Sarden ihre Fernbusse nennen, in atemberaubenden Geschwindigkeiten auf kurvigen Landstraßen unterwegs sind, müssen sie in jeder noch so kleinen Ortschaft halten. Auch die obligatorischen Kaffeepausen, wie beim Fernbus Olbia-Cagliari, der privaten Busgesellschaft Turmo Travel, der an der Raststätte in Tramatza eine Viertelstunde Pause macht, machen eine Busfahrt zum zeitraubenden Erlebnis. Doch manchmal ist eben der Weg das Ziel: Traumstraßen wie die Küstentraße von Alghero nach Bosa oder die Panoramarouten durch die Barbagia lassen sich im Arst-Linienbus fast genauso toll erleben wie im eigenen Auto, denn man braucht nicht auf den Verkehr zu achten. Weniger entspannt geht es aber meist zu, wenn man umsteigen muss. Wer zum Beispiel von Cagliari im Süden der Insel auf die nordsardische Halbinsel Stintino will, kommt mit dem morgendlichen Expressbus früh morgens um 10 Uhr in Sassari an, verpasst aber den letzten morgendlcihen Bus nach Stintino und muss die Nachmittagsverbindungen abwarten. Dabei hat man insofern noch Glück, dass die beiden Buslinien ihre Haltestellen am selben Omnibusbahnhof haben.Im Sommer wird aber vieles einfacher: Von Juni bis Ende September werden einige meist privat betriebene Urlauberlinien angeboten. Vor allem ab den nordsardischen Flughäfen Olbia und Alghero gibt es zahlreiche Touristenbusse, die Urlauber ohne Umwege in die größeren Feriengebiete, wie an die Costa Smeralda, nach Palau, Santa Teresa Gallura, San Teodoro Siniscola und Cala Gonone bringen.
Frühling auf Sardinien: Wandern zwischen Traumbuchten und verwunschenen Bergen und Tälern
Sardinien ist im Frühling, wenn es im Norden noch kühl und regnerisch ist, ein beispielloses Paradies für Wanderer, Kletterer, Gleitschirmflieger, Segler, Golfer und Mountain Biker. Im April ist die Insel besonders bei Wanderern beliebt. Die blühende Macchia und saftig grünen Berge und Täler tun ihr Übriges dazu. Selbst die beliebten Traumbuchten der sardischen Ostküste wie die Cala Goloritzé, die nur nach einer anderthalbstündigen Wanderung zu erreichen ist, sind um diese Zeit noch frei von Badeurlaubern und Ausflugsbooten. Einsame Küstenstreifen wie die Costa di Nebida und die Cala Domestica oder verwunschene Berge und Täler wie im WWF-Park Monte Arcosu oder den Monte dei Sette Fratelli wollen erwandert werden!
Mehr Informationen zu Wandern und Wanderstrecken auf Sardinien gibt es auch im sardinien.com Wanderführer
Abenteuer Alltag - Wir wandern aus! Doku über Sardinien-Auswanderer aus Hamburg
Eine deutsche Familie zieht mit Sack und Pack nach Sardinien und wollen im Süden noch einmal von vorn anfangen. In einer Kabeleins-Doku zieht es die Familie Wilkens-Zipperich auf die sonnige Mittelmeerinsel. Ausstrahlung ist Freitag vormittag. Aus dem Sendungstext:
Ohne Job und ohne Sprachkenntnisse, aber mit viel Optimismus im Gepäck wollen Thorsten Zipperich (39) und Marion Wilkens (35) mit ihren vier Kindern in Italien noch einmal ganz von vorne anfangen. In Hamburg sieht der arbeitslose Messebauer Thorsten keine berufliche Zukunft mehr. Auf Sardinien soll alles besser werden. Wenigstens haben sie dort Unterstützung, denn Marions Schwester Martina und ihr italienischer Lebensgefährte Stefano sind mit von der Partie. (...) Thorstens großer Traum ist eine eigene Bar. Marion hat ganz andere Pläne: Sie will mit Martina einen eigenen Laden eröffnen.
Neugestaltung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs auf Sardinien: ARST übernimmt Bus- und Bahnlinien der FMS und FDS
Bis 2010 soll das regionale Bus- und Zugsystem auf Sardinien grundlegend erneuert sein. Statt verschiedener Verkehrsdienstleister wird es künftig nur noch einen Betreiber im öffentlichen Bus- und Zugverkehr geben. Die Strecken und Verbindungen der staatlichen italienischen Bahngesellschaft Trenitalia (FS) sind davon allerdings nicht betroffen.
Ab dem 1. Januar 2009 laufen die sardischen Bahngesellschaften FMS (ferrovie meridionali sarde) sowie FDS (ferrovie della Sardegna) in Regie der regionalen Verkehrsgesellschaft ARST (azienda regionale sarda trasporti). Somit ist die Aktiengesellschaft ARST mit Hauptsitz in der Inselhauptstadt Cagliari auch im Raum Cagliari (südliches Mittelsardinien), Macomer (Nuoro und Bosa) und Sassari (Sorso, Alghero und Palau) sowie in der südwestlichen Provinz Carbonia-Iglesias für Verkehrsdienstleistungen zuständig. Für den wirtschaftliche Übergang der FDS und FMS erhält ARST für die nächsten drei Jahre 57 Millionen Euro vom italienischen Staat. Carlo Poledrini, Generaldirektor der ARST erklärte in einem Interview in der Unione Sarda: „Ziel der Übernahme ist es, die Qualität des Fern- und Nahverkehrs auf der Insel spürbar zu erhöhen."
Die FDS ging 1888 zunächst mit ihren Schmalspurbahnen, seit 1933 außerdem mit Bussen an den Start. Das 590 Kilometer große Streckennetz der Schmalspurbahn „Trenino Verde“ führt durch zum Teil noch unberührte Landschaften im südlichen Mittelsardinien, in Zentralsardinien und im Nordwesten der Insel, die man sonst nur schwerlich zu sehen bekommt. Die FMS hatte bisher hingegen die komplexen Busverbindungen im Sulcis, Iglesiente und Fluminese sowie den Stadtverkehr in Iglesias und Carbonia betrieben. Den Auftrag für die Busleistungen im Südwesten der Insel hatte sie über eine Konzession der italienischen Regierung erhalten. Seit dem 11. Juni 2008 bedient nun die ARST die 34 Gemeinden in der Provinz Carbonia-Iglesias. Da noch nicht klar ist, nach welchen Regeln der Bus- und Bahn-Markt organisiert wird, hält sich die ARST alle Türen offen – der erste Schritt diente erst einmal dem Konzessions-Erhalt für FDS und FMS. Wie es mit der Übernahme von Fahrzeugen und Personal aussieht, bleibt abzuwarten. Für die Fahrgäste ändert sich vorerst nichts – außer dass sie nicht mehr FDS- bzw. FMS-, sondern ARST-Kunden sind.