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Am Ognissanti ruht Sardinien und bewahrt ihre alten Allerheiligen-Traditionen
 Am Allerheiligen hat sich in vielen Dörfern von Sardinien ein alter Brauch bewahrt: „Su Mortu Mortu“. In Nuoro und in der Barbagia streifen die Kinder am Morgen von Ognissanti durch die Gassen der Orte und bitten um Almosen für die Verstorbenen. „Seu su mortu mortu“ jammern sie nachdem sie an den Haustüren geklopft haben, denn ihre Gebete und Fürbitten sollen das Leiden der Seelen im Fegefeuer erleichtern. Dieser Brauch wird aber auch in anderen Teilen der Insel gefeiert: Im Süden und an der Ostküste rufen die Kinder „Is Animeddas e Is Panixeddas“ oder „Su ‘ene ‘e sas ànimas”. Im Campidano und in der Ogliastra klagen sie hingegen lautstark „seus benius po is animeddas“, „mi das fait po praxeri is animeddas“oder „carki cosa po sas ànimas”. Zum Fest werden „Pabassinas“, „Ossus de mortu“ und „Pani ’e saba“ gebacken, süße Plätzchen und ein buntes Früchtebrot. Neben den Backwaren werden den Kids auch Walnüsse, Kastanien, Haselnüsse, Mandeln, Granatäpfel und Orangen geschenkt. Am Allerheiligen und am Allerseelen, am 2. November werden zudem die Gräber zu Ehren aller Heiligen und Verstorbenen geschmückt. Weitere Veranstaltungen in Nord-SardinienWeitere Veranstaltungen in Süd-SardinienLabels: allerseelen, Campidano, Is Animeddas, Is Panixieddas, november 2011, Nuoro, ossus de mortu, sardinien, Su Mortu Mortu, traditionen, Zentral-Sardinien
Halloween auf Sardisch? Bei Su Mortu Mortu, Is Panixieddas und Is Animeddas werden im Herzen von Sardinien alte Allerseelen-Traditionen bewahrt
Wenn Ende Oktober und Anfang November zu Allerseelen verkleidete Kinder durch die Gassen der Dörfer in Süd- und Zentralsardinien streifen und an den Haustüren klopfen, bitten sie nicht „Süßes, sonst gibt’s Saures“ wie heute in aller Welt zu Halloween. Die Traditionen rund um Allerseelen haben auf Sardinien einen viel älteren Ursprung als das amerikanische Halloween-Fest, das in den 1990-er Jahren in seiner kommerziellen Version über den großen Teich nach Europa geschwappt ist. Su Mortu Mortu lautet der Name des Totenfestes, zu dem im zentralsardischen Nuoro durch die Stadt streifenden Kindern Walnüsse, Kastanien und Haselnüsse im Eingedenk an die Verstorbenen geschenkt werden. Dass sich heute in die Spenden so manch ein Schokoriegel oder Geldstück mischt, ist schon fast eine Fortsetzung der alten Tradition, dass die Wohlhabenden der Stadt zu Beginn der Wintermonate auch ein wenig ihres Reichtums mit den ärmeren Nuoresi teilen. In Südsardinien und den fruchtbaren Ebenen des Campidano waren die Geschenke an die Kinder noch reichhaltiger: Früchte, Rosinen, Mandeln, Granatäpfel und Orangen füllten die Taschen der Kinder, die zum Beispiel in Decimoputzu als „Is Animeddas“, also als „die kleinen Seelen“verkleidet, am 2. November von Haus zu Haus zogen. Auch hier gelten die Spenden an die Kinder symbolisch als Pfand für die Erinnerung an die Verstorbenen der Familie. Ossus de mortù“, ein steinharter, herbsüßer und mit Zuckerguss überzogener Mandelkeks ist ein typisches sardisches Gebäck zu AllerseelenVor allem Süßigkeiten gibt es hingegen in anderen Dörfern des Campidano: Dort wird das Allerseelen-Fest „Is panixieddas“ genannt und in Dolianova, San Nicolo Gerrei und San Sperate landen für die Jahreszeit typische „dolci sardi“, süße Kekse und Plätzchen auf dem Tisch und in den Taschen der Kinder: „pani de sapa“, ein mit eingekochtem Most zubereitetes, dunkelbraunes, saftiges und sirupsüßes Gebäck, oder „ossus de mortù“, ein steinharter, herbsüßer und mit Zuckerguss überzogener Mandelkeks. Sein Name, „Knochen der Toten“, spielt auf das Gedenken an die Toten zu Allerseelen an. Labels: allerseelen, Campidano, dolci sardi, dolianova, halloween, Is Animeddas, Is Panixieddas, november, Nuoro, ossus de mortu, San Sperate, Su Mortu Mortu, traditionen, Zentralsardinien
Ognissanti und Commemorazione dei defunti: Neben Halloween-Feiern werden auf Sardinien auch alte Allerheiligen- und Allerseelen-Traditionen bewahrt
 Auch auf Sardinien hat sich das Halloween-Feiern am Vorabend von Allerheiligen inzwischen eingebürgert. Am 31. Oktober ziehen die Kinder vor allem in den größeren Städten schaurig verkleidet von Haus zu Haus und fordern die Bewohner mit „dolcetto o scherzetto“ (dt. Süßes oder Saures) auf, ihnen Süßigkeiten zu geben, weil sie ihnen sonst Streiche spielen. Im Inland und in vielen Dörfern der Insel hat sich hingegen eine viel ältere Allerheiligen- und Allerseelen-Tradition als das amerikanische Halloween-Fest bewahrt: „Su Mortu Mortu“. In Nuoro und der zentralsardischen Barbagia streifen die Kinder am Morgen von Allerheiligen durch die Orte und bitten um Almosen für die Verstorbenen. „Seu su mortu mortu“ jammern sie nachdem sie an den Haustüren geklopft haben, denn ihre Gebete und Fürbitten sollen das Leiden der Seelen im Fegefeuer erleichtern. Doch auch in anderen Teilen der Insel wird dieser Brauch gefeiert. „Is Animeddas e Is Panixeddas“ oder „Su ‘ene ‘e sas ànimas” heißt er im Süden und an der Ostküste der Insel. „Seus benius po is animeddas“, „mi das fait po praxeri is animeddas“oder „carki cosa po sas ànimas” klagen die Kinder lautstark im Campidano und in der Ogliastra. Der alte Glaube besagt, dass an Allerseelen die Seelen der Verstorbenen auf die Erde kommen. Daher werden Speisen für sie bereitgestellt, die ihre Qualen in der Hölle lindern sollen. An Allerheiligen und Allerseelen werden vor allem „ Pabassinas“, „Ossus de mortu“ und „ Pani ’e saba“ gebacken, süße Plätzchen und ein buntes Früchtebrot. Neben dem Gebäck werden den Kindern vor allem Walnüsse, Kastanien, Haselnüsse, Mandeln, Granatäpfel und Orangen geschenkt. Dass sich heute unter die Spenden so manch ein Schokoriegel oder Geldstück mischt, ist schon fast eine Fortsetzung der alten Tradition, dass die Wohlhabenden der Städte zu Beginn der Wintermonate ein wenig ihres Reichtums auch mit den Ärmeren teilen. Zum 1. und 2. November werden zudem die Gräber zu Ehren aller Heiligen und Verstorbenen geschmückt. Labels: allerseelen, Campidano, dolci sardi, dolianova, halloween, Is Animeddas, Is Panixieddas, november 2010, Nuoro, ossus de mortu, San Sperate, Su Mortu Mortu, traditionen, Zentral-Sardinien
Monumenti Aperti in Sinnai: An diesem Wochenende Tage des offenen Denkmals im Süden von Sardinien
 An diesem Wochenende, dem 23. und 24. Oktober 2010 treffen sich Geschichts-, Architektur- und Kunstfans zur Monumenti-Aperti-Ausstellung in Sinnai. „Sinnai Monumenti Aperti" heißt soviel wie "Eintritt frei" - und zwar für alle, die Lust haben den Charme und die Sehenswürdigkeiten der Kleinstadt im Süden von Sardinien zu erkunden. Ein Bummel durch die Altstadt und andere historische Stadtteile kann an diesem Wochenende mit einem ausgedehnten Kultur- und Besichtigungsprogramm kombiniert werden. Acht Sehenswürdigkeiten u.a. Museen, Kirchen, das alte Rathaus, die Gemeindebibliothek und ein wunderschöner Pinienwald laden zum Gucken und Entspannen ein: So zum Beispiel die Casa Anedda, die Casa Cocco, die Santa-Barbara-Kirche, das archäologische Museum, die Pinakothek, die kleine Kaserne Sa Pira und vieles mehr! In der Pinakothek findet im Moment zudem eine interessante Ausstellung über das geheimnisumwobene Nuraghen-Volk statt. Die Besichtigung erfolgt an beiden Tage sowohl morgens als auch nachmittags zu den normalen Öffnungszeiten der Denkmäler. Weitere Informationen auf der Homepage des Veranstalters Mehr Veranstaltungen auf Sardinien Labels: cagliari, Campidano, denkmäler, Inselhauptstadt Sardinien, Kirchen, Monumenti Aperti, olbia, sardinien, Sehenswürdigkeiten, Sinnai, Südküste Sardinien, Tag des offenen Denkmals
Weinernte 2008 auf Sardinien - Geringere Mengen bei guter Qualität
 Auf Grund der extremen Trockenheit in den Sommermonaten zitterten Sardiniens Weinbauern um die diesjährige Ernte – doch jetzt konnten die Winzer der Mittelmeerinsel aufatmen. Zwar sind die Einbußen bei den Erträgen insbesondere im Süden von Sardinien erheblich (minus 25 bis 100 %), dafür ist die Güte des Lesegutes deutlich gestiegen. Die Trauben zeigen sich kleinbeerig, sehr gesund und mit einem hohen Zuckergrad. Und gerade wegen des hohen Zuckergrades der Trauben rechnen Oenologe Mariano Murro der Kellerei Argiolas in Serdiana aber auch Winzerkollegen aus den Gebieten Parteolla, Campidano und Trexenta mit ausgewogenen und gesunden Weinen mit satter Frucht. Zwar spricht man auch im Norden Sardiniens von zehn Prozent weniger Lesegut als im Jahr zuvor, dafür aber auch hier von einer außergewöhnlichen Qualität der ausgewogenen Weisweine und farbintensiven Rotweine. Die italienische Weinernte wird 2008 hingegen voraussichtlich um acht Prozent höher liegen als im Vorjahr. Nach ersten Schätzungen rechnet man mit einer Gesamternte von 46 Millionen Hektolitern. Labels: Argiolas, Campidano, Gesamternte, Parteolla, Rotwein, Serdiana, Trexenta, Wein, Weinernte 2008, Weinlese, Weiswein, Winzer
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