Nachrichten und aktuelle Meldungen aus und rund um Sardinien.
Montag, 29. August 2011
Wald- und Buschbrände auf Sardinien am Wochenende
Bei mehreren Wald- und Buschbränden auf Sardinien sind am vergangenen Wochenende mehrere Hundert Hektar Land und Wald den Flammen zum Opfer gefallen. Nach einer Hitzewelle fachten starke Mistral-Winde die Flammen immer wieder an. Betroffen war vor allem der Süden der Insel. Canadair-Löschflugzeuge, Helitanker und Löschhubschrauber sowie unzählige Feuerwehrmänner waren pausenlos im Einsatz, um schlimme Schäden zu verhindern.
Besonders betroffen war die Ogliastra, die Gegend um Buggeru im westlichen Iglesiente sowie die Costa Rei im Süden der Insel. In der Bucht von Cala Domestica mussten Badegäste aufgrund eines Buschfeuers evakuiert werden, es kamen aber keine Menschen zu Schaden. An der Costa Rei brannten 500 Hektar Buschland von Olia Speciosa bis Piscina Rei. Einige Bauernhöfe wurden beschädigt und mehrere Urlaubsdörfer wurden auf eine Evakuierung vorbereitet, die dann aber nicht notwendig war.
In der Ogliastra gingen über 1000 Hektar Olivenbäume, Weinberge und Buschland in Flammen auf. Während man bei den Bränden in der Ogliastra teilweise von absichtlich gelegten Bränden ausgeht, wurden bei den meisten anderen Bränden keine Hinweise auf Brandstiftung gefunden.
Auf Sardinien herrscht in den Sommermonaten jedes Jahr Waldbrandgefahr. Die Polizei kommt nach den Bränden aber häufig auch Brandstiftern auf die Spur. Manchmal ist es aber einfach nur Fahrlässigkeit: Lagerfeuer im Freien, Funkenflug und achtlos weggeworfene Zigaretten sind häufige Brandursachen. Auch können durch intensive Sonneneinstrahlung und hohe Bodentemperaturen Brände auf natürliche Weise entstehen. Sollten Sie auf Sardinien einen Brand entdecken, seien Sie bitte vorsichtig und melden Sie den Vorfall sofort der Polizei oder der Forstbehörde unter der kostenfreien Notfallnummer 1515 (Forstverwaltung Corpo Forestale)! Foto: Archiv
Bars, Diskos und Kneipen: Nachtleben unter den Sternen in Cagliari. Die Freiluftsaison hat begonnen!
Die Zeit der Freiluft-Clubs ist gekommen: Sommer-Bars und Open-Air-Diskotheken haben seit dieser Woche ihre Pforten geöffnet. Party-Metropole ist im Frühsommer zweifellos die sardische Inselhauptstadt. Nach einem Tag am Meer (Meteorologen sehen für dieses Wochenende bestes Strandwetter voraus) trifft man sich zum Vorglühen auf den Plätzen der Stadt, auf der Panoramaterrasse der Kneipe Libarium Nostrum oder auf der Bastion San Remy im Caffè degli Spiriti - immer mit fantastischem Panoramablick auf die sardische Hauptstadt. Besonders angesagt zum Plaudern und Flanieren ist das Castello-Viertel, der Burgberg der Inselhauptstadt sowie das Stadtviertel Marina rund um die Piazzetta Savoya, das sich an jedem Wochenende bis September in eine lebendige Fußgängerzone wandelt. Alternativen sind die zahllosen Beachbars am Poetto-Strand. Das Neptune Beach hat dieses Jahr einen neuen Betreiber und bietet Beachbar und Disco in einem. Für Gays & Friends ist das Chiringuito mit Drag-Queen-Shows am Start. Nach ein paar Bier oder einem Eis strömen die Nachtschwärmer in die Diskotheken im Umland - und nehmen dafür sogar die einstündige, kurvenreiche Fahrt bis nach Villasimius oder Pula auf sich. An diesem Wochenende sind besonders angesagt: Der Lido am Stadtstrand von Cagliari mit 80-er Jahre Animation (Achtung, Türsteher sieben kräftig!), das Buddha in Flumini di Quartu, das Fuori Luna in Chia, der G-Club am Sant’Elmo Beach (Costa Rei) sowie das Sciabecco (House, Commercial & Privé) in Villasimius.
Sardinien-Video für Japan: Atemberaubender Werbespot „Sardegna – A Myth in the Mediterranean Sea“
Für den japanischen Markt hat das sardische Tourismus-Assesorat einen einminütigen Werbespot für Sardinien erstellen lassen. Der Spot von Regisseur Mario Giua Marassi, untermalt mit Fimmusik von Andrea Saponaro und Gabriele Valdès aus Cagliari, wurde erstmals Anfang November auf einer Handelsmesse in der japanischen Hauptstadt Tokio gezeigt.
Der beeindruckende Kurzfilm besticht durch einmalige Landschaftsaufnahmen, atemberaubende Kamerafahrten und mystische Motive. Szenen von den Ankleidevorbereitungen der Karnevalsprozessionen Sartiglia in Oristano fehlen ebenso wenig wie Bilder der kleinen Wildpferde der Giara di Gesturi. Atemberaubende Luftaufnahmen der Traumstrände der Costa Rei und Villasimius, den Steilküsten des Golf von Orosei, kurze Aufnahmen aus der Vogelperspektive über die Kornfelder des Campidano, die fruchtbare Marmilla, die unendlichen Dünenlandschaften der Costa Verde, die verlassenen Bergminen des Sulcis und das Nuraghendorf Barumini bilden einen spannenden Werbefilm, der die schönsten Seiten der Insel zeigt. Untermalt werden die fesselnden Sardinien-Bilder von einer mystischen Filmmusik – denn der Slogan für die Werbung für den japanischen Markt lautet: Sardegna – A Myth in the Mediterranean Sea.
Das sardische Fremdenverkehrs-Assessorat will mit Werbeaktionen im Land der aufgehenden Sonne für die Insel als Ferienziel werben. Besonders in den 1990-er Jahren war Sardinien als Reiseziel für Urlauber aus Japan beliebt – bis zu 22.000 Gäste pro Jahr kamen bis vor zehn Jahren nach Sardinien. Diese Zahl ging in den letzten Jahren aber stark zurück. Neben Tourismus soll mit den Werbemaßnahmen auch der Außenhandel angekurbelt werden. Sardinien exportiert zahlreiche, vor allem hochwertige landwirtschaftliche Produkte in das Land der aufgehenden Sonne. Besonders exklusive Olivenöle und der bekannte Gelbflossenthunfisch aus Carloforte sind in Japan gefragte Spezialitäten.
Die kinderfreundlichsten Strände der Welt: Lonely Planet wählt Costa Rei auf Platz Eins
Der australische Verlag Lonely Planet Publications hat in seinem neuen Buch "Travel With Children" die Costa Rei zum kinderfreundlichsten Strand der Welt gewählt. Das berichtet die australische Tochter der Presseagentur Reuters. Gefolgt wird Sardinien von den Stränden von Cottlesloe in Westaustralien und dem südafrikanischen Durban sowie Stränden in Thailand, den USA und den Cook Islands. Mit Tavira in Portugal befindet sich auf Platz acht nur noch ein zweiter europäischer Strand in den Top 10 der schönsten Badeziele für Urlaub mit Kindern.
Die Traumstrände von Costa Rei im Südosten Sardiniens zählen tatsächlich zu den Schönsten der Insel. Die hellen Strandabschnitte von Cala Sinzias bis Monte Nai, hier und da unterbrochen von einigen kleinen Felsen und Dünen, werden eingerahmt von einer einsamen Berglandschaft und verwunschenen Wäldern. Seichtes, glasklares Wasser und schöner Sand, ideal zum Spielen und Burgenbauen, machen die Costa Rei ideal für große und kleine Strandfans. Aber auch strandnahe Parkplätze, die zahlreichen Strandbars und die diversen Serviceeinrichtungen dürften die Lonely-Planet-Autoren bei ihrer Wahl überzeugt haben. Nähere Informationen über die Auswahlkriterien der australischen Autoren wurden aber nicht bekanntgegeben. Auf Sardinien hat die Nachricht über die Lonely Planet-Top Ten schnell die Runde gemacht. Der sardische Tourismusassessor Sebastiano Sannitu gab sich dementsprechend zufrieden: „Wir haben mit großer Freude vernommen, dass der Strand von Costa Rei in der Gemeinde Muravera laut Lonely Planet zu den schönsten der Welt gehört“, gab er heute auf der Website der Region bekannt. Dass es dem Lonely Planet eigentlich um die Kinderfreundlichkeit ging, scheint dabei nur ein Detail zu sein. Er wolle sich zusammen mit der Gemeinde sogleich für eine Anerkennung bei der UNESCO stark machen, so Sannitu weiter.
Bars, Diskos und Kneipen: Nachtleben unter den Sternen in Cagliari
Die Zeit der Freiluft-Clubs ist gekommen: Sommer-Bars und Open-Air-Diskotheken haben seit dieser Woche ihre Pforten geöffnet. Party-Metropole ist im Frühsommer zweifellos die sardische Inselhauptstadt. Zum Vorglühen trifft man sich auf den Plätzen der Stadt, auf der Panoramaterrasse der Kneipe Libarium Nostrum oder auf der Bastion San Remy im Caffè degli Spiriti - immer mit fantastischem Panoramablick auf die sardische Hauptstadt. Besonders angesagt zum Plaudern und Flanieren ist das Castello-Viertel, der Burgberg der Inselhauptstadt und in diesem ajhr erstmals auch das Stadtviertel Marina, das sich an jedem Wochenende bis September in eine lebendige Fußgängerzone wandelt. Alternativen sind die zahllosen Beachbars am Poetto-Strand. Nach ein paar Bier oder einem Eis strömen die Nachtschwärmer in die Diskotheken im Umland - und nehmen dafür sogar die einstündige, kurvenreiche Fahrt bis nach Villasimius oder Pula auf sich. An diesem Wochenende sind besonders angesagt: Caffè degli Spiriti, Calypso am Poetto, die Strandbar Passaggio al Nord Ovest am Poetto di Quartu, das Corte Noa in Pula, Fuori Luna in Chia, der G-Club am Sant’Elmo Beach (Costa Rei) sowie das Sciabecco in Villasimius.
Sagra delle Ciliegie – großes Kirschfest in Burcei
Endlos weite Ebenen und eine verwunschene Bergwelt überzogen von Macchia-Sträuchern und Steineichenwäldern prägen die Region Sarrabus Gerrei im Südosten von Sardinien. Die Bergwelt in der Provinz Cagliari ist ein echtes Hideaway: Entfernt man sich von den Küstenorten Villasimius, Costa Rei, Muravera ist man mit sich und der Welt allein. Das einzige größere Bergdorf in dieser einsamen Landschaft ist Burcei. Anfang Juni ist es heiß in Burcei. Und! Es ist Kirschfestzeit. Die Sagra della Ciliegia („Kirschfest“) am 7. Juni 2009 hat eine lange Tradition und wird alljährlich mit dem Fest zu Ehren der Santa Barbara verbunden.
Die Prozession zu Ehren der Heiligen, deren Gedenktag in der katholischen Kirche am 4. Dezember, in Burcei aber alljährlich Anfang Juni begangen wird, bildet den traditionellen Kern der Feierlichkeiten. Sie startet am Sonntagmorgen in der Pfarrkirche Nostra Signora di Monserrato und führt zur etwa drei km entfernt liegenden kleinen Feldkirche Santa Barbara.
Am Nachmittag lockt das Bergdorf dann auf dem Piazza del Popolo mit einem bunten Programm rund um die fast schwarzen, zuckersüßen Kirschen, für die Burcei auf der ganzen Insel berühmt ist. Neben einer leckeren Kostprobe gibt es sardische Musik von Franco Madau zu hören. Um 22:00 Uhr beschließt ein Konzert des italienischen Liedermachers Povia das Fest. Giuseppe Povia landete 2005 mit seinem Lied I Bambini Fanno „Oh“ („Die Kinder sagen ‚oh‘“) einen absoluten Sommerhit in Italien und war insgesamt 20 Wochen auf Platz 1 der italienischen Charts.
Wer sich auch einmal von dieser wunderschönen Region und den köstlichen, roten Früchten verzaubern lassen möchte, sollte unbedingt vorbeischauen.