|
Home
|
Sardinien 2011 - Das Jahr auf der Insel im Schnelldurchlauf
2011 war ein eher gemischtes Jahr auf der Insel - geprägt von traumhaftem Wetter und politischen Machtwechseln, aber auch von Unsicherheit und Katastrophen, nackten Tatsachen und literarischen Eseln auf Sardinien. Hier unser kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr.
 2011 versprach eine gute Urlaubssaison zu werden: Zahlreiche neue Flüge auf die Insel, wie die n euen Germanwings-Verbindungen von Köln und Stuttgart nach Cagliari, aber auch neue Airberlin-Flüge aus Nordrhein-Westfalen und Berlin in den Norden und Süden der Insel ließen die Tourismusindustrie auf viele neue Urlauber aus dem Norden hoffen. Doch die Ernüchterung kam bald darauf: Während der Luftverkehr nach Sardinien boomte, sollte der Fährverkehr massiv einbrechen: Alle privaten Reedereien, von steigenden Rohölpreisen und sinkendem Konkurrenzdruck durch die Unsicherheit um die strauchelnde Fährgesellschaft Tirrenia angeheizt, hatten ihre Preise für Sardinien-Überfahrten massiv angezogen. Die Folge: Zahlreiche Urlauber, vor allem aus Italien, blieben der Insel fern. Viel zu spät, aber mediengerecht mitten im Kommunalwahlkampf, hatte die Inselregierung zunächst mit dem Bonus Sardo Vacanza gelockt ( die Region Sardinien zahlte bis zu 90 Euro Bonus für die Fähranreise) und schließlich sogar eigene Fähren eingesetzt - mit mäßigem Erfolg. Ob das Experiment 2012 fortgesetzt wird ist deshalb noch völlig unklar.
Eine schwere Umweltkatastrophe im Industriegebiet von Porto Torres im Januar sorgte nicht nur für verschmutzte Strände, sondern auch für schlechte Presse - die Folgen des ausgelaufenen Schweröls sollten aber zu Saisonbeginn weitgehend behoben sein. Das behaupteten zumindest die Behörden.
 Steigende Preise und schlechte Presse haben der sardischen Tourismusindustrie 2011 also mächtig zugesetzt - aber auch das Wetter hat den Sarden den Saisonstart verhagelt. Erst ab Mitte Juli wurde es dann richtig schön - denn Ausgleich für ein verregnetes Frühjahr bescherte der Wettergott der zweitgrößten Mittelmeerinsel einen traumhaften Sommer und einen goldenen und sonnigen Herbst, der bis Mitte Dezember andauerte.
 Für eine andere Form von Heiterkeit sollte 2011 auch die sardische Prominenz sorgen. Inselschönheit Elisabetta Canalis präsentierte zu Beginn des Jahres eines der größten italienischen TV-Spektakel, posierte nackt für eine Anti-Pelz-Kampagne, warb für Haselnusspralinien und trennte sich im Juni von Hollywood-Star und Lebensgefährten George Clooney. Sardinien hat künftig also einen prominenten Inselurlauber weniger.
Auch die Gäste einer Nobel-Disko in der Costa Smeralda dürften so schnell nicht wieder auf Sardinien Urlaub machen: die jungen Russen prellten an der Costa Smeralda die Zeche in der Diskothek Billionaire des Sport- und Industriemanagers Flavio Briatore: Der blieb auf einer Champagner-Rechnung von 86000 Euro sitzen.
Etwas weniger Medienrummel mag der Wahlsarde Götz George, der 2011 der deutschen Presse zu seinem Siebzigsten in die Notizbücher diktierte, dass er auf Sardinien die Ruhe und Kraft für seine Arbeit, dem Drehen in Deutschland, schöpft. Zumindest er dürfte der Insel sobald also nicht den Rücken kehren.
 Politisch hat sich 2011 auf der Insel einiges getan: Bei einem Referendum im Frühjahr sprachen sich 97 Prozent der Sarden gegen Atomkraft auf der Insel aus und in der Inselhauptstadt von Sardinien wurde zum ersten Mal nach 20 Jahren mit Massimo Zedda ein linker Politiker in das höchste Amt von Cagliari gewählt.
Literarisch gab es im vergangenen Jahr Höhen und Tiefen. Jutta Speidel und Bruno Maccallini benahmen sich wie zwei Esel auf Sardinien und wollten damit den deutschen Buchmarkt aufrollen, ein nicht nur sportlich sondern auch kulturell interessanter Wanderführer ergänzt seit diesem Jahr manch eine Sardinien-Bibliothek. Zahlreiche 2011 erschienene Romane und Krimis von der Insel wie Die Barfüßige Wittwe von Salvatore Niffoi oder die Rückkehr von Markus Fritsche sorgten für literarische Spannung unterm Sonnenschirm.
Was auf Sardinien im Jahr 2012 zukommt, ist wohl genauso unsicher wie die Frage, ob in Cagliari 2012 am Meer rechtzeitig zum Saisonstart neue Strandkioske stehen werden oder nicht. Wie die Insel im kommenden Jahr verkehrstechnisch angebunden sein wird ist noch weitgehend unbekannt - zum einen sind kaum neue Sardinien-Flüge geplant, zum anderen wird sich die Situation im Fährverkehr kaum entspannen. Außerdem leidet Sardinien wie der Rest Italiens an der Schuldenkrise und den gestiegenen Steuern und Lebenshaltungskosten im Lande. Hoffen wir einfach, dass 2012 wird wie das Wetter zu Neujahr: Heiter, sonnig und stabil.Labels: Elisabetta Canalis, flüge nach sardinien, fähre nach sardinien, götz george, jahresrückblick 2011, Kultur, Literatur, politik, sardinien, wetter 2011
Milena Agus. Die Gräfin der Lüfte: Eine Familiengeschichte aus Sardinien in 24 Kapiteln
 Die für ihren Roman „Mal di Pietre“ (dt. die Frau im Mond) berühmt gewordene Autorin Milena Agus schildert in ihrem neusten Buch die Geschichte von drei Schwestern, die verschiedener nicht hätten sein können. Im Schlossviertel von Cagliari, der Hauptstadt von Sardinien, wohnen sie in einem heruntergekommenen alten Palazzo, der einst gänzlich ihren Vorfahren gehörte. Jetzt sind die Stockwerke in einzelne Wohnungen aufgeteilt und nur drei von acht gehören ihnen noch. Noemi, die Älteste wohnt ganz oben in Nummer acht. Maddalena ist mit ihrem Mann Salvatore in Wohnung Nummer drei, mit Blick auf die Gasse untergebracht. Die Contessa, die wegen ihrer Ungeschicklichkeit, die „Gräfin mit Ricotta-Händen“ genannt wird, hat sich mit ihrem unehelichen Sohn Carlino im Zwischengeschoss, in der Nummer eins, eingerichtet. Es ist die schlichteste und einfachste Behausung, denn die Contessa legt keinen Wert auf Wohlstand. Im Gegenteil, sie verschenkt noch von dem Wenigen, was sie hat. In einfacher und schlichter Sprache erzählt die Autorin von den großen und kleinen Nöten der Schwestern. Das tägliche Einerlei bestimmt die Handlung, die eine breite Fülle von lebenswürzenden Themen enthält: Sex, Liebe, Heirat, Verführung, unerfüllter Kinderwunsch und Beziehungen. Ohne viele Worte und mit einer hohen Sensibilität fürs Detail gelingt es Milena Agus ein differenziertes Bild der agierenden Personen zu erzeugen. Die Grundspannung ergibt sich aus dem Interesse am Schicksal der Schwestern. Noemi träumt davon, die veräußerten Wohnungen des Familienpalastes zurückzukaufen, Maddalena sehnt sich leidenschaftlich nach einem Kind und die Contessa macht sich sorgen um ihren fünfjährigen Sohn. Die Suche der Schwestern nach dem persönlichen Glück wird schön, aber unspektakulär beschreiben und lässt den sonstigen Schwung der anderen Romane vermissen. Eine ruhige Geschichte, die einem wunderbare Einblicke in die Welt des Alltäglichen ermöglicht und dem Leser zudem wundervoll romantische Landschaftsbeschreibungen der Insel beschert. Wer kurzweilige Erzählungen liebt, ist mit diesem Buch wunderbar bedient, z.B. zum Entspannen im Alltag oder unterwegs auf der Reise. Milena Agus wurde in Genua geboren. Als Kind sardischer Eltern lebt die Schriftstellerin heute in Cagliari auf Sardinien. Hier unterrichtet sie Italienisch und Geschichte an einem Gymnasium. Mehr Bücher und Autoren aus SardinienLabels: Bücher aus Sardinien, cagliari, Die Gràfin der Lüfte, La Contessa di ricotta, Literatur, Milena Agus, Reiseliteratur Sardinien, Roman, sardinien, Sardinienroman
Die barfüßige Witwe: Salvatore Niffois Roman gibt Einblicke in die archaische Welt Sardiniens
 Die schöne Mintonia versteht die Welt nicht mehr. Sie haben ihr ihren Mann abgeschlachtet und wie ein Schwein mit Axthieben zerlegt vor die Tür gelegt. Jetzt ist sie alleine mit ihrem Schmerz. In seinem 200 Seiten starken Roman beschreibt Salvatore Niffoi die Geschichte der jungen Mintonia aus Taculè, die sich in einer nicht allzu fernen Zeit Hals über Kopf in den rebellischen Schafhirten Micheddu verliebt. Es ist die Zeit zwischen 1915 und 1940 in einem Dorf der Barbagia, wo an alten Glaubenssätzen festgehalten wird, Blutrache herrscht und Männer, die sich vieler Freundinnen rühmen, als viril gelten. Gegen den Widerstand der eigenen Familie heiratet Mintonia ihren Micheddu. Er ist ihre große Liebe. Und für ihn bringt sie große Opfer: sie erduldet seine Flucht vor den faschistischen Dorfpolizisten, sieht über den Klatsch der Dorfgemeinschaft und sein uneheliches Kind hinweg. Als sie Micheddu an einem Junimorgen bestialisch ermordet auffindet, kann sie noch nicht einmal weinen und schmiedet einen entsetzlichen Racheplan. Salvatore Niffoi gelingt es mit diesem Buch, dem Leser einen realistischen Einblick in die raue und archaische Welt Sardiniens zu geben. Die schonungslosen, doch zugleich sprachgewaltigen Formulierungen lassen den Leser manchmal erschaudern, doch nur so kann man wohl eine solche rohe und von festgefahrenen Verhaltensmustern geprägte Welt wirklichkeitsnah beschreiben. Das Buch liest sich wie eine Liebestragödie nur in Romanform. Am Ende ist er tot und sie in einem fernen Land. Salvatore Niffoi wurde 1950 in Orani geboren. In Italien ist er einer der großen literarischen Überraschungserfolge der letzten Jahre. In den Büchern des Lehrers, der auch als Maler und Keramikkünstler tätig ist, finden sich alle Elemente einträglicher, zeitgenössischer Erzählliteratur. Obwohl Niffoi zahlreiche sardische Wörter und Themen der traditionellen Literatur verwendet, gelingt es ihm in seinen Texten auch immer eine moderne Perspektive zu schaffen. Für seinen 2006 erschienenen Roman La Vedova Scalza (dt. die barfüßige Witwe) erhielt er den Literaturpreis "Premio Campiello". Mehr Bücher von Autoren aus SardinienLabels: Bücher aus Sardinien, Die barfüßige Witwe, La Vedova Scalza, Liebesroman, Literatur, Orani, Reiseliteratur Sardinien, Roman, Salvatore Niffoi, sardinien, Sardinienroman
“Cuncambias”- Theater, Literatur und brasilianische Rhythmen auf Sardinien in San Sperate, 20 km nördlich von Cagliari
 Das Festival “Cuncambias: Per un pugno di Storie: alla conquista di un Sogno” findet vom 24. bis zum 31. Juli 2011 in San Sperate, 20km nördlich von Cagliari, statt. Das Event im Süden von Sardinien steht unter dem Motto des Wilden Westens und beinhaltet sardische Theateraufführungen und Autorentreffen. Täglich finden vom 25. bis zum 29. Juli ein Jugendtheaterstück um 20:00, ein Literaturtreffen um 21:00 sowie um 22:00 Uhr ein Theaterstück statt. Am 25. wird das Festival um 22 Uhr mit einer Theateraufführung von Vito Biolchini und Elio Turno Arthemalle, zwei sardische Drehbuchautoren und Intendanten, mit dem Stück “Per un pugno di storie” eröffnet. Bei den Autorentreffen werden verschiedenste Künstler teilnehmen; zum Beispiel die Komik-Autoren Daniele Mocci und Luca Usai sowie die Schriftsteller Marcello Fois und Luciano Marroccu. Als musische Einlage werden am 30. Juli die Bands Zumbatuke (ab 21Uhr) und Erva Rasteira (ab 22Uhr) dem Publikum mit brasilianischen Rhythmen einheizen. Das Festival wird am Sonntag mit einer Preisverleihung des Literaturwettbewerbs und der Ehrung des sardischen Schriftstellers Enrico Pili abgeschlossen. Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten in San Sperate statt: zum Beispiel auf dem Piazza San Giovanni, vor der Chiesa San Giovanni, im Casa Brisu, im Sa Mola und in den Straßen des Dorfes. Mehr Informationen zum Museumsdorf San SperateLabels: cagliari, Cuncambias 2011, Kultur, Literatur, musik, San Sperate, sardinien, theater
„Italiens Trauminseln“: Das Reisemagazin Geo Saison stellt in seiner aktuellen Ausgabe Sardinien und Sizilien vor
 Sizilien entzückt mit rauchenden Bergen und Barock, Sardinien mit hellen, weichen Sandstränden und einer ungezähmten, karstigen Bergwelt. Womit die beiden italienischen Mittelmeerinseln aufwarten, erfährt man in der aktuellen Ausgabe der Reisezeitschrift Geo Saison „Italiens Trauminseln“. Auf dreizehn Seiten mit vielen bezaubernden großen Bildern erlebt man was Sardiniens Nordküste an Naturschönheiten zu bieten hat. Geo-Reporterin Harriet Wolff erkundete und konzentrierte sich auf das Maddalena-Archipel. Atemberaubende Karibik-Strände, einsame Eilande, faszinierende Natur, Kultur und gutes Essen: In der Sardinien-Reportage liest man von Tahiti, Delfinen, Erdbeerbäumen, rosafarbenem Sand und erfährt, wo die besten Strände liegen und was man an der Nordostküste Sardiniens am besten unternimmt. Top-Adressen sowie Tipps zum Übernachten, Essen und Trinken und Einkaufen runden den Bericht ab. Zudem gibt es auch einige praktische Infos und Tipps zu Alghero, Stintino, Porto San Paolo und die Inseln Asinara sowie Tavolara. Ein schöner Artikel zum Träumen und Einstimmen auf die Insel, doch nicht für die Planung einer Sardinienreise geeignet. Mehr zu den Themen dieses Heftes und BestellungReiseführer SardinienMehr Bücher von Autoren über und aus SardinienLabels: Geo Saison, Italiens Trauminseln, la maddalena, Literatur, Maddalena-Archipel, Reiseführer Sardinien, Reisemagazin Sardinien, Reportage Sardinien, sardinien
„Die Rückkehr“: Ein scharfsinnig und einfühlsamer Sardinien-Roman zum Thema Krebs und zum italienischen Zeitgeist!
 Matteo Marongiu ist 64 und in Siniscola, am Fuße des Monte Albo aufgewachsen. 1967 verließ er Sardinien, um gemeinsam mit seiner Frau Assunta nach Deutschland auszuwandern. Beide leben in Göppingen, wo auch ihre beiden Kinder zur Welt kamen, und träumen davon, ihren Ruhestand auf Sardinien zu verbringen. Doch plötzlich hat Matteo andere Sorgen. Ein junger Arzt hat einen Gehirntumor bei ihm diagnostiziert. Damit ist die Vorstellung vom romantischen Lebensabend plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Er lehnt eine Operation mit anschließender Bestrahlung per Unterschrift ab und fährt ohne Frau und Kinder nach Sardinien. Doch nicht, weil er kein Vertrauen in deutsche Ärzte hat oder auf eine wundersame Heilung in der Heimat hofft, sondern, weil er einfach nur zurück zu seinen Wurzeln will. Hier will er die verhängnisvolle Krankheit in mediterraner Umgebung bewältigen. Auf Sardinien überrascht sein Lieblingsneffe Luciano ihn mit einer absurden revolutionären Idee: Der ungestüme und wankelmütige junge Mann will die pompöse Villa Certosa des italienischen Premierministers Silvio Berlusconi an der Costa Smeralda in die Luft sprengen. Matteo verbringt geraume Zeit damit, sich Gedanken darüber zu machen, ob er zusagen oder absagen soll. Obwohl Menschenleben dabei in Gefahr kommen könnten, wird ihm schnell klar, dass seine Haltung genauso verkehrt und aberwitzig ist wie die Politik des von Skandalen belasteten italienischen Regierungschefs. Trotzdem will er Luciano begleiten. Die Konfliktpunkte seiner Erkrankung, wie depressive Schattenbilder, eine chronische Lebensunlust und das Entsetzen der Anderen, überträgt er auf den Anschlag. Matteo sehnt sich nach Ausbruch und Abenteuer; das Angebot Lucianos gehört für ihn dabei zum Verarbeitungsprozess seiner Erkrankung. Ein scharfsinnig und einfühlsam erzählter Roman zum Thema Krebs und zum italienischen Zeitgeist! Zur Rezension von "Die Rückkehr“ von Markus FritscheMehr Bücher von Markus FritscheBücher und Autoren aus Sardinien Reiseführer Sardinien Der AutorMarkus Fritsche wurde 1963 in Göppingen/Fils geboren und lebt heute im Allgäu. Seit Abschluss seines Studiums der Sozialpädagogik betreut er Jugendliche in schwierigen Lebenslagen. Der Sardinienexperte veröffentlichte 2002 sein erstes Sardinienbuch „Der Inselabdruck - Fußspuren auf Sardinien“. Das Taschenbuch erschien 2008 auch in italienischer Übersetzung. Von Markus Fritsche erschienen im Schardt Verlag außerdem der Roman „Für immer und nie wieder“ (1999), der Lyrikband „Endzeitlich Neuwärts“ (2000), das Buch „Wenn Dalí noch leben würde“ (2005) und der Gedichtband „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (2007). Labels: Autor, Berlusconi, Buch, Der Inselabdruck - Fußspuren auf Sardinien, Die Rückkehr, Literatur, Markus Fritsche, Roman, sardinien, Schrdt Verlag, Taschenbuch
Neuer Sardinien-Wanderführer aus dem Bergverlag Rother: Sardinien. Die 63 schönsten Küsten- und Bergwanderungen
Fast zehn Jahre lang war der Rother-Wanderführer von Autorin Mithra Omidvar-Gorter, Wanderführerin der Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins, die Bibel für Trekking-Touren auf Sardinien. Der handliche, erstmals 1994 erschienene und dreimal aktualisiert aufgelegte Guide wurde sogar ins Italienische übersetzt. Jetzt hat das Standardwerk einen würdigen Nachfolger bekommen: Das Autorenpaar Walter Iwersen und Elisabeth van de Wetering haben in ihrem 2010 erschienenen Band „ Sardinien. Die 63 schönsten Küsten- und Bergwanderungen“ die bewährten Wanderungen aus dem alten Band aktuell recherchiert und durch neue Touren ergänzt. Natürlich dürfen heutzutage in einem Wanderführer auch die GPS-Koordinaten nicht fehlen, die auf der Verlags-Website heruntergeladen werden können. So ist ein aktueller Sardinien-Wanderführer mit zahlreichen anspruchsvollen und leichten Touren zu berühmten aber auch unbekannten Wanderplätzen, Aussichtsgipfeln, Stränden und Sehenswürdigkeiten auf Sardinien entstanden: Von alten römischen Steinbrüchen, Nuraghentürmen bis zu den Hochebenen Zentralsardiniens ist alles dabei. Eine unbedingt empfehlenswerte Anschaffung für 14,99 Euro für jeden, der eine Wandertour durch die Mittelmeerinsel plant oder einfach ab und zu eine Halbtageswanderung oder einen Tagestrip machen will. >> Mehr Sardinien-Reiseführer und ReiseliteraturLabels: Literatur, Mithra Omidvar-Gorter, outdoor, Reiseführer, Wanderführer, Wanderrouten Sardinien, Wandertouren
Bildschönes Sardinien - der neue Bildband aus dem Bruckmann Verlag bietet interessante Blickwinkel auf Land und Leute
Labels: Bildband Sardinien, Bildschönes Sardinien, Bruckmann Verlag, Dagmar Kluthe, Fotoband Sardinien, Fotos Sardinien, Literatur, Photo Sardinien, Reiseliteratur, sardinien, Tobias Hauser
Marina Café Noir: Festival für angewandte Literatur im Süden von Sardinien
 Wer Zeit und Lust auf Literatur, Ausstellungen, Musik und Show hat, kann Mitte September in Cagliari, im Süden von Sardinien, vorbeischauen. Autorinnen und Autoren aus Italien und anderen Ländern treffen sich im Spätsommer in der Inselhauptstadt Sardiniens zum Festival für angewandte Literatur. „Marina Café Noir“ heißt die Veranstaltung, zu der Autoren, Künstler, Händler und Kneipenwirte vom 15. bis 19. September 2010 bereits zum 8. Mal in eines der alten Stadtteile Cagliaris einladen. In einer bunten Mischung aus Lesungen, Theaterstücken, Konzerten, Ausstellungen und Showeinlagen dreht sich in „Sa Marina“, dem alten Hafenviertel der Inselhauptstadt, alles um Krimis und düstere Geschichten. „Il nero intorno” (das Dunkel, das uns umhüllt) lautet deshalb auch das Motto der diesjährigen Veranstaltung, die täglich jeweils ab dem Nachmittag bis in den späten Abend stattfindet. Diskutiert wird die These, dass die heutige Gesellschaft dem Einzelnen oft unvorhersehbar und arbiträr erscheint. Das erweckt bei vielen Ängste, die plagen und bedrängen. Literaturführer SardinienLabels: Ausstellung, cagliari, Il nero intorno 2010, Konzerte, Krimi, Lesungen, Literatur, Literaturfestival, Marina Café Noir, musik, Noir, sardinien
„Solange der Haifisch schläft“: Debütroman der sardischen Schriftstellerin Milena Agus
 Das Buch beschreibt die verwobene Geschichte der Familie Sevilla Mendoza aus Cagliari. In Ich-Form erzählt die Tochter Agnese auf spannende und beeindruckende Art die Sehnsüchte der einzelnen Familienmitglieder: Der Vater träumt davon das Elend in Südamerika zu lindern, die neurotische Mutter hat einen heimlichen Verehrer, die lebenslustige Tante verschleißt einen Verehrer nach dem anderen und die Oma hofft, dass aus den komplizierten Beziehungen doch noch ein Familienidyll erwächst. In diesen, alles andere als paradiesischen Zuständen gerät die Erzählerin in die Fänge eines verheirateten Sadomasochisten. Das Leben ist nicht einfach und noch schwerer ist es Verantwortung zu übernehmen. Anhand der schwierigen Beziehungskonstellationen zeigt Milena Agus grundlegende Probleme menschlichen Zusammenlebens auf. Milena Agus wurde als Kind sardischer Eltern in Genua geboren. Heute lebt und arbeitet sie in Cagliari, der Hauptstadt von Sardinien.
Zur Rezension von "Solange der Haifisch schläft" von Milena Agus
Mehr Bücher von Autoren aus und auf Sardinien
Reiseführer Sardinien Labels: Autor, Buch, cagliari, Klett-Cotta, Literatur, Mentre dorme il pescecane, Milena Agus, Roman, sardinien, Sardinien-Roman, Solange der Haifisch schläft
"Alles, was Jungs wissen müssen": Spannende Geschichten, Wissenswertes, Tipps und Tricks für junge Abenteurer von Ulf Lüdeke
 Das Buch „Alles, was Jungs wissen müssen“ von Ulf Lüdeke, freiberuflicher Journalist aus Wolfsburg, der seit nunmehr acht Jahren mit Frau und Kind auf Sardinien lebt, ist nix für Stubenhocker. In dem 270 Seiten starken Erlebnishandbuch für die Altersstufen 6-12 Jahre, erfahren Junior-Forscher und Abenteurer alles, was sie über Abhöranlagen, Monsterseifenblasen, Brause-Geysirs und wilde Tiere wissen müssen. Ob geheimnisvolle, verschlüsselte Botschaften, unglaubliche Bauanleitungen für einen Vulkan und eine Rakete, leckere Rezepte für den Hunger zwischendurch oder spannende Tipps & Tricks für die Orientierung in der Natur, dieses Buch regt zu kreativen Spielen, Experimenten und Expeditionen an. In kurzen, unterhaltsamen Artikeln erfahren Neugierige zudem Aufschlussreiches über die spannendsten Epochen, die stärksten Kämpfer, die legendärsten Schätze, die größten Bauwerke und vieles mehr. Das Werk aus dem Knauer Verlag ist das perfekte Jugendbuch für unterwegs und zwischendurch. Ulf Lüdeke arbeitet als freiberuflicher Journalist und schreibt Wissenschaftsgeschichten für den Reiseführer Merian und das Männermagazin Playboy. Er lebt mir seiner Frau und seinem Sohn in Cagliari, im Süden von Sardinien. Labels: Alles, Autor, Buch, cagliari, Jugendbuch, Knauer Verlag, Literatur, Sachbuch, sardinien, Ulf Lüdeke, was Jungs wissen müssen
Accabadora: Im Februar erscheint der erste Roman der Autorin Michela Murgia aus Sardinien
 Im Februar 2010 erscheint der erste Roman von Michela Murgia im Klaus Wagenbach Verlag. "Accabadora" heißt das jüngste Werk der Schriftstellerin aus Cabras, an der sardischen Westküste. Das 176 Seiten umfassende Buch spielt in den 1950er- Jahren auf der Insel. Es handelt von einer alten Schneiderin, die einen lange verschwiegenen Beruf ausübt und einem sechsjährigen Mädchen aus bitterarmen Verhältnissen. Als die alte Näherin das Kind zu sich nimmt und es groß zieht, scheinen beide ihr Glück gefunden zu haben. Doch schon bald spürt das Mädchen, dass ein Geheimnis die stets schwarz gekleidete, wortkarge alte Frau umgibt. Ein Geheimnis, das mit dem Tod zu tun hat. Michela Murgia wurde 1972 in Cabras an der Westküste von Sardinien geboren. Sie studierte Theologie und unterrichtete Religion. Nach einigen Jahren in Norditalien lebt sie nun wieder auf der Insel. 2006 veröffentlichte sie im italienischen ISBN Verlag das tragikkomisches Tagebuch "Il mondo deve sapere" (dt. Die Welt soll es wissen). Die darin beschriebene Geschichte der jungen Marta und ihre einmonatige Anstellung in einem Call-Center haben Paolo Virzi zu seiner Komödie "Tutta La Vita Davanti" (dt. Du hast das ganze Leben noch vor Dir) inspiriert. Der Film kommt Anfang April auch in die deutschen Kinos. 2008 veröffentlichte Michela Murgia im Einaudi Verlag ein Themenbuch über das unbekannte Sardinien "Viaggio in Sardegna. Undici percorsi nell'isola che non si vede". Accabadora ist ihr erster Roman. Im alten Sardinien gab es die Figur der "Accabadora", eine Person, die "etwas zuende bringt" und aktive Sterbehilfe gegenüber altersschwachen Menschen leistete. Ihr Akt war im archaischen Sardinien gesellschaftlich anerkannt und wurde nicht als Tötung angesehen, sondern als letzte würdevolle Geste.
Labels: Accabadora, Buch, Buchtipp Sardinien, cabras, Klaus Wagenbach Verlag, Krimi, Literatur, Michela Murgia, Oristano, Roman, sardinien, Westküste Sardinien
Festival “Tuttestorie” - Jugend-Buch-Fest in der Inselhauptstadt Cagliari
 Für Teenies aber auch für Kinder und Erwachsene feiert die Arbeitsgruppe Tuttestorie am Mittwoch, den 7. Oktober 2009, in Cagliari den Beginn des vierten Kinder- & Jugend-Buch-Festivals Tuttestorie. Vom 7. bis 11. Oktober dreht sich im Süden von Sardinien dann alles ums Erzählen, Lesen und Hören. „Aiuto sto' cambiando! Racconti, visioni e libri per rospi da baciare“ (Hilfe ich verändere mich! Erzählungen, Vorstellungen und Bücher für Frösche die zum Prinzen geküsst werden) nennt sich das diesjährige Fest, das in den Räumlichkeiten des Kultur- und Kunstzentrum Exmà sowie auf der Piazza San Cosimo stattfindet. „Veränderung" heißt das magische Wort in der Welt der Kids, um das sich dieses Festival dreht: der erste Freund oder die erste Freundin, der erste Liebeskummer, Druck in der Schule, Zoff mit Mama und Papa – diese Zeit ist für Teenager zwar spannend, doch nicht immer einfach. Neben Ausstellungen und Aufführungen gibt es Neues von den Meisterillustratoren Chen Jiang Hong, Tony Ross, Chiara Carrer und Giulia Orecchia zu sehen. Außerdem sind der chinesische Schriftsteller Ma Jian, die Buchautoren Ulf Stark (Alle halten mich für einen Jungen, 1986), Matt Haig (Im Schattenwald), Erri De Luca, Boris Pahor sowie Anne Fine, deren Roman „Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen“ Vorlage für den amerikanischen Film mit Robin Williams in der Hauptrolle war, zu hören. Die Kinder und Jugendlichen sind in Spielstationen und Workshops zum Mitmachen eingeladen. Buchempfehlungen und Einblicke in die Auswahl der nächsten Kinder- bzw. Jugendbücher geben die Autoren Sergio Guastini,Giorgio Scaramuzzino, Elio Turno Arhemalle, Giancarlo Biffi, Gianluca Medas. Veranstaltungsort: Centro Comunale d’Arte e Cultura Exmà - Via San Lucifero 71 - Cagliari Tenda Zig Zag - Piazza San Cosimo – Cagliari Eröffnungsveranstaltung: Mittwoch, 7. Oktober 2009, 20.30 Uhr Das ausführliche Programm: www.tuttestorie.it Labels: cagliari, Exma, Jugend-Buch-Fest, Jugendbuch, Jugendbuchautor, Jugendbuchfest, Jugendliteratur, Kinder-Buch-Fest, Kinderbuch, Kinderbuchfest, Literatur, sardinien, Tuttestorie
"Marina Café Noir " - Literatur, Ausstellungen, Musik und Show in der Inselhauptstadt Cagliari
 Vom 10. bis 13. September 2009 laden Künstler, Händler und Kneipenwirte im Stadtviertel Marina in der Inselhauptstadt Cagliari bereits zum siebten Mal zum "Marina Café Noir" ein - einer bunten Mischung aus Buchlesungen, Theaterstücken, Konzerten, Ausstellungen und anderen Showeinlagen. Dabei dreht sich alles um Krimis und düstere Geschichten. „Ospiti delle Città” (Gäste der Städte) ist das Motto der diesjährigen Veranstaltung die täglich jeweils ab 17.30 Uhr und dann bis in den späten Abend stattfindet. Einfach durch das Viertel spazieren und schauen, was in den Läden, Galerien und Kneipen des Viertels am Hafen so auf die Besucher und Gäste wartet! Literaturführer Sardinien
Labels: Ausstellungen, cagliari, Konzerte, Krimi, Lesungen, Literatur, Literaturfestival, Marina Café Noir, musik, Noir, sardinien
6. Festival Letterario della Sardegna - Literaturfestival in Gavoi im Herzen von Sardinien
 Das 6. Literaturfestival in Gavoi wird in diesem Jahr vom 3. bis 5. Juli 2009 stattfinden. Zahlreiche Autorinnen und Autoren werden an dem Festival teilnehmen. Am Veranstaltungsort in Gavoi, einem schönen Bergdorf im Herzen der Insel, gibt es drei Tage lang von morgens bis abends Lesungen, Überlegungen und Diskussionen rund um das Thema Literatur. Nicht nur literarische Größen sondern auch junge Publizisten geben sich dann in dem kleinen Ort in der Barbagia die Ehre. Mit von der Partie ist in diesem Jahr der deutsche Schriftsteller Ingo Schulze dessen aktueller Roman ‘Adam und Evelyn’ im Herbst in Italien erscheinen wird. Ziel des Festivals ist es wesentlich dazu beizutragen, Sardinien als Kulturraum bekannt zu machen. Das Literaturfestival ist eine Veranstaltung des Kulturvereins „Associazione Culturale Isola delle Storie“ dem der sardische Schriftsteller und herausragender Vertreter des Italienischen Roman Noir Marcello Fois vorsitzt. Unterstützt wird das Festival von der Gemeinde Gavoi, der Region Sardinien, der Provinz Nuoro und der Stiftung Banco di Sardegna. Im Rahmen des Literaturfestivals gibt es in Gavoi auch eine schöne Ausstellung des französischen Fotografen Stanislas Guigui zu sehen. Das Eröffnungskonzert, bei dem die italienische Sängerin Petra Magoni vom berühmten Komponisten und Kontrabassspieler Ferruccio Spinetti begleitet wird, findet am Abend des 2. Juli 2009 im Garten der Grundschule statt. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Veranstalters: www.isoladellestorie.itWeitere Veranstaltungen auf Sardinien
Labels: Autoren Sardinien, Bücher Sardinien, Festival Letterario della Sardigna, Gavoi, Ingo Schulze, Literatur, Literatur Sardinien, Literaturfestival Sardinien, Marcello Fois, sardinien, Stanislas Guigui
|
| |
© Sardinien.com -
info@sardinien.com
Nachdruck und Weiterverbreitung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung
|
|