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Montag, 9. Januar 2012
Alte Leier, neue Lieder: Ein Film auf 3sat über Sardinien und seine Hirten
Am kommenden Samstag, den 14. Januar 2012 zeigt der Kultursender 3sat zu früher Stunde einen Film von Peter M. Kruchen. In seiner Dokumentation "Alte Leier, neue Lieder" besucht der Filmemacher die italienische Mittelmerinsel Sardinien und seine Hirten. Aus dem Sendungstext:
„Abseits der Sandstrände und Badebuchten der Costa Smeralda findet man in den kleinen Dörfern noch das echte, unverfälschte Sardinien. Wer die Insel wirklich kennenlernen will, muss die Menschen dort besuchen, die ihre Identität bewahren, indem sie alte Traditionen pflegen. Musikalische Tradition und Moderne vereinen die acht Mitglieder der Folk-Gruppe Janas, die bei den Proben zu einem Konzert über alte und neue Lieder sprechen. Der Maskenschnitzer in Mamoiada führt den Ursprung seiner Mamuthones genannten Holzmasken auf alte Hirtenbräuche zurück. In einem Tal in der Nähe von Urzulei wohnt Sebastiano Cabras, ein "moderner Hirte". Nachdem Sebastiano seine Arbeit im Telekommunikationsbereich verloren hat, hält er Ziegen, Schafe und Schweine, baut Gemüse an und macht Wein. Einer von vielen tausend Menschen, die notgedrungen zu einer traditionellen Lebensweise zurückgekehrt sind.“
Alte Leier, neue Lieder: Sardinien und seine Hirten
Film von Peter M. Kruchten
Sendungstermin: Samstag, 14.01.2012, 05:50 Uhr, 40 Min., 3sat
Maskenträger aus acht Dörfern Sardiniens treffen sich aus nah und fern gegen 17.30 Uhr mit ihren wunderbaren Masken in der Piazza Padre Pio, um mit Gästen und Besuchern das 2. Traditionelle Sardische Maskenfestival zu feiern.
Wer den Mamutzones aus Samugheo, Su Bundu aus Orani, Sos Corrajos aus Paulilatino, Is Facciolas aus Villaputzu, Sos Corriolos aus Neoneli, Maimones, Murronarzos und Intintos aus Olzai, Sos Cotzulados aus Cuglieri, den Trommlern und Trompetern der Sartiglia aus Oristano und vor allem den Gewohnheiten und Traditionen dieser Insel begegnen möchte, sollte am Wochenende nicht fehlen in Monastir.
Zum Abschluss des Maskenspektakels gibt es gegen 21.00 Uhr in der Piazza F.lli Govoni e Cervi kulinarische Spezialitäten der Region zu probieren.
Lange Nacht der Museen auf Sardinien: Viele Ausstellungen am Samstag bis 2 Uhr nachts geöffnet
Am kommenden Wochenende öffnen viele Museen der Insel ihre Tore bis in die frühen Morgenstunden. Bei La Notte dei Musei 2011 kann man am 14. Mai von 20 Uhr bis 2 Uhr die wichtigsten Ausstellungen und Kunst-Sammlungen der Insel besuchen.
Bei der Museumsnacht in der Inselhauptstadt Cagliarikann man am 14. Mai von 20 Uhr bis 2 Uhr nachts im Museo Archeologico Nazionale die wichtigsten archäologischen Funde Sardiniens bestaunen und die Geschichte der Insel anhand der bedeutendsten Fundstücke von der Frühzeit bis in das frühe Mittelalter nachverfolgen. In der Pinakothek, die wie das archäologische Museum im ehemaligen königlichen Zeughaus am höchsten Ort des Altstadthügels untergebracht ist, kann man hingegen Ölgemälde sardischer und katalanischer Meister des 15. und 16. Jahrhunderts sowie traditionelle Schmuckstücke, Textilien, Einrichtungsgegenstände würdigen. In der zweitgrößten Stadt der Insel öffnet die kleine Pinakothek von Sassari, das Mus'a Pinacoteca al Canopoleno di Sassari, von 20 bis 2 Uhr ihre Pforten. Das Maskenmuseum von Mamoiada in Zentralsardinien und das Museo Archeologico di Villanovaforru (22 bis 0 Uhr) mit seinen prähistorischen Fundstücken aus der Marmilla nehmen ebenfalls an der europaweiten Veranstaltung der Nacht der langen Museen teil.
Sant’Antonio Abate: Karnevalsauftakt in Mamoiada im Inland von Sardinien
Auf Sardinien finden sich das ganze Jahr über viele Anlässe, um nach Herzenslust ausgelassene Feste zu feiern. Den alljährlichen Auftakt macht am 16. und 17. Januar 2010 die Feier zu Ehren des Heiligen Antonio Abate in Mamoiada, die offiziell den sardischen Karneval einleitet. Dieses schaurig schöne Fest erlebt am kommenden Sonntag seinen Höhepunkt in einem Narrenumzug der Mamuthones und Issohadores durch das Bergdorf in der wunderschönen Barbagia di Ollolai. Am Abend des 16. Januar werden riesige Holzfeuer neben den Kirchen die dem Heiligen Antonio Abate gewidmet sind entzündet. Sie brennen die ganze Nacht durch und aus dem dicken, aufsteigenden Rauch ist angeblich zu ersehen, ob das neue Erntejahr unter einem guten oder schlechten Vorzeichen beginnt. Der Tag danach ist der Starttermin für Mamuthones und Issohadores: Wild hüpfende Zottelmonster mit großen, dumpf scheppernden Glocken und lasso-werfende Wächter in signalroten Kostümen. Zwecks Unterhaltung und Heiterkeit machen sich einige von ihnen einen Spaß draus, nicht nur die närrischen, wüst dreinschauenden Mamuthones, sondern auch Zuschauer mit dem Lasso einzufangen. Der 17. Januar ist jedoch nur der Auftakt, die eigentlichen närrischen Tage fallen in die Karnevalszeit im Februar.
Narrenfest 2009 in Stuttgart Bad-Cannstatt mit Mammuthones aus Sardinien
Wild hüpfende Zottelmonster mit großen, dumpf scheppernden Glocken: Das sind die "Mammuthones"-Kostüme aus dem sardischen Bergdorf Mamoiada, die jedes Jahr zu den sardischen Fasnachtsumzügen vorgeholt werden. Doch auch außerhalb Sardiniens sind die wüst dreinschauenden, schaurig schönen Karnevalskostüme unterwegs: In diesem Jahr unter anderem auf dem Narrenfest 2009 in Stuttgart. Auf dem großen Faschingsumzug im Stadtteil Bad Cannstatt findet ein großes Zusammentreffen europäischer Fastnachtsbräuche statt: Gruppen aus aller Herren Länder stellen an diesem Wochenende ihre Bräuche, Tänze und Kostüme vor. Höhepunkt ist ein großer Narrenumzug am Sonntag, 25. Januar 2009 mit ca. 4.000 mitwirkenden Narren und Musikanten.
Sardinien, Trofeo Rally Terra: Schotter-Herausforderung in der Barbagia beim vierten Lauf der 15. Rally della Sardegna
Sardinien: Zwei Tage durch das verwunschene Gebiet der Barbagia, rund 292,250 Kilometer durch Steineichenwälder und Gebirge und über harte Schotterpisten: Die Trofeo Rally Terra, als vierter Lauf der 15. Rally della Sardegna, mit Start am 20. Juni in Nuoro und Ziel am 21. Juni in Nuoro wird den Piloten auf 12 Etappen Höchstleistungen abverlangen. Die Rallye findet auf schnellen Schotterpisten der gemeinden Nuoro, Olzai, Ottana, Teti, Sarule, Orani und Mamoiada statt.
“Carnevale” auf Sardinien: Farbenfroh und fröhlich geht es in fast jeder Ortschaft der Insel vor Beginn der österlichen Fastenzeit zu. Meist bei strahlendem Sonnenschein ziehen die Akteure in ihren fantasievollen Kostümen spielend, tanzend, reitend, und musizierend durch die Straßen. Zum Beispiel in Mamoiada mit den Mamuthones und Issohadores. Seinen Höhepunkt erreicht der „Carnevale“ in der eigentlichen Fastnachtswoche vom „Fetten Donnerstag“ (Weiberfastnacht) über den Rosenmontag bis zum Fastnachtsdienstag. Mit dem „Fetten Donnerstag“ beginnt in den Städten der eigentliche Fasching mit seinen vielen Straßenumzügen. Am bekanntesten sind die Karnevals-Hochburgen Tempio Pausania, Oristano, Santu Lussurgiu, San Gavino, Bosa, Mamoiada, Oliena, Samugheo, Orotelli, Ottana und Ovodda (Aschermittwoch) mit ihren großen Umzügen und zum Teil schaurigen Barbagia-Masken:
Karneval in Tempio Pausania
Fasching in Fonni
Fasnacht in Santu Lussurgiu
In anderen Städten wird im kleineren Rahmen gefeiert, wie zum Beispiel in Lanusei, Lotzorai und Cardedu. Die Parade der Barbagia-Masken oder die „Sartiglia“ in Oristano sind Ereignisse, die jeder einmal gesehen haben sollte:
Das atemberaubende Reiterfest "Sa Sartiglia" findet am Sonntag, vor Rosenmontag statt und wird am Faschingsdienstag wiederholt. Die "Sartiglia" ist ein Wettstreit - die Jagd auf einen Stern. Huldvoll schlagen sich die Reiter zur Karnevalszeit tapfer um den Silberstern. Schon im Mittelalter trafen sich ehrwürdige spanische Reiter, um ihre Geschicklichkeit und Kräfte zu messen. Gelingt es den Reitern den Stern aufzuspießen wird es ein gutes Jahr werden, denn von der Anzahl der Sterne hängt die Jahresernte ab. Je mehr, desto besser, d.h. die Geschicklichkeit der Reiter besiegelt das Schicksal des Städtchens, sagt die Karnevalstradition.