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Safran, das rote Gold der Sarden: Gastro-Wochenenden in Villanovafranca und Turri im Süden von Sardinien
 Die kulinarischen „Sagre dello Zafferano“ in Villanovafranca und Turri am ersten Wochenende im November stehen ganz im Zeichen des kostbaren, roten Goldes. Am 5. und 6. November 2011 steht nämlich der Safran in den Gemeinden der Marmilla Region im Süden von Sardinien im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Dann duftet es köstlich nach zahlreichen Speisen, denn das königliche Gewürz verfeinert nicht nur Reis- und Nudelgerichte, selbst Sausen, gebackenes Gemüse und Plätzchen werden mit der gelben Würze veredelt. Zum Nachtisch gibt es sogar Speiseeis mit Safran! Auf den Dorfplätzen erfährt man zudem vieles über die gelbe Würze und an den Ständen kann die eine oder andere Spezialität mit oder ohne Safran erstanden werden. Mehr Informationen zu Safranernte auf SardinienMehr Veranstaltungen im Süden von SardinienMehr Veranstaltungen im Norden von SardinienLabels: Krokusblüte, Marmilla, medio campidano, Safran, Safran-Ernte, Safran-Fest 2011, Safranfelder, Safranrosen, sardinien, Turri, Villanovafranca
Sa Nascimenta: Lebende Krippe auf Sardinien
 Am 2. Weihnachtstag findet in diesem Jahr zum 6. Mal das bekannte Krippenspiel "Sa Nascimenta" im knapp 1300-Seelen-Dorf Gergei statt. In der nur wenige Kilometer von Serri, im Süden von Sardinien gelegenen Gemeinde wird am 26. Dezember 2010 auf den gepflasterten Gassen sowie an den Torbögen und Portalen die Weihnachtsgeschichte der Geburt Jesu auf sardische vorgetragen. Die Darsteller werden von den polyphonen Gesängen der Tenores Santa Ruche aus Oniferi und des Chors Tasis aus Isili begleitet. Die Aufführungen an der Maria und Josef, der Engel, die Hirten und Hirtenkinder, die drei heiligen Könige und viele mehr beteiligt sind, beginnt um 18.00 Uhr. Ochs und Esel sind ebenfalls als lebende Tiere dabei. Nach der Aufführung treffen Darsteller, Gäste und Besucher sich auf dem Kirchplatz der Pfarrkirche vor einem großen Lagerfeuer. Neben gerösteten Kastanien gibt es dann für alle auch leckere "Bruschette" mit dem berühmten Olivenöl aus Gergei. Labels: 2. Weihnachtsfeiertag, gergei, Krippenspiel Sardinien, lebende Krippe, lebendige Krippe, Marmilla, Sa Nascimenta, sardinien, Weihnachten Sardinien
Sagra del carciofo – grüne, stachelige Artischocken aus Sardinien beim Festival in Samassi
 Ende November, Anfang Dezember wird auf Sardinien die grüne, stachelige Artischocke geerntet! Das knapp 5000-Seelen-Dorf Samassi nördlich der Inselhauptstadt Cagliari ehrt das Blütengemüse mit Gourmet-Faktor deshalb alljährlich in einem kleinen Fest. Vom 3. bis 5. Dezember 2010 gibt es in der Hauptstadt der Artischocke im Medio Campidano neben vielen superleckeren Artischockengerichten auch Verkaufsstände rund um die Artischocke sowie andere Delikatessen aus der Region im Süden von Sardinien zu genießen. Samassi ist für seine distelartige, kräftige Kulturpflanze inselweit bekannt und nutzt seit jeher ein großflächiges und fruchtbares Gebiet für den Anbau der stacheligen "carciofi". Die Artischocke ist ein mit der Distel verwandtes Blütengemüse und wird in Mitteleuropa vor allem als Heilpflanze genutzt. Sie wurde zum Beispiel von dem deutschen "Studienkreis zur Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" zur Arzneipflanze des Jahres 2003 gekürt. Frische Artischocken sind prall, fest und von ansprechend grüner Farbe. Die Blätter sind nach oben geschlossen und knackig. Besonders begehrt sind die kleinen, sehr jung geernteten Artischockenknospen. Denn je kleiner die Knospen sind, desto gehaltvoller ihr Geschmack Auf Sardinien werden aus der leicht bitteren Pflanze zahlreiche leckere Gerichte gezaubert. Köstliche Artischockengerichte zum Nachkochen finden Sie in unserer Rezeptsammlung unter Vorspeisen und Beilagen. Rezept Carciofi in pinzimonio Rezept Carciofi con patate Mehr Feste auf Sardinien Bild: Artischockenfeld bei Giba Copyright Foto: Paolo Succu Labels: 2010, Artischocke, Artischocken-Anbau, Artischocken-Fest, Artischocken-Gericht, Dezember, Marmilla, medio campidano, Samassi, sardinien
Sagra della Mandorla: Im September großes Mandelfest im Zentrum von Sardinien
 Das große Mandelfest am 11. und 12. September 2010 wird in diesem Jahr zum 19. Mal zahlreiche Freunde der leckeren Steinfrucht nach Baressa locken. Das knapp 750 Einwohner zählende Dorf im Zentrum von Sardinien liegt nördlich der kleinen Gemeinde Siddi, im Herzen der Marmilla. Die Veranstaltung beginnt am Samstag um 15.00 Uhr und erstreckt sich über die Straßen der Altstadt. Hier zeigen Kunsthandwerker ihre Produkte, Künstler ihre Exponate und Gastronomiestände bieten dazu typische Speisen der Region. Ab 18.30 Uhr gibt es Folkloredarbietungen der „ Sos Mamuthones und Sos Issohadores“ aus Mamoiada“, der Gruppe “Folk Sant’Isidoro“ aus Baressa und der Gruppe “Folk Sa Jara” aus Tuili. Am zweiten Sonntag im September startet das Fest schon um 9.00 Uhr morgens. Besucher und Urlauber können verschiedene Ausstellungen besuchen, sich über alte Berufe informieren und den Einkaufsbummel kulinarischer Köstlichkeiten in gemütlicher Atmosphäre genießen. Ab 17.30 Uhr dreht sich alles um die Mandel: Ein leckeres Mandelgebäck, das später probiert werden kann, wird zubereitet. Zum Verdauen gibt es danach bis spät in den Abend Folklore, Spaß und Musik. Mandeln sind reich an Vitamin E. Bei uns sind Mandeln überwiegend aus der Weihnachtsbäckerei bekannt. Auf Sardinien werden Mandeln meist für die Zubereitung von Gebäck und Kuchen verwendet. Weitere Informationen und das ProgrammLabels: Baressa, Mandel, Mandelfest, Marmilla, Provinz Oristano, Sagra della Mandorla, sardinien, Siddi
Oldtimer-Treffen und Patronatsfest am 16. Mai in Collinas, im Süden von Sardinien
 Am Sonntag, den 16. Mai 2010 kommen Automobil-Liebhaber in Collinas, einem kleinen Dorf in der Hochebene der Marmilla, voll auf Ihre Kosten. Im Rahmen des Festes zu Ehren des Heiligen Isidor von Madrid, dem Schutzheiligen der Bauern und Landwirte, findet im knapp 900-Seelen-Dorf im Süden von Sardinien auch ein Oldtimer-Treffen statt. Am frühen Nachmittag werden die KFZ-Veteranen zunächst den Besuchern vorgestellt, um 17.30 Uhr steht dann eine kleine Oldtimer-Ausfahrt durch die Altstadt Collinas auf dem Programm. „Beim Treffen werden etwa 35 bis 40 Oldtimer verschiedener Baujahre zu sehen sein“ erklärt Nello Alfano, Präsident des sardischen Oldtimer-Clubs Circolo Sardo Automoto d’Epoca S.C.Q. „Es liegen schon zahlreiche Anmeldungen vor.“ Am Sonntag soll aber auch an das Fest des Heiligen Isidor von Madrid erinnert werden.  Sein Feiertag ist der 15. Mai. Dem Heiligen der römisch-katholischen Kirche werden verschiedene Wunder zugeschrieben, u.a. sollen zwei weiße, von einem Engel geleitete Stiere ihm das Feld bestellt haben, während er unter einem Baum betete. Neben einer feierlichen Messe gibt es in Collinas zur Feier des Tages auch ein buntes Rahmenprogramm mit sardische Musik, Folkloredarbietungen und Spezialitäten der Region. Collinas lebt heute von der Landwirtschaft und dem Tourismus. Archäologische Funde belegen, dass der Ursprung des Ortes in der Provinz des Medio Campidano auf das antike Dorf Forru zurück geht. Zu vornuraghischer Zeit soll Forru ein wichtiger Anlaufpunkt für all diejenigen gewesen sein, die von Süden aus in die nördliche Hochebene reisen wollten. Die Gigantengräber Sa Sèdda und Sa Caudèba sowie der Name des nahegelegenen Nuraghendorfes Genna Maria (dt. Tür zum Meer) lassen außerdem die Spekulation zu, dass es zur Zeit der Nuraghen eine Handelsstrecke zwischen den Küstenstädten und dem Dorf Forru gab. Das nahegelegene Nuraghen-Siedlung und die prachtvollen barocken und rustikalen Kirchen sind ein Besuch wert. Mehr Veranstaltungen auf SardinienMehr zu CollinasOldtimer-Rennen in CagliariLabels: Automobil-Club, Circolo Sardo Automoto d’Epoca, Collinas, Isidor von Madrid, KFZ-Veteranen-Treffen, Marmilla, Oldtimer-Club, Oldtimer-Rennen, Oldtimer-Treffen, Patronatsfest, sardinien
L’avventura dell’evoluzione: Darwin-Ausstellung im Miniaturpark im Süden von Sardinien
 Nur 200 Jahre sind seit der Geburt Charles Darwin, dem Naturforscher mit der revolutionären Theorie zur Entstehung der Arten vergangen. Im Jahr 2009 jährte sich außerdem zum 150. Mal die Veröffentlichung seines bahnbrechenden Werkes „On the Origin of Species“ (dt. Über die Entstehung der Arten). “L’avventura dell’evoluzione” (dt. Das Abenteuer der Evolution) heißt daher eine Ausstellung im Miniaturpark bei Tuili, die noch bis zum 26. Juni 2010 zu sehen ist . Ein Großteil der Schau im Süden von Sardinien ist der Expedition gewidmet, die der 22-jährige Darwin von 1831 bis 1836 auf einem Segelschiff, der Beagle, unternahm. Die Forschungsreise sollte zu einem einschneidenden Erlebnis in seinem Leben werden, denn in nur wenigen Jahren entwickelte sich der junge, unerfahrene Beobachter zu einem wissenschaftlichen Naturforscher, der die damals vorherrschende Entwicklungstheorie umwälzte. Bei den Exponaten handelt es sich um Proben die er auf seiner Reise sammelte, wie Fossilien, gepresste Pflanzen aber auch seltenes Dokumentationsmaterial, wie Zeichnungen und die Reisenotizen des jungen Forschers. Eine Zeitreise der besonderen Art zu den Galápagos-Inseln bietet im Freigelände eine Rekonstruktion der Beagle, mit der Darwin die große Fahrt zum Archipel im östlichen Pazifischen Ozean unternahm. Der Miniaturpark Sardegna in Miniatura liegt nur wenige Kilometer vom Nuraghenkomplex Su Nuraxi in Barumini entfernt. Neben der Darwin-Ausstellung bietet der Miniaturpark auch ein Astronomie-Museum mit Planetarium Mehr Ausstellungen auf SardinienDer Miniaturpark „Sardegna in Miniatura“ bei TuiliDas Astronomie-Museum mit Planetarium im Miniaturpark Labels: Ausstellung, barumini, Charles Darwin, das Abenteuer der Evolution, Freizeit, Kinder, Marmilla, sardinien, Schüler, Spaß, Su Nuraxi, Süden von Sardinien, tuili, über die Entstehung der Arten
Che. Revolucion Y Mercado: Das Kultbild mehrerer Generationen in einer Ausstellung im Süden von Sardinien
 In Zusammenarbeit mit Trisha Ziff, dem UCR/California Museum of Photography und der UC Riverside zeigt das Museo del Territorio Sa Corona Arrubia in Lunamatrona eine Ausstellung über den argentinisch–kubanischen Freiheitskämpfer Ernesto Che Guevara. Unter dem Titel "Che. Revolucion y Mercado” erzählt die Schau, im kleinen Landschaftsmuseum im Süden von Sardinien, die Geschichte des meistgedruckten Fotos der Welt: Che Guevara, fotografiert vom Kubaner Alberto Korda am 5. März 1960.  Ein Jahr nach der kubanischen Revolution im Jahre 1959, explodierte im Hafen von Havanna ein mit Munition beladener Frachter. Bei der Explosion starben fast hundert Hafenarbeiter, 200 weitere wurden verletzt. Am Tag der Beerdigungsfeier gab es einen riesigen Trauermarsch durch die kubanische Hauptstadt. Viele kamen um die Revolution zu unterstützen, auch Ernesto Che Guevara war dabei als Alberto Korda zweimal auf den Auslöser drückte. Aus dem ersten Schnappschuss wurde nichts, die zweite Aufnahme des Che wurde hingegen unsterblich und zum scheinbar meistreproduzierten Foto der Welt. Sein „encabronado y dolente“, d.h. wütender und trauriger Ausdruck, seine halblangen Haare und die Mütze mit dem bekannten Stern erlangten Kultstaus.  Ausgehend von Kordas Bild und den Werken anderer bekannter Fotografen, wie Vik Muniz, Pedro Meyer, Martin Parr, Marcos Lopez sowie Annie Leibovitz, versucht die Ausstellung zu erklären, warum dieses Bild zur Ikone mehrere Generationen wurde und bis heute noch so eine große Faszination ausübt. Neben Fotos und Vintage Prints zeigt die Ausstellung bei Villanovaforru insgesamt etwa 200 Exponate, u.a. Poster, Filme, Bekleidungsstücke, Kunstgegenstände und Kleinode des argentinischen Revolutionärs. Labels: Alberto Korda, Ausstellung, cagliari, Collinas, Ernesto Che Guevara, Fotoausstellung, Kunstausstellung, Kunstgalerie, Lunamatrona, Marmilla, Sa Corona Arrubia, sardinien, Siddi, Villanovaforru
Che Guevara Ausstellung ab Februar 2010 im Museum Sa Corona Arrùbia im Süden von Sardinien
 Nach der, am heutigen 7. Januar 2010 erfolgreich beendeten Ausstellung „Zur Zeit der Mammuts: Der paläontologische Schatz Russlands“ startet das Museum Sa Corona Arrùbia in Lunamatrona, bei Villanovaforru mit einer besonderen Schau in das neue Jahr. Berichten der sardischen Tageszeitung "Unione Sarda" zufolge, wird das Museum im Süden von Sardinien im Februar 2010 die Geschichte des meistgedruckten Fotos der Welt erzählen: Che Guevara, fotografiert von Alberto Korda am 5. März 1960. “Che Revolucion y Mercato” zeigt die Ausstellung, die sich mit der Geschichte des Kultbildes einer ganzen Generation befasst: Ein Jahr nach der kubanischen Revolution, explodierte im Hafen von Havanna ein mit Munition beladener Frachter. Bei der Explosion starben fast hundert Hafenarbeiter, 200 weitere wurden verletzt. Am Tag der Beerdigungsfeier gab es einen riesigen Trauermarsch durch die kubanische Hauptstadt. Viele kamen um die Revolution zu unterstützen, auch der berühmte Rebell war dabei als Alberto Korda zweimal auf den Auslöser drückte, „encabronado y dolente“, d.h. wütend und mit traurigen Augen. Aus dem ersten Schnappschuss wurde nichts, die zweite Aufnahme des Che wurde hingegen zum angeblich meistreproduzierten Foto der Welt. Neben der Geschichte des Fotos zeigt die Ausstellung im Süden von Sardinien insgesamt etwa 200 Exponate: Nicht nur Fotografien, sondern auch Filme, Bekleidungsstücke, Kunstgegenstände sowie weitere Kleinode des argentinischen Revolutionärs. Die Ausstellung wird bis Juni 2010 zu besichtigen sein.
Foto Copyright: Unione Sarda Labels: Alberto Korda, Ausstellung, cagliari, Che Guevara, Collinas, Fotoausstellung, Kunstausstellung, Kunstgalerie, Lunamatrona, Marmilla, Sa Corona Arrubia”, sardinien, Siddi, Villanovaforru
Das rote Gold der Sarden - Safranfest in Villanovafranca im Süden von Sardinien
 Die freiwilligen Helfer der knapp 1500-Seelen zählenden Gemeinde in der Marmilla Region im Süden von Sardinien hatten alle Hände voll zu tun: Sie gossen die "al dente" gekochten Malloreddus-Nudeln ab, gaben sie in eine breite Terrakotta-Schüssel und vermengten sie mit der duftenden Tomaten-Safran-Soße. Hinter ihnen schöpften zwei Männer das mit Zwiebeln und Kartoffeln gekochte Lammfleisch aus einem breiten Topf. Schließlich wurden die duftenden Köstlichkeiten auf unzähligen Tellern angerichtet. Die Besucher und Gäste in der langen Schlange freuten sich, denn es ging einen Schritt weiter gen köstlich würziges Mittagessen.  Am 8. November 2009 stand Villanovafranca ganz im Zeichen des kostbaren, roten Goldes. Dorfbewohner und Gäste trafen sich am Vormittag bei gutem Wetter auf dem zentralen Dorfplatz, erfuhren vieles über die gelbe Würze und konnten an den Ständen die eine oder andere Spezialität mit oder ohne Safran erstehen. Hinter einem dieser Stände stand Ivan. Der dreißigjährige ist Safranbauer aus Villanovafranca. Neben dem teuren Gewürz verkaufte er noch einen sehr guten, aromatisierten, selbst hergestellten Myrthenlikör und in Olivenöl eingelegtes Gemüse, wie Kardendisteln, Artischocken und Chilischoten. Er freute sich: "Das Dorf ist voll" sagte er zufrieden, "hoffentlich regnet es nicht".  Das sah seine Nachbarin genauso. Sie stellte auf dem Safranfest ihre selbstgebackenen Süßwaren aus: Sospiri, Gueffos, Pabassinis, Pardulas, Amaretti, Tiliccas und Bianchini - alle mit dem gelben Färbemittel aromatisiert. „Es ist kalt“, meinte sie, „das könnte die Menschen heute Nachmittag davon abhalten aufs Fest zu kommen“. So war es aber nicht. Am frühen Nachmittag verdichteten sich zwar die Wolken und nach kurzer Zeit setzte teils kräftiger Regen ein, das hielt jedoch kaum Besucher davon ab, sich den Schal enger um den Hals zu ziehen, der vorbeimarschierenden Folkloregruppe aus Ottana in sardischer Karnevalskluft (Boes und Merdules) zuzuschauen und leckeres, hausgemachtes Safran-Eis zu naschen.  Doch auch Archäologisches stand beim Safran-Fest ganz oben an. Das Städtchen in der hügeligen Marmilla-Region verwöhnt seine Besucher mit einem interessanten archäologischen Museum und einem außergewöhnlichem Nuraghen-Komplex. Der Nuraghe Su Mulinu trohnt auf einem Hügel über dem Rio-Mannu-Tal nur wenige Meter außerhalb des Ortes. In der Festung finden sich die Formen zweier Deckengestaltungen: Die des Protonuraghen (eine Vorform der klassischen Kuppelnuraghen, auch Korridornuraghe genannt) und die des Kuppelnuraghen (Nuraghe mit Gewölbdecke, auch Tholosnuraghe genannt).  Doch das eigentliche Highlight des Su-Mulinu-Nuraghen ist der in der Anlage gefundene einzigartige, fein gearbeitete Altar aus der späten Bronzezeit (~ 10. Jahrhundert v. Chr.). Archäologen zogen daraus den Schluss, dass dieser Nuraghe nicht nur als Burg und Grabbau, sondern auch als Kultstätte Verwendung fand. Die Nuraghenfestung, die im Laufe der Jahre mehrmals erweitert und umgebaut wurde, kann übrigens nur mit Führung besichtigt werden. Die im Nuraghen gefundenen Gegenstände sind alle im Museum in Villanovafranca ausgestellt. Mehr Feste auf SardinienWeitere Informationen zu Nuraghen
Labels: Altar, Archäologisches Museum, cagliari, Marmilla, medio campidano, Nuraghe, Safran, Safran-Fest, Safranfest, Su Mulinu, Villanovafranca
Sagra del carciofo - Fiera agroalimentare del Medio Campidano: Mediterranes Flair beim 23. Artischockenfest im Süden von Sardinien
 Ein großes Artischockenfest mit buntem Programm und phantasievolle Speisen mit Artischocken erwartet Besucher und Gäste am ersten Wochenende im Dezember in Samassi. Der kleine, etwa 40 Kilometer nördlich der Inselhauptstadt Cagliari gelegene Ort im Medio Campidano ist für seine Artischocken inselweit bekannt und tut alles dafür, dass dieses auch so bleibt. Vom 5. bis 6. Dezember 2009 bestimmen deshalb Spezialitäten aus und mit dem grünen, leicht bitteren Gemüse, Verkaufsstände rund um die Artischocke sowie andere Delikatessen aus dem Süden von Sardinien und Folkloreaufführungen das Programm. Für alle Besucher gibt es Kostproben Die Artischocke ist ein mit der Distel verwandtes Blütengemüse und wird in Mitteleuropa vor allem als Heilpflanze genutzt. Sie wurde zum Beispiel von dem deutschen "Studienkreis zur Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" zur Arzneipflanze des Jahres 2003 gekürt. Auf Sardinien werden aus der bitteren Pflanze zahlreiche leckere Gerichte gezaubert: Köstliche Artischockengerichte zum Nachkochen finden Sie in unserer Rezeptsammlung unter Vorspeisen und Beilagen. Besonders begehrt sind übrigens die kleinen, sehr jung geernteten Artischockenknospen. Denn je kleiner die Knospen sind, desto gehaltvoller ihr Geschmack.
Labels: Artischocke, Artischocken-Anbau, Artischocken-Fest, Artischocken-Gericht, Marmilla, medio campidano, Samassi, sardinien
Safran in Turri, Villanovafranca und San Gavino Monreale: Gastro-Wochenenden im Süden von Sardinien
 Reis, Suppen, Saucen, Gemüse und Gebäck mit Safran: Auf Sardinien haben Hausfrauen und Köche das gelbe Gewürz lieben gelernt. Wer die sardische Safran-Küche in vollen Zügen auskosten möchte, kann in den kommenden Wochenenden eines der drei kleinen Safran-Feste in der Marmilla zum Schlemmen besuchen. Die kulinarischen „Sagre dello Zafferano“ am ersten und zweiten Wochenende im November bieten zudem eine einzigartige Gelegenheit, den Traditionen und Menschen aus der Region Medio Campidano näher zu kommen. Vom 7. bis 8. November 2009 steht der Safran in den Dörfern Turri und Villanovafranca im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Es duftet köstlich nach zahlreichen Speisen, denn das königliche Gewürz verfeinert nicht nur Reis- und Nudelgerichte, selbst Sausen, gebackenes Gemüse und Plätzchen werden mit der gelben Würze veredelt. Zum Nachtisch gibt es sogar Speiseeis mit Safran! Genauso gel geht es vom 13. bis 15. November 2009 weiter südlich bei der „19. Mostra Regionale dello Zafferano DOP" in San Gavino Monreale zu. Das kleine Städtchen westlich von Sanluri ist das Zentrum der sardischen Safranproduktion und feiert alljährlich nach der Safran-Ernte ein großes Fest. Neben Safran-Gerichten gibt es aber auch viele andere regionale Spezialitäten zu probieren. Interessierte können sich zudem drüber informieren, wie die zarten Safranblüten in Handarbeit geerntet werden. Mehr Informationen zu Safranernte auf SardinienLabels: Krokusblüte, Marmilla, medio campidano, Safran, Safran-Ernte, Safran-Fest, Safranfelder, Safranrosen, San Gavino Monreale, sardinien, Turri, Villanovafranca
Das Museum “Sa Corona Arrùbia” in Lunamatrona hat die Mammut-Ausstellung mit den paläontologischen Schätzen Russlands verlängert
 Wegen des großen Besucherandrangs hat das Museum „ Sa Corona Arrùbia“ in Lunamatrona auf Sardinien seine Wanderausstellung Al tempo dei Mammut – Il tesoro paleontologico della Russia („Zur Zeit der Mammuts – der paläontologische Schatz Russlands“) verlängert. Bis zum 15. Dezember 2009 wird die zunächst nur bis 10. Juni geplante Schau jetzt zu sehen sein. Nach Angaben des Museums haben in den vergangen sechs Monaten rund 50.000 Besucher die Ausstellung gesehen. „Aufgrund des großen Interesses wird die Mammut-Sammlung deswegen bis Ende des Jahres zu besichtigen sein“, freut sich Alessandro Merici, Präsident des Konsortiums Sa Corona Arrubia. In Lunamatrona sind 84 Exponate sowie 12 außergewöhnlich gut erhaltene Skelette verschiedener Mammuts zu bestaunen. Die Überreste der sogenannten „Sevsk Collection“ sind mehr als 14.000 Jahre alt und wurden in Sibirien ausgegraben. Zudem gibt es auch ein versteinertes Baby-Mammut zu sehen. Die Überreste des auf den Namen „Dima“ getauften Babys wurden ebenfalls in Sibirien entdeckt und werden zum ersten Mal öffentlich in Italien ausgestellt. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 bis 13.00 und 15.00 bis 19.00 Uhr; Samstag und Sonntag 9.00 bis 19.00 Uhr. Mehr zur Mammut-Ausstellung im Museum Sa Corona Arrubia in LunamatronaMehr Ausstellungen auf SardinienLabels: Lunamatrona, Mammut, Mammut-Ausstellung, Mammuts, Marmilla, Sa Corona Arrubia, sardinien, Sevsk Collection, Skelett Mammut, Villanovaforru
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