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Donnerstag, 27. Oktober 2011
Serendipità & Materiali Murali: Luftbilder schöner Kulturlandschaften Sardiniens und plastische Malerei in San Sperate zu sehen
Im Rahmen der Kulturveranstaltung „Natura Paesaggio, Cultura“ gibt es ab dem 28. Oktober 2011 im knapp 20 Kilometer nördlich der Inselhauptstadt Cagliari gelegenen Museumsdorf San Sperate zwei außergewöhnliche Ausstellungen zu sehen.
"Serendipità" (Serendipität bzw.Glücksfund) heißt die Schau im Museo del Crudo mit der Francesco Cubeddu die Insel Sardinien in höchst beeindruckender Weise aus einem völlig neuen Blickwinkel präsentiert. Aus der Vogelperspektive betrachtet, verwandeln sich archäologische Ausgrabungsstätten, Ackerländer und andere Kulturlandschaften in eine faszinierende Formen- und Farbenvielfalt.
„Wie beim Serendipitätsprinzip“, erklärt der Fotograf, „haben sich die beeindruckenden Bildmotive als eine neue und überraschende Entdeckung erwiesen - als zufällige Beobachtungen auf meinen Flugreisen rund um das Eiland“. Die als Foto festgehaltenen Formen und Umrisse der Insel hat Cubeddu für seine Schau auf Leinwand drucken und rahmen lassen.
Zur gleichen Zeit gibt es in den Räumen des Museums auch die Ausstellung "Materiali Murali" mit Werke der zeitgenössischen, abstrakten und plastischen Malerei des ungarischen Künstlers Jànos Dréher zu bestaunen.
Beide Ausstellungen sind noch bis zum 27. November 2012 täglich von 17.00 bis 20.00 Uhr zu besichtigen.
Ausstellungsort: Museo del Crudo, Via Roma 15 - San Sperate Vernissage: 28. Oktober 2011, 19.00 Uhr
„Natura, Paesaggio, Cultura“: Das Museumsdorf San Sperate lädt im Herbst zum Kulturfestival
Vom 1. Oktober bis 30. November 2011 findet im 8000 Einwohner zählenden San Sperate, knapp 20 Kilometer nördlich der Inselhauptstadt Cagliari, die Kulturveranstaltung „Natura Paesaggio, Cultura“ statt. Für Unterhaltung der besonders aufschlussreichen Art sorgen im Museumsdorf im Süden von Sardinien Installationen, Wandmalereien, Fotoausstellungen und eine Sammlung von abgeschlossenen Dissertationen zum Thema Architektur. Nach den ersten Tagen folgen weitere spannende Wochen gefüllt mit Veranstaltungen und Projekten. Die Installation von etwa zehn gigantischen Fotografien entlang der Via Unione am 15. Oktober, um 18.00 Uhr geht beispielsweise den Madonnen, d.h. den Antlitzen von Müttern mit ihren Kindern nach. Special Guest ist die sardische Schriftstellerin, Theologin und Religionslehrerin Michela Murgia, die mit ihrem ersten Roman “Accabadora” weit über die Grenzen Sardiniens bekannt wurde. Vom 10. bis 30. Oktober überzeugt die Ausstellung "ACqUA, la forma liquida della fotografia“ in der Chiesa San Giovanni täglich von 18.30 bis 20.30 Uhr mit eindrucksvollen Fotografien der Sardin Ombretta Corda. Auf besondere Weise informiert vom 1. bis 15. Oktober Museo del Crudo in der Via Roma, von 9.30 bis 13.00 und von 16.30 bis 20.00 Uhr über die zeitgenössische italienische Architektur: Unter dem Titel „Tesi di passaggio di architetti a passeggio“ gibt es etwa 30 abgeschlossene Dissertationen zum Thema Architektur zu sehen.
Der italo-argentinische Fotograf Pablo Volta, einer der erfolgreichsten Reportagefotografen der Nachkriegszeit, ist tot.
Der 85-jährige starb am vergangenen Donnerstagabend im Krankenhaus der Inselhauptstadt Cagliari.
Der für seine Mitte der 1950-er Jahre bahnbrechenden Barbagia-Reportagen bekannte Schwarz-Weiß-Fotograf, hatte 1987 seinen Wohnsitz im Museumsdorf San Sperate, im Süden von Sardinien, aufgeschlagen. Hier hatte er auch den Bildhauer und Maler Pinuccio Sciola kennen gelernt, mit dem ihn bis zu seinem Tod eine große Freundschaft verband.
Die Beisetzung des italienischen Fotografen fand am vergangenen Samstagnachmittag in San Sperate statt. Viele Trauergäste erlebten die öffentliche Andacht auf dem Platz vor der Kirche mit.
Pablo Volta wurde 1926 in Buenos Aires geboren. Der Vater war Italiener, die Mutter Argentinierin. 1932 kehrte er nach Italien zurück und hat in den 1940-er und 1950-er Jahren Haltung und Gesicht der neuen italienischen Fotografie entschieden mitgeprägt. Mit seinen Fotoreportagen der 1950er und 1960er Jahre über Unterdrückung und Wiederstand in den Dörfern der Barbagia auf Sardinien hat er Maßstäbe jenseits von Tradition und Moderne gesetzt.
Sagra delle Pesche: Mitte Juli steigt im Süden von Sardinien wieder das alljährliche Patronats- und Pfirsichfest in San Sperate
Die 50. Kirchweih der Pfirsiche, die berühmte Sagra delle Pesche, findet in diesem Jahr vom 12. bis 17. Juli 2011 in San Sperate statt. Das kleine Museumsdorf im Süden von Sardinien verspricht dann wieder abwechslungsreiche Tage zwischen Kultur, Wandbildern und Kulinarischem. Im Kunststädtchen mit den zahlreichen Wandmalereien locken im kommenden Monat viele Plätze mit Musik, Ausstellungen, aus dem Stegreif gehaltenen Poesie-Wettbewerben, Aktionen für Kinder und weiteren Darbietungen. Zudem erfreuen viele Stände den Gaumen mit süßen Pfirsichen und anderen Leckereien.
Ein besonderer Höhepunkt ist alljährlich der Ehrentag des Schutzpatrons und Namensgebers des Dorfes San Sperate am 17. Juli. Neben einer feierlichen Prozession, bei dem der Heilige auf einem Ochskarren durch die geschmückte Altstadt und Gassen des Ortes getragen wird, gibt es Darbietungen von Folkloregruppen sowie ein stimmungsvolles Feuerwerk zum Ausklang des Tages.
„Wiedergaben – eine Hommage der Kunst an die Natur“: Gemeinsame Ausstellung von Andreas Legath und Pinuccio Sciola in Bruckmühl
Der sardische Bildhauer Pinuccio Sciola bringt Steine zum Klingen und gilt als Sardiniens bedeutendster Künstler der Gegenwart. Er präsentiert ab Samstag, den 23. Oktober 2010 gemeinsam mit dem Maler Andreas Legath aus Kolbermoor einen Teil der jeweils geschaffenen Kunstwerke. „Wiedergaben – eine Hommage der Kunst an die Natur“ heißt die Schau in der Galerie Bruckmühl, die Sciolas berühmte Klangsteine und Skulpturen sowie Legaths außergewöhnliche Landschaftsbilder zeigt.
Pinuccio Sciola stammt aus San Sperate, einem kleinen Dorf im Süden von Sardinien. Für seine erstaunlichen Plastiken verwendet er ausschließlich unbearbeitete Rohlinge, die er auf der ganzen Insel sucht. Im Moment bereitet Sciola unter dem Titel „Semi dell’Europa“ (dt. Saatkörner für ein friedliches Europa“) eine Europaweite Aktion vor, bei der in allen Ländern der EU zahlreiche samenförmige Steine von Bombern auf ein großes, zuvor ausgewähltes Gelände abgeworfen werden sollen.
Andreas Legath stammt aus Kolbermoor, einer kleinen Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Seit 2001 beschäftigt er sich mit der sardischen Landschaft. Im Radierzyklus „Terra Sarda“ und seinen Öl- und Acryl-Arbeiten zu diversen sardischen Landschaftssituationen, vor allem im Inneren der Insel, gelang es ihm die Seele Sardiniens zu fassen und in seine Kunst zu übertragen.
Die Ausstellung in der kleinen Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim kann noch bis zum 28. November 2010 zu den normalen Öffnungszeiten der Galerie mittwochs von 14.00 bis 18.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden.
Ausstellungsort: Galerie Bruckmühl, Sonnenwiechser Str. 12, Bruckmühl Die Vernissage findet am 22. Oktober 2010 ab 19.00 Uhr in Anwesenheit beider Künstler statt. Nach der Eröffnung durch Dr. Elmar Zorn gibt es eine kleine Erfrischung mit bayerischen Schmankerln und Spezialitäten aus Sardinien. Im Rahmen der Vernissage wird Pinuccio Sciola zudem eine kleine musikalische Kostprobe seiner Klangsteine geben.
JazzIn'SanSperate Festival: Mercadonegro und Billy Cobham Anfang September zu Gast in Süd-Sardinien
JazzIn'SanSperate heißt das Internationale Jazz-Festival, das vom 4. bis 5. September Jazz-Fans nach San Sperate bei Cagliari lockt. In dem Museumsdorf im Süden von Sardinien gibt es an den zwei Abenden ab jeweils 21.00 Uhr bis spät in die Nacht im Giardino Megalitico („Megalith-Garten“) feinste Jazz-Konzerte zu hören. Live zu erleben gibt es zum Auftakt am Sonnabend die Gruppe Mercadonegro: Ein Ethno-Mix aus schwarzafrikanischen und karibischen Klängen einer jungen Multikulti-Band aus der Schweiz.Highlight von JazzIn’SanSperate ist jedoch der Auftritt von Billy Cobham am Sonntag Abend, der nach seinem spektakulären Konzert im letzten Jahr beim Nora Jazz Festival im Rahmen seiner Palindrome Tour 2010 wieder auf Sardinien zu Gast ist. Der Schlagzeuger aus Panama gilt als einer der besten Jazz-Fusion-Künstler der Welt. Als Vorband spielt das Mogase Trio.
Als wunderschöne Kulisse des Jazz-Festivals dient der Megalith-Garten im Dorfzentrum mit seinen vielen Skulpturen und Klangsteinen des berühmten Bildhauers Pinuccio Sciola. Der Eintritt ist an beiden Abenden frei.
„Altra Moda“ (dt. Andere Mode) heißt die Schau zum Thema Frauen, die schon am 19. Juni 2010 eröffnet wurde.
Sie präsentiert ein großes Wandbild mit drei stilisierten Mannequins sowie 12 phantastische mannshohe Frauengemälde, die wie eine Skulptur im Bild erscheinen.
Die Abbildungen des sardischen Künstlers zeigen was Frauen so alles sind: Mutter, Model, dick, dünn, alt, jung, hart und weich. Die teilweise opulent anmutenden Damen werden in einer experimentellen Mischtechnik festgehalten. Dabei bedient der Autor sich verschiedener Malweisen, wie der Kombination aus Temperamalerei im Vordergrund und Maltechnik mit Sand im Untergrund.
Mit dieser Maltechnik hat Raffaele Muscas sich eine eigenständige künstlerische Position erarbeitet und demonstriert in dieser Schau, wie interessant und vielfältig zeitgenössische Malerei sein kann.
Muscas ist nicht nur Maler, sondern ein Vollblutkünstler, der mit seinen Bildern, Murales, Skulpturen und überlebensgroßen Betonfiguren sehr erfolgreich ist. Auf die Frage, warum die idealistisch stilisierte und üppige Weiblichkeit in seinem Gesamtwerk immer wiederkehrt, antwortete er: „In diesen Figuren kann ich mich besser verwirklichen, weil es viel mehr Material gibt (lacht), in dem ich mich ausdrücken kann. Wenn man nur wenig hat, gibt es nicht so viel auszufüllen, richtig? (lacht). Das bedeutet es (lacht). Man darf keinen ungenutzten Platz lassen“.
Die Ausstellung ist noch bis Ende nächster Woche, den 18. Juli 2010, zu sehen.
Ausstellungsort: Ex Municipio, via Risorgimento 31 – San Sperate
„Altra Moda“: Am 19. Juni eröffnet in San Sperate eine Ausstellung von Raffaele Muscas
Eine kleine aber feine Ausstellung zeigt in San Sperate, im Süden von Sardinien, die Bilder des sardischen Bildhauer und Malers Raffaele Muscas. „Altra Moda“ (dt. Andere Mode) heißt die Schau zum Thema Models und Fashion die am 19. Juni 2010 eröffnet wird. Sie präsentiert 12 Bilder mit lebensgroßen Frauen auf Leinwand, die vor zwei Jahren entstanden sind und die der Künstler extra für diese Ausstellung zusammengestellt hat. Die opulent anmutenden Mannequins werden in einer experimentellen Mischtechnik festgehalten. Dabei bedient der Autor sich verschiedener Malweisen, wie der Kombination aus Temperamalerei im Vordergrund und Maltechnik mit Sand im Untergrund.
Raffaele Muscas ist nicht nur Maler, sondern ein Vollblutkünstler, der mit seinen Bildern, Murales, Skulpturen und überlebensgroßen Betonfiguren sehr erfolgreich ist. Auf die Frage, warum üppige Figuren in seinen Werken immer wiederkehren, antwortete er: „In diesen Figuren kann ich mich besser verwirklichen, weil es viel mehr Material gibt (lacht), in dem ich mich ausdrücken kann. Wenn man nur wenig hat, gibt es nicht so viel auszufüllen, richtig? (lacht). Das bedeutet es (lacht). Man darf keinen ungenutzten Platz lassen“.
Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Juli 2010 zu sehen.
Ausstellungsort: Ex Municipio, via Risorgimento 31, San Sperate Vernissage: 19. Juni 2010 um 19.00 Uhr
Sagra delle Pesche: Das Patronats- und Pfirsichfest in San Sperate, im Süden von Sardinien, steigt Mitte Juli
In diesem Jahr findet die 49. Sagra delle Pesche, die Kirchweih der Pfirsiche, vom 15. bis 18. Juli 2010 in San Sperate statt. Das kleine Dorf im Süden von Sardinien verspricht dann abwechslungsreiche Tage zwischen Kultur, Wandbildern und Kulinarischem. Im Kunststädtchen mit den zahlreichen Wandmalereien locken im kommenden Monat die Pfarrkirche, die Chiesa San Giovanni und Santa Lucia, der Megalith Garten, das Casa Tola und das Museo del Crudo mit Ausstellungen, ethnischer Musik, aus dem Stegreif gehaltenen Poesie-Wettbewerben, Konzerten, Aktionen für Kinder und vielen weiteren Darbietungen. Zudem erfreuen viele Stände den Gaumen mit süßen Pfirsichen und anderen Leckereien. Ein besonderer Höhepunkt ist alljährlich der Ehrentag des Schutzpatrons und Namensgebers des Dorfes San Sperate am 17. Juli. Neben einer feierlichen Prozession, bei dem der Heilige auf einem Ochskarren durch die geschmückte Altstadt und Gassen des Ortes getragen wird, gibt es Darbietungen von Folkloregruppen sowie ein stimmungsvolles Feuerwerk zum Ausklang des Tages.
San Sperate - alles schön bunt im Museumsdorf im Süden von Sardinien
Erstmals in Italien widmet sich ein Fahrbahnsanierungs-Projekt farbigem Asphalt. Gelb, rot oder blau – schöne bunte Straßen: Die knapp 8000 Einwohner zählende Gemeinde San Sperate, im Süden von Sardinien, hat beschlossen, dass Asphalt nicht immer eintönig und langweilig sein muss. Eine italienische Firma aus Modena lieferte jetzt Muster eines gefärbten Bitumens, das für das Projekt „Colore Identità“ zum Einsatz kommen könnte.
Schirmherr des Vorhabens, das in Zusammenarbeit mit den Universitäten in Ferrara und Mailand sowie dem Creative Workshop Officinevida durchgeführt wird, ist der berühmte Bildhauer und Maler Pinuccio Sciola. „Künftig wird es so sein, dass in Teilen des historischen Ortszentrum, sowie auf den Wegen entlang der drei Kirchen des Dorfes eingefärbter Asphalt zum Einsatz kommt“, erklärt der Künstler. „Die Planung sieht außerdem vor, dass der verschiedenfarbige Bitumen die Aufmerksamkeit für besondere Bereiche, wie zum Beispiel Kreuzungen und Fußgängerüberwege, stärkt“, erläutert er weiter.
Für Sciola, der im April 2010 zum Präsidenten der Regionalen Landschaftsschutzkommission ernannt wurde, ist bunte Oberflächensanierung in dem Städtchen nördlich von Cagliari ein spannendes, aber auch normales Projekt. „Es ist schon öfter vorgekommen, dass wir den grauen Straßen und Mauern des Dorfes ein bunte Gemälde verpasst haben“, sagt der Künstler. „Spannend war und ist es, die Kreativität und das Engagement der Schüler und Bevölkerung aktiv in das Projekt mit einzubinden“.
Die Diskussionen und Beleuchtung der themenspezifischen Inhalte dieses Projektes wurden in den letzten Wochen abgeschlossen. 1,5 Kilometer Straße sollen ab September 2010 mit dem bunten Bitumen asphaltiert werden "Zunächst sollen die Fahrwege saniert werden, die sich im schlechtesten Zustand befinden“ erklärt Sciola. „In den nächsten Jahren soll der bunte Asphalt dann auch auf weiteren Fahrbahnen aufgetragen werden“.
Was fehlt, ist nur noch die Auswertung der Bevölkerungsumfrage zu den Farben. Zur Auswahl standen rot, blau, grün, gelb, lila und beige. Ersten Beurteilungen zufolge ist eine Vorliebe für grün erkennbar, doch auch andere Farben erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Ist die Farbfrage einmal geklärt, wird der Asphalt auf die Fahrbahnen aufgetragen. Die Freigabe für den Verkehr wird aller Voraussicht nach spätestens Ende des Jahres erfolgen.
Gegenüber der Sardinien.com-Redaktion verriet Sciola, dass „Colore Identità“ jedoch nicht sein einziges Projekt in diesem Jahr ist. Seit wenigen Tagen ist nun ein weiterer seiner berühmten Klangsteine fertiggestellt. Die in den hellen Kalksteinbrocken eingefrästen Gittermuster überraschen mit einer atemberaubend großen Klangwirkung. Zu hören und zu bewundern gibt es den neuen Klangstein bald in einer Ausstellung des Design Museums La Triennale in Mailand. Weitere neue Skulpturen des bedeutendsten sardischen Künstlers der Gegenwart gibt es auch in Santa Teresa di Gallura und in Bortigiadas, einem kleinen Dorf in der Provinz Olbia-Tempio zu sehen.
„Sardinien ist die schönste Skulptur im Zentrum des Mittelmeers“, erklärt Sciola abschließend. „Mein Traum, der mich auch immer wieder zu neuen Projekten anregt, ist es, auf der Insel eine dauerhafte, internationale Bildhauerwerkstatt zu gründen, in der Künstler aus aller Welt sardischen Gesteinsbrocken neues Leben einhauchen und beeindruckende Kunstwerke schaffen“.
JazzIn'SanSperate Festival: Einen Vorgeschmack auf das 5. European JazzExpo-Festival im Herbst
JazzIn'SanSperate heißt das Internationale Jazz-Festival, das vom 26. bis 28. Juni 2009 Jazz-Fans nach San Sperate bei Cagliari lockt. In dem Museumsdorf im Süden von Sardinien gibt es von 21.00 Uhr bis spät in die Nacht im Giardino Megalitico („Megalith-Garten“) vier ausgewählte Jazz-Konzerte zu hören. Live zu erleben gibt es die Gruppe Enzo Avitabile & I Bottari di Portico aus der Region Kampanien, die Straßenband Funk Off aus Florenz, das Sunflower Quartet aus Cagliari und die lateinamerikanischen Klängen der Leonel Zuniga & Havana Street Band aus Kuba, die es auch beim Herbstfestival in Cagliari zu hören sein werden. Ein Jazz-Cocktail in zahlreichen Tonalitäten: Der musikalische Bogen reicht vom traditionellen Jazz über afroamerikanische Rhythmen bis hin zu Samba und Swing. Als wunderschöne Kulisse des Jazz-Festivals dient der Megalith-Garten im Dorfzentrum mit seinen vielen Skulpturen und Klangsteinen des berühmten Bildhauers Pinuccio Sciola. Eintritt frei.
Das Museo del Crudo zeigt David Al faro Siqueiros in San Sperate
Die Gemeinde San Sperate startet mit einer neuen Ausstellung in den Sommer. In Zusammenarbeit mit der Mexikanischen Botschaft, der Universität von Cagliari und dem Museum Siqueiros in Mexico City zeigt das Museo del Crudo („Ziegelmuseum“) in San Sperate vom 12. Juni bis 12. Juli 2009 eine große David Alfaro Siqueiros-Ausstellung. Die Schau, die das Phänomen der Wandmalerei beleuchtet, zeigt zahlreiche Werke des 1974 verstorbenen mexikanischer Maler und Grafikers sowie Arbeiten der von ihm gegründeten Schule für Muralismus. Die ersten Wandbilder des berühmten Muralisten entstanden 1923 und zeigen sein ausgeprägtes Engagement gegen die Unterdrückung und Ausbeutung. Mitte der 1970er Jahre arbeitete auch der bekannte sardische Bildhauer Pinuccio Sciola aus San Sperate mit dem großen Siqueira zusammen. Als Pinuccio ihm damals die Fotos wandmalender Kinder aus San Sperate zeigte, sagte er gerührt: „Ahora estoy seguro que el muralismo nunca morirà” (Nun bin ich sicher, dass der Muralismus nie aussterben wird). Die Ausstellung im Ziegelmuseum ist eine Hommage an den Verstorbenen, der mit seinen großen Wandmalereien in die Mexikanische Kunstgeschichte einging.
Museo del Crudo, Via Roma, San Sperate Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 13.00 und von 17.00 bis 21.00 Uhr. Montag geschlossen. Vernissage am 12. Juni 2009 um 17.00 Uhr. Am 27. Juni 2009 findet zudem eine internationale Tagung zum Thema Dal muralismo a nuove forme di Arte Urbana (Vom Muralismus zu neuen Formen von Street Art)
Andreas Legath und und Pinuccio Sciola in Wasserburg am Inn: Klingende Steine aus Sardinien in der Ausstellung „Destillationen"
An die gemeinsame Ausstellung des deutschen Malers Andreas Legath und des sardischen Bildhausers Pinuccio Sciola in der Pasinger Fabrik bei München schließt sich vom 26. April bis Pfingstmontag 1. Juni im oberbayerischen Wasserburg am Inn eine weitere Ausstellung mit Werken der beiden Künstler an. Die Ausstellung ist umfangreicher als die vorangegangene in Pasing und zeigt eine veränderte Werkauswahl, so daß sich ein Besuch auch für jene lohnt, die die Pasinger Ausstellung bereits besucht haben. Außerdem lohnen auch die malerische Altstadt von Wasserburg und der Ausstellungsort, die Galerie im Ganserhaus, einem Bürgerhaus aus dem 16. Jh. mit prächtiger Renaissancefassde einen Besuch. Die Eröffnung ist am Samstag, 25. April, 18 Uhr. Beide Künstler werden anwesend sein.
Ausstellung des sardischen Bildhauers Pinuccio Sciola in der Pasinger Fabrik bei München
Der Künstler und Bildhauer Pinuccio Sciola aus San Sperate bringt Steine zum Klingen – und gilt heute als Sardiniens bedeutendster Künstler der Gegenwart. Für seine außergewöhnlichen Plastiken verwendet er ausschließlich unbearbeitete Rohlinge, die er auf der ganzen Insel sucht. Zusammen mit dem deutschen Künstler Andreas Legath entstand das Projekt einer gemeinsamen Ausstellung, die ab Mitte März in der Pasinger Fabrik gezeigt wird. Die Ausstellung „Destillationen. Andreas Legath und Pinuccio Sciola verwandeln Sardiniens Land und Gestein in Kunst“ wird vom 18.03. -19.04.2009 im Lichthof der Pasinger Fabrik. Bei der Vernissage am Mittwoch, 18.03.2009, 19.00 Uhr ist auch Pinnuccio Sciola anwesend und bringt bei seiner Konzert-Performance seine Pietre Sonore zum Klingen.
Sardinien, Pinuccio-Sciola-Ausstellung im Besucherbergwerk Serbariu in Carbonia an der Südwestküste
Bis zum 20. Dezember 2008 sind im Besucherbergwerk Serbariu in Carbonia Werke von Pinuccio Sciola zu sehen. Der berühmte Bildhauer und Maler aus San Sperate gilt heute als Sardiniens bedeutendster Künstler der Gegenwart. Zahlreiche europäische Kunsthallen und Museen ehren ihn. Die Ausstellung auf dem Gelände des Besucherbergwerk Serbariu gibt einen kleinen Einblick in Pinuccio Sciolas Schaffen. Zu sehen sind seine bekannten, mit Linien- und Gittermustern versehenen Klangsteine, die er durch Anschlagen oder Reiben zum Klingen bringt. Für seine außergewöhnlichen Skulpturen verwendet er ausschließlich unbearbeitet Rohlinge, die er auf der ganzen Insel sucht. Seine Liebe gilt dem einfachen Kalkstein oder dem Basalt vulkanischen Ursprungs, nicht dem kostbaren Marmor oder edlen Granitstein. Start der Ausstellung ist am Samstag, den 13. September um 17.30 Uhr.
Sardinien, Patronatsfest und Pfirsichfest in San Sperate
San Sperate gleicht mit seinen zahlreichen Wandmalereien und anderen Kunstwerken einem zum Leben erwachten Museum. Vom 16. bis 20. Juli findet in diesem Jahr die 47. Sagra delle Pesche, die Kirchweih der Pfirsiche statt. Ein buntes Programm verspricht aber schon seit dem 13. Juli abwechslungsreiche Tage, zwischen Kultur, Wandbildern und Kulinarischem. Ein besonderes Highlight war gestern der Ehrentag des Schutzpatrons und Namensgebers des Dorfes San Sperate. Neben einer feierlichen Prozession, bei dem der Heilige auf einem Ochskarren durch die geschmückte Altstadt und Gassen des Ortes getragen wurde, gab es für Einwohnern und Gästen Darbietungen von Folkloregruppen aus Monserrato, Sant'Antioco und San Sperate sowie ein stimmungsvolles Feuerwerk zum Ausklang des Tages. Heute locken die Kirche San Giovanni und die Piazza Gramsci mit zwei weiteren super Darbietungen: einem Konzert des polyphonen Chors Kollegium Kalaritanum und einem Musikabend mit der sardischen Ethno-Rock-Gruppe Tanzenda. Ein besonderer Höhepunkt dürfte in diesem Jahr zudem das Fiat-500-Treffen am kommenden Sonntag, den 20. Juli werden. Für die Fans der Limousine mit Stahldach und serienmäßigem Sonnen-Klappverdeck Vergnügen pur!. Diverse Ausstellungen werden noch bis zum 20. Juli gezeigt. Und! Viele Stände werden den Gaumen mit süßen Pfirsichen und anderen Leckereien erfreuen. Weitere Informationen: http://www.sansperate.com/ (auf italienisch)