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Samstag, 14. Mai 2011

Bonus Sardo Vacanza – Die Region Sardinien zahlt bis zu 90 Euro Bonus für Fähranreise


Die Region Sardinien erstattet Sardinien-Urlaubern einen Teil ihrer Fährtickets zurück. Reisende, die vom 2. Mai bis 3. Juli 2011 auf Sardinien mindestens drei Nächte in registrierten Hotels, Residenzen, Campingplätzen, Feriendörfern oder Agriturismi übernachtet haben, können den Bonus beantragen. Die Gutschrift wird für mindestens 2 Urlauber mit 60 Euro und maximal drei Reisende mit 90 Euro vergütet. Antragsberechtigt sind EU-Bürger, die mindestens zu zweit reisen. Alleinreisende und Urlauber aus der Schweiz sind von der Bonuszahlung also ausgeschlossen. Anders als zunächst angekündigt, wird der Bonus auch für internationale Fährverbindungen ausgezahlt: Also auch Reisende von und nach nach Bonifacio, Marseille und Barcelona können den Bonus beantragen.
Der Bonus wird nicht, wie zunächst geplant, von Verbraucherschutzverbänden und Tourismusorganisationen ausgezahlt, sondern muss beim Tourismusbeigeordneten der Region beantragt werden.

Um die Erstattung zu beantragen, müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

- Fährticket der einfachen Überfahrt, für die der Bonus beantragt wird, ausgestellt auf die Personen, für die der Bonus beantragt wird. Es muss das Original eingereicht werden.

- Original der Rechnung (fattura oder ricevuta fiscale) der Unterkunft über mindestens drei Übernachtungen. Aus der Rechnung müssen alle Namen der Personen hervorgehen, für die der Bonus beantragt wird. Wurde der Aufenthalt über einen Reiseveranstalter (agenzia di viaggio oder Tour Operator) gebucht, muss man die Unterkunft bitten, für mindestens zwei Personen eine Rechnung über 3 Übernachtungen mit Null Euro Rechnungsbetrag (“fattura a importo zero” che attesti il soggiorno di almeno 2 persone per almeno 3 giorni) beantragt werden. Es reicht nicht aus, Voucher und Rechnungen von Reiseveranstaltungen einzureichen. Die Unterkunft muss nach dem Regionalgesetz legge regionale n. 22/84 klassifiziert sein, was bei den meisten Hotels, Campingplätzen und Agriturismi der Fall ist. Urlauber, die ihre Ferien in Privatunterkünften und privaten Ferienwohnungen verbracht haben, sind also von der Bonuszahlung ausgeschlossen.

- Das komplett ausgefüllte Antragsformular, das in den Hafenbüros ausliegt oder auf der Website der Region Sardinien auf Italienisch und in Kürze auch auf Englisch heruntergeladen werden kann. Wenn der Antragssteller nicht über eine italienische Steuernummer (Codice Fiscale/CF) verfügt, kann alternativ auch die Versicherungsnummer der Grünen Versicherungskarte des Fahrzeugs eingetragen werden. Dazu muss im Antragsformular CF durchgestrichen und mit „Codice Carta Verde“ überschrieben werden.

Nur wenn die Unterlagen vollständig sind und das Antragsformular lückenlos ausgefüllt wurde, wird der Bonus gewährt. Eventuell fehlende Dokumente können nicht nachgereicht werden. Insgesamt stehen Bonuszahlungen für maximal 2 Millionen Euro zur Verfügung. Die Anträge werden nach Eingang bearbeitet, bis die Mittel ausgeschöpft sind. Spätestens 10 Tage nach Bearbeitung soll das Geld dann beim Empfänger ankommen. Das kann also dauern.
Unterlagen müssen bis spätestens 30. Juli 2011 per Einschreiben mit Rückschein an folgende Adresse gesandt werden:

Regione Autonoma della Sardegna
Agenzia Sardegna Promozione
viale Trieste 115
I – 09123 Cagliari

Auf dem Umschlag muss gut sichtbar "Bonus Sardo Vacanza" vermerkt werden.

Wenn während des Sardinien-Aufenthalts in mehr als einer Unterkunft jeweils mindestens drei Nächte übernachtet wurde, kann der Bonus theoretisch zweimal, einmal für die Hinfahrt und einmal für die Rückfahrt, beantragt werden. Wichtig ist dann allerdings, dass man eine separate Fähren-Rechnung für die Hin- und Rückfahrt hat und der Bonus auf jeweils zwei unterschiedliche Antragssteller erfragt wird.


Bonus Sardo Vacanza: Alle offiziellen Informationen auf der Website der Region Antragsformular zum Download

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Donnerstag, 28. April 2011

Sardinien-Bonus für Fährenreisende und die Region Sardinien will Fährlinien betreiben: Die Inselregierung will gegen hohe Ticketpreise angehen

Die Region Sardinien zeigt sich kreativ im Kampf gegen die hohen Ticketpreise für Fährüberfahrten nach Sardinien 2011. Verbraucherschutzorganisationen berichten, dass alle Fährgesellschaften in den letzten Monaten die Preise für Überfahrten von Genua, Livorno oder Civitavecchia nach Sardinien massiv in die Höhe getrieben haben. Mit Bonus-Zahlungen und dem Betrieb eigener Fährlinien will die sardische Regionalregierung die finanziellen Belastungen für Urlauber nun verringern. Ob die kurzfristig ergriffenen Maßnahmen allerdings rechtzeitig umgesetzt werden können, muss sich erst noch zeigen.




Am Mittwoch, den 27. April verkündigten Gouverneur Ugo Cappellacci und sein Tourismus-Abgeordneter Luigi Crisponi am Rande einer Touristik-Messe, die Regione Sardegna plane Sardinien-Urlaubern einen Teil ihrer Fährtickets zurückzuzahlen. Urlauber, die vom 2. Mai bis 3. Juli 2011 ab einem sardischen Hafen die Rückreise nach Italien antreten, können an eigens eingerichteten Info-Schaltern einen ‘Bonus Sardo Vacanza’ beantragen. Antragsberechtigt sind EU-Bürger, die mindestens zu zweit reisen. Außerdem kann der Bonus, der zwischen 60 und 90 Euro beträgt, nur für maximal drei Personen beantragt werden. Reisende müssen außerdem das Original-Fährticket sowie die Rechnung über mindestens drei Übernachtungen in einer von der Region Sardinien nach dem Regionalgesetz legge regionale n. 22/84 klassifizierten Unterkunft vorlegen. Urlauber, die ihre Ferien in Privatunterkünften und privaten Ferienwohnungen verbracht haben, dürften also von der Bonuszahlung ausgeschlossen sein. Der Bonus soll dann von Verbraucherschutzverbänden und Tourismusorganisationen, die mit der Verwaltung des ‘Bonus Sardo Vacanza’ beauftragt werden, innerhalb von 10 Tagen per Banküberweisung ausgezahlt werden. Weitere Details zum Procedere der Bonuszahlungen sind noch nicht bekannt.





Im Kampf gegen hohe Fährgebühren will die Region Sardinien aber kurzfristig auch selbst Fährlinien in Richtung Kontinentalitalien betreiben. Die sardische Fährgesellschaft Saremar, die mittlerweile im Vollbesitz der Region Sardinien ist, soll dazu Fähren anmieten, die vom 15. Juni bis 15. September 2011 von Olbia oder Golfo Aranci Richtung Mittelitalien (Civitavacchia und/oder Neapel) sowie Norditalien (La Spezia, Carrara oder Livorno) und von Porto Torres Richtung Norditalien (Genua oder Savona) übersetzen. Einfache Tickets sollen maximal 200 Euro plus 70 bis 100 Euro für den PKW-Transport für eine vierköpfige Familie kosten, berichtet die sardische Tageszeitung L’Unione Sarda. Der Vertrieb der Tickets soll über die Website http://www.saremar.it/ und Reisebüros stattfinden.
Die Konkurrenz sieht die unverhoffte staatliche Konkurrenz auf den Fährstrecken nach Sardinien gelassen: „So lernt die Regionalverwaltung endlich, welch großen Problemen wir Fährgesellschaften zur Zeit gegenüberstehen“, sagte der Chef der Reederei MOBY Lines, Vincenzo Onorato der Tageszeitung L’Unione Sarda. Die Fährgesellschaften begründen die Preiserhöhungen in diesem Jahr vor allem mit einem massiv gestiegenen Ölpreis.
Ob das Saremar-Experiment der sardischen Regionalverwaltung gelingt, steht noch in den Sternen, denn jetzt müssen innerhalb kürzester Zeit Fähren angemietet, Legeplätze gefunden und der Ticketvertrieb organisiert werden. Wer sich nicht auf die Zukunftsmusik verlassen will und ein wenig sucht, Preise vergleicht und bei Abfahrtshäfen und Reisetagen flexibel ist, kann auch 2011 Überfahrten zu vernünftigen Preisen ergattern. Bei der Suche nach preiswerten Tickets sollte man nach Überfahrten in der Vor- und Nachsaison Ausschau halten und die Überfahrten am Freitag und Samstag meiden, die am meisten nachgefragt und dementsprechend teuer sind. Die Fährüberfahrten ab Genua und Livorno nach Porto Torres und Olbia sind meist von Dienstag bis Donnerstag am günstigsten. Außerdem sollte man beim Preisvergleich überlegen, mit einer Fährgesellschaft die Hin- und mit einer anderen die Rückfahrt zu buchen.

Übersicht über alle wichtigen Fährverbindungen nach Sardinien und Preisvergleich
Alle Sardinien-Häfen im Überblick

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Donnerstag, 3. März 2011

ITB: Auch Sardinien präsentiert sich auf der weltgrößten Reisemesse in Berlin

Wer seinen Urlaub plant und die schönsten Strände und Plätze rund um Sardinien sucht, für den ist die ITB in Berlin eine wahre Fundgrube, denn vom 9. bis 13. März 2011 präsentiert auch die Regione Sardegna in der deutschen Bundeshauptstadt ihre Angebote.

Die zweitgrößte italienische Mittelmeerinsel zeigt sich auf der fünftägigen Fachmesse der Internationalen Tourismus-Wirtschaft auf dem Gemeinschaftsstand der Italienischen Zentrale für Tourismus (ENIT) mit unterschiedlichen Produkten.

„Deutsche Urlauber sind reiselustig und neugierig. Sie reisen über das ganze Jahr verteilt, verstärkt auch in der Nebensaison“, erklärt Luigi Crisponi, regionaler Beigeordneter für Tourismus. „Damit ist der deutsche Reisemarkt für uns enorm interessant und lukrativ“.

Trotz globaler Wirtschaftskrise verzeichneten die sardischen Beherbergungsunternehmen und Reiseveranstalter 2010, nach Aussage der Region Sardinien, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 4 Prozent.

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Freitag, 5. Februar 2010

Gewerkschaften haben zum Generalstreik auf Sardinien aufgerufen

Italiens Gewerkschaftsverbände Cgil, Cisl und Uil haben auf Sardinien zu einem Generalstreik gegen die Krise auf der Insel aufgerufen.
Cagliari hat sich am heutigen 5. Februar 2010 auf einen schwarzen Freitag eingestellt. Für die Protestkundgebung in der Inselhauptstadt werden mehr als 20.000 Menschen erwartet. Sie protestieren gegen die ihrer Meinung nach unangemessene Politik der Region Sardinien und der Regierung in Rom zur Bekämpfung der steigenden Arbeitslosigkeit und zunehmenden Rezession auf der Insel.
Auslöser für den Protest ist die geplante Schließung der Aluminiumhütten des amerikanischen Unternehmens Alcoa in Portovesme, im Südwesten von Sardinien.
Die EU hatte nach einer Prüfung festgestellt, dass Italien dem Aluminiumhersteller seit 2006 unerlaubt Sondertarife für Strom gewährte und Alcoa am 19. November 2009 aufgefordert die Subventionen teilweise zurückzuzahlen. Das Unternehmen hat die Entscheidung der Kommission jedoch angefochten und das Werk auf Sardinien mit mehr als 500 Beschäftigten im Dezember 2010 bis zur Aufhebung oder Abänderung der Rückforderungen geschlossen.

Im Pressebericht der EU vom 19. November 2009 heißt es: „Die Sondertarife für Strom, die Italien dem Unternehmen Alcoa von 2006 bis 2010 für seine Aluminiumhütten auf Sardinien und im Veneto einräumt, tragen lediglich zur Senkung der Betriebskosten von Alcoa bei und lassen sich nicht anders rechtfertigen. Somit verschaffen sie dem Unternehmen einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber seinen Konkurrenten, die ohne Subventionen auskommen müssen. Daher hat die Kommission Italien aufgefordert, die rechtswidrigen Subventionen einzustellen und die bereits an Alcoa ausgezahlte Beihilfe zum Teil zurückzufordern.“

Im Januar 2010 traten die Beschäftigten von Alcoa in den Streik. Sie fordern konkrete Maßnahmen seitens der italienischen Regierung, damit die Arbeit in den Aluminiumhütten im Sulcis Iglesiente wieder aufgenommen werden kann und die Wirtschaft der Insel wieder in Gang kommt.
Doch die Demonstration am heutigen Freitag ist nicht nur ein Protest gegen die Schließung von Alccoa und anderen Unternehmen auf der Insel, sie richtet sich auch gegen den Stellenabbau im staatlichen Erziehungswesen.

Pressebericht der EU: Kommission untersagt Strompreissubventionen für Alcoa und ordnet teilweise Rückforderung bereits gewährter Beihilfen an

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