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Mittwoch, 17. Juni 2009

Appunti di un cineasta. Fotografie di Luigi Comencini 1945-1948 - Fotoausstellung und Filme des italienischen Regisseurs auf Sardinien

Das Filmarchiv Cineteca Sarda eröffnet am Freitag, den 19. Juni 2009 unter dem Titel Appunti di un cineasta („Aufzeichnungen eines Cineasten“) im Stadttheater der Inselhauptstadt Cagliari eine Fotoausstellung.
Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen hat der italienische Filmregisseur Luigi Comencini in den Jahren von 1945 bis 1948 gemacht. Comencini war nicht nur herausragender Regisseur und Drehbuchautor, er war auch Fotograf: Mitte der 1940er Jahre hat er ein fotografisches Werk geschaffen, das seine Arbeit al Regisseur vorbereitete. Der Mitbegründer des Filmarchivs Cineteca Italiana hielt nach dem Zweiten Weltkrieg den Alltag der Menschen, insbesondere der armen Bevölkerung in Italien fest. In seinen Bildern kommen Vitalität, Optimismus, Begeisterung und Mut ebenso zum Ausdruck wie Verzweiflung und Verwirrungen nach den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges.
Seinen Durchbruch als Regisseur feierte Comencini hingegen 1946 mit seinem zweiten Kurzfilm Bambini in Città („Kinder in der Stadt“), doch der große kommerzielle Erfolg kam erst Mitte der 1950er Jahre mit seinen ländlichen Komödien Pane, amore e fantasia ("Liebe, Brot und Phantasie") sowie Pane, amore e gelosia ("Liebe, Brot und Eifersucht“) mit Vittorio de Sica und Gina Lollobrigida. Comencini arbeitete außerdem mit weiteren bekannten Schauspielern wie Sophia Loren, Claudia Cardinale, Monica Vitti, Marcello Mastroianni und Totò.
Die Liebe zum Film hat er auf seine Töchter vererbt: Cristina und Francesca sind heute gefeierte Regisseurinnen, Paola eine erfolgreiche Szenen- und Kostümbildnerin.

Im Rahmen dieser Ausstellung, die bis zum 12. Juli zu besichtigen ist, präsentiert die Stiftung des Filmarchivs Cineteca Italiana auch zehn Filme von Luigi Comencini, unter anderem den deutschen Schwarz-Weiß-Film „... und das am Montagmorgen“ aus dem Jahr 1959 mit O.W. Fischer, Robert Graf, Ulla Jacobsson, Reinhard Kolldehoff und Vera Tschechowa. Eintritt frei.

Ausstellung:
Teatro Civico di Castello
Via Università - Cagliari
Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 17.00 bis 20.00 Uhr
Vernissage: Freitag, den 19. Juni um 20.00 Uhr, anschließend Vorführung des Films Proibito Rubare (1948)


Filmvorführungen im Teatro Civico di Castello; alle Filme beginnen um 21.00 Uhr
25.09.2009 Tutti a Casa (1960)
03.07.2009 A Cavallo della Tigre (1961)
10.07.2009 Il Commissario (1962)

Filmvorführungen im Salone Società Umanitaria, Viale Trieste 126; alle Filme beginnen um 20.15 Uhr
24.06.2009 Und das am Montag Morgen (1959)
26.06.2009 Bambini in Città (1946), Il Museo dei Sogni (1949), L’Ospedale del Delitto (1950)
10.07.2009 La valigia dei Sogni (1953)
08.07.2009 La Ragazza di Bube (1963)

Mehr Ausstellungen auf Sardinien

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Mittwoch, 30. Januar 2008

Sardinale: Kino aus Sardinien auf der Berlinale 2008

Auf der 58. Berlinale, dem internationalen Filmfestival in Berlin, das vom 7. bis zum 17. Februar 2008 stattfindet, sind zum ersten Mal zwei Filme sardischer Regisseure mit dabei. Das gab das sardische Kulturzentrum Berlin heute bekannt. Antonello Grimaldi tritt mit "Caos calmo" im Wettbewerb um den Goldenen Bären an, Salvatore Mereu zeigt seinen Film "Sonetáula", der auf Sardinien gedreht und produziert worden ist.
Das Sardische Kulturzentrum Berlin veranstaltet aus gegebenem Anlass die „Sardinale“: Regisseure und Produzenten aus Sardinien zeigen ihre Filme und sprechen über ihre Arbeit um so ein umfassendes Bild des zeitgenössischen sardischen Kinofilms zu präsentieren. Das Programm am 2. Februar beginnt um 18.30 Uhr. Die Veranstaltungspunkte im Einzelnen:

Kurzfilm: "Roberta" 4min. Autor: Cesare Furesi 2007Der Film handelt von körperlich behinderten Menschen, auf sehr originelle Weise.

Kurzfilm: "Voci sul mare" 10min. Autor: Enrico Pau 2007Deutschlandpremiere. Dokumentarfilm über Cagliari.

Kurzfilm: "Is Cerbus" 8min. Autorin: Chrystelle Robin 2007Dokumentarfilm über die traditionellen Masken von Sinnai (Sardinien)

Kurzfilm: "Philosophische Spekulationen über die Geschichte vom Huhn und dem Ei" 5min.Autoren: Gruppe junger sardischer Filmemacher 2007Realisiert in digitaler Animationstechnik. Teilnehmer des New York Film Academy Workshop.

Kurzfilm: "Passaparola" 10min. Autor: Gianfranco Cabiddu 2007Über die Bezüge zum Lesen.

Kurzfilm: "Passaggio a Livello" 18min. Autor: Luca Impagliazzo 2007 Das Drehbuch hat den 1. Preis "Fiction" beim Wettbewerb "Il Cinema racconta il lavoro", "Cineteca Sarda" und der Region Sardinien gewonnen.

Kurzauswahl sardischer Filme.

Anschließend: Umtrunk mit sardischen Spezialitäten.
Zwischen den Filmverführungen findet eine Podiumsdiskussion mit Regisseuren und Produzenten aus Sardinien statt. Dabei geht es um gesetzliche Grundlagen der Filmproduktion auf Sardinien, Kinotourismus und Wachstumsmöglichkeiten für die Kultur, Wirtschaft und Beschäftigung auf der Insel.


Veranstaltungsort ist das Sardische Kulturzentrum BerlinHusemannstraße 28 - 10435 Berlin Prenzlauer Berg. Web: http://www.sardanet.de/

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Donnerstag, 24. Januar 2008

Sardinien, Cagliari: 12 Filmemacher über Fassbinder

Vom 22. Januar bis 10. Februar 2008 zeigt das Goethe-Institut München im Kulturzentrum EXMA’ in Cagliari eine Ausstellung mit Filmplakaten über Rainer Werner Fassbinder. Der Reiz der Plakatausstellung liegt in der Kombination farbiger Filmplakate mit Statements zeitgenössischer Filmemacher über Fassbinder: Neben acht Filmplakaten zu den Filmen Die Ehe der Maria Braun, Angst essen Seele auf, Die Sehnsucht der Veronica Voss, Lola, Effie Briest, Katzelmacher, Martha und Lili Marleen, die keine weiteren „vermittelnde“ Angaben zu Fassbinder machen, stellen die Aussagen von 12 zeitgenössischen Filmemachern (Akin Fatih, Boughedir Ferid, Egoyan Atom, Kaurismaki Aki, Kwan Stanley, Leigh Mike, Lewis Jack, Ozon Francois Park Chan-Wook, Piard Thomas, Szabo Istvan und Tucakovic Dinko) eine Verbindung zum berühmten deutschen Regisseur her. Dabei handelt es sich um unterschiedliche und teils sehr persönliche Kommentare, die grafisch bewusst reduziert sind - schreibmaschinenartige Fonts, auf "billigem" Packpapier gedruckt.
In der Ausstellung geht es nicht darum, einen Überblick über Fassbinders Leben und Werk zu geben, sondern durch die Auszüge der Statements auf Plakatgröße schlaglichtartig Fassbinder aus heutiger Sicht der Filmwelt zu beleuchten und auf seine Filme neugierig zu machen.
Die Plakatschau wurde in Zusammenarbeit mit dem ACIT (Deutsch-Italienischer Kulturverein) Cagliari und der Cineteca Sarda organisiert.

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