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Montag, 13. Februar 2012

Helau, Ahoi, Alaaf: Fasching und Karneval auf Sardinien




“Carnevale” auf Sardinien: Farbenfroh und fröhlich geht es in fast jeder Ortschaft der Insel vor Beginn der österlichen Fastenzeit zu. In diesem Jahr meist bei bedecktem Himmel und in den Bergen mit Schnee ziehen Jecken und Faschingskostüme spielend, tanzend, reitend, und musizierend durch die Straßen. Zum Beispiel in Mamoiada mit den Mamuthones und Issohadores.
Seinen Höhepunkt erreicht der „Carnevale“ aber diese Woche: vom „Fetten Donnerstag“ (Weiberfastnacht) über den Rosenmontag bis zum Fastnachtsdienstag. Mit dem „Fetten Donnerstag“ beginnt in den Städten der eigentliche Fasching mit seinen vielen Straßenumzügen. Am bekanntesten sind die Karnevals-Hochburgen Tempio Pausania, Oristano, Santu Lussurgiu, San Gavino, Bosa, Mamoiada, Oliena, Samugheo, Orotelli, Ottana und Ovodda (Aschermittwoch) mit ihren großen Umzügen und zum Teil schaurigen Barbagia-Masken:


Karneval in Tempio Pausania


Fasching in Fonni


Fasnacht in Santu Lussurgiu


In anderen Städten wird im kleineren Rahmen gefeiert, wie zum Beispiel in Lanusei, Lotzorai und Cardedu. Aber auch das närrische Treiben in Santu Lussurgiu, Bosa, Ottana und Seneghe sind sehenswert. Die Parade der Barbagia-Masken oder die „Sartiglia“ in Oristano sind Ereignisse, die jeder einmal gesehen haben sollte:



Das atemberaubende Reiterfest "Sa Sartiglia" findet am Sonntag, vor Rosenmontag statt und wird am Faschingsdienstag wiederholt. Die "Sartiglia" ist ein Wettstreit - die Jagd auf einen Stern. Huldvoll schlagen sich die Reiter zur Karnevalszeit tapfer um den Silberstern. Schon im Mittelalter trafen sich ehrwürdige spanische Reiter in Oristano, um ihre Geschicklichkeit und Kräfte zu messen. Gelingt es den Reitern den Stern aufzuspießen wird es ein gutes Jahr werden, denn von der Anzahl der Sterne hängt die Jahresernte ab. Je mehr, desto besser, d.h. die Geschicklichkeit der Reiter besiegelt das Schicksal des Städtchens, sagt die Karnevalstradition.

Alle Karnevalshochburgen auf Sardinien im Überblick
Ahoi! Alaaf! Helau! Karneval auf Sardinien

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Montag, 18. Juli 2011

Rätsel um Fragmente prähistorischer Menhirstatuen im Zentrum von Sardinien

Eine kostbare, bisher unbekannte, Trockenmauer aus circa 300 Menhirfragmenten wurde in der archäologischen Freilandstätte "Cuccuru e Lai" in Samugheo entdeckt, dies teilte die sardische Tageszeitung Unione Sarda am 16 Juli 2011 mit.
Der Fund hat eine ganz besondere Bedeutung für die Region Barigadu, welche sich im Zentrum Sardiniens befindet, da sie sich als eine der wichtigsten prähistorischsten Sardiniens etablieren könnte, wenn nicht sogar als die Wichtigste.
Der Archäologe Mauro Perra (Direktor des Museums von Villanovaforru) gab am vergangenen Freitag in einer Pressekonferenz bekannt, dass Emerenziana Usai, welche bereits die meisten der vergangenen wichtigen Ausgrabungen in dieser Region durchführte, die wissenschaftliche Leitung der Ausgrabung übernimmt.

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