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Dienstag, 29. November 2011

„La pietra e gli eroi“: Bis Ende Dezember gibt es in Sassari die restaurierten Steinstatuen aus der Begräbnisstätte von Mont'e Prama zu sehen

Sie sind aus Stein, überdurchschnittlich groß und haben anthropomorphische Züge: Die zwischen 1974 und 1979 im Hinterland von Tharros gefundenen Fragmente verschiedener Statuen wurden restauriert und sind bis Ende Dezember zum ersten Mal in ihrer Gesamtheit in Sassari zu sehen.

Am vergangenen Mittwoch, den 23. November 2011 eröffnete das Städtchen an der Nordwestküste von Sardinien die Ausstellung „La pietra e gli eroi. Le sculture restaurate di Mont'e Prama“.

Mit einem geschätzten Alter von 2800 bis 3000 Jahren gelten die großen Steinskulpturen aus der Begräbnisstätte von Mont'e Prama bei Cabras als einziges Beispiel einer großen anthropomorphischen Bildhauerkunst der Nuraghenkultur.
Der sardische Archäologe Paolo Melis schreibt dazu in seinem Buch "Die Nuraghenkultur", dass die Statuen „vielleicht in einer Zeit, in der sich bereits die sardisch-phönizischen Aristokratien bildeten, und der Glanz der Nuraghenkultur bereits ein Mythos war“, entstanden sind. Und auf den Mythos dieser entfernten, mittlerweile zu Göttern und Helden erhobenen Vorfahren scheinen die Riesen von Monti Prama anzuspielen, erklärt er weiter. Einige Statuen stellen bewaffnete Krieger mit Pfeil und Bogen, Hörnerhelmen und Schilder dar - ohne Zweifel Darstellungen die an die berühmten Bronzestatuetten erinnern.
Mit den Statuen sind auch zahlreiche Nuraghen-Modelle aus Stein ausgestellt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Dezember 2011 im Centro di Conservazione e Restauro dei Beni Culturali in Sassari zu sehen. Besichtigung nur nach Voranmeldung. Eintritt frei.

Ausstellungsort:
Centro di Conservazione e Restauro dei Beni Culturali, Loc. Li Punti, Sassari
Besichtigung nur nach telefonischer Voranmeldung (von Italien 800148776)

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Donnerstag, 9. September 2010

Is Arutas, Mari Ermi, Sa Mesalonga, Su Pallosu und Is Arenas: Traumstrände auf der Sinis-Halbinsel im Westen von Sardinien

Die Sinis-Halbinsel bei Oristano, im Westen von Sardinien, lockt mit herrlich langen, hellen und naturbelassener Stränden.
Auf einer Reise im Land der Lagunenseen haben Urlauber die Qual der Wahl: Der knapp 4 Kilometer lange, feine Sandstrand San Giovanni di Sinis wird im Norden vom Spiaggia Funtana Meiga und im Süden von den Ruinen der phönizisch-punischen Stadt Tharros begrenzt. Der durch Erosion entstandene Sandstrand Is Arutas besteht aus klitzekleinen, quarzhaltigen Reiskörnern, die in zahlreichen Farben schimmern. Die kleine, der Sinis-Halbinsel vorgelagerte Isola Mal di Ventre lockt mit Traumstränden und lauschigen felsigen Buchten. Abgeriebene Muschelfragmente und Sanddünen kennzeichnen hingegen den langen Is Arenas Strand.
Wegen der kräftigen Winde gehören die Strände auf der Sinis-Halbinsel zudem zu den beliebtesten Surf-Spots der Insel.

Mehr zu den Stränden der Sinis-Halbinsel bei Oristano an der Westküste Sardiniens
Die antike Stadt Tharros auf der Sinis-Halbinsel
Mehr zur Sinis-Halbinsel - dem Land der Lagunenseen
Mehr zur Provinzhauptstadt Oristano

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Freitag, 26. September 2008

Sardinien, Archäologischer Fund bei Oristano - erste Ergebnisse deuten auf den Hafen von Tharros

Zwei italienische Forscherteams der Universitäten Cagliari und Sassari haben wahrscheinlich den alten Hafen von Tharros entdeckt. In der Provinz Oristano, etwa 90 km nordwestlich von der Inselhauptstadt Cagliari, fanden die Archäologen in den Gewässern der Mistras-Lagune einen vier Meter breiten und 100 Meter langen Mauerbau samt Hafenbecken, Uferbefestigungen und einen großen, 190 Meter langen Kai. Im Laufe der systematischen Uferbegehungen an der Sinis-Küste wurde auch eine 50 Meter lange Ein- und Ausfahrtzone sowie ein Strand mit zahlreichen Fossilien entdeckt. Die Forscher zeigten sich beeindruckt von dem Fund, warten aber auf erste Ausgrabungen, um die Ergebnisse ihrer Untersuchungen bestätigt zu sehen.

Die Ruinen der phönizisch-punischen Stadt Tharros liegen westlich von Oristano am Kap San Marco, ganz in der Nähe der neuen archäologischen Fundstätte. Zwischen dem elften und achten Jahrhundert vor Christus war diese Stadt bis in die späte römische Kaiserzeit eine reiche Handelskolonie, Hafenstadt und Festung.

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