Home

Dienstag, 28. Juli 2009

Waldbrände auf Sardinien gelöscht – Region stellt Soforthilfen zur Verfügung. 70 Prozent der Brände wurden absichtlich gelegt

Die Waldbrände, die in der vergangenen Woche Teile Sardiniens verwüstet haben, sind gelöscht. Am schwersten betroffen waren Teile der Gallura um Budoni und Loiri, sowie das Meilogu in Nordwest-Sardinien und Teile der Provinz Medio-Campidano. Etwa 25.000 Hektar Wald und Buschland fielen den Flammen zum Opfer, berichtet die Tageszeitung Il Sardegna. Besonders traurig: 70 % der Brände wurden absichtlich gelegt, lediglich ein knappes Drittel der Feuer wurde durch Selbstentzündung oder defekte Stromleitungen verursacht. Die Region Sardinien hat in einer Eilentscheidung drei Millionen Euro Soforthilfe für Bauern und Viehzüchter versprochen. Insgesamt werden wohl 80 Millionen Euro an Hilfsmittel zur Verfügung gestellt.
Inzwischen wurden viele der brandauslösenden Zünder von der Polizei sichergestellt. In Tempio-Pausania wurden zwei Personen verhaftet, denen Brandstiftung zur Last gelegt wird. Vermutet wird, dass Bodenspekulation die kriminelle Energie der Brandstifter antreibt.Bei den Bränden der vergangenen Woche kamen zwei Bauern in Nordsardinien ums Leben und 1.200 Nutztiere verbrannten in den Flammen. Auch wenn die Brände der vergangenen Woche gelöscht sind, bleiben Feuerwehr und Zivilschutz in Alarmbereitschaft.

Labels: , , , , , , , , , ,

AddThis Social Bookmark Button

Freitag, 24. Juli 2009

Schwere Waldbrände auf Sardinien mit zwei Todesopfern

Bei schweren Waldbränden auf Sardinien sind am vergangenen Donnerstag etwa 10.000 Hektar Land und Wald den Flammen zum Opfer gefallen und zwei Menschen ums Leben gekommen. Das berichten mehrere sardische Medien. Nach einer Hitzewelle von bis zu 46 Grad, die am Donnerstagvormittag in Valledoria gemessen wurden, fachten Scirocco-Winde die Flammen immer wieder an.
Betroffen waren vor allem die Gallura in Nordsardinien und die Provinz Oristano, aber auch an der Costa Verde brannte das Buschland. Neun Canadair-Löschflugzeuge, ein Helitanker und elf Löschhubschrauber sowie etwa 1.500 Feuerwehrmänner waren pausenlos im Einsatz, um schlimme Schäden zu verhindern. Zu zwei tragischen Todesfällen kam es in Pozzomaggiore und Mores in Nordwestsardinien, wo ein Schäfer seine Herden vor den Flammen bewahren wollte und ihnen selbst zum Opfer fiel sowie ein Weinbauer, der beim Versuch, seinen Weinberg zu retten, einen Herzinfarkt erlitt. Glück im Unglück hatten mehrere Urlauber in Scivu und Capo Pecora an der Costa Verde: Sie waren für mehrere Stunden am Strand eingeschlossen, weil ein Brand die Zufahrtsstraßen blockierte. Ihnen eilten vorsorglich mehrere Schiffe der Küstenwache zu Hilfe, um sie notfalls auf dem Seeweg evakuieren zu können. Nach einigen Stunden konnten die Brände aber gelöscht werden und die Straßen waren wieder befahrbar. In Arzachena mussten am Freitagmorgen hingegen mehrere Urlauber auf dem Dach ihrer Unterkunft ausharren, bevor ihnen die Rettungskräfte zu Hilfe kamen.
Auf Sardinien herrscht in den Sommermonaten jedes Jahr Waldbrandgefahr. Die Polizei kommt nach den Bränden aber häufig auch Brandstiftern auf die Spur. Manchmal ist es aber einfach nur Fahrlässigkeit: Lagerfeuer im Freien, Funkenflug und achtlos weggeworfene Zigaretten sind häufige Brandursachen. Auch können durch intensive Sonneneinstrahlung und hohe Bodentemperaturen Brände auf natürliche Weise entstehen.
Hohe Temperaturen haben Sardinien zur Zeit fest im Griff. Nach einem leicht kühleren Wochenende mit vorhergesagten 38 Grad in Cagliari, 34 Grad Celsius in Olbia und fast schon frischen 28 Grad in Alghero rollt Mitte nächster Woche eine neue Hitzewelle auf die Insel zu. Die Meteorologen sagen klaren Himmel und Südwinde voraus. Die Thermik der nächsten Tage freut vor allem die Wassersportler: Die guten Wind- und Wellenverhältnisse bieten ideale Bedingungen für Surfer und Segler.

Labels: , , , , , , , , , , , ,

AddThis Social Bookmark Button
 

  © Sardinien.com - info@sardinien.com
Nachdruck und Weiterverbreitung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung