Nachrichten und aktuelle Meldungen aus und rund um Sardinien.
Donnerstag, 12. Mai 2011
Bandiera Blu 2011: Auf Sardinien wehen an fünf Stränden blaue Flaggen
Fünf blaue Flaggen für Sardinien: Zu den schönsten sardischen Badezielen hat die Fee-Umweltstiftung die Strände Rena Bianca in Santa Teresa di Gallura, Punta Tegge Spalmatore auf La Maddalena, Ampurias in Castelsardo, Torre Grande in Oristano und nach fünf Jahren nun auch wieder Poetto in Quartu Sant'Elena gekürt. Bewertet wurden die Wasserqualität, Parkmöglichkeiten, sanitäre Anlagen, Strandbewachung und weitere verfügbare Einrichtungen.
Nach einer Meldung der italienischen Nachrichtenagentur Ansa vom 10. Mai 2011 konnte die Zahl der vergebenen „Bandiere Blu“ im Vergleich zum Vorjahr in diesem Jahr erhöht werden: 2011 erhielten 233Badestrände in 117 italienischen Gemeinden die begehrte blaue Flagge. 2010 waren es nur 231 Badestellen.
Die meisten Fahnen wehen in der Region Ligurien, die mit ihren 17 Blauen Flaggen auch in diesem Jahr der Toskana den Rang abgelaufen hat.
Die „Blaue Flagge“ ist ein internationales Umwelt-Label, das von der europäischen Umweltstiftung Fee (Foundation for Environmental Education) jede Saison an die schönsten und saubersten Strände und Marinas in 41 Ländern in Europa, Marokko, Tunesien, Südafrika, Neuseeland, Brasilien, Kanada und der Karibik vergeben wird.
Processione delle Sette Chiese – Gründonnerstagprozession in der Inselhauptstadt von Sardinien
Der Giovedì Santo, der Gründonnerstag ist der fünfte Tag der Settimana Santa bzw. der Karwoche.
An ihm gedenken die christlichen Kirchen dem letzten Abendmahl Jesu mit den zwölf Aposteln am Vorabend seiner Kreuzigung.
Auf Sardinien ist es Brauch an Gründonnerstag sieben Kirchen zu besuchen und um die Vergebung der Sünden zu bitten.
Nach der Heiligen Messe am Abend beginnt in der Inselhauptstadt Cagliari, im Stadtteil Stampace, gegen 20.00 Uhr die Processione delle Sette Chiese.
Bei der schlichten Prozession wird das mit Trauerrand versehene Standbild des Heiligen Efisio zu sieben Kirchen geführt. In Anbetung vor dem Martyrer, bitten die Gläubigen um die Vergebung ihrer Sünden und gedenken der Verhaftung und Geißelung Jesu.
Ausgerichtet wird die Gründonnerstagprozession von der Bruderschaft des Gonfalone.
Beim gestrigen Umzug am 21. April 2011 wurden folgende Kirchen besucht:
1. Station Chiesa Sant Antonio Abate
2. Station Chiesa Monache Cappuccine
3. Station Chiesa Santa Croce
4. Station Cattedrale Santa Maria
5. Station Chiesa San Salvatore da Horta
6. Station Chiesa Sant’Anna
7. Station Chiesa Sant’Efisio
Auf Sardinien wird Sa Pasca Manna, das große Osterfest als höchstes christliches Fest gefeiert.
Die Messen am Palmsonntag vor Ostern, bei der Palmenzweige als Zeichen des Friedens getragen werden, läuten überall auf Sardinien die Settimana Santa ein.
Die Tradition der Karwoche geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als die katholische Kirche beschloss, der Bevölkerung die Passion Christi auf eine eindrucksvolle Weise nahe zu bringen.
Im Mittelpunkt der sardischen Osterbräuche stehen neben dem Montag der Karwoche und dem Gründonnerstag der Karfreitag und vor allem der Ostersonntag.
Bis zum Karfreitag ziehen junge und alte Männer in vielen Ortschaften in Kutten gehüllt durch die Straßen. Sie tragen die Madonnenstatue sowie Nägel, Hammer und Zange als Symbole für die Kreuzigung. Ihnen folgt der leidende „Christus“ mit oder auf dem Kreuz. Die Passionsumzüge werden von vielen Gläubigen begleitet. Ihnen schließen sich Sängergruppen an die in Chorälen ihr Leid klagen.
So traurig und schmerzvoll die Feier vom Leiden und Sterben Christi am Abend des Karfreitags begangen wird, so prachtvoll und fröhlich geht es bei der Auferstehungsmesse und der „Incontru-Prozession“ zwischen der Madonna und dem wieder auferstandenen Sohn am Ostersonntag zu.
Am Ostermontag, der sogenannten Pasquetta, ist auf Sardinien der Brauch des Osterspaziergangs noch lebendig. Dann macht man mit der Familie und Freunden einen Ausflug ins Grüne zum Picknick.
Am Samstag, den 23. April 2011 zeigt das MDR FERNSEHEN um 11:36 Uhr einen Film von Stefan Pannen über die Küche Sardiniens.
Aus dem Sendungstext:
„Sarah Wiener, Deutschlands prominenteste Köchin, ist in der Karwoche nach Sardinien gefahren. Im Norden der Insel, im kleinen, mittelalterlichen Ort Castelsardo wird auf besondere Weise an das Leiden Christi erinnert. Das will sie miterleben - und dabei in die Kochtöpfe schauen. Gestaltet wird die Karwoche von der Bruderschaft von Castelsardo. Sie ist erstmals im Jahre 1669 beurkundet. Der große Tag, auf den der ganze Ort hinlebt, ist der "Lunissanti", der Montag vor Ostern. Dann ziehen die Männer des Dorfes, in weiße Kutten gehüllt, von morgens bis tief in die Nacht mit heiligen Gesängen durch die Straßen des Ortes.
Weil nur zwölf Mitglieder der Bruderschaft dafür auserwählt werden, entbrennt in den Wochen davor ein heftiger Wettkampf um die begehrten Plätze. Wer nicht singt, darf bei der Prozession womöglich eines der Mysterien tragen, Gegenstände, die an das Leiden Christi erinnern. Sarah Wiener taucht ein in diese Welt der Confraternitá. Vor allem interessiert sie aber, was gekocht wird auf Sardinien: Artischockensalat, Gnochetti alla sarda, Ostergebäck. Und sie fährt aus dem Dorf hinaus auf das Land, um zu sehen, wie die Artischocken geerntet und Pecorino, der würzige sardische Käse, gemacht wird.“
Sendetermin: Samstag, 23. April 2011, 11:36 Uhr, 43:30 Minuten, MDR
Google Street View von Sardinien: Virtuelle Fahrt durch die Insel
Google hat die Straßenansichten in seinem Kartendienst Maps um Ansichten aus ganz Sardinien erweitert. Bis vor kurzem hatte der amerikanische Internet-Dienstleister nur die sardische Inselhauptstadt Cagliari und Umland erfasst. Ab sofort können User bequem von zu Hause aus fast jede Straße Sardiniens virtuell erfahren, selbst kleine Nebenstraßen sind erfasst. Hier ein paar schöne Beispiele:
Silvester in Castelsardo Konzert des Popsängers Raf und Feuerwerk über dem alten Dorierschloss
Das Konzert des italienischen Popsängers Raf ist das Highlight des Silvesterabends in Castelsardo in Nordwestsardinien. Der Sänger und Songwriter aus Apulien war in den 1980-er Jahren auch in Deutschland bekannt: Seinen größten Hit Self Control hatte er im Sommer 1984. Sein letztes Album, Metarmofosi, ist 2008 erschienen. Begleitet wird das Konzert von Raf in Castelsardo, das auf der zentralen Piazza um die Via Trieste stattfindet, von Ständen, Buden und geöffneten Geschäften.
Der kleine Ferienort Castelsardo mit dem historischen Burgberg im Nordwesten der Insel hat in der Vergangenheit immer wieder zu Silvester von sich hören lassen: In den letzten Jahren haben zum Beispiel Italo-Größen wie Alex Britti, Le Vibrazioni, Negramaro, Neffa, Max Gazzè, Paola Turci, Marina Rei und Max Pezzali das neue Jahr in Castelsardo eingeläutet. Höhepunkt des Silvesterabends um Mitternacht ist ein großes Silvesterfeuerwerk, das hoch über dem Festplatz, über dem mittelalterlichen Dorierschloss, entzündet wird.
Hochsaison auf Sardinien: Volles Haus rund um den Feiertag Ferragosto
Ferragosto, der Feiertag zu Ehren derMariä Himmelfahrt am 15. August ein Hochfest der römisch-katholischen Kirche und gleichzeitig Dreh- und Angelpunkt der Hochsaison auf Sardinien: Ferienhäuser und Hotels sind bis auf das letzte Bett belegt, Restaurants, Strandbars und Pizzerien haben die geschäftigste Zeit des Jahres und an zahlreichen Stränden muss man nach einem Platz für handtuch und Sonnenschirm suchen. Wer in dieser Zeit in Alghero, Castelsardo, Porto Cervo, San Teodoro, Villasimius, Pula oder Carloforte unterwegs ist, kann über Nightmarkets schlendern, in den besten Diskos und Strandbars der Insel bis spät in die Nacht Tanzen, Abhotten, Flirten und Feiern: Sardinien ist zur Hochsaison Mitte August bunt und ausgelassen, aber auch gut besucht und wer weniger auf Trubel und Party steht, ist auf der Insel besser nach der dritten Augustwoche aufgehoben. Denn am Wochenende nach dem 15. August reisen viele der vornehmlich italienischen Touristen wieder ab. Allein an diesem Wochenende arbeiteten die sardischen Fähr- und Flughäfen schon an der Kapazitätsgrenze: Mehr als 300.000 Urlauber reisten an den nordsardischen HäfenOlbia, Golfo Aranci und Porto Torres ab und ab, am wichtigsten Fährhafen der Insel, der Isola Bianca von Olbia, waren es an diesem Wochenende 30 randvolle Autofähren. Der Flughafen Olbia-Costa Smeralda zählte am Sonnabend und Sonntag 50.000 Fluggäste, in Cagliari waren es 20.000 und in Alghero 7000.
Lunissanti: Mittelalterliche Osterriten im Nordwesten Sardiniens
Am heutigen Montag der „Settimana Santa", der Karwoche, scheint in Castelsardo das Mittelalter wieder lebendig. An der mittelalterlichen Kirche „Santa Maria" beginnt in den frühen Morgenstunden die Prozession des „Lunissanti". Bei Sonnenaufgang wird die Messe am Altar des „Cristu Nieddu" (schwarzer Christus) gelesen. Danach startet der Pilgerzug aus drei Chören und 10 Gruppen, die die 10 Stationen des Leidenswegs Christi darstellen. Die Pilger ziehen etwa zehn Kilometer weit in eine romanisch-pisanische Basilika in Tergu, wo sie die „Misteri" der Madonna darbieten. Die Chöre begleiten die Zeremonie mit dem „Attitu", lateinischen Klagegesang. Sie beklagen den getöteten Gottessohn.
Sarah Wiener: Karwoche auf Sardinien. Dokumentation über die Osterfeierlichkeiten in Castelsardo am Donnerstag auf 3sat
Sarah Wiener, nach eigenen Angaben Deutschlands prominenteste Köchin, ist in der Karwoche nach Sardinien gefahren. Im Norden der Insel, im mittelalterlichen Castelsardo wird das Leiden Christi auf besondere Weise begangen. Das will sie miterleben - und dabei in die Kochtöpfe schauen. Sarah Wiener taucht in dem Film ein in die Welt der Confraternitá, der Bruderschaft von Castelsardo. Sie lernt, wie auf Sardinien gekocht wird: Artischockensalat, Gnochetti, Ostergebäck. Und sie fährt hinaus auf das Land, um zu sehen, wie die Artischocken geerntet und Pecorino, der würzige sardische Käse, gemacht wird.
3sat zeigt die Dokumentation am Donnerstag, den 09.04.2009 um 15 Uhr.
Alghero: Rally del Corallo 2009 mit gemischten Prüfungen an der Nordwestküste von Sardinien
Alghero, die katalanische Enklave an der Nordwestküste von Sardinien, hat ein intensives Wochenende vor sich. Vom 12. bis 14. März 2009 wird die Korallenküste mit der Rallye del Corallo zum Zentrum der Motorsport-Klassiker. Das Korallen-Städtchen bietet den idealen Rahmen und eine der schönsten Kulissen für dieses Autorennen mit gemischten Prüfungen. Dabei wird sowohl auf Asphalt als auch Schotter gefahren. Bei der ersten EM-Qualifikation „Rally Storici" stehen ein Asphalt-Tag und ein Schotter-Tag mit verschiedenen Etappen auf dem Programm. Die Streckenführung reicht am ersten Renntag, bei dem mit Asphaltreifen gefahren wird, über Alghero und Hinterland in den Osten der Insel. Am zweiten Tag geht es mit Schotterausrüstung auf Schotter von Sassari nach Castelsardo. Start und Ziel der Veranstaltung ist die Bastion Cristoforo Colombo in Alghero, wo auch die Prämierung stattfindet.
Silvester in Castelsardo: Pop-Konzert von Max Pezzali
Castelsardo entwickelt sich in den letzten Jahren immer mehr zur beschaulichen Alternative zur Silvester-Hochburg Alghero: In dem kleinen Festungsstädtchen an der sardischen Nordküste wird mit Ständen und Konzerten das alte Jahr verabschiedet. Highlight ist ein grandioser Blick auf das Silvesterfeuerwerk vom Burgberg aus! In diesem Jahr hat Castelsardo einen bekannten italienischen Pop-Star eingeladen: Max Pezzali. Max Pezzali ist der Kopf einer der erfolgreichsten italienischen Popbands: 883. Otto Otto Tre, wie man sie in Italien nennt, heißt die Gruppe, die seit den 1990er Jahren einen Hit nach dem anderen gelandet hat und als DIE Pop-Band der Neunziger bezeichnet wird. Zu ihren größten Erfolgen zählt das Debüt-Album „Hanno Ucciso L'Uomo Ragno“ aus dem Jahr 1992. Doch auch „Sei Fantastica“ oder „Chiuso In Una Scatola“ zählen zu ihren großen Hits.
Alghero: Vom 6. bis 8. Juni 2008 wird die Korallenküste im Nordwesten von Sardinien zum Zentrum der Motorsport-Klassiker. Das Korallen-Städtchen Alghero bietet einen idealen Rahmen und eine der schönsten Kulissen für dieses Autorennen. Bei der europäischen FIA "Rally Storici" Meisterschafft stehen ein Rennen auf Asphalt und eines auf Schotterpiste mit jeweils sechs Etappen auf dem Programm. Die Streckenführung reicht am ersten Renntag über Mores, Ittiri und Usini nach Villanova und am zweiten Tag von Sassari nach Castelsardo. Start und Ziel der Veranstaltung ist Alghero, wo am Sonntag die Prämierung stattfindet.
Sarah Wiener, nach eigenen Angaben Deutschlands prominenteste Köchin, ist in der Karwoche nach Sardinien gefahren. Im Norden der Insel, im mittelalterlichen Castelsardo wird das Leiden Christi auf besondere Weise begangen. Das will sie miterleben - und dabei in die Kochtöpfe schauen. Sarah Wiener taucht in dem Film ein in die Welt der Confraternitá, der Bruderschaft von Castelsardo. Sie lernt, wie auf Sardinien gekocht wird: Artischockensalat, Gnochetti, Ostergebäck. Und sie fährt hinaus auf das Land, um zu sehen, wie die Artischocken geerntet und Pecorino, der würzige sardische Käse, gemacht wird.