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Donnerstag, 30. September 2010

Streichkonzert bei Sardinien-Fähren: Tirrenia, Grimaldi und GNV stellen zum Oktober zahlreiche Verbindungen ein


Rechtzeitig zum Oktober dünnen zahlreiche Fährgesellschaften ihre Sardinien-Verbindungen massiv aus. Besonders betroffen sind Linienverbindungen ab Genua.
Die halbstaatliche Tirrenia, seit Monaten unter behördlicher Sonderverwaltung, setzt in diesem Jahr zum ersten Mal die seit 50 Jahren bestehende Verbindung Genua-Olbia-Arbatax aus, angeblich weil das auf dieser Strecke eingesetzte Schiff modernisiert werden muss. Eine Ersatzfähre ist nicht vorgesehen.
Die private Reederei GNV setzt ihre Verbindung von Ligurien in die Gallura ab dem 3. Oktober für die Wintermonate aus. Einziger Anbieter der fast 10-stündigen Überfahrt von Genua nach Olbia ist damit MOBY Lines, der die Strecke ab 10. Oktober dreimal wöchentlich anbietet.
Doch nicht nur Sardinien-Fähren ab Genua sind von dem Streichkonzert im Sardinien-Fährverkehr betroffen, sondern auch die Verbindungen von Civitavecchia nach Olbia der SNAV sowie die Strecke Barcelona-Porto-Torres-Civitavecchia der Grimaldi Lines werden in diesem Jahr erstmals zum Winter ausgesetzt. Besser als ab Genua sieht die Situation für Überfahrten ab dem toskanischen Hafen Livorno aus: Sowohl Sardinia Ferries als auch MOBY Lines fahren die Strecke täglich, allerdings nur als Nachtüberfahrt. Die Tagesfähren von Sardinien nach Livorno fahren am 16. Oktober zum letzten Mal.

>> Übersicht über die wichtigsten Verbindungen von Norditalien nach Sardinien

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Donnerstag, 3. September 2009

Tirrenia steht zum Verkauf: Moby und GNV wollen die halbstaatliche Reederei übernehmen

Die halbstaatliche Fährgesellschaft Tirrenia steht ab Mitte September zum Verkauf. Das hat der italienische Transportminister Altero Matteoli im August bekanntgegeben. Danach sollen die Verhandlungen um die Abtretung der maroden Gesellschaft beginnen.

Die Tirrenia soll, ähnlich wie schon im vergangenen Jahr die Fluggesellschaft Alitalia, in einem Bieterverfahren verkauft werden. Die beiden Konkurrenten Moby Lines und Grandi Navi Veloci haben bereits Interesse an der Fährgesellschaft angemeldet, allerdings mit hohen Forderungen. GNV-Geschäftsführer Silvano Cassano sagte dem Branchendienst Shippingonline.it, keinesfalls wolle man die gesamte Gesellschaft übernehmen, sondern nur die Aktivitäten in Genua. Moby-Präsident Vincenzo Onorato wiederum sei an einer Übernahme der gesamten Gesellschaft interessiert, meldet das Tourisikmagazin Guidaviaggi. Beide Interessenten fordern hohe staatliche Garantien und Schuldenerlasse sowie Solidarität der Sozialpartner. Zwei weitere Konkurrenten, die Snav und Grimaldi Lines, haben bereits verlauten lassen, nicht an der Tirrenia interessiert zu sein.


Fähren in Olbia: Bald könnte es einen Konkurrenten weniger geben

Die Tirrenia betreibt ganzjährig staatlich subventionierte Verbindungen von Genua nach Olbia und Porto Torres sowie von Civitavecchia nach Olbia, Arbatax und Cagliari. Außerdem gehören zu der Aktiengesellschaft mit Sitz in Neapel die regionalen Fährgesellschaften Toremar (Toskana), Caremar (Kampanien), Siremar (Sizilien) und die sardische Saremar, die die Fähren von Sardinien nach Carloforte, La Maddalena und nach Korsika betreibt. Diese Regionalgesellschaften sollen an die Regionen gehen. Sardinien hat bereits Interesse geäußert, Personal und Schiffe an den Standorten Portovesme, Palau und Santa Teresa Gallura zu übernehmen. Die bis zu vierzig Jahre alten Schiffe könnten künftig unter der Flagge der sardischen Transportgesellschaft Arst fahren. Dem Transportkoloss aus Cagliari wurden erst zu Beginn des Jahres 2009 alle regionalen Verkehrsgesellschaften der Insel einverleibt.

Die Tirrenia, die seit 1936 Verbindungen vom Festland nach Sizilien, Sardinien und nach Albanien anbietet, gilt als marode und hochverschuldet. Den knapp 360 Millionen Euro Nettovermögen der Firmengruppe stünden mehr als 752 Millionen Euro Schulden gegenüber, meldet die Presseagentur Reuters Italia. Die Tirrenia verfügt über 72 Schiffe (davon 27 im Regionalverkehr) und hat etwa 1.500 festangestellte Mitarbeiter. In den letzten Jahren haben die Napoletaner vor allem auf den Sardinien-Strecken starke private Konkurrenz von Moby Lines, Sardinia Ferries, GNV, Snav und Grimaldi Lines bekommen. Lediglich die wenig attraktiven Verbindungen nach Arbatax und Cagliari und von Sardinien nach Sizilien stehen noch unter dem Monopol der Tirrenia.


>> Übersicht über alle Fähren und Strecken nach Sardinien
>> Übersicht alle Fährverbindungen nach Sardinien (nach Fährgesellschaften)
>> Alle Fährhäfen im Überblick

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Donnerstag, 22. Januar 2009

Grimaldi Lines: Neue Fährverbindung von Porto Torres nach Civitavecchia und Barcelona



Die italienische Fährgesellschaft Grimaldi Lines bietet ab diesem Sommer zwei neue Verbindungen nach Sardinien an: Von Civitavacchia bei Rom und vom spanischen Barcelona aus geht es in Richtung Porto Torres in Nord-Sardinien. Die Strecken sind jetzt schon buchbar.

Grimaldi Lines ist eine italienische Reederei und wurde im Jahre 1945 gegründet. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Fährgesellschaft Grandi Navi Veloci, die Porto Torres und Olbia mit Genua verbinden.Seit einigen Jahren bietet die Grimaldi Lines unter der Marke Grimaldi Ferries Fährservice an. Grimaldi Lines verfügt darüber hinaus über eine der größten Flotten von Multipurpose-Containerschiffen im westlichen Mittelmeer.

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