Nachrichten und aktuelle Meldungen aus und rund um Sardinien.
Donnerstag, 17. Juni 2010
Strand und Hund? Auf Sardinien gibt es jetzt einen ausgewiesenen Hundestrand auf der Insel Caprera
Die Sonne scheint, der Himmel ist wolkenlos blau, das Wasser hat Badetemperatur: Wir wollen uns in die Fluten stürzen! Doch ist auch unser vierbeiniger Gefährte ein gern gesehener Gast am Strand? Auf Sardinien sind Hunde in der Hochsaison generell von Juni bis September nur an ausgewiesenen Hundestränden gestattet. Diese Strandabschnitte sind jedoch äußerst rar gesät und wechseln von Saison zu Saison. Ein Hotspot, an dem auch Hunde diesen Sommer in vollen Zügen genießen können, ist der Caprera Doggie Beach auf der nur 15 Quadratkilometer großen gleichnamigen Insel im Nordwesten von Sardinien. Das kleine Eiland gehört zu den Hauptinseln des Maddalena-Archipels und ist über eine Brücke mit La Maddalena verbunden. Neben dem Casa-Museo di Giuseppe Garibaldi“, dem Haus des einstigen Freiheitskämpfers und Nationalhelden Italiens, einem großen dichten Pinienwald, Steineichen und Macchia-Büschen lockt Caprera vor allem mit winzigen, hellen Sandbuchten und Wasser wie Glas. Vor allem Hundefreunde finden hier einen schönen Strandabschnitt, denn in Porto Palmas, im Süden des Eilands, dürfen es sich in diesem Jahr auch tapsige Vierbeiner am einzigen ausgewiesenen Hundestrand Sardiniens so richtig gut gehen lassen. Am Caprera Doggie Beach stehen Sonnenschirme, Hundenäpfe, Duschen, Kottüten und ein reservierter Badebereich bereit. Durch einen nahegelegenen Tierarzt wird vom Doggie-Strandpersonal im Notfall sogar die gesundheitliche Versorgung für die Hunde geregelt. Der knapp 200 Meter lange, abgeteilte Hundestrand ist vom 15. Juni bis 15 September geöffnet. Hunde kosten pro Tag 3,00 Euro. Hier kann der heiße Sommer kommen!
Wer sich im Süden von Sardinien, in der Inselhauptstadt Cagliari aufhält und baden möchte, kann seinen Liebling hingegen in die Hundetagesstätte "Dog Island" am langen Poetto-Strand bringen. Die Hundepension bietet auf etwa 5000 qm Spiele, Agility und Hundeerziehung.
Außerhalb der Hochsaison sind die Bedingungen für Hund und Herrchen bzw. Frauchen an den sardischen Stränden generell besser, da sich Badegäste in der Nebensaison kaum über die Anwesenheit eines Vierbeiners beschweren.
Meerenge zwischen Korsika und Sardinien: Absichtserklärung für ein internationales Meerschutzgebiet
Am vergangenen 15. Juni 2010 haben die italienische Umweltministerin Stefania Prestigiacomo und ihr französischer Kollege Jean Louis Borloo auf Sardinien die Absichtserklärung für ein grenzüberschreitendes Meerschutzgebiet in der Meerenge zwischen Korsika und Sardinien unterzeichnet. „Nach Jahrzehnten kommt endlich Bewegung in den Schutz der Straße von Bonifacio“, begrüßt Sebastiano Sannitu, Beigeordneter für Kultur und Tourismus der Region Sardinien die beiden Minister für Umwelt und Naturschutz in Palau. Der große Naturreichtum in der 12 Kilometer breiten Meerenge, die sich vom Capo Testa und der Punta Falcone auf Sardinien bis zum Capo Pertusato auf Korsika erstreckt, sei langfristig nur mit einem Schutzgebiet zu erhalten, erklärte Herr Sannitu gegenüber der Tageszeitung Unione Sarda. Im Einvernehmen mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) wurde in der Absichtserklärung deshalb auch ein Punkt eingefügt, der allen Schiffen mit gefährlicher Fracht die Fahrt durch die Straße von Bonifacio untersagt.
Seit 1993 verbieten Frankreich und Italien unter ihrer Flagge fahrenden Schiffen, die umweltbelastende Produkte transportieren, die Durchreise durch die Meerenge. Das Verbot gilt allerdings nicht für Schiffe die unter einer anderen Flagge fahren, da die Straße von Bonifacio dem Grundsatz der freien und ungehinderten Durchfahrt von Handelsschiffen unterliegt. Auch wenn es sich bei der Meerenge um ein gefährliches, jedoch wirtschaftlich unbedeutendes Gebiet für die Schifffahrt handelt, konnte sich die Europäische Kommission bisher noch nicht dazu durchringen die Straße von Bonifacio für den internationalen Handelsverkehr zu sperren.
Die Absichtserklärung für einen internationalen Meerpark in der Meerenge zwischen Sardinien und Korsika ist erst ein erster Schritt in Richtung Aufhebung der Straße von Bonifacio für den internationalen Warentransport und bedarf der Unterstützung vieler, insbesondere der EU, der Behörden und der Umweltorganisationen.
Ligurien hat die schönsten Strände, auf Sardinien wehen zwei blaue Flaggen
Zwei blaue Flaggen für Sardinien: Zu den schönsten sardischen Badezielen hat die Fee-Umweltstiftung die Strände Rena Bianca in Santa Teresa di Gallura und Punta Tegge Spalmatore auf La Maddalena gekürt. Bewertet wurden die Wasserqualität, Parkmöglichkeiten, sanitäre Anlagen, Strandbewachung und weitere verfügbare Einrichtungen.
Nach einer Meldung der italienischen Nachrichtenagentur Ansa vom 11. Mai 2010, wurden Strände in 16 italienischen Regionen beurteilt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Zahl der vergebenen „Bandiere Blu“ in diesem Jahr erhöht werden: 2010 erhielten 231 Badestrände in 117 italienischen Gemeinden die begehrte blaue Flagge. 2009 waren es nur 227 Badestellen. Die meisten Fahnen wehen in der Region Ligurien, die mit ihren 17 Blauen Flaggen der Toskana seit Jahren zum ersten Mal den Rang abgelaufen hat.
Enttäuschung bei Giuliano Uras, dem Umweltreferenten der Region Sardinien. „Die Analyse der Küstengebiete unserer Insel, die für ihre Traumstrände berühmt ist, aber nur zwei Flaggen erhalten hat, beruht nicht auf objektiven Kriterien“, machte er gestern seinem Unmut gegenüber dem Online-Magazin Sardegna Oggi Luft. Noch schlechter schnitten allerdings Basilikata und Molise ab. Aber auch auf Sizilien, in Kampanien und im Latium wurden nur wenige Badeziele ausgezeichnet.
Nicht berücksichtigt wurden die Regionen Lombardei, Trentino Alto Adige, Umbrien und Aostatal, da sie über keine Küstengebiete bzw. Strände verfügen.
Die „Blaue Flagge“ ist ein internationales Umwelt-Label, das von der europäischen Umweltstiftung Fee (Foundation for Environmental Education) jede Saison an die schönsten und saubersten Strände und Marinas in 41 Ländern in Europa, Marokko, Tunesien, Südafrika, Neuseeland, Brasilien, Kanada und der Karibik vergeben wird.
Ideen für einen aktionsreichen Frühling auf Sardinien: Pani Saba, Cuscus Tabarchino und Luis Vuiton Trophy
Wenn das Wochenende naht und die Frühlingshaften Temperaturen steigen, gibt es auf Sardinien ganz sicher immer einen Grund zum Feiern! In Sini, einem kleinen Ort in der Provinz von Oristano, feiert man am 25. April 2010 die 17. “Sagra de su Pani Saba” - ein leckeres Exotik-Früchtebrot. Lust darauf? Bis zum Abend stehen hier noch das unverwechselbare Kunsthandwerk Sinis und die Darbietungen mehrere Folkloregruppen auf dem Programm.
Am gleichen Sonntag werden Gäste und Besucher bei der „Sagra del Cuscus Tabarchino“ am Hafen in Carloforte mit Spezialitäten der genuesischen Küche verköstigt, denn viele der auf der Isola di San Pietro lebenden Fischer sind ligurischer Abstammung. Neben jeder Menge kulinarischer Köstlichkeiten gibt es natürlich auch Tanz, Musik und Spektakel. Ein besonderes Highlight im Rahmen des Couscous-Festes ist am 25. April außerdem das kostenlose Konzert der sardischen Band Tazenda.
Um die Luis Vuiton Trophy vom 22. Mai bis 6. Juni 2010 kann man die Bewohner von La Maddalena wirklich beneiden. Wie wäre es mit einem Spaziergang in einzigartiger Lage, direkt am Meer mit Segelbooten auf dem Wasser und das bei dem schon so angenehmen Klima? Rund um das Insel-Archipel La Maddalena kann man die Wettfahrt der America’s Cup-Class-Yachten (85 Fuß) entspannt verfolgen. Zwei Wochen dauert die spannende Segelregatta insgesamt.
Mehr Info und noch viele andere Tipps gibt es unter www.sardinien.com
Valerio Scanu aus La Maddalena (Sardinien) gewinnt das italienische Musikfestival San Remo
Der 19-jährige Castingshow-Star Valerio Scanu aus La Maddalena hat am Wochenende mit dem Song “Per tutte le volte che...” den berühmten italienischen Musikwettbewerb „Il Festival della canzone italiana” in San Remo gewonnen. Scanu, mit 19 Jahren der jüngste Sanremo-Gewinner in der Geschichte des Festivals, ist damit nach Marco Carta aus Cagliari, der den Festivalpreis im letzten Jahr abgeräumt hat, der zweite Sarde, der nicht nur Sanremo gewinnt, sondern auch aus der italienischen Casting-Show „Amici di Maria di Filipi“ hervorgegangen ist.San Remo, das in diesem Jahr zum 60. Mal stattfand und fünf Abende lang im italienischen Fernsehen übertragen wird, gilt als das älteste Musikfestival Europas, und ist damit sogar älter als der Grand Prix Eurovision de la Chanson / Eurovision Song Contest. Das Festival hatte in diesem Jahr eine erstaunliche Einschaltquote von bis zu fünfzig Prozent und gilt als das wichtigste Musik-Event des Italienischen Liedes. Valerio Scanu steht mit seinem Sieg nun in einer langen Reihe von Berühmtheiten wie Domenico Modugno mit seinem Welthit “Nel blu dipinto di blu”, Toto Cutugno, Adriano Celentano, Ricchi e Poveri oder Eros Ramazzotti.
La Maddalena auf Sardinien wird Austragungsort der Louis Vuitton Trophy
Vom 22. Mai bis 6. Juni 2010 gehen die America’s Cup-Class-Yachten (85 Fuß) zwei Wochen lang im Maddalena-Archipel an den Start. Weltumsegler und Segelmeister wie der Mailänder Vincenzo Onorato steuern ihre Yachten dann im Nordosten von Sardinien durch den Golf von Arzachena. Nach Auckland (Neuseeland) im März ist Sardinien die nächste Station der internationalen Regatta. Im November 2010 folgen Dubai und im Januar 2011 Hong Kong. Die Veranstaltung wird in den Räumlichkeiten untergebracht, die ursprünglich für den auf La Maddalena geplanten G8-Gipel im Juli 2009 erbaut wurden. Die Designer-Gebäude des Mailänder Architekten Stefano Boeri auf einem ehemaligen Waffenarsenal sind seit Juni 2009 fertig und die Segelregatta ist damit das erste Großereignis, das im „Casa del Mare“ getauften Komplex östlich des Ortszentrums stattfindet.
Die Maddalena-Inseln gehören zu den schönsten Eilanden, die das Mittelmeer zu bieten hat: Dank der geringen Wassertiefe zwischen den Inseln und dem hellen Meeresboden aus Granitsand leuchtet das Meer um die Inseln fast zu jedem Wetter in sanftem türkis, kräftigem marineblau oder sattem smaragdgrün.
Ronde Costa Smeralda 2009 - am 4. und 5. Dezember Rallye der Wertungsprüfung Ronde auf La Maddalena
Am 4. und 5. Dezember wartet La Maddalena, vor der wunderschönen Costa Smeralda, mit ganz besonderen Herausforderungen auf - der Wertungsprüfung „Ronde Costa Smeralda 2009. Die Ronde Costa Smeralda findet damit in diesem Jahr ausschließlich auf der gerade mal 50 Quadratkilometer großen Insel statt. Der Wettbewerb ist eine der sieben Strecken der IRS - INTERNATIONAL RALLY RONDE SERIES 2009“, die Anfang Dezember auf La Maddalena ihren Saisonabschluss findet. Die Rallye verspricht ein außergewöhnliches Erlebnis zu werden. Die Strecke in der Wertungsprüfung „Ronde“ ist mit 80,46 km und einer einzigen Spezialprüfung, die viermal wiederholt werden muss, nicht nur außergewöhnlich lang und anspruchsvoll, sondern führt auf verschleißintensivem Asphalt entlang zauberhafter Buchten und Küstenlinien der kleinen, aber traumhaft schönen Insel.
Generalstreik im Transportwesen in Italien: Am 23. Oktober bleiben Fähren im Hafen und Flugzeuge am Boden
Ein Generalstreik im Transportwesen setzt am morgigen Freitag, den 23. Oktober 2009 den öffentlichen Nah- und Fernverkehr in Italien in weiten Teilen aus. Angekündigt sind zahlreiche Flugstreichungen vor allem der Fluggesellschaften Alitalia und Air One. Der Streik im Flugverkehr ist nach einer Anordnung des Transportministeriums auf vier Stunden, von 12 bis 16 Uhr, begrenzt. Für 24 Stunden legen hingegen die Mitarbeiter der Fährgesellschaften Tirrenia und Saremar die Arbeit nieder; private Fährgesellschaften wie der Moby Lines sind von dem Streik allerdings nicht betroffen. Von Freitag, 8 Uhr bis Sonnabend, 8 Uhr werden nur die gesetzlich vorgeschriebenen Verbindungen garantiert. In Fahrplänen werden diese in der Regel mit „Servizio minimo garantito in caso di sciopero“ ausgewiesen. Vor allem, wer zwischen Sardinien und Korsika oder auf den sardischen Inseln Carloforte oder La Maddalena unterwegs ist, sollte deswegen die Fahrpläne genau studieren. Auf der Saremar-Strecke von Santa Teresa Gallura nach Bonifacio wird beispielsweise nur die morgendliche Verbindung garantiert, die beiden Routen am Nachmittag und Abend fallen dem Streik zum Opfer. Von Palau nach La Maddalena werden von geplanten 20 nur fünf Verbindungen angeboten. Im Zugverkehr soll der für morgen angekündigte, vierstündige Streik des Personals der Ferrovie dello Stato hingegen keine negativen Auswirkungen auf die Fahrgäste haben, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.
Costa Day 2009: Sardinien feiert den internationalen Tag des Mittelmeeres
Klimawandel, andauernde Bebauung der Küsten, Verschmutzung und Überfischung gefährden das Ökosystem des Mittelmeeres. Vom 24. bis 25. Oktober 2009 machen die Teilnehmerstaaten des dritten internationalen „Costa Day“ deshalb mit zahlreichen Veranstaltungen auf die entscheidende Rolle der Küsten und des Meeres aufmerksam. Im gesamten Mittelmeerraum sollen Sport, Spiel, Regatten, Kurzfilme, Fotowettbewerbe und ein wissenschaftlicher Austausch die Bedeutung des Meeres für das tägliche Leben stärker ins Bewusstsein rücken. Mit seinen traumhaft, hellen Sandstränden, seinem azurblau, glasklaren Wasser und seinen zahlreichen Wassersportmöglichkeiten ist das Mittelmeer nämlich eines der attraktivsten Meere der Welt.
Auch Sardinien, stellvertretend für Italien, trägt dazu bei, die bedrohte Meeresumwelt des mittelländischen Meeres zu schützen. Am vorletzten Oktoberwochenende wird neben zahlreichen Aktionen in den Schutzgebieten der Insel und im Kreuzfahrt-Terminal der Inselhauptstadt Cagliari über eine gemeinsame zukünftigen Meerespolitik konferiert. Die Initiative wird von vielen Prominenten, wie den sardischen Schriftstellern Marcello Fois, Michela Murgia und Milena Agus sowie von Chiara Vigo, der Muschelseide-Spinnerin aus Sant'Antioco im Südwesten von Sardinien, unterstützt. Ein Highlight der Veranstaltung ist am Samstag Abend das Konzert von Eugenio Bennato, Liedermacher aus Neapel, und seiner Tanzgruppe Tarantapower am Molo Ichnusa in Cagliari. In den vergangenen Jahren hatten neben Italien, Marokko, Algerien, Zypern, Kroatien, Ägypten, Frankreich, Griechenland, Jordanien, Montenegro, Libanon, Spanien, Syrien, Tunesien und die Türkei an der Initiative teilgenommen.
Gipfeltreffen Italien-Spanien im sardischen La Maddalena zu Immigration, Handels- und Wirtschaftsbeziehungen und Weltfinanzkrise
Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi und der spanische Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero treffen heute, am 10. September 2009 im sardischen La Maddalena zum Gipfeltreffen Italien-Spanien ein. Neben den beiden Regierungschefs sind auch die Innen- und Verteidigungs- und Wirtschaftsminister sowie Repräsentanten aus der Wirtschaft beider Länder mit von der Partie. Auf dem Treffen sollen die Themen illegale Immigration, Handels- und Wirtschaftsbeziehungen und natürlich die Weltfinanzkrise. Die Delegierten werden heute morgen auf dem Flughafen Olbia-Costa Smeralda landen und mit Hubschraubern auf das La Maddalena-Archipel eskortiert.
Das umgebaute Arsenals auf La Maddalena: Werk des Architekten Stefano Boeri
Der Italien-Spanien-Gipfel wird in den Räumlichkeiten stattfinden, die ursprünglich für den auf La Maddalena geplanten G8-Gipel im Juli 2009 erbaut wurden. Die Designer-Gebäude des Mailänder Architekten Stefano Boeri auf einem ehemaligen Waffenarsenal sind seit Juni 2009 fertig, der Gipfel ist aber die erste Veranstaltung, die in dem „Casa del Mare“ getauften Komplex östlich des Ortszentrums von La Maddalena stattfindet.
Nord-Sardinien: Großes Luxusyachten-Wochenende an der Costa Smeralda. Heute startet der Maxi Yacht Rolex Cup
An der glamourösen Costa Smeralda im Nordosten Sardiniens ging es am Wochenende hoch her: 22 luxuriöse Boote der Yachtwerft Perini Navi begaben sich im mondänen Yacht Club Costa Smeralda in Porto Cervo in einen Wettbewerb um Technik und seglerisches Können. Die 56 Meter lange „Salute“ war das schnellste Boot, das den 25 Meilen langen Kurs in nur einer Stunde und 50 Minuten absolvierte. Zweite wurde die ebenfalls 56 Meter lange Felicità. Die 50 Meter-Yacht Baracuda, die durch ihr leuchtend rosa Segel besonders hervorsticht, wurde nur Dritter. Die Preisträger des Perini Navi Cup 2009 wurden von Ismaeliten-Prinz Aga Khan, dem Gründervater der Costa Smeralda, persönlich ausgezeichnet.
Die Yachten Atmosphere, Fleet, Maltese Falcon beim Perini Navi Cup 2009. Credits: Rolex/ Carlo Borlenghi
Wer jetzt Lust auf Yacht-Watching an der Costa Smeralda bekommen hat, hat noch bis Sonnabend Gelegenheit: Beim 20. Maxi Yacht Rolex Cup treten 18 bis 45,5 Meter lange Riesenyachten aus 14 Nationen gegeneinander an. Montag bis Mittwoch finden die Vorrunden in den Kategorien Cruising/Spirit of Tradition, Mini Maxi Racing, Mini Maxi Racing/Cruising, Racing/Cruising und Wally statt. Nach einer Rennpause für Segler und Material am Donnerstag stehen am Freitag die Finals rund um die Inseln des La Maddalena-Archipels auf dem Programm. Einen Live-Ticker von den Rennen gibt es unter http://www.yccsmaxi.com/
Besten Blick auf die Yachten hat man von Porto Cervo vom Parkplatz der Kirche Stella Maris aus. Die vorbeifahrenden Luxusschiffe kann man aber auch von der Mole des Porto Vecchio in Porto Cervo beobachten. Einen guten Blick auf die Gefährte hat man je nach Route auch von La Maddalena oder den Aussichtspunkten am Capo d’Orso und Punta Sardegna bei Palau/Porto Rafael.
Gipfeltreffen Italien-Spanien auf La Maddalena (Sardinien) am 10. September 2009
Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi und der spanische Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero treffen sich am 10. September 2009 im sardischen La Maddalena. Das gab die Pressestelle der Regierung heute in Rom bekannt. Der Italien-Spanien-Gipfel wird in den Räumlichkeiten stattfinden, die ursprünglich für den auf La Maddalena geplanten G8-Gipel im Juli 2009 erbaut wurden. Silvio Berlusconi hatte den Gipfel der Vereinigung der sieben führenden Industrienationen und Russlands nach dem verheerenden Erdbeben im April 2009 in Mittelitalien nach L’Aquila verschoben und Sardinien versprochen, auf La Maddalena künftig internationale Konferenzen und Gipfel abzuhalten. Das Summit Italien-Spanien ist die erste Veranstaltung überhaupt auf dem ehemaligen Militärgeländes der amerikanischen Streitkräfte, die bis 2008 auf La Maddalena stationiert waren und deren Kasernen und Lagerhallen eigens für den G8-Gipfel umgebaut wurden.
Mit dem Amphibienfahrzeug auf den rosa Strand von Budelli: Mailänder Tourist nach Gesetzesverstoß angezeigt.
Auf der kleinen Insel Budelli im Maddalena-Archipel liegt einer der faszinierendsten Naturschauspiele Sardiniens: Der Spiaggia Rosa, eine kleine Bucht mit pinkfarbenem Sand. Der Sand verdankt seine pink-rosa leuchtende Farbe Schalenresten der Miniacina miniacea-Koralle, die in den Seegraswiesen vor der Insel lebt. Rosa Sand ist an vielen Stränden Sardiniens zu finden, aber nur auf Budelli in dieser Konzentration. Weil der Strand weit über die Grenzen Sardiniens hinaus berühmt wurde und viele Touristen den wertvollen Strandsand als Souvenir mitnahmen, hat die Parkverwaltung des Parco Nazionale dell' Arcipelago di La Maddalena den Zugang für Urlauber gesperrt und strenge Auflagen für Boote erlassen, die das Naturschauspiel aus der Ferne betrachten wollen. Von diesen Verboten hat ein Urlauber vergangene Woche angeblich nichts gewusst. Mit seinem Amphibienfahrzeug ist er kurzerhand bei dem geschützten Spiaggia Rosa an Land gegangen. „Ich mag keine Publicity. Ich wollte in La Maddalena nur ein paar Freunde besuchen und dachte nicht, dass ich mit einem kurzen Halt am Strand ein solches Chaos auslöse“, zitiert die Tageszeitung La Nuova Sardegna“ den 60-jährigen Urlauber. Hat er aber: Die Parkverwaltung hat sofort Anzeige erstattet, denn einige Urlauber hatten umgehend die Küstenwache und die Carabinieri informiert. Die Anzeige scheint nur wenig genutzt zu haben: Denn einen Tag später wurde der Mailänder Textilunternehmer mit seinem Wasserfahrzeug an einem weiteren Strand von La Maddalena gesichtet. Auf seinem Weg zurück nach Korsika, von wo das Amphibienfahrzeug des Typs „Amphi Ranger" nach La Maddalena aufgebrochen war, kam er dann noch einer Linienfähre in die Quere, berichtet die La Repubblica.
L’Aquila kommt kurz vor dem bevorstehenden G8-Gipfel nicht zur Ruhe: Zwei Beben erschütterten heute Morgen erneut die Abruzzen-Hauptstadt
Weniger als eine Woche vor dem G8-Gipfel in der Abruzzen-Hauptstadt L’Aquila vom 8. bis 10. Juli 2009 ist die Region erneut von zwei Beben erschüttert worden.
Drei Monate nach dem schweren Erdbeben in den Abruzzen, bei dem Anfang April fast 300 Menschen gestorben sind, haben heute Morgen zwei neue Erschütterungen L’Aquila in Angst und Schrecken versetzt. Kurz vor zwölf Uhr Mittag erschütterte ein Beben mit einer Stärke von 3,6 die Gebiete Collimento, Villagrande und L’Aquila. Eine zweite Erschütterung um kurz nach 13.00 Uhr erreichte hingegen eine Stärke von 4,1 teilte der italienische Katastrophenschutz mit. Nach Informationen der italienischen Presseagentur Ansa stürzten beim Beben von heute mit Epizentrum L'Aquila, Pizzoli und Barete keine Gebäude ein, auch Menschen wurden nicht verletzt.
Das G8-Gipfeltreffen, das ursprünglich auf der Insel La Maddalena auf Sardinien angesetzt war, wurde Ende April 2009 überraschend nach L’Aquila verlegt, um dem geschundenen Abruzzen nach dem Erdbeben zu neuem Auftrieb zu verhelfen.
G8-Gipfel in der Abruzzen-Hauptstadt L’Aquila: Passkontrollen bei Einreise nach Italien
Die Italienische Zentrale für Tourismus ENIT teilte heute mit, dass wegen des bevorstehenden G8-Gipfels in der Abruzzen-Hauptstadt L’Aquila vom 8. bis 10. Juli 2009 das Schengener Abkommen für Ein- und Ausreisen nach bzw. aus Italien aufgehoben wird. Vom 28. Juni bis 15. Juli. 2009 müssen Reisende aus Gründen der Sicherheit sich darauf einstellen, Italienweit an den Passkontrollstellen gültige Personalausweise bzw. Reisepässe vorzuzeigen.
Das G8-Gipfeltreffen, das ursprünglich auf der Insel La Maddalena auf Sardinien angesetzt war, wurde Ende April 2009 überraschend nach L’Aquila verlegt, um dem geschundenen Abruzzen nach dem Erdbeben zu neuem Auftrieb zu verhelfen.
Badesaison an Sardiniens Stränden eröffnet: Rod Stewart, Dieter Hoeneß und Geri Halliwell lassen es sich an der Costa Smeralda gut gehen
Seit Ende Mai hat die Badesaison an den Stränden von Sardinien begonnen. Bei angenehmen Wassertemperaturen kann man im kristallklaren, azurblauen Wasser seine Bahnen ziehen oder sich am hellen Sandstrand sonnen. Auch Dieter Hoeneß, ehemaliger deutscher Profi-Fußballer und abgesetzter Manager von Hertha BSC, gönnt sich in diesen Tagen als kleinen Trost für die Auflösung des Vertragsverhältnisses mit dem Berliner Bundesligaklub zum Saisonende, einen Badeurlaub an der sonnigen Costa Smeralda. Unter der Sonne Sardiniens entspannt zudem Ex-Ginger-Spice Geri Halliwell. Die Sängerin und ehemaliges Mitglied der Girlgroup Spice Girls hatte sich erst kürzlich vom Italiener Fabrizio Politi getrennt und ist nun mit ihrem neune Freund Henry Beckwith im Luxus-Hotel Cala di Volpe bei Porto Cervo an der Costa Smeralda abgestiegen. Aktuellen Medienberichten zufolge lassen die Turteltäubchen auch jeden wissen, dass sie unheimlich verliebt sind. Die branchenüblichen Paparazzi-Fotos kursieren bereits in der Tabloid-Presse. Als weiterer VIP-Badegast spannt derzeit ebenfalls Rock- und Pop-Legende Rod Stewart an Sardiniens Traumstränden aus. Wie das Hello-Magazin im Internet berichtet, verbringt der britische Sänger gemeinsam mit Ehefrau Penny und Söhnchen Alistair einen Kurzbadeurlaub auf seiner Lieblingsinsel Sardinien. Am vergangenen Wochenende war außerdem das italienische Showgirl Simona Ventura für zwei Tage an der Smaragdküste. Gemeinsam mit ihren Kindern hat sich die Ex-Frau von Ex-Profi-Fußballer Stefano Bettarini von den Fernsehstudios in Mailand und Rom am Strand entspannt.
Die Große Vip-Saison an der Costa Smeralda startet jedoch erst Ende Juni, wenn die exklusive Billionaire-Disko in Porto Cervo am 26. und 27. Juni 2009 zur Eröffnungsparty lädt. Die Namen der exklusiven Gäste sind bisher nicht bekannt.
G8-Gipfeltreffen in L’Aquila – die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien befürworten den Umzug des Treffens von Sardinien in die Abruzzen
Nach Informationen der italienischen Presseagentur Adnkronos befürwortet die amerikanische Regierung die Verlegung des G-8-Gipfels von Sardinien in die vom Erdbeben verwüstete Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila. Aus italienischen Diplomatenkreisen in Washington hieß es gestern Nacht, die Haltung der Amerikaner sei positiv. Auch Lynn Eccles, Sprecherin der Dowing Street sagte gestern Abend: „Die Entscheidung den Gipfel zu Verlegen gebührt der italienischen Verwaltung. Großbritannien wird Italien in jeder Weise unterstützen.“ Aus Berlin hieß es hingegen, eine Stellungnahme gäbe es erst im Laufe des heutigen Briefings im Kanzleramt. Die Regierungen der anderen G8-Länder haben sich bisher noch nicht geäußert.
Um Kosten zu sparen und dem geschundenen Abruzzen zu neuem Auftrieb zu verhelfen, hatte Italiens Ministerpräsident Berlusconi gestern unerwartet angekündigt das Gipfeltreffen ins mittelitalienische Erdbebengebiet umziehen zu wollen. Mit dem Abzug von Sardinien sollen Gelder in Höhe von 220 Millionen Euro, die für das Treffen auf La Maddalena vorgesehen waren, nach L'Aquila fließen und die Aufmerksamkeit der Welt in das Bebengebiet gelenkt werden.
In der Zwischenzeit hat ein weiteres Nachbeben die Abruzzen erschüttert. Die gestrige Erschütterung kurz vor Mitternacht hatte eine Stärke von 4,0 auf der Richter-Skala.
G8 in L’Aquila? Silvio Berlusconi will das Gipfeltreffen im Juli von La Maddalena abziehen
Der italienische Ministerrat von Silvio Berlusconi hat heute morgen auf einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, das geplante G8-Gipfeltreffen, das für Anfang Juli auf der sardischen Insel La Maddalena angesetzt war, in das Erdbebengebiet von L’Aquila zu verlegen. Berlusconi sagte heute in der mittelitalienischen Stadt: „Es wäre ein Zeichen in die richtige Richtung, das Treffen in L’Aquila abzuhalten“. Allerdings müssen die acht Teilnehmerländer des Gipfeltreffens erst noch zustimmen. Amerikanische und andere Sicherheitsdienste sind seit Monaten in dem nordsardischen Inselarchipel La Maddalena unterwegs, um mögliche Sicherheitsrisiken abzuwägen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Die Entscheidung, den Gipfel der Vereinigung der sieben führenden Industrienationen und Russlands auf La Maddalena abzuhalten, geht auf eine Entscheidung des ehemaligen Ministerpräsidenten Romano Prodi vom Juni 2007 zurück. Die geplanten Investitionen in die Infrastruktur von La Maddalena sollten die wirtschaftlichen Ausfälle abfedern, die der Abzug der amerikanischen Truppen von den nordsardischen Inseln verursacht hat. Silvio Berlusconi, der auch schon mit dem Gedanken gespielt hat, den Gipfel in das im letzten Jahr von einer Müllkatastrophe geplagte Neapel zu verlegen, will mit dem Abzug des Gipfels von Sardinien nun Gelder in Höhe von 220 Millionen Euro, die für das Treffen auf La Maddalena vorgesehen waren, nach L'Aquila fließen lassen und die Aufmerksamkeit der Welt in das mittelitalienische Erdbebengebiet lenken. Neuesten Meldungen zufolge wolle Berlusconi jedoch das G-8-Treffen der Umweltminister auf La Maddalena abhalten.
Protestbewegung gegen den G8-Gipfel auf La Maddalena: Globalisierungskritiker und sardische Unabhängigkeitsbewegungen organisieren Protestaktionen
Globalisierungskritiker und sardische Unabhängigkeitsbewegungen bereiten ihre Protestaktionen gegen den G8-Gipfel Anfang Juli auf Sardinien vor. Die sardischen Aktionisten wollen mit ihrer Protestbewegung „Mesa Sarda. A fora su G8“ (“Sardischer Tisch. Raus mit G8“) vor allem für soziale Gerechtigkeit und nationale Souveränität kämpfen. Sie organisieren ein Treffen „aller Nationen ohne eigenen Staat“, zu der sie auch Sardinien zählen. Das Treffen soll am 8. und 9. Juli an noch unbekanntem Ort stattfinden und am 10. Juli in einer Demonstration in Olbia gipfeln. Globalisierungskritiker und die italienische No-Global-Bewegung wollen ebenfalls Proteste organisieren: „Die Gipfel-Teilnehmer werden von uns hören“, versprach der italienische Aktivist Francesco Caruso am vergangen Sonntag in einem Interview mit der sardischen Tageszeitung L’Unione Sarda. Obwohl einige Netzwerke mit Schlauchbooten bis auf die Tagungsstätten auf La Maddalena vordringen wollen, hält Caruso den Erfolg dieser Protestaktion aufgrund der hohen Präsenz von Sicherheitskräften für eher unwahrscheinlich. „Die Tatsache, dass sich die Großen der Welt auf einer Insel verstecken, ist ein Zeichen von Schwäche. Seit Jahren weist die Globalisierungskritik auf Wirtschafts- und Umweltrisiken hin. Jetzt, wo all unsere Vorhersagen eingetreten sind, verbarrikadieren sich die Großen der Welt“ fasst Caruso die Kritik an dem Gipfeltreffen auf La Maddalena zusammen. Globalisierungsgegner und Sicherheitskräfte hoffen auf einen friedlichen Gipfel und gewaltlose Proteste. Beim letzten G8-Gipfel in Italien in Genua 2001 kam es zu schweren Auseinandersetzungen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen zwischen der italienischen Polizei und den Demonstranten und einem Todesfall. Der Ernstfall wurde am Wochenende schon geprobt: In Olbia haben Rotes Kreuz, Krankenhäuser, Polizei und Feuerwehr eine groß angelegte Notfallübung absolviert.