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Freitag, 20. Mai 2011

Sardinien-Fähren der Region: Ab Mitte Juni von Nordsardinien nach Ligurien und Latium. Wettbewerbsbehörde leitet Kartell-Verfahren gegen Reedereien ein

Von Golfo Aranci zweimal täglich nach Civitavecchia (Latium) und von Porto Torres viermal pro Woche ins ligurische Vado Ligure (bei Savona, etwa 50 Kilometer von Genua entfernt): Das sind die neuen Fährverbindungen, die die Region Sardinien ab 15. beziehungsweise 20. Juni 2011 anbietet. Die über die regionale Fährgesellschaft Saremar vertriebenen Tickets sollen ab 21. Mai 2011 buchbar sein.








Die beiden Fähren werden eigens für die Sardinien-Überfahrten mit dem Insel-Logo angestrichen
(Computergrafik, Regione Autonoma della Sardegna)

Mit den von der Region angemieteten Fährschiffen will die Regionalregierung gegen die hohen Fährpreise angehen, welche die Überfahrten auf die italienische Mittelmeerinsel in diesem Jahr stark verteuert haben. Die Tarife der Regionalfähren sollen demnach auch weit unter den derzeitigen Marktpreisen liegen. Wie der sardische Gouverneur Ugo Cappellacci am vergangenen Donnerstag, den 19. Mai 2011 erklärte, sollen die Preise zum Beispiel auf der Strecke von Civitavecchia nach Golfo Aranci (Olbia) bei 21 Euro bis 35 Euro für die Deckpassage, zwischen 50 und 60 Euro für das Auto sowie zwischen 45 und 65 Euro für eine Kabine liegen. Gefahren wird mit zwei Fährschiffen für 836 Passagiere und bis zu 250 Autos, die 2009 überholt wurden und extra für die Sardinien-Verbindungen umgetauft werden.







Fährparade im Hafen Olbia: Die Gesellschaften sollen 2011 ihre Preise abgesprochen haben


In der Zwischenzeit hat sich die italienische Wettbewerbsbehörde in die Diskussion um gestiegene Fährpreise nach Sardinien eingeschaltet. Alle vier privaten Reedereien, die Verbindungen auf die Urlaubsinsel anbieten, also Grandi Navi Veloci, MOBY Lines, SNAV und Corsica Sardinia Ferries, werden Kartellabsprachen nachgesagt. Während Verbauerverbände von Preiserhöhungen von über 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sprechen, behaupten die Fährgesellschaften, nicht die Preise seien gestiegen, sondern es gebe in diesem Jahr nur weniger Sonderangebote. Die gestiegenen Ölpreise habe den Reedereien keine andere Wahl gelassen, als die Preisschlachten der letzten Jahre mit Ein-Euro-Tarifen, Jackport-Angeboten und Schnäppchen-Tickets zu beenden.

Website der Saremar
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Donnerstag, 10. Dezember 2009

SNAV: Günstige Fähren von Civitavecchia nach Olbia (Nordost-Sardinien)

Die italienische Fährgesellschaft SNAV hat ihre Fährpläne für die Saison 2010 freigeschaltet.
Der Reederer aus Neapel bietet gänzjährig Überfahrten von Civitavecchia bei Rom nach Olbia an, teilweise in Zusammenarbeit mit der halbstaatlichen Tirrenia. In den Sommermonaten, von Mitte Juni bis Mitte September, werden sogar zwei tägliche Überfahrten vom Latium nach Nordost-Sardinien angeboten. Die Überfahrten sind ab sofort buchbar.
SNAV macht vor allem mit seinen günstigen Inklusivpreisen auf sich aufmerksam: Ein Einzelreisender mit Auto zahlt zum Beispiel im Tarif „Tutto incluso“ nur zwanzig Euro für die, 2 Erwachsene inklusive Camper 95 Euro inlusive eines Mobilheims bis acht Metern. Die Verfügbarkeit dieser Tarife ist allerdings begrenzt und eine Kabine muss extra bezahlt werden.

>> Die wichtigsten Fährverbindungen nach Sardinien

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>> Fährhafen Olbia: Anreise, Serviceleistungen und vieles mehr

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Donnerstag, 3. September 2009

Tirrenia steht zum Verkauf: Moby und GNV wollen die halbstaatliche Reederei übernehmen

Die halbstaatliche Fährgesellschaft Tirrenia steht ab Mitte September zum Verkauf. Das hat der italienische Transportminister Altero Matteoli im August bekanntgegeben. Danach sollen die Verhandlungen um die Abtretung der maroden Gesellschaft beginnen.

Die Tirrenia soll, ähnlich wie schon im vergangenen Jahr die Fluggesellschaft Alitalia, in einem Bieterverfahren verkauft werden. Die beiden Konkurrenten Moby Lines und Grandi Navi Veloci haben bereits Interesse an der Fährgesellschaft angemeldet, allerdings mit hohen Forderungen. GNV-Geschäftsführer Silvano Cassano sagte dem Branchendienst Shippingonline.it, keinesfalls wolle man die gesamte Gesellschaft übernehmen, sondern nur die Aktivitäten in Genua. Moby-Präsident Vincenzo Onorato wiederum sei an einer Übernahme der gesamten Gesellschaft interessiert, meldet das Tourisikmagazin Guidaviaggi. Beide Interessenten fordern hohe staatliche Garantien und Schuldenerlasse sowie Solidarität der Sozialpartner. Zwei weitere Konkurrenten, die Snav und Grimaldi Lines, haben bereits verlauten lassen, nicht an der Tirrenia interessiert zu sein.


Fähren in Olbia: Bald könnte es einen Konkurrenten weniger geben

Die Tirrenia betreibt ganzjährig staatlich subventionierte Verbindungen von Genua nach Olbia und Porto Torres sowie von Civitavecchia nach Olbia, Arbatax und Cagliari. Außerdem gehören zu der Aktiengesellschaft mit Sitz in Neapel die regionalen Fährgesellschaften Toremar (Toskana), Caremar (Kampanien), Siremar (Sizilien) und die sardische Saremar, die die Fähren von Sardinien nach Carloforte, La Maddalena und nach Korsika betreibt. Diese Regionalgesellschaften sollen an die Regionen gehen. Sardinien hat bereits Interesse geäußert, Personal und Schiffe an den Standorten Portovesme, Palau und Santa Teresa Gallura zu übernehmen. Die bis zu vierzig Jahre alten Schiffe könnten künftig unter der Flagge der sardischen Transportgesellschaft Arst fahren. Dem Transportkoloss aus Cagliari wurden erst zu Beginn des Jahres 2009 alle regionalen Verkehrsgesellschaften der Insel einverleibt.

Die Tirrenia, die seit 1936 Verbindungen vom Festland nach Sizilien, Sardinien und nach Albanien anbietet, gilt als marode und hochverschuldet. Den knapp 360 Millionen Euro Nettovermögen der Firmengruppe stünden mehr als 752 Millionen Euro Schulden gegenüber, meldet die Presseagentur Reuters Italia. Die Tirrenia verfügt über 72 Schiffe (davon 27 im Regionalverkehr) und hat etwa 1.500 festangestellte Mitarbeiter. In den letzten Jahren haben die Napoletaner vor allem auf den Sardinien-Strecken starke private Konkurrenz von Moby Lines, Sardinia Ferries, GNV, Snav und Grimaldi Lines bekommen. Lediglich die wenig attraktiven Verbindungen nach Arbatax und Cagliari und von Sardinien nach Sizilien stehen noch unter dem Monopol der Tirrenia.


>> Übersicht über alle Fähren und Strecken nach Sardinien
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