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Montag, 25. Mai 2009

Silvio Berlusconi zu Sardinien vor den Europawahlen: Neue Straßen und kein Atomkraftwerk auf der Insel

Kurz vor den Wahlen zum europäischen Parlament am 6. und 7. Juni hat der italienische Ministerpräsident am vergangenen Wochenende zahlreiche Regionalmedien zum Interview gebeten. Am morgigen Dienstag wird ein Exklusiv-Interview des Ministerpräsidenten auf dem regionalen TV-Kanal Videolina ausgestrahlt, in dem sich Berlusconi vor allem zu Sardinien-Themen äußert.
Wie die Online-Ausgabe der konservativen Tageszeitung L’Unione Sarda heute vorab berichtet, verspricht der Premier die Schnellstraßen Olbia-Sassari und Olbia-Santa Teresa Gallura so schnell wie möglich fertig zu stellen. Außerdem sprach sich Berlusconi dagegen aus, auf Sardinien ein Atomkraftwerk zu bauen. Mehrere Medien hatten in den letzten Wochen berichtet, die Regierung in Rom prüfe, auf Sardinien einen Kernreaktor zu errichten, weil die Insel als besonders erdbebensicher gilt.
Bereits vor Wochen hatte Berlusconi den Sarden versprochen, zahlreiche Gipfeltreffen und Staatsbesuche nach La Maddalena zu bringen. Denn völlig überraschend hatte er Ende April verkündet, den für Juli auf La Maddalena geplanten G8-Gipfel in das mittelitalienische L'Aquila zu verlegen.

Zahlreiche Gerüchte und Skandale umgeben derzeit den Privatmann Silvio Berlusconi. Neben einem Bestechungs- und Justizskandal sorgt derzeit vor allem sein Privatleben für Furore. Gerätselt wird, ob Berlusconi eine Affäre mit einem 18-jährigen Mädchen aus Neapel oder mit deren Mutter hatte. Der Ex-Freund der Neapolitanerin hatte am Sonntag der linksliberalen Tageszeitung "La Repubblica" berichtet, dass das Mädchen den Premierminister des öfteren in dessen Villa auf Sardinien getroffen hatte. Berlusconi hat nördlich von Olbia mehrere private Anwesen und ist häufig am Wochenende auf Sardinien zugegen.

Die politischen und privaten Skandale der schillernden Persönlichkeit Berlusconis dürften aber kaum negativen Einfluss auf das sardische Wahlergebnis zu den Europawahlen haben. Erst bei den Regionalwahlen im Februar hatte die Berlusconi-Partei „Popolo delle libertá“ eine stabile Parlamentsmehrheit eingefahren und stellt fortan den sardischen Präsidenten.
Sardinien schickt zusammen mit Sizilien, die zusammen den Wahlkreis Italia Insulare bilden, insgesamt neun Volksvertreter nach Straßburg.
(Foto: Presidenza delle Repubblica/Wikimedia)

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Montag, 27. Oktober 2008

Die Ruhe nach dem Sturm: Nach dem schweren Unwetter der vergangenen Woche kehrt in Cagliari wieder Ruhe ein und der Sonnenschein kommt zurück

Das schöne Wetter ist wieder zurück in Cagliari: Am Wochenende strahlte die Sonne über die Inselhauptstadt und bei Temperaturen um die 25 Grad bevölkerten die Inselhauptstädter wieder ihren Stadtstrand Poetto.
Fast vergessen scheint das Unwetter der vergangenen Woche. Mittlerweile haben die Behörden die ersten Bilanzen gezogen: fünf Tote, zahlreiche Verletzte, Schäden in Millionenhöhe. In der am schwersten betroffenen Gemeinde Capoterra im Süden von Cagliari, wo innerhalb von drei Stunden etwa 370 Liter Regen pro Quadratmeter fielen, sind die Aufräumarbeiten aber noch lange nicht abgeschlossen. Nach wie vor gilt der Notstand, lediglich die Hauptverbindungsstraße SS195 von Cagliari Richtung Pula ist wieder hergestellt.
Inzwischen hat die Suche nach den Schuldigen für die zahlreichen Schäden begonnen. Im Gebiet von Capoterra wurde in den letzten dreißig Jahren fleißig an Flussbetten und in Hochwasser-Überschwemmungsgebieten gebaut. Seit 2004 gibt es aber auf Sardinien neue Baugesetze, die Bauvorhaben zumindest in Küstengebieten stark einschränken. Allein in Capoterra hat die Region seit 2006 in dreizehn Gemarkungen Baugenehmigungen verweigert.

Youtube-Video: Impressionen vom Poetto-Strand vom 26. Oktober 2008





Youtube-Video: Bilanz der Schäden in Capoterra vom Regionalsender Videolina



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