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Montag, 24. Mai 2010
Louis Vuitton Trophy in La Maddalena (Nord-Sardinien) mit wenig Wind gestartet
Nur sechs Matches konnten zum Start der Louis Vuitton Trophy im sardischen Inselarchipel von La Maddalena gefahren werden. Bei dem Wettbewerb, in dem die zehn stärksten Segelteams der Welt noch bis zum 6. Juni 2010 in Nordsardinien gegeneinander antreten, mussten die millionenschweren Sportsegler wegen schwacher Winde die meiste Zeit im Hafen liegen bleiben. Hier die ersten Ergebnisse der Wettbewerbe vom Wochenende:
Gewinner der ersten Wettbewerbe waren das französische Team Aleph von Bertrand Pacé, das gegen das deutsche Team Origin von Ben Ainslie angetreten war. Im italienischen Duell zwischen Mascalzone Latino von Gavin Brady und Azzurra von Francesco Bruni gewann Mascalzone, das Team des Besitzers der Fährgesellschaft Moby Lines, das am Tag danach auch noch an der Luna Rossa vorbeizog. Am Sonntag gewann außerdem das deutsch-französische Team Audi A1 All4One gegen die italienische Azzurra. Außerdem war das französische Aleph Sailing Team die Amerikaner an den Favoriten von BMW Oracle vorbeigezogen.
Azzurra Vs Mascalzone Latino. Credit: Stefano Gattini/Azzurra
Auch für den heutigen Montag, den 24. Mai 2010 haben Meteorologen Windstille vorausgesagt und alle ausstehenden Matches wurden auf den Nachmittag verschoben. Während für den Rest Sardiniens ausreichend Wind für Segelfreunde vorhergesagt ist, soll es auch in den nächsten Tagen in der sonst so windverwöhnten Straße von Bonifacio nur vereinzelte Böen geben. Erst am Mittwoch können die Teams des Louis Vuitton Trophy wieder mit ein paar kräftigen Windstößen rechnen. Dafür sind für den Rest der Pfingstwoche auf Sardinien Sonnenschein und nur ein paar wenige Schönwetterwolken vorhergesagt. Zu Beginn des prestigeträchtigen Segelwettbewerbs in Nordsardinien wurde auch Kritik an der Veranstaltung laut. Die Region Sardinien, die den Louis Vuitton Cup nach Berichten des Wirtschaftsblatts Il Sole 24 Ore mit rund 2,3 Millionen Euro unterstützt, habe für das Sponsoring Gelder, die für soziale Projekte in dem wirtschaftlich schwer angeschlagenen Sulcis im Süden von Sardinien gedacht waren, abgezweigt.
Rätselhafter Frachtcontainer vor Siniscola enthielt nur Baumaterial – Zum Wochenbeginn Sonnenschein auf Sardinien
Ein blauer Übersee-Schiffscontainer, der am vergangenen Samstagmorgen im ostsardischen La Caletta (Gemeinde von Sinicola) an den Strand geschwemmt wurde, enthält nur harmlose Ladung. Das berichten übereinstimmend mehrere italienische Nachrichtenagenturen. Zunächst war befürchtet worden, es könnte sich bei dem blauen Frachtcontainer um einen Behälter mit gefährlicher Ladung handeln, der bei den Unwettern der letzten Tage über Bord eines Schiffes gegangen sein könnte. Wie Feuerwehr und Küstenwache jetzt mitteilten, enthielt er aber nur Baustoffe und stamme vermutlich von einer Baustelle in Budoni. Möglicherweise sei der Container zwölf Meter lange Container von einem Bach ins Meer betrieben worden, berichtet die sardische Tageszeitung L’Unione Sarda.
Die Unwetter und Regenfälle der vergangenen Woche hatten rund um Olbia, Padru, Budoni, San Teodoro und Loiri Porto San Paolo schwere Schäden angerichtet. Bei Posada wurde eine Brücke der Staatsstraße 125 Orientale Sarda von dem plötzlich angestiegenen Fluss mitgerissen. Inzwischen sei die Situation an der sardischen Ostküste aber wieder unter Kontrolle, berichten Polizei und Zivilschutz. Lediglich rund um Posada werde der Verkehr von der SS125 auf die Schnellstraße SS131DCN umgeleitet, berichtet das Straßenbauamt ANAS.
Nach einem weitgehend freundlichen Wochenende können sich die Sarden und Urlauber an ein paar sonnigen Tage auf Sardinien erfreuen. Noch bis Mittwoch werden angenehme Temperaturen jenseits der 25 Grad und nur einzelne Wolken vorhergesagt. Lediglich am Donnerstag und Freitag soll es kurzfristig schlechter werden, Schauer und Gewitter sind an den beiden Tagen vor allem an der sardischen Ostküste angekündigt. Zum Wochenende hin soll es dann wieder weitgehend sonnig werden.
Schwere Regenfälle mit einem Todesopfer auf Sardinien – Wetterbesserung in Sicht
Auf Sardinien sind am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag schwere Regenfälle niedergegangen. Besonders betroffen war die Gegend zwischen San Teodoro und Siniscola im Nordosten der Insel. Bei Padru kam ein 28-jähriger Landwirt ums Leben, der mit mitsamt seinem Traktor von dem Fluss Lerno erfasst wurde und in den Fluten ertrank. Der sonst harmlose Bach hatte sich innerhalb weniger Minuten in einen Sturzbach verwandelt. In den Gemeinden Olbia, Budoni, San Teodoro, Padru und Loiri Porto San Paolo traten Bäche über die Ufer und richteten Schäden an. In Agrustos und Budoni mussten 650 Touristen aus Sicherheitsgründen von ihren Campingplätzen evakuiert werden. Bei Ottiolu wurden einige Autos von einem Fluss ins Meer gespült. Die Nord-Süd-Hauptverbindungsstraßen SS 125 und 131 (Nuoro-Olbia) mussten zeitweise gesperrt werden. Für den heutigen Freitag, den 25. September 2009 sind noch Schauer und Gewitter in Nordost-Sardinien angekündigt, für Sonnabend und Sonntag ist aber Wetterbesserung in Sicht. Am Wochenende soll es bei zeitweise leichter Bewölkung auch wieder warm werden: 25 Grad in Olbia und Orosei, 27 Grad in Alghero und 28 Grad in Cagliari. Spitzenreiter wird am Samstag Oristano in Westsardinien sein, wo das Quecksilber bis zu 30 Grad anzeigen soll. Surfer und Kiter dürfte das Wetter besonders freuen: An den Küsten wird es windig und kräftige Wellen sorgen für jede Menge Surfspass.
Unwetter und Sturm auf Sardinien: Der Januar verabschiedet sich stürmisch
Rekordverdächtige Windstärken und meterhohe Wellen hatten Sardinien am letzten Januarwoche im Griff. Mit bis zu 160 Stundenkilometern pfiff ein kräftiger Libeccio und Mastral-Wind um das Capo Carbonara im Süden der Insel, im nordwest-sardischen Alghero wühlte der Wind das Meer so sehr auf, dass sich ein Sprühregen aus Meerwasser über die Küstenstadt legte. Auf offener See sorgten bis zu 20 Meter hohe Wellen dafür, dass die meisten Sardinien-Fähren in den Häfen liegen blieben. Vor allem die Verbindungen zu den Inseln Carloforte und La Maddalena sowie die Strecke zwischen Korsika und Sardinien waren betroffen. Im Flugverkehr kam es zu zahlreichen Störungen: Viele Flüge nach Cagliari und Alghero wurden nach Olbia umgeleitet, auch die München-Cagliari-Maschine der TUIfly musste aufgrund starker Windböen zunächst auf dem Flughafen Olbia-Costa Smeralda landen. Große Schäden hat das Unwetter aber nicht angerichtet: Während dasselbe Tief in Spanien und Südfrankreich für schwere Schäden und mehrere Todesopfer sorgte, kam Sardinien mit einigen umgefallenen Bäumen und niedergewehten Straßenschildern glimpflich davon. Für die kommende Woche ist schon wieder Wetterbesserung vorhergesagt.