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Montag, 23. Januar 2012

"Sas Tuvas” – Brauchtumsfeuer am gestrigen Sonntag in Bortigali im Zentrum von Sardinien


In vielen Orten auf Sardinien gehört ein großes knisterndes Feuer zum Namenstag des Heiligen Antonius wie das Fest am Abend davor. Schon in der Nacht auf den 17. Januar wird nämlich gefeiert, als ob es kein Morgen danach gäbe.

In Bortigali, einem knapp 1200-Seelen-Dorf im Zentrum von Sardinien wurde sas tuvas, das große Sant'Antonio-Abate-Feuer am vergangenen Wochenende unter krachenden Böllern und kreischenden Raketen entzündet.
In den Morgenstunden des Sonntags, als die Feuer noch glühten, wurden dann die Vorbereitungen für das üppige Grillfest am Abend getroffen. Typisch ist ein riesiges gegrilltes Kalb, das mit einem süßen, rubinroten Wein unter den Anwesenden verteilt wird.

Das Fest, das für Erneuerung steht ist auf Sardinien auch der Starttermin für den Karneval. Der 17. Januar ist allerdings nur der Auftakt. Die eigentlichen Tage der Ausgelassenheit und des Feierns fallen in die Karnevalszeit.

Wer am vergangenen Wochenende nicht dabei sein konnte, hat am Sonntag, den 29. Januar 2012 noch einmal die Möglichkeit, denn dann werden in Bortigali erneut Freudenfeuer entzündet und Grillfleisch sowie Wein gereicht.

Brauchtumsfeuer und Karnevalsauftakt in Mamoiada

Abgebrannte Eichen auf dem Kirchenplatz in Bortigali. © Foto: Paolo Succu

Hier werden 170 kg Kalb für das Fest am Abend gegrillt. © Foto: Paolo Succu   

Die Vorbereitungen für das Fest laufen den ganzen Tag über. © Foto: Paolo Succu


Böller und Raketen gehören wie sas tuvas zum Fest. © Foto: Paolo Succu   


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Montag, 4. Januar 2010

Wetter-Chaos zu den Feiertagen: Von Sonnenschein bis hin zu Sturmböen auf Sardinien zwischen Weihnachten und Neujahr, Regen und Schnee zu Dreikönig

Am wärmsten war es am Heiligabend in Cagliari: 25 Grad und strahlender Sonnenschein, Frühlingswetter auf der ganzen Insel: Zu Weihnachten war einem auf Sardinien so gar nicht nach Tannenbaum und Schneegestöber zu Mute, sondern eher nach Sonnenbaden und in das kühle Meer springen.
Anders dann das Wetter zu Neujahr: Schwere Sturmböen haben für ein wahres Wetterchaos auf der Insel gesorgt. Starke Mistral-Winde trafen bis zu 130 Stundenkilometern auf die sardische Küste. Am schlimmsten hat es den Nordwesten zwischen Bosa und Alghero getroffen. An der Korallenriviera haben die Stürme schwere Schäden angerichtet: Die beliebten Badeziele Le Bombarde und Maria Pia sowie den Stadtstrand „Lido“ von Alghero wurden bei einer Sturmflut in großen Teilen abgetragen. Noch ist unklar, ob die Stranderosion in Alghero nur zeitweilig ist und Wetter und Wellen die Sandstreifen im Laufe des Frühjahrs wieder anschwemmen.
Stranderosion ist ein natürliches Phänomen der allmählich fortschreitenden Veränderung der Küsten. Das Phänomen kennt jeder Sardinien-Urlauber, der über mehrere Jahre denselben Strand besucht und beobachten kann, wie das Meer die Küste von Winter zu Winter verändert: Sand wird anschwemmt oder weggespült, der Wind trägt Dünen ab oder türmt neue Sandhügel auf, Bachläufe verändern ganze Strandlinien, wenn es in der kalten Jahreszeit ergiebig geregnet hat. Dennoch will Alghero seine beliebten Badeziele gegen unvorhergesehene Ereignisse schützen: In den nächsten Jahren soll massiv in Wellenbrecher, Sandvorspülungen und Wiederaufschüttungsmaßnahmen investiert werden.
Nach Sonne und Wind an Weihnachten und Neujahr hat der Wettergott für das Dreikönigsfest das nächste Wetterphänomen für die Insel parat: Für den 6. Januar 2010 sind ergiebige Regenfälle für die ganze Insel vorhergesagt, ab Donnerstag kann es in Teilen der Insel schneien, am Wochenende sogar bis zu einer Höhe von 300 bis 400 Metern über Normalnull.

(Fotos: Archiv)

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Donnerstag, 10. Dezember 2009

Sardinien, Cortes Apertas 2009 – Delikatessen und Traditionen für Jung und Alt beim Herbstfest in Fonni

Am vergangenen Wochenende fand in Fonni, einem kleinen Dorf südlich der Provinzhauptstadt Nuoro, das Herbstfest Cortes Apertas statt.
Bei schönem Sonnenwetter konnten Gäste und Urlauber sich an vier Tagen, von früh bis spät, über traditionelle Berufe informieren sowie Spezialitäten und Leckereien des 4300-Seelendorfes in der Barbagia probieren und genießen.

Bis zum Montag bescherte das phantastische Herbstwetter den Festwirten rege Besucherströme. Nieselig-regnerisch war das Wetter hingegen am Dienstag, dem Tag der Mariä Empfängnis. Trotzdem ließen sich die großen und kleinen Gäste aus den Provinzen, Sassari, Oristano und Cagliari sowie aus den benachbarten Dörfern die Stimmung nicht vermiesen.

Nicht nur die gelungene Mischung aus stattlichen alten Häusern und Vorführungsständen, sondern auch die Zubereitung der berühmten Löffelbiskuits und ein spektakuläre Karnevalsumzug trugen maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung bei.

Als wahre Publikumsmagneten erwiesen sich die Auftritte des Hufschmieds und der Bäckerinnen, die auf der Piazza Sa Serra die berühmten „Pistoccos“ (Löffelbiskuit) gebacken haben.
Ein weiteres Highlight war die Ankleidung und der Festzug der „Urthos und Buttudus“, der typischen Karnevalsmaske aus Fonni.

Auf dem Programm standen aber auch zahlreiche Ausstellungen die zum Gucken und Staunen einluden.

Nächste Höhepunkte in den kommenden Wochen: Die Feste in Orune und Olzai.


Copyright Fotos: Paolo Succu

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Montag, 28. Januar 2008

Frühlingserwachen auf Sardinien - Duftende Blüten und Sonnenschein

Während sich die Pflanzenwelt der nordeuropäischen Länder im Winterschlaf befindet, ist der Frühling ein früher Gast auf Sardinien. Seit Tagen lockt die Insel mit strahlender Sonne. In den Gärten stehen weiß und rosa blühende Mandelbäume, Orangen und Zitronenbäume tragen leuchtende Früchte und gelbe Rispen zeigen sich auf den Mimosenbäumen. Die Macchia Mediterranea webt überall grüne Tupfer in die Landschaft. Gemeinsam mit Erdbeerbäumen, Wolfsmilchpflanzen und Weißdornsträuchern sind Mandelbäume die Vorboten einer farbenprächtigen und duftenden Flut von Blüten, die Sardinien im Frühjahr in ein Blumenparadies verwandeln.

Mandelblüte auf Sardinien

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Montag, 17. Dezember 2007

Heftige Schneefälle in Zentralsardinien: Zahlreiche Straßen gesperrt und Stromausfälle in Nordsardinien

Im Laufe des Montags hat sich die Wettersituation auf der Insel massiv verschlechtert. Aufgrund heftiger Schneefälle mussten zahlreiche Straßen gesperrt und Bus- sowie Zugverbindungen gestrichen werden. Die SS 131 Cagliari-Sassari und Cagliari-Olbia ist in weiten Teilen gesperrt. Zivilschutz und Polizei empfehlen, nur in dringenden Fällen das Auto zu benutzen. Ein Stromausfall hat den ganzen Tag über Nordsardinien betroffen. In Sassari, Olbia und Tempio gab es teilweise erst am späten Nachmittag wieder Strom. Weitgehend störungsfrei hingegen ist die Situation auf den sardischen Flughäfen.

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Schnee und Sturm: Es ist Winter auf Sardinien!

Ein Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer sorgte an diesem Wochenende auf Sardinien für Schneefälle bis auf 450 Meter, teils kräftige Schauer und lokal schwere Sturmböen. Zahlreiche Bergstraßen waren zeitweise blockiert und auf einigen Passstraßen in der Barbagia waren zeitweise Schneeketten vorgeschrieben. Im Flug- und Fährverkehr kam es hingegen zu keinen nennenswerten Störungen. Auch wenn Schneefall in den zentralsardischen Bergen ein normales Winterphänomen ist, schneit es in den tieferen Lagen Südsardiniens eher selten.
Doch an diesem Wochenende reichte der Schneefall im Sarrabus-Gerrei und im Iglesiente bis auf 450 Meter Höhe- ein Spektakel für die Cagliaritaner, die sich die weiße Pracht nicht entgehen lassen wollten. So waren die Straßen in das Sette Fratelli-Gebirgen und nach Burcei von zahlreichen Familien bevölkert. In den Bergen von Serpeddì mussten Ausflügler von der Feuerwehr gerettet werden, weil Sie sich mit ihrem Geländewagen im Schnee festgefahren hatten. Wer sich die weiße Pracht mitten im Mittelmeer nicht entgehen lassen will, muss sich allerdings beeilen: Nur noch bis Mittwoch soll die Kältewelle auf der Insel andauern.

Fotos: Wintereinbruch an diesem Wochenende in den Bergen von Burcei

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